Altersarmut und Rentenlücke vermeiden: Private Vorsorge tut not

Aufgrund des demografischen Wandels und der Rentenlücke wird private Altersvorsorge immer wichtiger – sonst drohen Altersarmut und Rentenlücke. Besonders Frauen, Geringverdiener, Selbstständige und Alleinerziehende sind gefährdet.

Demografischer Wandel belastet das gesetzliche Rentensystem

Die gesetzliche Rente beruht auf dem Umlageprinzip: Die von den Erwerbstätigen in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlten Gelder fließen an die Rentenempfänger. Dieses Prinzip funktionierte jahrzehntelang für die meisten Einzahler gut.

Das wird bei kommenden Generationen von Rentnern nicht mehr der Fall sein. Grund hierfür ist der demografische Wandel. Er bezeichnet die Veränderung der Altersstruktur innerhalb unserer Gesellschaft: Durch die jahrelang gesunkenen Geburtenanzahlen wird es zukünftig weniger Arbeitnehmer geben, die Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Gleichzeitig steigt die Lebenserwartung der Rente beziehenden Senioren. Die Folge: Die Renten werden trotz längerer Lebensarbeitszeiten sinken.

Ein weiteres Problem ist die Versorgungs- oder auch Rentenlücke: Die Begriffe bezeichnen die Differenz zwischen der Höhe des letzten Nettoeinkommens und der Höhe der ersten Rentenzahlung. Je größer die Differenz, umso schwieriger fällt es Rentnern, den bisherigen Lebensstandard aufrechtzuhalten. Von der Rentenlücke bedroht sind Verbraucher, die während ihres Erwerbslebens nur niedrige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben. Dazu gehören viele Frauen, die wegen Kindern Auszeiten vom Job genommen haben, Alleinerziehende, die nur eingeschränkt arbeiten konnten, Selbstständige und Geringverdiener.

Orientierungshilfe: Das drei-Säulen-Modell zur Altersvorsorge

Private Vorsorge ist wichtiger denn je. Bei der Planung einer nachhaltigen Altersvorsorge hilft das Drei-Säulen-Modell: Es stellt die gesetzliche, die geförderte und die private Vorsorge übersichtlich dar.

Die erste Säule bilden die Basisrenten: Das sind die gesetzliche Rentenversicherung, die Versorgungswerke der Berufsstände und die Rürup-Rente, für die sich Selbstständige als Basisrente entscheiden können.

Bei der zweiten Säule handelt es sich um staatliche geförderte Vorsorgemaßnahmen. Sie umfasst die betriebliche Altersvorsorge (bAV) und die Riester-Rente.

Die dritte Säule stellen die privaten Vorsorgemaßnahmen dar, die keine staatliche Förderung erhalten. Dazu gehören Fondssparpläne, private Rentenversicherungen und private Lebensversicherungen.

Besonders die vielen Finanzprodukte der dritten Säule sind für Laien verwirrend, eine umfassende Beratung ist daher wichtig. Die kann durch den Kundenberater der Hausbank, einen unabhängigen Finanzberater oder einen Finanzdienstleister wie Swiss Life Select erfolgen. Swiss Life Select legt den Fokus auf eine ganzheitliche Beratung seiner Kunden und kann auf breites Portfolio an geprüften Finanzprodukten von namhaften Banken, Versicherungen und anderen Partnern zurückgreifen.

Bei der Gestaltung der privaten Altersvorsorge gilt: Sie muss immer zur persönlichen Lebenssituation und -planung eines Kunden passen. Auch die eigenständige Anlage in Aktien oder der Erwerb einer Immobilie können zielführende Strategien zur privaten Altersvorsorge sein.


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