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Ergebnisse des Modellprojektes werden ins Schulsystem übernommen

Starke Lehrer gegen Rechtsextremismus

Das Sächsische Kultusministerium und die Robert Bosch Stiftung haben heute (5. November) in Dresden die Ergebnisse des dreijährigen Modellprojekts „Starke Lehrer – starke Schüler“ präsentiert. Ziel des Projektes ist es, die bewusste Auseinandersetzung mit rechtsextremen Einstellungen an beruflichen Schulen zu stärken und den Lehrern in Konfliktsituationen mehr Sicherheit zu vermitteln.

Um eine dauerhafte Veränderung der Schulkultur im Umgang mit rechtsextremen Haltungen anzuschieben, wurden Strategien und Lehrinstrumente für den Unterricht entwickelt und erprobt. Kultusminister Christian Piwarz kündigte an, die wichtigsten Ergebnisse des Modellprojektes in das Schulsystem zu übernehmen.

„Die Auswertung zeigt, dass Lehrer mehr Hintergrundwissen zu Rechtspopulismus und Rechtsextremismus brauchen, um z. B. direkt und sicher auf antidemokratische und diskriminierende Sprüche reagieren zu können. Für eine klare Positionierung gegen Rechtsextremismus sind die Lehrer aber auch auf den Rückhalt im Kollegium und auf die Unterstützung der Schulleitung angewiesen. Auch die gesamtgesellschaftlichen Einflüsse und Einstellungen sind entscheidend für den Erfolg eines solchen Schulprojektes für mehr Demokratie“, sagte Kultusminister Christian Piwarz.

Insgesamt lassen sich bei den 23 beteiligten Lehrern von neun Berufsschulzentren über den Projektverlauf Professionalisierungseffekte im Umgang mit dem Thema Rechtsextremismus feststellen. Die befragten Lehrer schätzen ihren eigenen Wissenszuwachs als deutlich ein und haben nach eigenem Empfinden an Handlungskompetenz gewonnen.

Der Bericht zeigt aber auch deutlich auf, dass trotz Kompetenzzuwachs die Umsetzung im Unterricht mit Schwierigkeiten verbunden ist. Die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen spiegeln sich in der Schule wider und tragen bei den Lehrern dazu bei, sich den politischen Konflikten im Klassen- und Lehrerzimmer eher zu entziehen, um z. B. das eigene Ansehen oder Konflikten mit Eltern aus dem Weg zu gehen.

„Es wird ein weiter und steiniger Weg sein, alle Lehrer für neue Methoden, Ansätze und Prozesse zu gewinnen. Doch der Weg lohnt sich. Wir hören jetzt nicht auf“, machte Piwarz deutlich. Die bisherige Arbeit mit den Lehrern an den neun Berufsschulzentren soll nun weiter verstetigt und ins gesamte Lehrerkollegium hineingetragen werden. Das soll durch Supervisionen und Beratungen umgesetzt werden.

„Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, an dem Projekt festzuhalten. Wir müssen unsere Lehrer durch die Ausbildung, Fortbildungen, Coachingangebote und Kooperationen mit außerschulischen Partnern für alle extremistischen Herausforderungen im Unterricht stark machen. Neben den neun Berufsschulzentren müssen weiter Schulen in Sachsen davon profitieren können“, erklärte der Kultusminister.

Um weitere Schulen zu erreichen, wird das Anliegen „Starke Lehrer – starke Schüler“ in Führungskräftefortbildungen an die Schulleiter herangetragen. Daraufhin wird das Projekt an interessierten Schulen vorgestellt, mit denen anschließend Zielvereinbarungen zur Umsetzung abgeschlossen werden. Dafür werden schulspezifische interne Lehrerfortbildungen durchgeführt, Methodenkoffer zur Unterstützung der Multiplikatoren entwickelt, Ansprechpartner benannt und ein Netz von externen Unterstützern aufgebaut.

Die Schulen werden auf diesem Weg durch das Landesamt für Schule und Bildung – Standort Radebeul beraten und begleitet. Um diese intensive Arbeit in den nun beginnenden nächsten vier Transferjahren kompetent und verzahnt angehen zu können, wird es außerdem zwei Koordinatoren für die Transferprozesse geben – einen an der TU Dresden und einen am Landesamt für Schule und Bildung am Standort Radebeul. F

ür die Umsetzung und Ausweitung des Modellversuchs sind für 2019 ca. 150.000 Euro und für 2020 ca. 250.000 Euro im Doppelhaushalt 2019/2020 angemeldet. Der Landtag wird Ende dieses Jahres den Haushalt beschließen. Die Umsetzung des Projektes in den Schulalltag reiht sich in die Maßnahmen des Handlungskonzeptes „W wie Werte“, welches zur Stärkung der politischen Bildung und demokratischen Schulstruktur entwickelt wurde.

Die Robert Bosch Stiftung kündigte an, die Erfahrungen aus Sachsen auf weitere Bundesländer zu übertragen. Dafür hat die Stiftung die Bundeszentrale für politische Bildung als Partner gewonnen. Als nächstes startet „Starke Lehrer – starke Schüler“ in Niedersachsen. „Damit Schulen wirkungsvoll gegen extremistische Haltungen arbeiten können, ist das gesamte Schulsystem gefordert, angefangen bei der Lehrerausbildung“, sagt Uta-Micaela Dürig, stellvertretende Vorsitzende der Geschäftsführung der Robert Bosch Stiftung.

Politische Bildung müsse sowohl in der Aus- und Weiterbildung von Lehrern als auch im Unterricht genügend Raum erhalten. Wichtig sei auch, dass Lehrkräfte und Schulleitung gemeinsam eine klare Haltung formulierten, wie an den einzelnen Schulen mit extremistischen Aussagen umgegangen werden solle, so Dürig.

An dem Projekt „Starke Lehrer – starke Schüler“ haben 23 Lehrer von neun Berufsschulzentren teilgenommen. Sie haben in den drei Jahren ein intensives Training und Coaching durchlaufen, welches von der TU Dresden entwickelt wurde. Sie besuchten z. B. Seminare zur rechtsextremen Jugendkultur und entwickelten in Workshops gemeinsam mit Experten Erklärungs- und Reaktionsansätze.

In Coachings und Supervisionen wurde den Lehrern mehr Sicherheit vermittelt. Darüber hinaus besuchten außerschulische Experten von Initiativen gegen Rechtsextremismus die Schulen, um mit den Lehrern passgenaue Strategien zu entwickeln und ihnen Feedback zu den eigenen Ansätzen zu geben. Zusätzlich wurden sieben Supervisorinnen ausgebildet, die die Schulen bei dem Prozess unterstützen. Das Projekt wurde von Wissenschaftlern der Universität Hannover extern evaluiert.

Der Evaluationsbericht mit den zentralen Ergebnissen zum Projekt ist abrufbar unter:
www.bosch-stiftung.de/starkeLehrer

Die neun Berufsschulzentren:
BSZ für Technik „Gustav Anton Zeuner“ in Dresden
BSZ „Karl Preusker“ in Großenhain
BSZ für Technik und Wirtschaft „Julius Weisbach“ Freiberg
BSZ für Ernährung, Technik und Wirtschaft des Erzgebirgskreises in Annaberg
BSZ „Dr. Herrmann Schulze-Delitzsch“ in Delitzsch
BSZ 12 „Robert Blum der Stadt Leipzig
BSZ 7 für Elektrotechnik Leipzig
BSZ Susanna-Eger-Schule der Stadt Leipzig
BSZ Vogtland in Reichenbach

MelderRechtsextremismusprävention
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