10.8 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Handgefertigte Designschuhe statt maschinelles Massenprodukt

Anzeige

Mehr zum Thema

Mehr
    Anzeige
    Anzeige

    Am Samstag, 10. November 2018 von 11 bis 18 Uhr findet die »Temaki Sneaker Session« im Kunstzentrum HALLE 14 statt. Interessierte können sich vom Berliner Künstler Leon Kurcharski originelle Designerschuhe fertigen lassen oder einfach nur zu schauen. Um 15 Uhr am gleichen Tag führt der Kurator der aktuellen Ausstellung »Neue Urbane Produktion« (noch bis 8. Dezember 2018), Sascha Henken, durch die Ausstellung.

    Kaum ein Produkt ist so zum Symbol einer unfairen, globalisierten Arbeitsteilung geworden wie der Sneaker-Turnschuh. Mit niedrigen Kosten häufig unter fragwürdigen Arbeitsbedingungen in asiatischen Schwellenländern produziert, werden sie mit aufwändigen Imagekampagnen emotional aufgeladen zum teuren Markenprodukt für westliche Konsumenten.

    Der Designer Leon Kucharski stellt diese Wertschöpfungsstrategie in Frage indem er den individuellen und manuellen Herstellungsvorgang dieser Schuhe offen zeigt. Kucharskis »Temaki Sneaker« entstehen in einem einstündigen performativen Akt, den Hersteller und Käufer bewusst gemeinsam erleben. »Temaki« bedeutet auf Japanisch »handgerollt«. Wie in Sushi-Restaurants werden auch Kurcharskis Schuhe vor den Augen der Kundschaft hergestellt.

    Aus Seil, Schaumstoff und weiteren Komponenten fügt Kurcharski die Schuhe zusammen und passt sie individuell den Füßen der Kund/-innen an. Die elastischen Materialien sollen durch optimale Anpassung Komfort gewährleisten und den Fuß stabilisieren. Im Gespräch lernen sich Künstler und Schuhkäufer/- in kennen, auf individuelle Bedürfnisse kann eingegangen werden. Zum Schluss verlässt man den Stuhl mit dem fertigen Produkt an den Füßen und einer Erinnerung an ein ganz besonderes Erlebnis.

    ÜBER LEON KUCHARSKI
    Der Designer Leon Kucharski (*1985, Wiesbaden) studierte bis 2016 an der Burg Giebichenstein Industriedesign und wurde für seine Arbeiten bereits für diverse Designpreise nominiert, u.a. den German Design Award. Kucharski lebt und arbeitet in Berlin.
    www.leonkucharski.de

    FAKTEN
    Titel: Leon Kucharski: Temaki Sneaker Session – Lass dir deine eigenen Temaki Sneaker fertigen!

    Wann: Samstag, 10. November 2019, 11 bis 18 Uhr

    Vereinbaren Sie einen Termin für eigene Temaki Sneaker: assistenz@halle14.org | 0341 / 492 42 02 (Es stehen nur noch wenige Termine zur Verfügung)

    Selbstbeteiligung: nach eigenem Ermessen ab 70 €

    Ort: HALLE 14 — Zentrum für zeitgenössische Kunst

    Adresse: Leipziger Baumwollspinnerei, Spinnereistr. 7, 04179 Leipzig

    Telefon: 0341 / 492 42 02 Fax: 0341 / 4924729

    ÜBER DIE AUSSTELLUNG »NEUE URBANE PRODUKTION«
    bis 8. Dezember 2018

    Öffnungszeiten: Di-So, 11-18 Uhr

    Eintritt: 4 €, ermäßigt 2 €, mittwochs frei

    Künstler/-innen: Benno Brucksch, Daniel de Bruin, Granby Workshop, Leon Kucharski, mischer’traxler, Itay Ohaly, Stefanie Rittler, Ottonie von Roeder & Anastasia Eggers, Studio Swine

    Das Ausstellungsprojekt »Neue Urbane Produktion« ist auf der Suche nach einem neuen Miteinander von Kunst, Design und Technologie als auch deren Sichtbarkeit im Stadtraum. Die Frage nach der Produktion ist wesentlich für gesellschaftlichen Wandel und soziale Organisation. Mit ihr hängen globale Machtverhältnisse zusammen, sie hat Einfluss auf Wertvorstellungen, Arbeitsbedingungen und nicht zuletzt steht sie in einer erheblichen Wechselbeziehung zur gebauten Stadt.

