Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Veranstaltungsreihe startet im April im Erich-Zeigner-Haus

„Sinti und Roma – Lebenswirklichkeiten in Geschichte, Gesellschaft und Politik“

Neben der vom Erich-Zeigner-Haus initiierten Vortragsreihe „Erinnerungspolitik hinter, vor und nach dem „Eisernen Vorhang“, die die bereits dritte jährliche Veranstaltungsreihe des Vereines darstellt und Rahmen derer von April bis Dezember sieben Einzelveranstaltungen im Erich-Zeigner-Haus stattfinden werden, startet im Frühjahr eine weitere Reihe.

Das Projekt mit dem Titel „Sinti und Roma – Lebenswirklichkeiten in Geschichte, Gesellschaft und Politik“ bildet das erste Bildungsangebot des Vereines im Rahmen der Erwachsenenbildung, was in Form einer Veranstaltungsreihe über die Geschichte und gesellschaftspolitische Lebensrealität der in Deutschland und Europa lebenden Sinti und Roma informieren soll. Konzipiert und organisiert wird die Reihe von Gloria Pfister, die zurzeit ihr FSJ-Politik im Erich-Zeigner-Haus e.V. absolviert. Ihr ist es ein Anliegen, mit dem Projekt im Rahmen ihres FSJ Sinti und Roma und ihre Historie sichtbarer zu machen.

„In Form von drei Einzelveranstaltungen sollen den Besucher*innen aus geschichtlicher, gesellschaftlicher und politischer Perspektive Informationen zu Lebenswirklichkeiten von Sinti und Roma nahegebracht werden. Das Projekt bildet eine Antwort auf die vorurteilsgeprägte Sichtweise und diskriminierenden bis rassistischen Einstellungen der Mehrheitsgesellschaft in Deutschland gegenüber Sinti und Roma. Diese sind in den meisten Kreisen immer noch, ohne kritische Hinterfragung, üblich. Gleichzeitig haben sich die meisten Menschen überhaupt nicht genauer mit Sinti und Roma auseinandergesetzt. Mit der Reihe möchte ich für dieses Problem ein stärkeres Bewusstsein schaffen und an die Stelle von vermeintlichen Wahrheiten tatsächliche Informationen setzen.“

Die Auftaktveranstaltung der Reihe beginnt am 10.04. 19 Uhr im Erich-Zeigner-Haus und trägt den Titel „Das Leben der Sinti und Roma im Nationalsozialismus und danach – Exemplarisch: Eine Betrachtung der Geschichte mitteldeutscher Sinti und Roma“. In der Vortragsveranstaltung werden Gjulner Sejdi vom Verein Romano Sumnal und Jana Müller vom Alternativen Jugendzentrum Dessau über den Weg der Entrechtung bis zum Völkermord an den Sinti und Roma im Nationalsozialismus und die Situation nach dem Krieg referieren.

Anhand des Kurzfilmes „Was mit Unku geschah“, ein Ergebnis eines Projektes des AJZ Dessau, und der Betrachtung von Schicksalen mitteldeutscher Sinti und Roma soll das Ausmaß der NS-Geschichte auf die in Deutschland lebenden Sinti und Roma betrachtet werden. Im Zuge dieses Auftaktes wird vorher um 18 Uhr die Ausstellung „Auf dem Dienstwege“ der Heinrich-Böll-Stiftung und des Kulturamtes der Stadt Leipzig im Ausstellungsraum des Erich-Zeigner-Hauses eröffnet werden. Die Ausstellung zeigt Dokumente zur Erfassung, Ausgrenzung und Deportation der Leipziger Sinti und Roma im Nationalsozialismus. Der Besuch der Ausstellungseröffnung und Veranstaltung ist kostenfrei.

Durch je eine Veranstaltung im Mai und Juni wird die Reihe fortgesetzt werden. Die Veranstaltung „Das Problem „Antiziganismus und das Beispiel antziganistischer Bilder in Kinderliteratur“ soll eine Einführung in die Struktur des Antiziganismus geben, also Rassismus gegen Sinti und Roma oder Menschen, die aufgrund äußerer Merkmale als diese eingeschätzt werden. Beispielhaft wird eine Betrachtung dieser stereotypisierten Bilder in der Kinderliteratur erfolgen. Die abschließende Veranstaltung im Juni stellt ein Gespräch mit dem Titel „Die gesellschaftspolitische Lage von Sinti und Roma in Deutschland und Europa“ dar.

Nach der Eröffnung kann die Ausstellung jeden Mittwoch von 15 bis 18 Uhr bis zum 12. Juni kostenfrei besucht werden.

