Kryptowährungen: aus dem Internet an die Regierung von Venezuela

Die digitalen Tauschmittel oder "Internet-Geld" haben in den letzten Jahren Berühmtheit erlangt. In der modernen Gesellschaft, in der das Internet eine entscheidende Rolle im Leben der Menschen spielt, ist es normal, über den Aufstieg sogenannter Kryptowährungen nachzudenken.

Kürzlich kündigte eine Regierung Lateinamerikas die Schaffung einer elektronischen Währung an, die auf materiellen Gütern basiert, um ihre wirtschaftlichen Probleme zu lösen. Es war der Präsident von Venezuela, Nicolás Maduro Moros, der das „Petro“ schuf, die digitale Währung, die von materiellen Gütern der Nation unterstützt wird: Öl, Gold, Gas und Diamanten.

Einige Ökonomen und sogar Politiker haben von Anfang an auf das Scheitern dieser Maßnahme hingewiesen, weil sie versichert haben, dass das „Petro“ nicht als Kryptowährung betrachtet werden kann. Diese Wertschätzung der Experten beruht darauf, dass das „unsichtbare Geld“ in der Regel keine physische Sicherung hat; im venezolanischen Fall wird es in den natürlichen Reserven dieses Landes unterstützt werden.

Sind Kryptowährungen und Regierungen kompatibel?

Bisher gab es Analysen vieler Ökonomen bezüglich dieser Ankündigung, die darauf abzielt, den Mangel an Devisen in diesem Land auszugleichen. Das erste, was zu verstehen ist, ist jedoch die grundlegende Definition dessen, was eine Kryptowährung ist: ein digitales Tauschmittel, das, obwohl es physisch nicht existiert, ein Netzwerk aus asymmetrischen digitalen Zertifikaten und digitalen Signaturen besitzt, die ihm Gültigkeit und Sicherheit verleihen.

Eines der ersten Unternehmen, das es angeboten hat, war Bitcoin, im Jahr 2009, obwohl andere ebenso effektiv erschienen, wie Ethereum und Ripple Kaufen, die auch als ein lokales Kreditbörsensystem funktionieren, das auf dem Austausch von Partner zu Partner beruht, wie auf der ConselleriaIEI.org Website diskutiert wird.

Ripple Kaufen gilt als einer der wirtschaftlichsten im Vergleich zu seinen Hauptkonkurrenten. Es kann in Deutschland oder im Rest der Welt nach ein paar einfachen Schritten erworben werden.

Die Münze oder das virtuelle Geld, so viele Analysten, schafft eine Wirtschaft, die als „parallel“ betrachtet werden könnte. Es kann mit PayPal, Visa und MasterCard, Banküberweisungen und anderen Mechanismen erworben werden.

Aber bei vielen Anwendern kommt noch ein weiterer Zweifel auf: Wozu dienen sie? Die Antwort ist einfach. Für dasselbe, für das das physisches Geld verwendet wird: kaufe oder akzeptiere sie als Bezahlung für irgendeinen Kauf.

Der venezolanische Fall erfordert speziell weitere Studien. Präsident Nicolás Maduro hat Venezuela zum Pionierland für Kryptowährungen gemacht, aber seine Konzeptualisierung schlägt einige Herausforderungen in seiner Funktionalität vor, da sein Wert auf strategischen Materialien der Nation wie Öl und Diamanten basiert.

Während einer Rede sagte der Präsident: „Wir sind Pioniere in der Welt bei der Schaffung der Kryptowährung, die den Reichtum unserer Mineralien unterstützt.“ Es hat jedoch keine näheren Angaben zu seiner Verwendung gemacht.

In der Theorie ist es leicht, eine Kryptowährung wie „Petro“ zu schaffen, sagte Wirtschaftshistoriker Garrick Hileman. Es wird jedoch die finanzielle Situation des Landes sein, die das Vertrauen seiner potenziellen Gläubiger schafft oder nicht.

Der Ökonologe Jesus Palau erklärte seinerseits, dass das Wichtigste in diesem Fall ist, dass jemand anderes ihm Mut gibt und „es wagt, es zu benutzen“.

