Alles, was Sie zum Thema Dash wissen müssen

Die Kryptowährung Dash (der Namen steht für Digital Cash, digitales Bargeld) hat zwar an Bekanntheit außerhalb von Expertenkreisen noch eine Menge aufzuholen, gilt unter Anlegern aber längst als extrem interessant.

Mehr als 1.000 Kryptowährungen gibt es inzwischen auf dem Markt. Führend sind noch immer Pionier Bitcoin und Ethereum, aber Dash ist nach vier Jahren auf dem Markt inzwischen auf einem der vorderen Plätze beim Kapitalisierungs-Ranking. Wie bei allen Kryptowährungen kommt es auch bei Dash zu kräftigen Zugewinnen und rapiden Rückschritten, aber die längerfristigen Prognosen für Dash sind vielversprechend.

Derzeit liegt der Preis für einen Dash bei rund 275 Euro. Im Sommer 2017 schwankte der Kurs noch zwischen 100 und 150 Euro pro Einheit.

Kryptowährungen haben einige Jahre gebraucht, um in Schwung zu kommen.

Die Idee war seit 1998 in der Diskussion, aber erst zehn Jahre später erhielten einige wenige eine private Mail von jemandem mit dem Pseudonym Satoshi Nakamoto, die einen ersten Entwurf der Kryptowährung beinhaltete. So wurden die ersten 50 Bitcoins und damit der erste Block in der Bitcoin-Blockchain am 3. Januar 2009 geschaffen.

Ethereum kam 2013 dazu, und zwar nicht nur als Zahlungsmittel, sondern auch als Unterbau für Plattformen – Entwickler konnten damit Codes auf einer dezentralisierten und dadurch sicheren Blockchain aufbauen.

2017 begann ein Run auf die neuen Währungen. Zwischenzeitlich war Bitcoin an die 20.000 US-Dollar wert. Zum Vergleich: 2010, als die Währung zum erstenmal mit einem Börsenkurs notiert waren, gab es Bitcoin für einen Höchstpreis von 39 US-Cent. Aktuell liegt der Kurs bei rund 6.500 Euro.

Der Vorteil der Kryptowährungen, die auch für Banken immer interessanter werden, sind die Dezentralisierung und damit Unabhängigkeit von Kontrolle durch Institutionen. Die Obergrenze für die Gesamtzahl ist festgelegt und kann nicht überschritten werden. Das macht sie inflationssicher.

Kauf und Handhabung sind unkompliziert – und schnell. Jede Transaktion innerhalb einer Blockchain wird zwischen den einzelnen Nutzern Block an Block aneinandergereiht. Dadurch wächst die Blockchain kontinuierlich. Die Währungen funktionieren wie ein von den Nutzern gemeinsam verwaltetes Buchführungssystem und sind frei von den sonst üblichen Kontrollen durch Regierungen und Banken. Jeder einzelne An- oder Verkauf wird in einer Art globalem Rechnungsbuch verzeichnet. Auf diese Weise ist der Verbleib jeder Münze nachvollziehbar. Findet ein Handel statt, werden alle Klienten im Netzwerk darüber informiert, dass eine bestimmte Summe von einer Adresse an eine andere geschickt werden soll. Wer sich hinter den jeweiligen Adressen verbirgt, ist allerdings, wie schon der Name Krypto andeutet, verschlüsselt.

Durch den Wegfall der staatlichen Kontrollmechanismen sind die Kryptowährungen allerdings auch weniger stabil als Währungen, die gegebenenfalls aus politischen und wirtschaftlichen Gründen gestützt werden.

Den Vorteil, den etliche Anleger bei Dash im Vergleich zu Bitcin sehen, sind unter anderem die größere Transparenz und die Unterscheidung zwischen Minern und „Masternodes“ innerhalb des Netzwerks. „Masternodes“ haben Sonderaufgaben und können unter anderem aktiv über die Entwicklung bei Dash mitbestimmen. Dazu gehören auch etwaige Veränderungen bei den Größen der Blockchains.

Registrierte Anleger mit „Masternode“-Status werden für ihre Mitwirkung in Dash bezahlt. Allerdings müssen sie vorher eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1000 Geldeinheiten hinterlegen, und die Werte steigen an den meisten Tagen.

Wer nicht zahlen, sondern lieber „minen“, also schürfen will, kann auch das mit seinem Computer machen. Bei Dash wird dazu ein spezieller, aus elf Verfahren zusammengesetzter Algorithmus namens X11 eingesetzt. Im Gegensatz zu Bitcoin ist die Höhe der Belohnung fürs Schürfen nicht fest vorgegeben, sondern wird flexibel and die Obergrenze der möglichen Geldschöpfung angepasst. 90 Prozent des verfügbaren Budgets wird zu gleichen Teilen auf Miner und „Masternodes“ aufgeteilt. Der Rest ist für Entwicklung, Markerting und Ausbau weiterer Projekte reserviert.

Das Schürfen ist allerdings nicht so simpel wie es klingt. Vor allem müssen die bei dem Prozess entstehenden Stromkosten in Einklang mit dem erzielbaren Gewinn gebracht werden.

Und auch wenn längerfristig die Prognosen für Dash weiterhin vielversprechend sind, gibt es keine Garantien, dass die Kurse nicht zwischendurch deutlich in den Keller gehen.

 


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