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Heute ab 16 Uhr in Leipzig auf der Wiese vor der Bäckerei Backstein

World Disco Soup Day 2019: Nachwuchs sagt „Nein“ zur Lebensmittelverschwendung

Am 27. April organisiert das internationale Jugendnetzwerk von Slow Food (SFYN) zum dritten Mal den World Disco Soup Day. In knapp 40 Ländern nutzen junge Frauen und Männer an diesem Tag nicht marktfähiges Gemüse von lokalen Höfen und bereiten daraus ein gemeinsames Essen zu, begleitet von Musik, Tanz und Diskussionsrunden. Sie setzen damit ein öffentliches Zeichen gegen das gravierende Ausmaß an Lebensmittelverschwendung und motivieren Verbraucherinnen und Verbraucher, Lebensmittel wertzuschätzen statt sie zu verschwenden. In Deutschland finden Schnippeldiskos in Stuttgart, Leipzig, Bremen, Fulda, Göttingen, Braunschweiger Land, Lüneburg und Lübeck statt.

Weltweit werden jährlich rund 1.3 Milliarden Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Damit landen ein Drittel der erzeugten Lebensmittel nicht dort, wo sie hingehören: Auf unseren Tellern. Die Verschwendung findet entlang der gesamten Wertschöpfungskette statt: Vom Acker, über Transport und Handel bis hin zur Außer-Haus-Verpflegung, in der Gastronomie sowie in Privathaushalten. Vor dem Hintergrund von Klimawandel, Ressourcenknappheit und weltweit 795 Millionen hungernder Menschen ist dieses Ausmaß an Nahrungsmittelverschwendung für Slow Food nicht tragbar.

Dazu Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland: „Wir werden nur dann effektiv gegen die beschämenden Müllberge an Lebensmitteln vorgehen, wenn wir den Kern der Verschwendung anpacken. Und das sind die Überproduktion auf dem Acker und die mangelnde Wertschätzung von Lebensmitteln aufgrund von vermeintlich billigen Preisen sowie permanent gefüllten Supermarktregalen. Dafür brauchen wir einerseits rechtlich verbindliche Vorgaben für die Lebensmittelindustrie. Andererseits brauchen wir ein Umdenken bei Verbraucherinnen und Verbrauchern“.

Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen landen alleine in Privathaushalten in Europa und Nordamerika pro Kopf bis zu 115 Kilogramm Lebensmittel im Müll, obwohl viele davon noch genießbar wären. Den World Disco Soup Day nutzt der Slow-Food-Nachwuchs, um Jung und Alt dafür zu sensibilisieren und Handlungsspielräume für den Alltag aufzuzeigen.

„Jeder kann mitmachen, schnippeln, kochen, tanzen. Es entwickeln sich ungezwungene Gespräche, auch darüber, wie wir der Lebensmittelverschwendung Einhalt gebieten können. Sobald das bei jemandem nachhallt und sich in einem veränderten Kauf- und Konsumverhalten niederschlägt, haben wir unser Ziel erreicht“, erklärt Louise Duhan, Koordinatorin von Slow-Food-Youth in Deutschland.

Von Uganda bis Japan, von Brasilien bis in die Niederlande – in knapp 40 Ländern finden an diesem Samstag zeitgleich über 100 Schnippeldiskos statt. In Europa ist dieser Tag Auftakt der Slow-Food-Youth-Kampagne #Foodispolitics. Im Vorfeld der Europawahlen nutzt das Netzwerk ab dem 27.4.2019 die sozialen Medien, um Menschen zum Wählen zu bewegen. Dafür postet es Fakten und Videos rund um die europäische Agrarpolitik.

In Leipzig wird die Schnippeldisko in Kooperation mit Slow Food Youth Leipzig, Besto KO.KO, Zukunftsfelder – Agrarforum Leipzig und Esspedition e.V. stattfinden. Ab 16 Uhr auf der Wiese vor der Bäckerei Backstein, Grassistraße 4, 04107 Leipzig.

Die Schnippeldisko ist eine öffentliche, kulinarische Protestaktion gegen Lebensmittelverschwendung und wurde von Slow Food Youth und Partnern 2012 erstmals in Berlin veranstaltet. Seitdem hat sie große und kleine Veranstaltungen in aller Welt inspiriert, von Südkorea bis São Paolo, von Irland bis Nairobi, New York bis Indien.

Genuss und Verantwortung gehören zusammen, und regionales, saisonales Essen ist cool – das möchte Slow Food mit diesen Aktionen beweisen. Das Slow Food Youth Network, die Jugendbewegung von Slow Food, ist ein weltweites Netzwerk von jungen Leuten, die sich für gute, saubere und faire Lebensmittel für alle einsetzen: www.slowfoodyouth.de.

Slow Food ist eine weltweite Bewegung, die sich für ein zukunftsfähiges Lebensmittelsystem einsetzt. Der Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft, des traditionellen Lebensmittelhandwerks und der regionalen Arten- und Sortenvielfalt sind für Slow Food ebenso wichtig wie eine faire Entlohnung für zukunftsfähig arbeitende Erzeuger sowie die Wertschätzung und der Genuss von Lebensmitteln.