Die Geschichte der Tulpen

Obwohl Bitcoin oder Kryptowährung über praktisch undurchdringbare digitale Zertifikate verfügt, gibt es immer noch Menschen, die an ihrer Wirksamkeit und Sicherheit zweifeln, und viele andere betrachten sie als eine vorübergehende Option.

Der „Zusammenbruch“ dieser „digitalen Aktionen“, um sie irgendwie zu nennen, betreffen mehr als nur einen. Und obwohl die Zahlen zeigen, dass in der Tat das Vertrauen in diese gestiegen ist, denn bis August dieses Jahres hatten sie eine globale Kapitalisierung von etwa 153.541.576,78 US $, einige Experten zweifeln weiterhin an ihnen.

Einige Ökonomen, wie Alberto Tovar, weisen darauf hin, dass dies „die Euphorie eines Marktes mit großer Nachfrage“ ist und dafür mit dem Fall der Tulpen, deren Boom im siebzehnten Jahrhundert prächtig war, beispielhaft dargestellt wurde von denjenigen, die mit großen Verlusten in diesen Markt investiert haben.

Doch weit davon entfernt, wachsen die Zahlen vorerst stetig. Die Beschleunigung von Kryptowährungen wird durch ein Zertifikat der Unverletzlichkeit und Dezentralisierung unterstützt, weshalb es in den kommenden Jahren voraussichtlich weitergehen wird.

Obwohl Länder wie Indonesien 2018 den Handel mit Kryptowährungen verbieten wollen, setzt Venezuela auf sie. So sehr, dass viele Experten im wirtschaftlichen Bereich die Investition in „die Währung der Zukunft“ empfehlen, weil sie bestätigen, dass sich das Bankensystem, wie es heute bekannt ist, unwiederbringlich verändern wird.


Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 



Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Ein Gastbeitrag zu einem Lichtfest-Demontage-Artikel der LVZ
Endlich mal nur Frauen beim Lichtfest 2018 auf der Bühne. Das Thema? 100 Jahre Kampf um Gleichberechtigung. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser„Politiker rechnen mit Lichtfest ab – nächste Feier ohne Meier?“, titelte die LVZ (auch online) am 13. Oktober. Ein Beitrag, der gegen den künstlerischen Leiter des Lichtfestes, Jürgen Meier, zielte, aber aus der Politik nur Vertreter der CDU und ausgerechnet der AfD zu Wort kommen ließ. Bewusst wurde darauf angespielt, es handele sich ja bei Meier um einen Westdeutschen. Völlig daneben jedoch fand die Übernahme rechter Argumentationsmuster dabei der Leipziger Professor für Romanische Literaturwissenschaft und Kulturstudien Alfonso de Toro. Sein Kontra dazu hier als Gastbeitrag.
DOK-Festival freut sich über hohen Frauenanteil und Eröffnungsfilm von Werner Herzog
Werner Herzog (l.) im Gespräch mit Gorbatschow. Foto: DOK Leipzig / Lena Herzog