Warum die neue Leipziger Zeitung geradezu einlädt, mal über den Saurier Youtube nachzudenken

MelderSinti und Roma
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder--> Sonntag 13:30 Uhr: Leipzig will Rekordmeister bis zum Schluss ärgern
Verschuldung in Asien und im Pazifikraum: Treibt China die Region in die Schuldenfalle?
Nationalsozialistische Arbeitskräftepolitik im besetzten Europa und Geschlecht: Ein Forschungsfeld
Polizeibericht, 22. November: Smartphone entrissen, Fußgänger schwer verletzt, Angefahren und abgehauen
Adventszeit ist Weihnachtsmarktzeit
Torgauer Bären-Trio verabschiedet sich in den Winterschlaf
Nach Pokal-Coup: INTER will die Euphorie ins Oberliga-Heimspiel transportieren
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr



Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Nationalsozialistische Arbeitskräftepolitik im besetzten Europa und Geschlecht: Ein Forschungsfeld
Arbeitskräfte waren für das nationalsozialistische Regime Kriegsbeute: Neben der Plünderung materieller Ressourcen der besetzten Länder war es ein Ziel der NS-Eroberungskriege, die Arbeitskraft der Bevölkerung auszunutzen – durch Rekrutierung bzw. Verschleppung ins Reich und durch den ‚Einsatz’ vor Ort.
Klimaaktivismus trifft Braunkohle beim zweiten Abend von »Die unmögliche Begegnung« im TdJW
Theater der Jungen Welt. Foto L-IZ.de

Foto L-IZ.de

Kohleindustrie meets Klimaaktivismus und zwei Gäste zum Thema Braunkohle und Klima steigen gemeinsam in den Ring beim interaktiven Talkformat »Die unmögliche Begegnung«. »There is no planet B«: Am 29.11. treten junge Menschen auch in Leipzig in einen globalen Klimastreik. Sie fordern u.a. eine radikale Energiewende. Was würde das für die Braunkohleregion im Leipziger Land und Mitteldeutschland bedeuten? Und ist Braunkohle aus unserer Energieversorgung eigentlich wegzudenken?
Bundesparteitag der CDU in Leipzig: Machtkampf vertagt
Bundesparteitag der CDU in Leipzig. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDie Revolution ist ausgeblieben. Auf dem Bundesparteitag der CDU in Leipzig hat die Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer eine (zu) lange Rede mit finaler Kampfansage gehalten. Ihre parteiinternen Kritiker gaben sich anschließend versöhnlich. Stattdessen bemühten sich die CDU-Delegierten um Abgrenzung zu den anderen Parteien.
Stelle erst seit September besetzt: Leipziger Gründachförderung kommt erst 2021
Begrüntes Garagendach am Haus der Demokratie. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas ging dann auch wieder aus wie das Hornberger Schießen, als die Grünen am Dienstag zur Umsetzung zweier wichtiger Stadtratsbeschlüsse nachfragten. Am 31. Januar dieses Jahres beschloss der Stadtrat im Rahmen des Doppelhaushaltes 2019/20 diverse Änderungsanträge der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Zu zweien dieser Haushaltsanträge hat die Fraktion den Stand der Umsetzung angefragt und am Dienstag, 19. November, in der Ratsversammlung jeweils ernüchternde Antworten erhalten.
Verwaltung antwortet auf Anfragen: Gründachstrategie, EU-China-Gipfel und Rathausangelegenheiten
OBM Burkhard Jung (SPD). Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserOb Gründachstrategie, Sicherheitskonzept für das Neue Rathaus oder Maßnahmepaket zur Verbesserung von Verschwiegenheit, Dokumentensicherheit und Transparenz – auf viele Papiere lässt die Verwaltung die Mitglieder des Stadtrates seit Jahren warten. In den Anfragen in der Ratsversammlung am 19. November waren diese deshalb Thema. Außerdem gab es kritische Nachfragen zum geplanten EU-China-Gipfel in Leipzig.
In zehn Schritten vom Fake zum Fakt – ein Beispiel
Schönes altes Mauerwerk im Westwerk. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle Leser„Wir bauen die Mauer schneller als alle geglaubt haben.“
Vorlage der Verwaltung zur Schlachthofbrücke wurde am Dienstag erst einmal vertagt
Bus auf der Schlachthofbrücke. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Linksfraktion war die erste, die auf die Pläne der Stadt Leipzig reagierte, bei der Sanierung der Schlachthofbrücke in der Richard-Lehmann-Straße gleich mal die Straßenbahngleise wegzulassen. Man würde sie nicht mehr brauchen, so die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB). Eine Aussage, die so überhaupt nicht zum vom Stadtrat beschlossenen Nachhaltigkeitsszenario passen will, das mehr ÖPNV für Leipzig schaffen soll, nicht weniger.
Leipzigs Verwaltung rechnet bis 2040 mit 665.000 Einwohnern
Die neue Leipziger Bevölkerungsprognose bis 2040. Grafik: Stadt Leipzig

