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Bluthochdruck – Schleichende Gefahr

Mehr als ein Viertel der Deutschen, 28,4 Prozent, hat laut BARMER-Arztreport 2019 die Diagnose Bluthochdruck bekommen. In Sachsen leiden 31,7 Prozent an einer sogenannten Hypertonie, das sind rund 1,3 Million Menschen.

„Das Gefährliche an Bluthochdruck ist, dass er keine Schmerzen verursacht, aber zu lebensgefährlichen Krankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann“, sagt Dr. Fabian Magerl, Landesgeschäftsführer der BARMER. Er rät, rechtzeitig auf Warnsignale des Körpers zu achten.

„Wer längere Zeit Ohrensausen, Schwindel, Nasenbluten oder Kurzatmigkeit verspürt, sollte seinen Blutdruck ärztlich kontrollieren lassen. Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck ist Risikofaktor Nummer eins für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und kann Nierenschäden verursachen“, so Magerl. Er rät außerdem zu regelmäßigen Check-up-Untersuchungen durch den Hausarzt. Bei diesen Untersuchungen wird auch der Blutdruck kontrolliert.

Hitze im Sommer und hoher Blutdruck

Die Hitze im Sommer hat ihre Tücken. Hoher Blutdruck und Flüssigkeitsverlust können vermehrt zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Benommenheit, allgemeine Kreislaufprobleme und im Extremfall sogar zu einem Kreislaufkollaps führen. Zu den besonders gefährdeten Gruppen gehören ältere Menschen, Säuglinge und Kinder, aber auch Menschen mit chronischen Erkrankungen.

„Doch soweit muss es nicht erst kommen. Schon wer gleichmäßig über den Tag verteilt mindestens zwei Liter an zimmerwarmen, alkoholfreien Getränken wie Wasser, ungesüßte Säfte oder Tee trinkt, hilft seinem Körper, mit der Hitze besser zurecht zu kommen“, erklärt Magerl. Was so banal klingt, ist besonders für ältere Menschen nicht immer leicht. „Senioren empfinden oft weniger Durst und vergessen das Trinken deshalb einfach. Für sie ist es hilfreich, die Tagesmenge der benötigten Flüssigkeit gut sichtbar bereit zu stellen oder einen Trinkplan zu führen“, empfiehlt er.

Hypertonie in den neuen Bundesländern besonders häufig

Laut der BARMER-Analyse gab es im Jahr 2018 deutliche regionale Unterschiede bei Hypertonie-Diagnosen. Insgesamt wurde Bluthochdruck in den neuen Ländern häufiger diagnostiziert. „Das kann mit dem höheren Durchschnittsalter in den ostdeutschen Flächenländern oder auch mit dem Lebensstil zusammenhängen. Mit einer gesunden und ausgewogenen Lebensweise lassen sich die Risiken für Bluthochdruck minimieren“, sagt Magerl.

Wer mit dem Rauchen aufhöre, sich mehr bewege, den Konsum von Salz und Alkohol reduziere oder die Stressbelastung senke, stärke das Herz-Kreislauf-System. Ein Blutdruck von 120 zu 80 sei normal, ab einem Wert von 140 zu 90 und höher liege eine Hypertonie vor.

Mehr zum Thema Bluthochdruck unter www.barmer.de/s000650
Und Check-up-Untersuchung: www.barmer.de/a000036

Machtgefälle im Kopf. Die neue „Leipziger Zeitung“ Nr. 80 ist da: Was zählt …

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