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Clara Schumann, eine geniale Tochter Leipzigs

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    Als Clara Wieck am 13. September 1819 das Licht der Welt erblickte, war Leipzig eine Stadt, die noch immer von der Völkerschlacht sechs Jahre zuvor gezeichnet war. Nach der Niederlage Napoleons mussten tausende Verwundete versorgt werden und letztlich brach auch noch eine Typhus-Epidemie aus.

    Der Krieg der 10 Nationen war noch in relativ frischer Erinnerung, da gebar Marianne Wieck ihrem Ehemann Friedrich Wieck im Haus Hohe Lilie am Neumarkt eine Tochter, Clara, die später als Ehefrau des Komponisten Robert Schumann keineswegs in dessen Schatten stand, sondern ein eigenständiges Lebenswerk erschuf, das sich mit allen Schöpfungen anderer Komponisten aus der Klassik messen kann.

    Dabei war Clara Schumann nicht nur Musikerin, die sich wie ihre männlichen Kollegen ganz der Kunst widmen konnte. Clara Schumann brachte im Laufe ihres Lebens 8 Kinder zur Welt und führte dementsprechend einen großen Haushalt. Ihre älteste Tochter, Marie, starb erst 1929 im schweizerischen Interlaken. Clara Schumann selbst war eine begeisterte Mutter, auch wenn ihr in späteren Jahren die Schwangerschaften zu schaffen machten und sie sich fraglos  moderne Produkte, wie etwa Cannabisöl, zur Linderung schwangerschaftsbegleitender Symptome gewünscht hätte.

    Trotzdem waren ihr und ihrem Ehemann die Kinder das „Glückspfand der Liebe“, wie es Robert Schumann einmal selbst bezeichnete.

    Musik, in die Wiege gelegt

    Der Vater von Clara Schumann, Friedrich Wieck, besaß zwar ein abgeschlossenes Theologiestudium, das er den Eltern zuliebe absolvierte, seine Liebe jedoch galt von Kindheit an der Musik. Daraus entstand letztlich eine Karriere als Musiker, Musikkritiker und Musikpädagoge. Darüber hinaus war er auch noch 17 Jahre lang Inhaber einer Klavierfabrik. Kein Wunder also, das Clara, die von Geburt an von Musik umgeben war, davon angesteckt und recht früh selbst zum Wunderkind der Musik wurde.

    Schon mit 9 Jahren trat Clara Wieck im Leipziger Gewandhaus auf und bewies eindrücklich ihr großes Talent als Klaviervirtuosin. Die strenge Beharrlichkeit des Vaters, der auch den späteren Ehemann Claras, Robert Schumann, unterrichte, machte sich bezahlt. Später spielte Clara Schumann vor Goethe und war mit Paganini, Liszt, Chopin und Felix Mendelssohn Bartholdy bekannt und befreundet.

    Mit zehn Jahren verfasste sie ihre ersten eigenen Kompositionen und trat auch vermehrt bei Klavierkonzerten auf. Gegen den Willen des Vaters heiratete sie mit 21 Jahren den 9 Jahre älteren Robert Schumann. In den ersten Jahren der Ehe konzentrierte sie sich vermehrt auf Kompositionen und auch auf das Werk ihres Mannes. Ohne Clara an seiner Seite hätte Robert Schumann niemals eine so glänzende Karriere gemacht und noch ein anderer Großer der Klassik erstrahlte unter oder besser durch Clara Schumann zum Stern am Musikhimmel, Johannes Brahms.

    Am 26. März 1896, im Alter von 76 Jahren verstarb, Clara Schumann nach zwei Schlaganfällen in ihrem Haus in Frankfurt am Main. Sie hinterließ 66 bedeutende Kompositionen, war maßgeblich an Werken von Robert Schumann und Johannes Brahms beteiligt, erstellte Kadenzen für Beethoven sowie Mozart und war auch noch als Verlegerin musikalischer Werke, etwa von Scarletti und Frederic Chopin, tätig. Heute findet sich das Erbe Clara Schumanns in Namensgebungen für Schulen, Plätzen und Konzertsälen. Dazu gibt es vier Spielfilme, vier Theaterstücke, ein Dokumentarfilm und zwei Romane über Clara Schumann sowie dreizehn Biographien. Das alles hat sich die Leipziger Tochter Clara Schumann, geb. Wieck, wirklich verdient.

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