Den richtigen Fahrradhelm finden

Selbst ein vorsichtiger Radfahrer hat im Durchschnitt aller 7.000 km einen Unfall oder fällt vom Rad. Dabei entstehen schnell schwere Kopfverletzungen. Medizinische Untersuchungen zeigen, dass Fahrradhelme die meisten Kopfverletzungen von Radfahrern reduzieren oder verhindern können.

Wie funktioniert ein Helm?

Wer umweltbewusst mit dem Dienstfahrradunterwegs ist, sollte nicht auf einen Fahrradhelm verzichten. Denn ein Helm reduziert die Spitzenenergie eines scharfen Aufpralls. Dies erfordert eine Schicht aus steifem Schaum, um den Schlag abzufedern. Die meisten Fahrradhelme bestehen aus Polystyrol (EPS), welches nach einer Verformung nicht mehr in die Ausgangsform zurückgeht. Eine Alternative ist Polypropylen (EPP) als Schaum, der elastisch ist und nach einem leichten Aufprall in die Ausgangsform zurückkehrt.

Faltbare Kunststoff-Misch-Materialien sind vor kurzem auf dem Markt erschienen und bieten viel versprechende Möglichkeiten. Die schwammigen Schaumstoffpolster in einem Helm dienen dem Komfort und der Passform, nicht dem Aufprallschutz. Der Helm sollte waagerecht auf dem Kopf sitzen und so viel wie möglich bedecken. Vor allem sollten Radfahrer den Helm bei befestigtem Riemen nicht durch Ziehen oder Verdrehen vom Kopf bekommen können. Wenn er sich löst oder so weit rutscht, dass große Bereiche des Kopfes ungeschützt bleiben, müssen die Riemen erneut eingestellt werden.

Die richtige Art von Fahrradhelm

Die meisten Fahrradhelme bestehen aus EPS-Schaum mit einer dünnen Kunststoffschale. Die Schale hilft dem Helm, auf unebenem Untergrund leicht zu rutschen, um ein Ruckeln im Nacken zu vermeiden. Zudem hält die Schale den Schaum auch nach dem ersten Aufprall zusammen. Optisch auffällige Formen sind nicht immer vorteilhaft. Fahrradfahrer sollten eine glatte, abgerundete Außenschale ohne scharfe Rippen oder Knickstellen bevorzugen.

Übermäßige Belüftungsöffnungen bedeuten weniger Schaum und das könnte die Kraft auf einen Punkt konzentrieren. Aerodynamische Helme helfen nicht wirklich dabei, schneller zu fahren, auch wenn sie dynamisch aussehen. Bei einem Crash könnte der schmale hintere Teil den Helm abreißen oder zur Seite schlagen. Außerdem relevant: Dünne Träger sind weniger bequem. Dunkle Helme sind für Autofahrer schwer zu sehen. Starre Visiere können sich bei einem Sturz verfangen oder zerbrechen.

Komfort-Anforderungen

Ventilation, Passform und Temperaturkontrolle sind die wichtigsten Komfortbedürfnisse. Der Luftstrom über dem Kopf bestimmt die Kühle und größere Frontlüfter sorgen für einen besseren Luftstrom. Die meisten aktuellen Helme haben eine ausreichende Kühlung für die meisten Fahrer. Die Temperaturkontrolle kann ein Stirnpolster oder ein separates Schweißband erfordern.

Ein passgenauer Sitz ohne Druckstellen sorgt für Komfort und die korrekte Position auf dem Kopf beim Sturz. Gewicht ist bei den heutigen Fahrradhelmen kein Thema. Einige Kopfformen erfordern mehr Fummelei mit passenden Pads und Riemen. Extra kleine Köpfe können dicke, passende Pads benötigen. Extra große Köpfe erfordern einen XXL-Helm. Ponytail-Ports können die Passform für Langhaarige verbessern.

Wann muss ein Helm ersetzt werden

Ein Helm solle immer dann ersetzt werden, wenn ein Unfall mit diesem geschehen ist. Der Aufprall zerquetscht einen Teil des Schaums, obwohl der Schaden möglicherweise nicht sichtbar ist. Helme funktionieren so gut, dass man sie auf Markierungen oder Dellen untersuchen muss, um zu wissen, ob die geschädigt sind. Die meisten Hersteller empfehlen den Austausch nach fünf Jahren, aber die Forschung hat gezeigt, dass Helme, wenn kein Sturz erfolgt ist, viel länger funktionieren.


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Foto: Löffelfamilie e.V.

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