    Im Zuge von Industrialisierung, Mobilisierung und Globalisierung trennten sich in den vergangenen Jahrhunderten die im traditionellen Stadtleben eng verflochtenen Bereiche von Wohnen, Freizeit und Arbeit. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gipfelte die Auslagerung der Industriearbeit in sogenannte Schwellenländer in einer globalen Arbeitsteilung. Industrielle Produktion und die damit verbundene ökonomische und ökologische Ausbeutung wurden für die westliche Hemisphäre zunehmend unsichtbar. In den vergangenen Jahrzehnten ist eine gegenläufige Bewegung – die Reintegration von Landwirtschaft, Manufakturen und Industrie in die Städte zu beobachten.

    Die Stadtforschung beschreibt diese Renaissance als Urban Manufacturing oder »Neue urbane Produktion«. Die neuartigen Produktionsformen gehen einher mit einem Ideal von einem gerechten und nachhaltigen Miteinander von Arbeit und Leben und werden durch digitale Technologien beflügelt. Der Herstellungsprozess gewinnt an Bedeutung und wird zu einem integralen Bestandteil des Produktes. Ihre Wertmaßstäbe sind ein bewusster Umgang mit Ressourcen, hohe Individualität und eine lokale Produktion.

    Die auf der Schnittstelle von Kunst, experimentellem Design und sozialem Engagement angesiedelte Ausstellung zeigt Produktionsstraßen, Maschinen und Werkstätten von neun Designinitiativen u.a. aus Großbritannien, den Niederlanden, Israel und Deutschland. Die metaphorischen und künstlerischen Ansätze ermutigen dazu, Visionen, Fragestellungen und Facetten dieses Themas zu beleuchten. Ihre Fertigungsmethoden und Formsprache nutzen günstige Baumarktmaterialien, verknüpfen traditionelle Verfahren mit digitalen Technologien – oder klammern diese bewusst aus. Sie sind manchmal überraschend schlicht, stets aufregend und weisen einen visionären Umgang mit der Produktion im 21. Jahrhundert auf.

    ALLGEMEINE INFORMATIONEN ÜBER HALLE 14 – Zentrum für zeitgenössische Kunst

    Als nicht-kommerzielles Kunstzentrum ist die HALLE 14 Schauplatz, Denkraum und Kommunikationsort für zeitgenössische Kunst. Sie agiert seit 2002 in einem denkmalgeschützten Industriebau auf dem Gelände der Leipziger Baumwollspinnerei. Mit der Intention eines »Luxus der Leere« vor Augen hat die Initiative von Kunstenthusiasten in den großzügigen Gründerzeithallen einzigartige Räume geschaffen.

    Ein multifunktionales Besucherzentrum mit einer umfangreichen Kunstbibliothek bietet 600 m² Raum zum Informieren, Lesen und Verweilen. Eine 2.400 m² große Ausstellungshalle steht als Präsentationsfläche für internationale Gruppenausstellungen zeitgenössischer Kunst zur Verfügung. Im großzügigen Kunstvermittlungsraum finden regelmäßig Kurse, Workshops und Schulprojekte statt.

    Hinzu kommen 16 Ateliers für internationale und in Leipzig lebende Künstler sowie sieben Werkstätten. Die Spinnerei als dichtes Kunstsoziotop mit über einem Dutzend Galerien und Projekträumen, 130 Künstlerstudios und verschiedene Kreativbüros, einem Kino, Café u.v.m. bildet gemeinsam mit den zahllosen Off-Spaces in den umliegenden Stadtvierteln ein bereicherndes Umfeld.
    www.halle14.org

    Anzeige
    Werbung

    Mehr zum Thema

    Mehr
      Anzeige
      Werbung

      Topthemen

      - Werbung -

      Aktuell auf LZ

      Anzeige
      Anzeige
      Anzeige