Foto: DOK Leipzig / Lena Herzog

Für alle LeserAls angeblich erstes Filmfestival der Welt hatte sich das DOK eine Frauenquote für die Regie im Deutschen Wettbewerb auferlegt. Nun sind nicht nur in diesem Wettbewerb, sondern auch im gesamten Programm die Regisseurinnen in der Überzahl. Die Organisatoren freuen sich zudem über prominente Namen zum Auftakt: Der diesjährige Eröffnungsfilm kommt von Werner Herzog und porträtiert Michail Gorbatschow, den letzten Präsidenten der ehemaligen Sowjetunion.
Auch selbstständige Sachsen meiden, wo es geht, die Wohltaten des Jobcenters
Kassensturz mit Groschen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSachsen wollen arbeiten. Für sie ist Arbeit nicht nur Sinngebung, sondern auch ein Stück ihres Stolzes. Und das würde wohl auch funktionieren, wenn es kein „Hartz IV“ gäbe und die Sanktionspraxis der Jobcenter, bei der ja die sächsischen besonders eifrig sind. Da arbeiten die Sachsen lieber für einen Hungerlohn, als sich bürokratisch drangsalieren zu lassen. Oder sie versuchen sich als Selbstständige durchzuschlagen, auch wenn’s eigentlich nicht zum Leben reicht.
SPD-Stadträtin fordert den OBM auf, kleinere Müllfahrzeuge kaufen zu lassen
Sammelfahrzeug im Einsatz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserVerwaltungen machen es sich gern einfach. Viele neue Vorschriften haben oft nur den Zweck, Kosten und Aufwand (für die Verwaltung) zu reduzieren und sich anstrengende Änderungen zu ersparen. So auch bei der nun auch in der Leipziger Abfallwirtschaftssatzung auftauchenden Neuregelung, Straßen, die schmaler als 3,55 Meter sind, künftig nicht mehr mit Abfallfahrzeugen zu befahren. Da vermisste auch Nicole Bärwald-Wohlfarth ein bisschen Anstrengung im Eigenbetrieb Stadtreinigung.
Warum eine Umfrage zum Sicherheitsempfinden nur von rosa Elefanten erzählt
Kleiner Willy-Brandt-Platz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Der Artikel über den Fragebogen enthält mehr Vorurteile als der Fragebogen selbst....wie sicher fühlen sie sich in ihrem Umfeld....was ist an dieser Frage unwissenschaftlich?“, fragte uns Leser/-in „peku“ unter unserem ersten Bericht dazu. Zu Recht. Weil diese Frage den Blick auf das richtet, was an dieser Umfrage schon im Ansatz nicht stimmt. Der Fragebogen macht einen Frame auf, einen Rahmen. Oder noch genauer: Er verengt den Fokus. Damit wird er unwissenschaftlich.
Neue Thüringer Festtagskuchen: 60 neue Rezepte aus der fruchtigen Thüringer Backwelt
Gudrun Dietze: Neue Thüringer Festtagskuchen & mehr. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs gibt Erfolge, die erzählen sehr viel über das, was Menschen wirklich wichtig ist. So wie das Buch „Thüringer Festtagskuchen“ von Gudrun Dietze, das 1993 im Leipziger Verlag für die Frau erschien. Es stand damals auch für ein sich deutlich wandelndes Verlagsprofil. Und es verkaufte sich bis heute 250.000 Mal. Da ist selbst der Verlag überrascht.
Ein neues „Plakatgate“: Leipziger CDU kritisiert „linken Hass“
Unbekannte veröffentlichten dieses Plakat. Foto: Marco Santos

