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Entwicklungszusammenarbeit: Freistaat unterstützt Projekte zur Pandemieeindämmung mit 200.000 Euro

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie weitet der Freistaat Sachsen seine Unterstützung im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit aus: Für entsprechende Projekte unter anderem in Afrika werden in diesem Jahr zusätzlich 200.000 Euro bereitgestellt.

Staatskanzleichef Oliver Schenk sagte: „Covid 19 ist ein globales Problem. Sachsens Möglichkeiten sind begrenzt, in kleinem Rahmen können wir aber etwas tun. Ziel des Sonderprogramms ist es, mehrere Präventions-Projekte auf den Weg zu bringen. Die Unterstützung soll Menschen in den ärmsten Ländern der Welt zugutekommen, die besonders hart von der Pandemie betroffen sind.“

Weil es in vielen Ländern Defizite in der Gesundheitsfürsorge und kaum intensivmedizinische Krankenhausplätze gibt, sind Maßnahmen zur Eindämmung und Prävention dort besonders wichtig.

Es gibt bereits erste Projektvorschläge für Vorhaben unter anderem in Afrika. Dabei geht es beispielsweise um die Verbesserung hygienischer Bedingungen an Schulen, das Aufstellen lokal produzierter Handwaschstationen oder die Ersatzbeschaffung eines Beatmungsgerätes für ein Krankenhaus.

In dem Zusammenhang würdigte Schenk das Engagement der Nichtregierungsorganisationen der Entwicklungszusammenarbeit in Sachsen und rief dazu auf, deren Projekte zusätzlich mit Spenden zu unterstützen.

Mehr als 60 Nichtregierungsorganisationen haben ihre Kräfte in der 1995 gegründeten Dachorganisation Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen (ENS) gebündelt.

Netzwerk-Geschäftsführerin Dorothea Trappe sagte: „Unterstützung für aktive Zivilgesellschaft im Globalen Süden ist aktuell dringend nötig. Die Partnerinnen z.B. in Burkina Faso möchten Masken nähen und verkaufen sowie ihre Frauengruppen zum sicheren Schutz vor Covid19 informieren. In Tansania sollen Beatmungsgeräte angeschafft werden.

Wir müssen jetzt schnell und unkompliziert helfen, denn die ganzen Ausmaße der Pandemie sind im Globalen Süden bislang noch nicht absehbar. Insofern kommt der Fonds gerade zur rechten Zeit. Erfreulich ist, dass der Freistaat nicht nur an die Menschen in Sachsen denkt, sondern auch zunehmend Verantwortung in der Welt übernimmt und global denkt.“

Hintergrund

Der Freistaat Sachsen unterstützt seit 2017 entwicklungspolitische Projekte und Initiativen. Die Abgeordneten des Sächsischen Landtages legten dafür jeweils die Grundlage. Im vergangenen Jahr standen 550.000 Euro zur Verfügung, für 2020 waren bislang 700.000 Euro eingeplant. Insgesamt sind mit dem zusätzlich aufgelegten Programm in diesem Jahr nunmehr für entwicklungspolitische Vorhaben 900.000 Euro vorgesehen.

Anträge zum Sonderprogramm können von den sächsischen Organisationen bei der Stiftung Nord-Süd-Brücken gestellt werden.
www.nord-sued-bruecken.de/saechsische-staatskanzlei-auslandsprojektfoerderung

Weitere Informationen zur Arbeit der privaten Nichtregierungsorganisationen, die sich mit Entwicklungszusammenarbeit befassen sowie Angaben zum Spendenkonto, finden Sie auf den Internetseiten des Entwicklungspolitischen Netzwerkes Sachsen.

www.einewelt-sachsen.de
www.einewelt-sachsen.de/spenden-corona

Der Stadtrat tagt: Die Fortsetzung der Mai-Sitzung im Livestream und als Aufzeichnung

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Stadtrat Heiko Bär (SPD). Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

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