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Das StEKo ward geboren: Leipziger Osten bekommt ein Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept

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    Für die Stadt Leipzig gibt es seit 2009 eins - ein "Integriertes Stadtentwicklungskonzept", in liebevollem Amtsdeutsch abgekürzt: SEKo. Jetzt hat die Dienstberatung des OBM beschlossen, dass auch der Leipziger Osten eines bekommt, ein eigenes, ein Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept, abgekürzt logischerweise: StEKo.

    Es ist – man denkt ja nun ämterübergreifend – eine integrierte Handlungsstrategie mit Leitbildern, Zielen sowie daraus abgeleiteten Handlungsprioritäten und Umsetzungskonzepten. Oberbürgermeister Burkhard Jung will das Konzept auf Vorschlag von Baubürgermeister Martin zur Nedden im Februar der Ratsversammlung vorlegen.

    Das aufgrund eines entsprechenden Stadtratsbeschlusses ämterübergreifend im engen Zusammenwirken unter anderem mit Vereinen, Eigentümern und Gewerbetreibenden sowie der Bürgerschaft erarbeitete Konzept konkretisiert das gesamtstädtische Integrierte Stadtentwicklungskonzept Leipzig 2020 (SEKo), in dem die Wohnquartiere östlich der Innenstadt – neben dem Leipziger Westen und Grünau – als Schwerpunktgebiete der Stadtentwicklung definiert sind. Dabei baut es auf den Kernaussagen der im April 2011 veranstalteten Strategiewerkstatt Leipziger Osten auf.

    Sinn des Ganzen im Behördendeutsch: „Kernstück des Konzeptes ist die integrierte Handlungsstrategie, die fachübergreifende Leitbilder und Ziele definiert und die Impulsmaßnahmen aufführt, die neben der Fortführung und Qualifizierung bewährter Ansätze zur Erreichung dieser Ziele nötig sind.“

    Ziele sind unter anderem die schwerpunktmäßige Förderung von Unternehmensansiedlungen, die Entwicklung der lokalen Bildungslandschaft sowie kultureller und sozialer Vielfalt als Standortqualität, die Verbesserung der städtebaulichen Anbindung an die Innenstadt und den Landschaftsraum östlich der Quartiere sowie ein zukunftsfähiges Wohnungsmarktprofil. Bis jetzt wurde das alles im „Konzeptionellen Stadtteilplan Leipziger Osten“ (KSP LeO) gesammelt. Aber zumindest so eine Ahnung weht durch den Raum, dass eine Beschränkung auf die alten Fördergebietsgrenzen so nicht weiter funktioniert. Städte sind dynamische Gebilde. Sie leben – achja – von Vernetzungen. Einige Diskussionen der letzten Monate haben gezeigt, dass genau diese Vernetzungen unabdingbar sind, wenn es im (begrenzten) Fördergebiet weitergehen soll mit der Entwicklung.Als Impulsmaßnahmen zur Förderung von Unternehmensansiedlungen nennt das Konzept die Aufwertung der Gewerbestandorte an der Bahnschneise, die Weiterentwicklung gewerblicher, künstlerischer und kreativwirtschaftlicher Ansätze im Bereich Hedwig- und Eisenbahnstraße sowie die Etablierung eines Gründerzentrums Kreativwirtschaft.

    Zur Entwicklung der Bildungslandschaft schlägt das Konzept den Aufbau eines Bildungsnetzwerks vor, ebenso die Einrichtung einer so genannten Quartiersschule mit Freizeit-, Kultur- und Bildungsangeboten, und benennt als Ziel die mittelfristige Errichtung eines Gymnasiums sowie die Reaktivierung leer stehender Schulgebäude.

    Die kulturelle und soziale Vielfalt soll gestärkt werden, indem der Neustädter Markt zu einem Kultur- und Kreativraum entwickelt wird sowie der Kultur- und Freizeitraum Rabet und bestehende Nachbarschaftsnetzwerke ausgebaut werden. Das Streetwork-Projekt „Von der Straße ins Leben“, das bereits im Leipziger Westen erfolgreich agiert, soll auf den Leipziger Osten ausgedehnt werden.

    Und unübersehbar leidet der Osten unter fehlenden oder unattraktiven Verbindungen insbesondere in die Innenstadt.

    Um die städtebauliche Anbindung zu verbessern, empfiehlt das Konzept deshalb unter anderem die Schaffung einer attraktiven und sicheren direkten Rad- und Fußwegverbindung von der Innenstadt zum Stadtteilpark Rabet und die schrittweise Anlage des Grün- und Wegesystems „Parkbogens Ost“ unter anderem auf nicht mehr genutzten Eisenbahntrassen.

    Zur Entwicklung eines zukunftsfähigen Wohnungsmarktprofils wird unter anderem vorgeschlagen, in Volkmarsdorf-Nord mit seiner durchgängigen Gründerzeitbebauung bei gleichzeitig vergleichsweise hohem Wohnungsleerstand ein innovatives Modell zur Vermarktung von Immobilien zu erproben. Ferner geht es um zielgruppenspezifische Beratungsangebote zu Energiefragen und um die Entwicklung einer Kommunikationsstrategie für den Leipziger Osten und ausgewählte Quartiere.

    Das Integrierte Stadtteilentwicklungskonzept sei nicht statisch gedacht, betont die Verwaltungsspitze. Es soll regelmäßig überprüft und an sich ändernde Bedingungen angepasst werden, im engen Kontakt mit der Bürgerschaft und mit Hilfe externer Experten.

    Zum SEKo: www.leipzig.de/de/buerger/stadtentw/konzept/

    Der KSP LeO: www.leipzig.de/de/buerger/stadtentw/projekte/stadtentw/stadtt/ost/

    Leipziger Osten: www.leipziger-osten.de

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