Schadstoffgrenzwerte: Weniger dicke Luft in Mitteldeutschland

Die Luft in Leipzig und Dresden wird besser: Die meisten Messstationen der Region zeigen eine generelle Verbesserung der Luftqualität. Ein Grund zum Aufatmen ist das allerdings noch nicht.

Leipzig hält Grenzwert ein, Friedrichsbrunn hat sauberste Luft

Vom Umweltbundesamt veröffentlichte Messdaten zeigen es: In Mitteldeutschland ist die Luft in den vergangenen Jahren vielerorts sauberer geworden. Wurden in Leipzig 2012 noch 46 Mikrogramm Stickstoffdioxidbelastung gemessen, waren es 2017 nur noch 40 – der im Bundes-Immissionsschutzgesetz festgelegte Jahresgrenzwert für den Schutz der menschlichen Gesundheit. Auch Dresden hat diesen Wert 2017 eingehalten – 2014 hatte er in der Landeshauptstadt Sachsens noch 53 Mikrogramm betragen.

In anderen Städten Mitteldeutschlands sieht es noch besser aus: Magdeburg lag bereits 2012 mit 36 Mikrogramm unter dem Grenzwert – 2017 waren es dann nur noch 34 Mikrogramm. Der Ort mit der saubersten Luft ist Friedrichsbrunn im Naturpark Harz: Hier hatte die Stickstoffdioxidbelastung 2017 einen Wert von nur vier Mikrogramm.

Das heißt aber nicht, das die Stadtreinigung von Leipzig und lokal ansässige Reinigungsunternehmen wie die Holte Hausservice GmbH weniger zu tun hätten, um Straßenschilder, Fassaden und Fensterflächen in Leipzig und anderen Orten wieder sauber zu bekommen: Nach wie vor ist die Stickstoffdioxidbelastung in vielen Städten der Region ein Problem. Hauptverursacher für die Belastung sind laut Umweltbundesamt die Dieselkraftfahrzeuge. Deshalb fordert das Amt zusätzlich zu Softwareupdates und Umtauschprämien die Umrüstung mit neuen Bauteilen, um den Schadstoffausstoß zu verringern.

Permanente Messung der Luftqualität

Wie wird die Belastung mit Stickoxiden und anderen Schadstoffen eigentlich ermittelt? In Leipzig sind Messstationen an vier Standorten aufgestellt: in Leipzig-Mitte, Leipzig-West, Leipzig Lützner Straße und Leipzig-Thekla. Die Stationen ermitteln rund um die Uhr die Messwerte für Stickstoffdioxid, Feinstaub, Ruß, Schwefeldioxid, flüchtige organische Verbindungen wie Benzol und Xylol sowie die Ozonwerte. Zuständig für die Überwachung der Luftsauberkeit ist das sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) mit Sitz in Dresden.

Als Messlatte für die ermittelten Messwerte dienen die Ziel- und Grenzwerte der europäischen Richtlinien und Verordnungen sowie die Verwaltungsvorschriften zum Bundes-Immissionsschutzgesetz. Besonders aufmerksam werden die Schadstoffe beobachtet, die häufig Grenzwerte überschreiten – in Leipzig sind das die Stickstoffoxide und der Feinstaub.


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