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Markkleeberg: Über 800 Anregungen zur „Stadtdialog 2030“-Bürgerumfrage eingegangen

„Die große Bürgerbeteiligung an unserer Flyer-Umfrage zur Entwicklung unseres neuen Leitbildes hat unsere Erwartungen weit übertroffen“, freute sich gestern Oberbürgermeister Karsten Schütze auf einem Pressegespräch. Über 800 Anregungen und Ideen zur künftigen Stadtentwicklung wurden der Stadtverwaltung mitgeteilt. Darunter befanden sich visionäre Vorschläge ebenso wie Beobachtungen aus dem Alltag.

Mitte Januar erhielt jeder Markkleeberger Haushalt einen Flyer mit Informationen und Platz für die Rückmeldungen als Beilage des Amtsblattes „Markkleeberger Stadtnachrichten“.

Bis zum 10. Februar 2017 konnten die ausgefüllten Flyer in die Briefkästen aller Schulen in Markkleeberg und am Rathaus eingeworfen werden. Außerdem standen in den Einkaufsmärkte Globus, Marktkauf sowie im Nahkauf Boxen zur Abgabe der Flyer zur Verfügung.

„Wir waren überwältigt von der großen Resonanz an Rückmeldungen, hatten aber nun die Herausforderung zu meistern, alle Hinweise zu sortieren und systematisch aufzubereiten“, berichtete Oberbürgermeister Karsten Schütze.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtplanungsamtes haben die Hinweise in einer Tabellenform den Kategorien Bildung, Freizeit, Ordnung, Kultur und Tourismus, Stadtplanung, Natur, Sozial, Verkehr und Verwaltung zugeordnet.

„Diese Liste ist eine wertvolle Arbeitshilfe für unsere Verwaltungsarbeit, den sie spiegelt nicht nur strategische Entwicklungsziele, sondern auch die täglichen Sorgen u.a. beim Thema fehlende Sauberkeit unserer Einwohner wider“, so Oberbürgermeister Karsten Schütze.

Mehrfach genannt wurden von den Einsendern der Wunsch nach mehr Spiel-und Freizeitplätzen im Stadtgebiet, die Einrichtung eines Kinos und auch der Wunsch nach einer besseren Würdigung der bedeutenden archäologischen Funde in Markkleeberg-Ost durch eine Ausstellung.

Inhalt vieler Einsendungen waren zudem die Stärkung der Ortsteilzentren und die Überwindung der räumlichen Trennung zwischen Markkleeberg- West und Markkleeberg-Ost.

Auch die Nutzung der Seen spielte eine große Rolle bei den Rückmeldungen. Dabei waren die Meinungen teilweise gegensätzlich. Sie reichten von einer Beschränkung der Freizeitangebote und mehr Natur und Ruhe an den Seen bis hin zur Schaffung neuer Anziehungspunkte und Events an den Seen.

Die Schaffung neuer Wohngebiete mit altersgerechten sowie familienfreundlichen Wohnangeboten wurde zudem mehrfach gewünscht.

Viele Zuschriften beschäftigten sich mit der Neugestaltung des Stadtzentrums „Neue Mitte Markkleeberg“ und zeigten damit das große Interesse der Bevölkerung an diesem Thema.

Oft erwähnt wurden auch der Ausbau des Radwegenetzes sowie die Schaffung von mehr Parkmöglichkeiten im Stadtgebiet.

Die vielfältigen Vorschläge werden nun in den kommenden Veranstaltungen zum „Stadtdialog 2030“ weiter diskutiert und vertieft. Am 17. März 2017 findet dazu die erste Bürgerwerkstatt im Rathaus Markkleeberg statt, bei der an Runden Tischen die Schwerpunkte, die für die Stadtentwicklung und das Leitbild relevant sind, besprochen werden.

Weitere Veranstaltungen, zum Beispiel Bürgerspaziergänge und spezielle Veranstaltungen für Jugendliche werden in diesem Jahr folgen. Das fertiggestellte Leitbild soll dann für Stadtpolitik, Stadtverwaltung und Bürgerschaft ein gemeinsamer Handlungsrahmen sein.

Ziel ist es, das neue Leitbild noch in diesem Herbst auf einer Abschlussveranstaltung vorzustellen.

Mehr Informationen zu den Terminen auf der Homepage: http://www.markkleeberg.de/de/stadt_verwaltung/bauen_planen/leitbild/

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© Philipp Gladsome

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