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Erste Demo ein voller Erfolg für „aufstehen“ Leipzig

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    Mit zeitweise rund 1.000 Teilnehmern hat die linke Sammelbewegung „aufstehen“ am Samstag für erhebliche Aufmerksamkeit in der City der Messestadt gesorgt. Unter dem Motto: „Aufstehen, für Abrüsten, statt Aufrüsten – Würde, statt Waffen“ versammelten sich bereits kurz nach 11 Uhr hunderte Leipziger auf dem Augustusplatz.

    In Sprechchören protestierten die „Aufgestandenen“ lautstark gegen die Pläne der Bundesregierung, den Rüstungshaushalt langfristig beinahe zu verdoppeln – dieses Geld, forderten die Teilnehmer unüberhörbar, gehöre in die Wiederherstellung des Sozialstaats investiert. Die Veranstalter verbuchen ihre erste große Demonstration als einen großen, bundesweiten Erfolg für die Bewegung.

    „Aufstehen“-Mitgründer und inoffizieller Alterspräsident der Leipziger Organisation, Prof. Dr. Cornelius Weiss (SPD) erinnerte in einer ergreifenden Rede an die Zeit der Wiedervereinigung und die damals auf dem europäischen Kontinent herrschende Hoffnung der Menschen: „Die meisten Menschen hofften, dass die Ost-West-Konfrontation zu Ende ginge, ja, dass man nunmehr energisch daran gehen würde, ein gemeinsames, friedliches Haus Europa unter Einbeziehung natürlich auch der heutigen Russischen Föderation aufzubauen.

    Dieser Traum wurde alsbald von den westlichen Regierungen als weltfremder Kindertraum diffamiert. Der Westen, allen voran die USA, aber auch leider die Bundesrepublik, interpretierte das Ende des Kalten Krieges als Sieg und begann, sich als Oberlehrer aufzuspielen.“

    Auch die damals von NATO sei damals nicht, wie von Egon Bahr und Hans-Dietrich Genscher vorgeschlagen, aufgelöst und durch ein kollektives OSZE-Sicherheitssystem ersetzt worden, sondern sie wurde offensiv erweitert. „Eine Jahrhundertchance wurde leichtsinnig und bösartig verspielt“, rief der Bundesverdienstkreuzträger Cornelius Weiss den Leipzigern zu.

    Der Umzug mit zeitweise rund 1.000 Teilnehmern führte entlang der Goethestraße, Richard-Wagner-Straße, Willy-Brandt-Platz, Hallisches Tor, Brühl, Katharinenstraße, zum Markt und von da aus zurück zum Ausgangsort. Während der Demo erklärte vom Lautsprecherwagen aus der Musiker und „aufstehen“-Erstunterzeichner Florian Ernst Kirner, alias „Prinz Chaos II.“: „Niemand ist dafür, dass das Geld für Waffen ausgegeben wird. Niemand ist dafür, dass die Konzerne kaum Steuern zahlen. Aber trotzdem findet all das statt. Und deswegen brauchen wir eine Massenbewegung, die artikuliert, was die Bevölkerung will. Wir stehen auf, für Frieden, Gerechtigkeit und Ökowende!“

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