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Hohes Interesse an der jüngsten deutschen Geschichte

Über 1.000 Besucher am Tag der Deutschen Einheit in der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“

Am 3. Oktober 2018 jährte sich die Deutsche Wiedereinigung zum 28. Mal. Am Nationalfeiertag – dem „Tag der Deutschen Einheit“ – erinnerte auch das Museum in der „Runden Ecke“ mit verschiedenen Sonderführungen an das Ergebnis der Friedlichen Revolution und des Demokratisierungsprozesses, das seinen symbolischen Anfang am Tag der Friedlichen Revolution, dem 9. Oktober, nahm.

Zahlreiche Besucher nutzten am  „Tag der Deutschen Einheit“ wieder die Möglichkeit, sich in der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ mit den historischen Ereignissen zu befassen, die vor 28 Jahren zum Ende der deutschen und schließlich auch der europäischen Teilung führten.

Den Weg zur deutschen Wiedervereinigung öffnete die Friedliche Revolution 1989/90, die zum Ausgangspunkt für den Sturz des SED-Regimes in der DDR wurde. Getragen wurde die Revolution von mutigen Bürgern in vielen Städten wie Berlin, Dresden oder Plauen, die mit ihren Demonstrationen Freiheit und Bürgerrechte sowie einen demokratischen Rechtsstaat forderten. Die Entscheidung fiel letztendlich jedoch in Leipzig und fand ihre konsequente Fortsetzung im Fall der Mauer am 9. November 1989 in Berlin sowie in der Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990 in einem zusammenwachsenden Europa.

Die gewaltfreie Wiedererringung von Freiheit und Demokratie durch die Bürger ist eine zentrale Geschichtserfahrung ganz Europas. Diese gemeinsame positive Erinnerung brauchen wir in Zeiten von massiven Spannungen, gewaltsamen Konflikten und diktatorischen Rückentwicklungen als einen Ausgangspunkt für die aktive Gestaltung unserer europäischen Zukunft.

Hohes Besucheraufkommen am „Tag der Deutschen Einheit“

Greifbar wurde die Entwicklung beispielsweise mit den vier angebotenen kombinierten Führungen durch beide Ausstellungen der Gedenkstätte unter dem Motto „Von der Stasi-Repression zur Deutschen Einheit“, bei der die über 60 Besucher zunächst in den original erhaltenen Räumen der ehemaligen Bezirksverwaltung für Staatssicherheit etwas zur Arbeit und Funktionsweise der Stasi erfuhren und anschließend die Überwindung der SED-Diktatur am Beispiel der Friedlichen Revolution in Leipzig im Mittelpunkt stand. Weitere über 60 Personen nahmen zudem an einem der drei Stadtrundgänge „Auf den Spuren der Friedlichen Revolution“ teil, der an historische Ereignisorte in der Leipziger Innenstadt führte.

Auch die Geschichte, Struktur und Arbeitsweise des Ministeriums für Staatssicherheit interessierte zahlreiche Besucher. Über 1.000 Personen kamen in die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“, um sich in der Ausstellung „Stasi – Macht und Banalität“ darüber zu informieren, wie die SED in der DDR ihren Überwachungsstaat aufbaute und die DDR-Bürger systematisch ihrer demokratischen Grundrechte beraubte. Über 50 Besucher liehen sich auch einen der Audioguides aus, die als Hörführung in acht Sprachen durch die Ausstellung führt.

Gelungener Auftakt auch beim „Herbstkino am Matthäikirchhof“

Am Abend wurde schließlich auch das „Herbstkino am Matthäikirchhof“ vom Arbeitskreis „Forum für Freiheit und Bürgerrechte“ eröffnet, bei dem vom 3. bis einschließlich 8. Oktober 2018 jeweils um 19.00 Uhr Filme gezeigt werden, die sich mit der SED-Diktatur in der DDR, der Friedlichen Revolution und dem nachfolgenden Transformationsprozess befassen. Die Veranstaltungen sind ein Gemeinschaftsprojekt des Archivs Bürgerbewegung Leipzig e.V., des Bürgerkomitees Leipzig e.V. als Träger der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“, der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, Außenstelle Leipzig, dem Schulmuseum – Werkstatt für Schulgeschichte Leipzig und der Stiftung Friedliche Revolution.

Zur Premiere wurde das 90-minütige Doku-Drama „Zug in die Freiheit“ vorgeführt, das vom Beginn einer der bedeutendsten Ereignisse der Nachkriegsgeschichte im Herbst 1989 erzählte. Es ging um das Schicksal ehemaliger DDR-Bürger, die als erste Botschaftsflüchtlinge über Prag in die Bundesrepublik ausreisen durften. Bedingung hierfür war jedoch die Fahrt durch die DDR. Auf dem Weg dahin kam es zum Teil zu dramatischen Ereignissen, beispielsweise als Stasi-Mitarbeiter in den Zug stiegen, um die Pässe einzusammeln.

Für die Passagiere war die Fahrt eine Zeit des Bangens und Hoffens, weil bis zuletzt nicht sicher war, ob die Ausreise nicht doch vorzeitigt gestoppt werde. Für die knapp 60 Besucher, die den Film trotz der kühlen Temperaturen und eingehüllt mit Decken gespannt bis zum Ende sahen, war der Film sehr bewegend. Am Ende applaudierten sie.

Ausführlichere Informationen zum Programm des Herbstkinos gibt es auf der Website www.herbst89.de.

 

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