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Mehr als 16 Millionen Euro für Ökolandbau in Sachsen

Dieser Tage erhalten 727 landwirtschaftliche Betriebe Öko-Prämien für das Jahr 2019. Rund 16,3 Millionen Euro werden dafür ausgezahlt. Damit unterstützt der Freistaat die Einführung und Beibehaltung ökologischer Anbauverfahren auf einer Fläche von rund 62.000 Hektar. Gegenüber dem Vorjahr hat 2019 die Zahl der Öko-Betriebe um fast acht Prozent und die geförderte Fläche um reichlich sieben Prozent zugenommen.

Sachsens Landwirtschaftsminister Wolfram Günther: „Über den Zuwachs freue ich mich und werde weiter daran arbeiten, sowohl den Ökolandbau als auch die Verarbeitung der Erzeugnisse in Sachsen noch stärker auszuweiten. Wir fördern diese Wirtschaftsweise schließlich wegen ihrer nachhaltigen Umweltwirkungen. Sie schont Wasser und Böden. Außerdem reduzieren die Ökobetriebe durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Düngemittel den Energieverbrauch und klimaschädliche Emissionen.

Und nicht zuletzt schützt der Ökolandbau mit seinem Verzicht auf synthetische Pflanzenschutzmittel die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt. Immer mehr Landwirte engagieren sich für eine nachhaltige Landwirtschaft, die Klima und Artenvielfalt schützt. Der Ökolandbau tut dies in besonders vorbildhafter Weise und nimmt damit im regionalen Kontext eine Pionierrolle ein. Zugleich geht es mir darum, regionale Vermarktung und regionale Wertschöpfung im Bereich der Öko-Produkte zu stärken. Das gehört für mich zusammengedacht.“

Im Jahr 2018 wurden in Sachsen noch 674 Öko-Betriebe und eine Ökolandbaufläche von 57.853 Hektar gefördert. Die Umstellung auf ökologische Anbauverfahren ist besonders kostenintensiv. Der Grund: Die Umstellungsbetriebe wirtschaften in den ersten beiden Jahren zwar bereits nach den Regeln des Ökolandbaus, dürfen ihre Produkte jedoch noch nicht als Öko-Ware vermarkten. Umstellungsbetriebe erhalten daher für die zwei ersten Jahre eine erhöhte Ökoprämie. Bei der diesjährigen Auszahlung der Ökoprämie werden 122 Betriebe mit der Umstellungsprämie gefördert.

Grundlage der Prämienzahlungen ist die Förderrichtlinie „Ökologischer/Biologischer Landbau (ÖBL/2015)“. Die Mittel werden zu 75 Prozent aus EU- und zu 25 Prozent aus nationalen Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) finanziert. An der GAK sind der Bund mit 60 Prozent und der Freistaat Sachsen mit 40 Prozent der Mittel beteiligt. Die sächsischen Mittel werden auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes bereitgestellt. Weitere Informationen zur Förderrichtlinie finden sich unter www.smul.sachsen.de/foerderung/richtlinie-oekologischer-biologischer-landbau-oebl-2015-4509.html

Die neue Leipziger Zeitung Nr. 78: Wie Corona auch das Leben der Leipziger verändert hat

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Ticketverlosung zur Doppel-Lesung im Schillerhausgarten: Leipziger Dichterlese I+II
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VerlosungLieder, Gedichte, Gitarrenmusik erklingen zur „Leipziger Dichterlese I+II“ am Sonntag, dem 26. Juli, im Schillerhausgarten. Zehn Lyrikerinnen und Lyriker aus unserer Stadt tragen an diesem einzigartigen Ort eigene Songs und Gedichte vor und trotzen damit der viermonatigen Zwangspause. Freikäufer haben die Möglichkeit, je 1 x 2 Freikarten zu gewinnen.
Einige Tipps vom ADFC Leipzig für das richtige Verhalten von Radfahrer/-innen im Zusammenhang mit Lkw an Kreuzungen
Auch wenn es sich ungewöhnlich anfühlt: Wird der geradeausfahrende Radverkehr links neben dem rechtsabbiegenden Kfz-Verkehr geführt, erhöht sich die Sicherheit für den Radverkehr deutlich. Foto: ADFC Leipzig

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Für alle LeserAm Montag, 22. Juni, wurde in Leipzig wieder eine Radfahrerin von einem rechtsabbiegenden Lkw erfasst und starb noch an der Unfallstelle. Das Thema tödliche Fahrradunfälle in Zusammenhang mit Lkw ist leider nicht neu, stellt der ADFC Leipzig fest. Bereits im Februar dieses Jahres haben der ADFC Bundesverband und der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) e. V. in einem Positionspapier Forderungen an die Politik gestellt, um die Abbiegesituation an Kreuzungen zu verbessern und den Konflikt LKW – Radfahrende zu entschärfen.
Omas for Future und Parents for Future wollen OBM Burkhard Jung 1.000 Klimawünsche übergeben
Klimawunschzettel-Aktion in der Leipziger Petersstraße. Foto: Parents for Future Leipzig

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Für alle LeserAm Mittwoch, 8. Juli, wird der Stadtrat über das Sofortmaßnahmenprogramm des OBM zum Klimanotstand abstimmen. Tags drauf, am 9. Juli, gibt es in der Kongresshalle die klimapolitische Stunde, in der sich der Stadtrat zwei Stunden lang mit den akuten Problemen des Klimawandels für Leipzig beschäftigen wird. Und die Leipziger „Parents for Future“ sowie die „Omas for Future“ wollen dem Oberbürgermeister bei der Gelegenheit ihre ganz besonderen Wünsche übergeben.
Grüne sehen gute Chancen für ihre Antragsliste zum Klimanotstands-Sofortmaßnahmen-Programm des OBM
Transparent vorm Neuen Rathaus 2019. Foto: L-IZ.de

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Für alle LeserWas so mancher befürchtet hatte, passiert gerade: Nachdem Leipzig mit einer großen Kraftanstrengung seine Soforthilfeprogramme für den hiesigen Mittelstand aufgelegt hat, der coronabedingt in die Krise rauschte, drohen jetzt harte Verhandlungen um den Leipziger Doppelhaushalt 2021/2022. Und auch für den Klimaschutz droht das Geld knapp zu werden, obwohl Leipzig mitten im Klimanotstand steckt.
Das Sofortprogramm des OBM zum Klimanotstand reicht bei weitem noch nicht aus
Der Physiker und „Scientist for Future“ Dr. Christoph Gerhards erklärte am 20. Mai 2019, wann es kippt. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserEs ist zwar ein echtes Novum, dass Oberbürgermeister Burkhard Jung ein Sofortprogramm zum Klimanotstand der Stadt Leipzig vorlegt, das der Stadtrat nun beschließen soll. Aber auch aus Sicht der Leipziger „Scientists for Future“ schafft es das Programm nicht ansatzweise, Leipzig auf den Kurs zu bringen, seine Klimaziele für das Jahr 2026 zu erreichen. Dann hat Leipzig nämlich sein Co2-Budget rechnerisch völlig aufgebraucht, ohne dass die Emissionen tatsächlich spürbar gesunken sind.