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Anhörung zur Gesundheitsförderung von Lehrinnen und Lehrern

Von Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Sächsischen Landtag

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    Bereits im November 2018 hat die Güne-Landtagsfraktion einen Antrag zum Schutz der Gesundheit sächsischer Lehrerinnen und Lehrer im Landtag eingebracht (Drs 6/15420). Darin fordert sie die sachsenweite Einführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements an sächsischen Schulen. Gestern wurde der Antrag im Ausschuss für Schule und Sport des Sächsischen Landtages angehört.

    Die geladenen Expertinnen und Experten waren sich einig, dass es bisher viele Einzelmaßnahmen an sächsischen Schulen gibt, deren Wirksamkeit nicht untersucht wird. Stattdessen würden große Mengen an Gesundheitsdaten einzelner Lehrkräfte erfasst, die völlig ungeeignet seien, um die Gesamtsituation zu beschreiben.

    Petra Zais, arbeitsmarkt- und bildungspolitische Sprecherin der Günen-Fraktion kritisiert:

    „Die Staatsregierung lässt emsig Daten erheben, Maßnahmen ergreift sie aber keine. Nun ist es höchste Zeit, zum Schutz der Gesundheit der Lehrerinnen und Lehrer endlich zu handeln. Daten wurden genug gesammelt!“

    Die von der Günen-Fraktion geladene Sachverständige, Frau Reva Pasold, ist Arbeitspsychologin mit 40-jähriger Berufserfahrung. Sie hält das Vorgehen der Staatsregierung für ungeeignet, um in Sachen Lehrergesundheit Fortschritte zu erzielen:

    „Der Staatsregierung fehlen die Ziele. Erst wenn man die hat, kann man geeignete Maßnahmen festlegen. Danach muss geklärt werden, wer verantwortlich ist und welche Ressourcen derjenige benötigt. Diese muss er dann auch bekommen.“
    Das Vorgehen der Staatsregierung verglich Pasold mit dem Zuknöpfen eines Hemdes: Ist der erste Knopf falsch zugeknöpft worden, können alle nachfolgenden richtig geknöpft werden – das Hemd sitzt trotzdem schief.

    Für Petra Zais war die Sachverständigenanhörung der Beweis, dass der Günen-Antrag zur Lehrergesundheit notwendig und richtig ist:

    „Es kann nicht sein, dass das Kultusministerium eine Steuerungsgruppe einsetzt, die letztlich nichts entscheiden kann und deren finanzielle Mittel vorne und hinten nicht ausreichen. Ich fordere Kultusminister Christian Piwarz dazu auf, sich seiner Verantwortung für die Gesundheit sächsischer Lehrerinnen und Lehrer endlich zu stellen und die systematische Gesundheitsförderung zur Chefsache zu machen!“

    Güner Antrag „Gesundheit sächsischer Lehrer*innen schützen: Einführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements“ (Drs 6/15420): https://www.gruene-fraktion-sachsen.de/fileadmin/user_upload/Antraege/6_Drs_15420_0_1_1_.pdf

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