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Vom Labor in die Praxis: simul+InnovationHub gestartet

Staatsminister Schmidt will Innovationen für Umweltschutz, Landwirtschaft und ländlichen Raum vorantreiben

Umweltminister Thomas Schmidt hat heute (6. Dezember 2018) in Dresden den Startschuss für den neuen simul+InnovationHub gegeben. Der InnovationHub erweitert die Zukunftsinitiative simul+ um eine dritte zentrale Säule. Neben den simul+Veranstaltungen und dem simul+Ideenwettbewerb wird der simul+InnovationHub aktuelle Forschungsergebnisse und Entwicklungen in praktische Anwendungen überführen. Unter dem Dach des neuen Hubs werden Wissenschaftseinrichtungen, Unternehmen und Verwaltung gemeinsam Forschungs- und Entwicklungsvorhaben in den Bereichen ländlicher Raum, Umweltschutz, Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft realisieren.

Bereits an der Erstellung des Konzeptes waren zahlreiche Akteure beteiligt, insbesondere Prof. Dr. Thomas Herlitzius (Lehrstuhlinhaber für Agrarsystemtechnik an der Technischen Universität Dresden) und mehrere Fraunhofer Institute im Auftrag des Präsidenten der Fraunhofer Gesellschaft Prof. Dr. Reimund Neugebauer sowie die Technische Universität Chemnitz. An der Umsetzung und Realisierung der Projekte haben andere Akteure bereits Interesse bekundet. Darüber hinaus sollen möglichst viele weitere Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft für den InnovationHub gewonnen werden.

„Im Jahr 2016 haben wir die Zukunftsinitiative simul+ ins Leben gerufen mit dem Ziel, den Natur- und Umweltschutz zu stärken und Wertschöpfung durch Wissenstransfer zu realisieren. Im August 2018 startete bereits der simul+Wettbewerb ‚Ideen für den ländlichen Raum‘. Nun entsteht mit dem simul+InnovationHub eine weitere tragende Säule der Zukunftsinitiative“, sagte Staatsminister Schmidt. „Wissensgenerierung ist das Eine – das gewonnene Know-how muss aber auch zwingend in die praktische Anwendung gebracht werden. Genau das wollen wir mit dem InnovationHub erreichen.“

Mit dem InnovationHub werden neue Produkte, Verfahren und Technologien in zunächst fünf Themenfeldern umgesetzt: (1) Experimentierfeld 5G in Land- und Forstwirtschaft, (2) Smart Farming und Forsttechnik, (3) Umwelttechnologien und Nachhaltigkeit, (4) Natur- und Klimaschutz, (5) Digitale Dörfer und smarte ländliche Regionen.

„Leistungsstarke und wettbewerbsfähige Betriebe, lebenswerte ländliche Räume, nachhaltiges Wirtschaften und eine intakte Umwelt – das sind unsere Ziele. Gemeinsam mit den Forschungseinrichtungen und Unternehmen wollen wir Umwelttechnologien weiterentwickeln, die Digitalisierung der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft weiter stärken und den Wandel des ländlichen Raumes aktiv mitgestalten“, sagte Staatsminister Schmidt.

Neue Kreislauftechnologien tragen zur effizienteren Nutzung von Rohstoffen bei, können das nachhaltige Wirtschaften unterstützen sowie die Natur und Umwelt schonen. So hat sich etwa Sachsens Abfallwirtschaft in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Produzenten von Sekundärrohstoffen und Wirtschaftsfaktor entwickelt – immer mit dem Ziel „Zero Waste“ im Blick. Das noch bestehende Potential kann etwa durch angewendete Forschung im Hub-Themenbereich „Umwelttechnologien und Nachhaltigkeit“ gehoben werden.

Um Ressourceneffizienz und Bodenschutz geht es im Themenbereich „Smart Farming und Forsttechnik“. Über Feldschwarmprojekte und kleinere, autonomfahrende Landmaschinen kann etwa der Bodendruck und damit die Bodenerosion vermindert werden. Durch die Datenerfassung und -analyse über die Beschaffenheit der Ackerböden und des Zustandes der Nutzpflanzen auf den Zentimeter genau können Pflanzenschutzmittel punktgenau und so effizienter eingesetzt werden. Das schont die Umwelt und die Böden – und trägt darüber hinaus zur Wirtschaftlichkeit bei.

Als eines der ersten Projekte des simul+InnovationHub ist ein „Experimentierfeld 5G in Land- und Forstwirtschaft“ geplant. Es soll die technische Basis für neue Geschäftsfelder und Anwendungen sein, die die Wertschöpfung im ländlichen Raum stärken. Dazu gehören etwa die Entwicklung und der Test von Robotertechnologien, die hohe Übertragungsraten erfordern.

Die hohen Datenraten sind die Basis für weitere digitale Anwendungen – etwa für Smart Farming und die attraktive Entwicklung des ländlichen Raumes. Im Themenbereich „Digitale Dörfer und smarte ländliche Regionen“ sollen solche digitale Angebote für sächsische Regionen entwickelt und pilothaft etabliert werden.

„Wir haben in dem Entwurf zum Doppelhaushalt 2019/20 rund 8,6 Millionen Euro für den simul+InnovationHub eingestellt. Daneben sind wir in engen Absprachen mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium für eine Bundesförderung des Experimentierfeldes 5G“, sagte Staatsminister Schmidt.

Der simul+InnovationHub und die darin geplanten Maßnahmen werden mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Weitere Informationen: www.simulplus.sachsen.de/innovationhub

 

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