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Kanuslalom: Die ersten Entscheidungen um die WM-Tickets sind gefallen

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    Null Punkte sind im Sport meist kein Grund zur Freude, der Modus der WM-Qualifikation der Slalom-Spezialisten des Deutschen Kanu-Verbandes sorgt für andere Maßstäbe. Der rechnet die vier Rennen der Serie nach einem Platzziffernsystem zusammen, ein Streichwert bleibt und für einen Tagessieg gibt es als Bonus gar keine Punkte. Die drei Starter mit den wenigsten Punkten fahren am Ende zur WM nach Seu de Urgell (Spanien) und weiterhin um den Startplatz für die Olympischen Sommerspiele in Tokio.

    Bei den Kajak Frauen war Ricarda Funk mit bester Ausgangsposition ins Rennen gegangen. Die für den KSV-Bad Kreuznach startende Rheinländerin hatte bereits zwei Siege in Markkleeberg vorgelegt und fuhr nun noch zum dritten Mal infolge auf Platz eins. Funk gewinnt die Gesamtqualifikation souverän mit dem Idealwert Null.

    „Morgen gehe ich etwas entspannter ins Rennen, aber natürlich werde ich alles geben und zeigen was ich drauf habe – auch wenn schon ein bisschen die Luft raus ist“, so Funk. Jasmin Schornberg (KR Hamm) wurde zweite, Platz drei belegte Anna Faber vom WSC Bayer Dormagen.

    Im Kajak der Herren freute sich am Ende des dritten Wettkampftages Weltmeister Hannes Aigner (Augsburger Kajak Verein) ebenfalls über seinen Tagessieg. Aigner hatte in Markkleeberg Platz eins und zwei belegt und auf seiner Heimstrecke, dem Augsburger Eiskanal, mit einem weiteren ersten Platz vorzeitig den Gesamtsieg eingenfahren.

    „Zwei Strafsekunden zu bekommen und dann noch zwei Sekunden Vorsprung zu den anderen zu haben, das ist, glaube ich, schon ganz gut“, freute sich Aigner über seinen Sieg und zeigte sich erleichtert, dass die „nervenaufreibende Qualifikationsserie“ für ihn jetzt vorbei sei. Platz zwei ging überraschend an Stefan Hengst vom KR Hamm, dritter wurde Tim Maxeiner (Wiesbaden).

    Im Rennen der Damen-Einercanadier strahlte heute Doppelstarterin Jasmin Schornberg vom KR Hamm. Sie verwies die führende Elena Apel und Andrea Herzog (LKC Leipzig) auf die Plätze. „Mein Einstieg verlief richtig gut, ein paar Probleme gab es auf meiner `Nicht-Schokoladen-Seite`“ erklärte Schornberg mit Hinblick auf ihre etwas schwächere Paddelseite und gab weiterhin zu verstehen, dass der Doppelstart im Einercanadier nicht etwa ein Ersatz für den Kajak, sondern eine „Ergänzung“ und „neue Herausforderung und Bereicherung“ sei.

    Schornberg hatte nicht nur mit der Belastung der Doppelstarts, sondern auch noch mit den Folgen einer Erkältung zu kämpfen: „Das war die härteste Qualy, die ich je hatte“, befand die Kajak-Ex-Weltmeisterin.

    Das große Duell im Einercanadier spielte sich erwartungsgemäß zwischen dem Lokalmatador Sideris Tasiadis und Weltmeister Franz Anton aus Leipzig ab. Den Qualifikationslauf entschied der Augsburger noch souverän für sich, im Finale verlor er in der zweiten Hälfte des Rennens etwas die Linie und musste sich zum zweiten Mal in dieser Qualifikationsserie hinter dem Leipziger einreihen.

    „Auf seiner Heimstrecke an Tasiadis vorbeizukommen, ist schon etwas Besonderes“, freute sich Anton und betonte, dass es besonders für die anstehende Olympiaqualifikation wichtig sei, den Gesamtsieg einzufahren. Tasiadis hat mit einem Sieg allerdings immer noch eine Chance, denn bei Punktegleichheit geben die gefahrenen Zeiten den Ausschlag.

    Morgen findet im Augsburger Eiskanal das letzte der vier nationalen Qualifikationsrennen statt (Finale ab 14:30 Uhr). Die endgültige Entscheidung über die Vergabe der WM-Tickets fällt der Trainerrat in der kommenden Woche.

    Bei den Olympischen Spielen gibt es für jede Disziplin nur einen Startplatz. Wer die deutschen Farben vertreten will, muss sich über weitere Weltcup-Rennen und Weltmeisterschaften im Verlauf der Saison qualifizieren. Den Sportlern verbleibt dann ein größerer Zeitraum zur Vorbereitung, denn erstmals wird der DKV seine Nominierung nicht erst wenige Monate vor den Spielen vornehmen, sondern sein Team bereits ein dreiviertel Jahr vorher aufstellen. Damit können die von der International Canoe Federation (ICF) im Herbst 2019 und Winter 2020 eingeräumten Trainingsblöcke auf dem olympischen Wildwasserkurs in Japan optimal genutzt werden.

    Liveergebnisse auf http://siwihome.azurewebsites.net/canoe123/live?SessionKey=ksa.dkvq19

    Ergebnisse

    Damen, Kajak-Einer: 1. Ricarda Funk (KSV) 119,00 (2), 2. Jasmin Schornberg (KRH) 119,93 (0), 3. Anna Faber (WSD) 120,62 (0), 4. Elena Apel (KSA) 123,45 (0), 5. Cindy Poeschel (LKC) 124,81 (0), 6. Stella Mehlhorn (BSV) 133,57 (0), 7. Carolin Schaller (AKV) 135,24 (4), 8. Caroline Trompeter (SKG) 179,55 (50),

    Herren, Kajak-Einer: 1. Hannes Aigner (AKV) 104,13 (2), 2. Stefan Hengst (KRH) 106,26 (0), 3. Tim Maxeiner (WKV) 106,84 (0), 4. Fabian Schweikert (KCE) 107,69 (0), 5. Samuel Hegge (KSA) 109,14 (2), 6. Noah Hegge (KSA) 109,93 (4), 7. Sebastian Schubert (KRH) 113,15 (6), 8. Lukas Stahl (SKG) 113,71 (4),

    Damen, Canadier-Einer: 1. Jasmin Schornberg (KRH) 136,99 (2), 2. Andrea Herzog (LKC) 139,51 (6), 3. Elena Apel (KSA) 139,76 (2), 4. Lena Stoecklin (LKC) 141,67 (2), 5. Anne Bernert (KSA) 145,91 (4), 6. Zoe Jakob (KVS) 163,69 (8), 7. Victoria Bergner (LKC) 219,48 (58), 8. Nele Bayn (LKC) 305,42 (156),

    Herren, Canadier-Einer: 1. Franz Anton (LKC) 110,92 (0), 2. Sideris Tasiadis (KSA) 113,25 (0), 3. Lennard Tuchscherer (LKC) 117,97 (0), 4. Florian Breuer (AKV) 119,00 (2), 5. Timo Trummer (KVZ) 119,32 (0), 6. Florian Beste (KCH) 122,71 (4), 7. Soeren Loos (KCH) 179,13 (56),

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