Foto: Marco Santos

Für alle LeserErneut sorgt ein satirisches Plakat in den Schaufenstern der Abgeordnetenbüros von Leipziger Landtagsabgeordneten der Linkspartei für Aufregung bei der CDU. Im Zusammenhang mit den rechtsradikalen Demonstrationen in Chemnitz sind dort „Fahndungsplakate“ mit Abbildungen von CDU-Politikern und Neonazis zu sehen. Bereits im Januar 2018 hatten ähnliche Plakate im Zusammenhang mit Polizeigewalt beim G20-Gipfel wütende Reaktionen und Strafanzeigen hervorgerufen.
Gastkommentar von Christian Wolff: SPD am Scheideweg
Mal wieder Wirbel bei der SPD. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDas Positive zuerst: Bei den Landtagswahlen im Freistaat Bayern hat es keinen Durchmarsch rechtsradikaler Parteien gegeben. Die AfD hat ein im Vergleich zu den Befürchtungen eher bescheidenes Wahlergebnis erreicht: 10,2 %. Dieser Stimmenanteil ist noch viel zu hoch, aber weniger als erwartet. Vor allem kann man das katastrophale Wahlergebnis der SPD nicht mit einem Erfolg der AfD erklären. Die SPD ist kein Opfer rechter Stimmungsmache geworden.
Mindestens 131.000 erwerbstätige Sachsen stecken in der Armutsfalle fest
Kassensturz, schön übersichtlich. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserArmut ist ein weites Feld. Was Armut wirklich bedeutet, wissen nur die, die schon lange vor Monatsschluss wissen, dass das Geld nicht zum Nötigsten reicht und sie wieder Abstriche an den normalsten Dingen der Welt machen müssen: keine Straßenbahnfahrt, kein Obst aus dem Frischeregal, kein warmes Essen unter der Woche, Billigfleisch nur aus dem Supermarkt usw. Und nach wie vor sind hunderttausende Sachsen arm, obwohl sie arbeiten.
Lene-Voigt-Gesellschaft feiert 20 Jahre Gaffeeganne wieder mit offener Vortragslust
Gaffeeganne 2013. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist schon ein Weilchen her, dass der Wettbewerb um die Gaffeeganne der Lene-Voigt-Gesellschaft aus dem Kalender verschwand. Aus mehreren Gründen. Natürlich ging es um die Kraft, ihn zu organisieren, eine Vorsitzende, deren Fehlen sich auf einmal heftig bemerkbar machte. Aber eigentlich war er auch an seine Grenzen gekommen. Es musste sich etwas ändern. Aber nur was?
Haltestelle Baaderstraße soll am 19. Oktober offiziell eröffnet werden
Neue Haltestelle Baaderstraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserGanz fertiggestellt war die neu gebaute Haltestelle Baaderstraße in der Virchowstraße am Wochenende natürlich noch nicht. Aber an den Haustüren im weiteren Umkreis flatterten schon die Einladungen für Anwohner und Gewerbetreibende zur Haltestelleneröffnung am Freitag, 19. Oktober. Fünf Tage müssen die Bauleute hier noch ranklotzen.
Änderung in der Leipziger Abfallwirtschaftssatzung sorgt für politischen Ärger
Abfallsammelfahrzeug bei der Arbeit. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEine neue Regelung in der neuen Abfallwirtschaftsatzung bringt jetzt Stadträte der verschiedensten Fraktionen dazu, sich vehement zu Wort zu melden. Denn beim Eigenbetrieb Stadtreinigung hat man es sich aus ihrer Sicht erst einmal nur leicht gemacht: Wenn die Straßen zu schmal sind, um ohne weiteres mit den dicken Sammelfahrzeugen durchzuflutschen, dann haben die Anwohner ihre vollen Mülltonnen eben bitteschön bis vor an die Hauptstraße zu bringen.
Bürgerverein Gohlis will, dass der Gohliser Anger wieder erlebbar wird
Der Gohliser Anger in der Menckestraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWie repariert man eine Stadt? Irgendwie wohl doch so, dass man die Übernutzung durch überall abgestellte Autos beendet und Räume wieder zurückgewinnt. So geht auch der Bürgerverein in Gohlis an die Sache heran – einer der rührigsten in Leipzig. Mal kämpft er um den Erhalt des „Budde“, mal um Tempo 30 in überlasteten Straßen. Und nun hat er die Rettung des Gohliser Angers auf seine Fahnen geschrieben.
Freya Kliers großes Panorama der Stadt Dresden im Jahr 1919
Freya Klier: Dresden 1919. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMenschen sind fehlbar. Und meistens sind sie überfordert, die Folgen ihrer Entscheidungen wirklich zu bedenken. Da dominieren Emotionen von Rache, Wut, tiefer Verletztheit und sorgen dafür, dass die Geschichte für Generationen auf katastrophale Gleise gerät. Was hat das mit Dresden im Jahr 1919 zu tun? Eine Menge. Gerade weil Freya Klier sich um die Komplexität eines Jahres bemüht, das bislang eher so mitdümpelte im Schatten von 1918.
Schöne Erinnerungen festhalten und digitalisieren
Foto: Split Shire

Foto: Split Shire

Viele Menschen halten ihre schönsten Momente im Leben heute mit Fotos fest. Das ist auch ein Grund, warum man schauen sollte, wie man diese aufbewahrt oder aber auch digitalisieren lässt. Besonders spannend ist es daher mit zahlreichen Dias, die man wahrscheinlich noch häufig finden wird.