Wie bekomme ich eine geförderte Weiterbildung?

Die berufliche Weiterbildung gilt als einer der wichtigsten Stützpfeiler des wirtschaftlichen Erfolges in einem Land. Deswegen gibt es für diejenigen, die Interesse daran haben, mit einer Weiterbildung ihre Chancen am Arbeitsmarkt zu erhöhen, vielfältige Fördermöglichkeiten. Allerdings wissen die meisten weder, welche Fördermöglichkeiten es gibt, noch unter welchen Voraussetzungen und wo die Förderung beantragt werden kann.

Mit beruflicher Weiterbildung der Arbeitslosigkeit trotzen

Wirft man einen Blick auf die Arbeitslosenquote Deutschlands, wird schnell klar: Es herrscht immer noch Handlungsbedarf. Obwohl die Arbeitslosenquote von Juni 2017 bis Juni 2018 um 0,5 Prozent gefallen ist, gibt es noch Verbesserungsbedarf. Um auch den verbleibenden 5 Prozent Arbeitslosen die Möglichkeit zu geben, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten der Weiterbildung. Allen voran sollte hier der Bildungsgutschein genannt werden. Neben dieser am weitesten verbreiteten Weiterbildungsförderung gibt es noch weitere Förderungen, sowohl bundesweit als auch nach Bundesland aufgeteilt.

Um sich darüber zu informieren, welche Weiterbildungsangebote gefördert werden, hilft ein Blick auf die Bildungsträger in Sachsen sowie der anderen Bundesländern. Staatliche und private Bildungsträger arbeiten hier Hand in Hand.

Für wen kommt der Bildungsgutschein infrage?

Der Bildungsgutschein erlaubt bei Erfüllung der Voraussetzungen eine kostenlose berufliche Weiterbildung. Die Kosten für diese Maßnahme werden von der Agentur für Arbeit getragen. Deswegen ist diese bei bestehendem Interesse auch die erste Anlaufstelle. Vor Ort wird geprüft, ob die erforderlichen Voraussetzungen erfüllt werden und gemeinsam erörtert, welche Weiterbildungsmaßnahme am sinnvollsten ist.

Gedacht ist der Bildungsgutschein für diejenigen, die arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht sind. All diejenigen, bei denen die Chance besteht, dass die zusätzliche Qualifikation eine Arbeitslosigkeit beendet, eine drohende Arbeitslosigkeit abwendet oder dann, wenn dies die Möglichkeit eröffnet, einen fehlenden Berufsabschluss nachzuholen, bestehen gute Chancen auf den Bildungsgutschein. Durch diesen werden nicht nur die Lehrgangskosten, sondern auch die Fahrtkosten, die auswärtige Unterbringung sowie auswärtige Verpflegungskosten übernommen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dass auch Kinderbetreuungskosten übernommen werden.

Bei welchem Bildungsträger die Weiterbildungsmaßnahme oder Umschulung durchgeführt wird, kann der Antragsteller selbst entscheiden. Allerdings ist der Bildungsgutschein nach der Bewilligung maximal drei Monate gültig. Innerhalb dieses Zeitraums muss er eingelöst werden, ansonsten verfällt der Gutschein. Deswegen macht es Sinn, sich schon frühzeitig über zugelassene Bildungsträger zu informieren. Hierbei sollte bedacht werden, dass nicht alle privaten Bildungsträger für die Kostenübernahme infrage kommen. Ist man sich unsicher, sollte man besser beim jeweiligen Anbieter nachfragen.

So bekommen Sie den Bildungsgutschein

  1. Termin mit dem zuständigen Arbeitsvermittler vereinbaren und diesen über den Weiterbildungswunsch in Kenntnis setzen.
  2. Der Arbeitsvermittler prüft, ob die für den Bildungsgutschein erforderlichen Maßnahmen erfüllt werden.
  3. Werden die Voraussetzungen erfüllt, kann mit dem zuständigen Arbeitsberater ein Beratungstermin vereinbart werden. Dies kann bis zu vier Wochen dauern. Zum Termin sollten Nachweise über die bisherigen Bewerbungsbemühen und Angaben über die angestrebte Weiterbildung sowie den Bildungsträger mitgenommen werden. Sammeln Sie auch Informationen darüber, welche Relevanz die angestrebte Weiterbildung für den Arbeitsmarkt hat und wie die Berufschancen mit der angestrebten Weiterbildung aussehen.
  4. Bei Erfüllung der Voraussetzungen kann ein Förderungsantrag gestellt werden. Auf diesem müssen die Maßnahmennummer der Weiterbildung, der Name des Weiterbildungsträgers und der Startzeitpunkt der Weiterbildung vermerkt sein.

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