Slow Food Deutschland e. V. wurde 1992 gegründet und zählt über 85 lokale Gruppen. Insgesamt ist Slow Food in über 170 Ländern mit diversen Projekten, Kampagnen und Veranstaltungen aktiv. Als Slow-Food-Mitglied ist man Teil einer großen, bunten, internationalen Gemeinschaft, die das Recht jedes Menschen auf gute, saubere und faire Lebensmittel vertritt. www.slowfood.de

Leipziger Zeitung: Wo ein Wille ist … zwei Wahlen stehen vor der Tür

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© Michael Freitag

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Für alle LeserDie Frage musste dann auch einmal gestellt werden. Denn seit Jahren machen multirestistene Keime unseren Krankenhäusern zu schaffen. Bisherige Antibiotika helfen nicht mehr gegen sie. Der Kampf um das Leben der Patienten wird immer schwerer. Und nicht alle Patienten überleben die Begegnung mit diesen Keimen. Wie sieht es eigentlich aktuell in Sachsen aus, wollte Susanne Schaper wissen.
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Südfriedhof Leipzig. Foto: Ralf Julke

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Für alle LeserEr ist der zentrale Begriff für diesen Tag: Vor 75 Jahren versuchten Angehörige der Wehrmacht, Adolf Hitler auszuschalten und dadurch das nationalsozialistische Terrorregime zu beenden. Dieser Versuch scheiterte. Hitler und die Nationalsozialisten verschärften nach dem 20. Juli 1944 den Terror nach innen und außen und setzten den Holocaust in einer ins Unermessliche gesteigerten Grausamkeit fort.
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Gemeindewahlergebnisse im Landkreis Leipzig im Mai 2019 - extra herausgehoben die Stadt Grimma. Grafik: Freistaat Sachsen, Landesamt für Statistik

Grafik: Freistaat Sachsen, Landesamt für Statistik

Für alle LeserEinigermaßen sauer waren die Freien Wähler schon, als die sie nach den Kommunalwahlen am 26. Mai in Sachsen nur unter „ferner liefen“ genannt wurden und die CDU als Gewinner der Kommunalwahlen verkündet wurde. Aber eigentlich musste man die Freien Wähler gar nicht mit der Lupe suchen.
Am 16. August will das Bündnis Gemeinschaftsschule in Sachsen die Unterschriften im Sächsischen Landtag übergeben
Das Bildungsideal eines vergangenen Jahrhunderts. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

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Das Ziel von 220 Millionen LVB-Fahrgästen passt überhaupt nicht zum 365-Euro-Jahresabo
Straßenbahntunnel an der Jahnallee. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserZum 1. Januar hatte Wien 1.897.491 Einwohner. 2018 erreichten die Wiener Verkehrsbetriebe einen neuen Fahrgastrekord: 965,9 Millionen Menschen nutzten die öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt Wien, jener Stadt, die mit ihrem 365-Euro-Jahresticket mittlerweile zum Vorbild für etliche deutsche Großstädte wie Berlin geworden ist. Und natürlich auch für Leipzig.
Zum 200. Geburtstag gestalten HTWK-Studierende eine Clara-Schumann-Ausstellung im Musikinstrumentenmuseum
Auch dieses Tafelklavier (Detail) von Breitkopf & Härtel, Leipzig, aus dem Jahre 1846 wird in der Ausstellung gezeigt. Foto: Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig (4506)

Foto: Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig (4506)

Für alle LeserAm 13. September ist ganz offiziell der 200. Geburtstag der in Leipzig geborenen Pianistin und Komponistin Clara Schumann. Keine andere Künstlerin des 19. Jahrhunderts hat das romantische Konzertleben so entscheidend beeinflusst wie Clara Schumann. Schon in jungen Jahren faszinierte sie als „Wunderkind“ und wurde in ganz Europa als Klaviervirtuosin gefeiert. Bis ins hohe Alter blieb sie eine der prägendsten und erfolgreichsten Künstlerinnen ihrer Generation.
Bernd F. Lunkewitz: Auch „Horns Ende“ wurde nicht an der DDR-Zensur vorbei veröffentlicht
Christoph Hein, Elmar Faber: Ich habe einen Anschlag auf Sie vor. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Geschichte klang zu schön: Da trickst ein cleverer Verleger die Genehmigungspraxis der DDR aus, indem er – da er partout keine Druckfreigabe vom zuständigen Buchminister bekommen kann – der Druckerei einfach sagt, sie könne das Buch jetzt drucken, die Druckgenehmigung sei da. Und so sei „Horns Ende“ zum einzigen Buch in der DDR geworden, das ohne Druckgenehmigung erschien. Leider nur eine schöne Anekdote, teilt uns jetzt Bernd F. Lunkewitz mit.