Die Polizei Aachen hat gestern in einer Pressekonferenz Bilanz zu den Aktionen von Ende Gelände und Fridays for Future am vergangenen Wochenende gezogen. Nike Mahlhaus, Sprecherin des Aktionsbündnisses Ende Gelände, teilt dazu mit: "Die Aktionen von Ende Gelände richten sich gegen Kohleinfrastruktur und keineswegs gegen die Polizei. Der Aktionskonsens von Ende Gelände besagt, dass sich Aktivist*innen ruhig und besonnen verhalten, sowie keine Menschen gefährden."

“Wir stellen uns mit unseren Körpern vor die Kohlebagger, um die Zerstörung unserer Zukunft aufzuhalten. Unser Protest ist legitim und angesichts der Klimakrise dringend notwendig. Leider kam es wiederholt zu massiver Polizeigewalt gegenüber uns Klimaaktivist*innen, weshalb wir das Lob von Herrn Weinspachs für den Einsatz der Polizei in keiner Weise nachvollziehen können.

Es gab mindestens fünf durch Polizeigewalt schwer verletzte Aktivist*innen, die mit Brüchen und Gehirnerschütterungen ins Krankenhaus mussten. Zahlreiche Aktivist*innen wurden durch Schlagstockeinsätze, Schläge und Tritte sowie Pfefferspray verletzt. Mehrere Aktivist*innen brachen zudem durch Dehydration zusammen, da über Stunden hinweg kein Wasser im Polizeikessel durchgelassen wurde,” so Nike Mahlhaus, Pressesprecherin von Ende Gelände.

Eine detailierte Auflistung gravierender Rechtsverstöße finden sie hier: https://www.ende-gelaende.org/de/press-release/presseaussendung-vom-24-juni-2019/

Am vergangenen Wochenende haben über 6000 Klimaaktivist*innen aus ganz Europa für einen sofortigen Kohleausstieg und einen grundlegenden Systemwandel protestiert, indem sie tagelang das rheinische Braunkohlerevier, die größte CO2-Quelle Europas, mit ihren Körpern blockierten.

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