Grafik: Stadt Leipzig

Für alle LeserEigentlich sollten die Leipziger Medien am Montag, 18. November, alles aus berufenem Munde erfahren. Doch der Termin in der morgendliche Frühe platzte. Die Zahlen zur neuen Bevölkerungsvorausschätzung der Stadt Leipzig gab es dann also nur online im Ratsinformationssystem. Und sie erzählen von einer neoliberalen Gesellschaft, die mit Menschen nichts anfangen kann. Auch deshalb schwächt sich das Leipziger Wachstum ab.
2020/2021 soll der „Platz des 20. Juli 1944“ mit Städtebaumitteln saniert und aufgewertet werden
Die künftige Gestaltung des Platzes des 20. Juli 1944. Karte: Stadt Leipzig

Karte: Stadt Leipzig

Für alle LeserDie Parkanlage „Platz des 20. Juli 1944“ in Leipzig-Gohlis soll aufgewertet werden, um sie für den in den letzten Jahren schnell gewachsenen Stadtteil attraktiver und besser nutzbar zu machen, teilte die Stadtverwaltung am Donnerstag, 21. November, mit. So sollen etwa neue Spiel- und Erholungsangebote für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen entstehen.
Kunstausstellung „Erlaubter Zweifel“ und Buchvorstellung von „Die Lichter, die wir selbst entzünden“
Eine Frage: Haben der Sünden-Fall und die Austreibung aus dem Paradies wegen Nascherei an einem Apfel etwas zu tun mit dem mechanischem Weltbild Newtons, der einen Apfel von einem gewöhnlichen Baum fallen sah, nachdem er Kepler gelesen hatte. Bei dem der Mensch aus dem Mittelpunkt des Universums gestürzt war. Keine Schlange war diesmal im Spiel, nur „Wissenschaft“.
Beethoven und die Liebe: Wer war die „Unsterbliche Geliebte“ des berühmten Komponisten?
Hagen Kunze: Beethoven und die Liebe. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSeit über 190 Jahren grübeln die Forscher: Wer war die „Unsterbliche Geliebte“, an die Ludwig van Beethoven 1812 einen überschwänglichen Liebesbrief schrieb, der von seinem Bruder Johann und Beethovens kurzzeitigem Sekretär Anton Schindler1827 in Beethovens Schreibtisch gefunden wurde? Denn ein Name stand nicht auf dem Brief. Und auch nicht im Testament, in dem der Komponist seinen Besitz der „Unsterblichen Geliebten“ vermachte. Ein echter Musikerkrimi.
Das NDK feiert 20. Geburtstag – ein ganzes Jahr lang
Klaus Bittermann und Harry Rowohlt. Foto: Klaus Bittermann, privat

Foto: Klaus Bittermann, privat

Am 6. Dezember 1999 wurde das Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. (NDK) im Hinterhof der Karl-Marx-Straße 17 (ehemals AG Umwelt und Natur) gegründet. Aus Anlass dieses 20. Geburtstags wird das NDK ein Jahr lang - bis Dezember 2020) – Veranstaltungen organisieren und u.a. an Orte gehen, die prägend und wichtig in der Geschichte des Vereins waren und sind.
Video „Sportpunkt“, Nr. 76: Strandgeflüster aus Belek
Palmenvideo mit Norman Landgraf (li.) und Martin Hoch. Screenshot: Sportpunkt

Screenshot: Sportpunkt

Für alle LeserVideo Während hier in Leipzig gerade der November-Regen auf die finsteren Straßen rieselt und die letzten verwelkten Blätter durch den Wind von ihren dürren Ästen gerissen werden, melden sich die Sportpunkt-Moderatoren Norman Landgraf und Martin Hoch gut gelaunt unter Palmen und im T-Shirt vom Strand im türkischen Belek. Ihre Meldungen zum Leipziger Sportgeschehen sind dabei - quasi als Soundtrack - von meditativem Meeresrauschen unterlegt.
Am 26. November gibt es gleich mal früh um Sieben eine Protected Bikelane in der Rödelstraße
Die Situation an der Rödelstraße direkt vorm „Olymp“. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserEine Kundgebung gleich früh um 7 Uhr, dann, wenn die Kinder auf dem Weg zur Schule sind, soll es am Dienstag, 26. November geben. Und zwar an einem echten Nadelöhr: Am frühen Morgen des 26. November bekommen die Radfahrenden in der Rödelstraße testweise stadteinwärts die ihnen zustehende Fahrspur. Damit werden auch die Fußgänger/-innen an der Ampel besser vor Lärm und Abgasen geschützt.
(Cyber-)Bullying: Eine Frage der Gerechtigkeit oder doch die einer kränkenden „Leistungs“-Gesellschaft?
Da hat Volker sich wohl verschrieben. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserWenn man Zeitung macht, sollte man sich auch manchmal Fragen stellen wie: Wie gehen wir eigentlich mit Menschen um? Welches Menschenbild vermitteln wir? Wie berichten wir über Menschen? Denn wie wir alle auf andere Menschen schauen, das prägen Medien. Und zwar nicht nur in die eine Richtung, wenn „mächtige“ Männer und Frauen von ihnen bewertet oder gar niedergemacht werden. Sondern auch in die andere Richtung.