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chronik.LE wirft mit neuer Publikation einen Blick auf die „Geithainer Zustände“

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    Das Dokumentationsprojekt chronik.LE hat im Vorfeld der Kommunalwahlen eine Informationsbroschüre mit dem Titel "Geithainer Zustände 2019" veröffentlicht. Schwerpunkt der 24-seitigen Broschüre ist die "Freie Liste für Geithain" die sich bei der Wahl um Mandate im Stadtrat von Geithain (Landkreis Leipzig) bewirbt.

    Dazu Steven Hummel, Pressesprecher von chronik.LE: „Diese Wahlvereinigung ist nach unserer Einschätzung eine von mehreren Tarnlisten, mit denen Angehörige der extremen Rechten gerade in kommunale Parlamente drängen.“

    Die „Freie Liste für Geithain“ wird von Manuel Tripp angeführt. Der Rechtsanwalt gilt seit vielen Jahren als zentrale Figur der regionalen Neonaziszene, sei es als Kader beim „Freien Netz Geithain“ oder als Vorsitzender des NPD-Kreisverbandes Landkreis Leipzig. Für die NPD wurde Tripp zuletzt 2014 in den Stadtrat von Geithain und in den Kreistag des Landkreises Leipzigs gewählt.

    Mittlerweile hat Tripp die Partei nach eigenen Angaben verlassen. Das hinderte ihn allerdings nicht daran, die sächsische NPD im Januar 2019 in einem Verfahren am Landgericht Dresden als Anwalt zu vertreten.

    Steven Hummel erklärt: „Es ist zu befürchten, dass Manuel Tripp und seine Kameraden unter dem bürgerlichen Label ‚Freie Liste‘ mit mehreren Sitzen in den Stadtrat von Geithain einziehen und ihren Einfluss auf die Stadtpolitik weiter ausbauen werden. Die Broschüre ‚Geithainer Zustände 2019‘ will dazu beitragen, dass die Bürger_innen von Geithain ihre Wahl am 26. Mai wohlinformiert treffen können.“

    Zur Information der Bürger_innen vor Ort seien bereits 1.250 Exemplare der Broschüre an Haushalte in Geithain verteilt worden. Hummel weiter: „Niemand soll hinterher sagen, das hätte man ja nicht gewusst und gewollt.“

    Neben Artikeln zu Manuel Tripp und weiteren Kandidaten der „Freien Liste“ enthält die Broschüre eine Chronik neonazistischer Aktivitäten aus den vergangenen Jahren in Geithain sowie Interviews mit Personen, die in der Stadt in der Jugendarbeit aktiv waren oder sich noch heute dafür engagieren.

    chronik.LE ist ein Projekt zur Dokumentation und Analyse faschistischer, rassistischer und diskriminierender Aktivitäten in Leipzig und den umliegenden Landkreisen. Seit 2009 sind sechs Ausgaben der Reihe „Leipziger Zustände“ und eine Ausgabe der „Nordsächsischen Zustände“ (2012) erschienen. Träger des Projekts ist der Verein Engagierte Wissenschaft aus Leipzig.

    Die Broschüre steht unter https://www.chronikle.org/inhalt/neue-brosch%C3%BCre-geithainer-zust%C3%A4nde-2019 zum kostenlosen Download zur Verfügung.

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