Leipzigs Verwaltung hat Schlobachshof erst im Januar übernommen und den Wachdienst verstärkt

Für alle LeserSchon im November schlug der Ortschaftsrat Böhlitz-Ehrenberg Alarm, denn das verlassene Gelände von Schlobachshof wurde immer stärker zum Spielfeld von Vandalen. Dabei hatte die Stadt das Gelände doch erst gekauft? Ließ sie es jetzt verwüsten? „Die Stadtverwaltung stellt sicher, dass auf dem Areal des Schlobachshofs Vandalismus und Plünderungen verhindert werden und leitet umgehend die dazu erforderlichen Verkehrssicherungsmaßnahmen ein“, beantragte der Ortschaftsrat.
Anzeige

„Seit geraumer Zeit gibt es immer wieder Vorfälle im Objekt, die Zerstörungen nach sich ziehen. Da das Eingangstor nicht mehr verschlossen ist, steht das Gelände offen. Auch gibt es keine Hinweisschilder mehr mit ,Betreten verboten‘. Es scheint so, dass einige Menschen denken, es handelt sich um niemandes Eigentum“, hieß es im Antrag des Ortschaftsrats, der sich dann aber doch drei Monate lang durch die Gremien schleppte. „Die zuständigen Mitarbeiter der Stadt wurden bereits zu diesen Vorgängen informiert. Leider tut sich nichts. Schutzmaßnahmen werden nicht getroffen.“

Ganz entkräften kann das Dezernat Umwelt, Ordnung, Sport die Vorwürfe nicht.

Denn auch nach dem Antrag des Ortschaftsrats gingen die Vorfälle an dem in der Nordwestaue gelegenen ehemaligen Reiterhof weiter.

„Die Stadtverwaltung ist bereits seit dem erfolgreichen Eigentumserwerb im Zwangsversteigerungsverfahren auf der Grundlage des Beschlusses VI-DS-02709 aktiv mit der Liegenschaft selbst und insbesondere mit dem Eigentums- und Besitzübergang befasst. Die Sicherung der Liegenschaft und insbesondere der Gebäude erfolgte durch die Besitzer im Rahmen der Nutzung des Geländes. Nachdem der Umfang der Nutzung durch die Besitzer reduziert wurde, kam es im letzten Quartal 2019/Anfang 2020 zum unberechtigten Zutritt, verbundenen mit einzelnen Vorfällen, darunter ein Hausfriedensbruch am 15.11.2019, ein Einbruch am 15.12.2019, ein Einbruch mit versuchtem Diebstahl am 06.01.2020 und ein Vandalismusschaden am 09.01.2020 auf dem Gelände“, teilt das Umweltdezernat mit.

Was im erwähnten Beschluss VI-DS-02709 steht, kann schlicht nicht nachvollzogen werden. Dieser Beschluss erfolgte nichtöffentlich. Sodass man auch nur raten kann, welche Kauf- und Übertragungstermine eigentlich gelten. Denn den Grünen gegenüber gab die Stadt 2017 an, das Gelände 2016 ersteigert zu haben.

Jetzt klingt es so, als habe man es erst Ende Januar 2020 übernommen und die alten Besitzer waren dort noch bis Dezember verantwortlich. Und ganz ausgezogen sind sie auch nicht.

Das Umweltdezernat dazu: „Die Stadtverwaltung hatte bereits auf die reduzierte Nutzung ab Herbst 2019 unmittelbar reagiert und bei den Besitzern interveniert, mit dem Ziel, dass diese dem erhöhten Sicherungsbedarf im Bereich des Schlobachshof nachkommen. Weiterhin wurde auf die einvernehmliche und alsbaldige Übergabe des unmittelbaren Besitzes gedrängt. Schon vor Besitzübergabe wurden durch die Stadt Leipzig Anfang Dezember 2019 ein Wachdienst mit dem Objektschutz beauftragt und Sicherungsmaßnahmen an einzelnen Gebäuden veranlasst, um Vandalismus und Beschädigungen zu verhindern. Für die Zeit nach Besitzübergang wurde ein Bewachungs- und Sicherheitskonzept erarbeitet.“

Aber selbst das war nicht ausreichend, um weitere Vandalismusschäden auf dem Gelände zu verhindern: „Neben der täglichen, mehrfachen Bestreifung des gesamten Geländes durch die Sicherheitsfirma finden unregelmäßige Kontrollen durch das Ordnungsamt, den Bürgerpolizisten und dem Streifendienst der Polizei statt.

Außerdem wurden die Gemälde aus dem denkmalgeschützten Pavillon bei der Bewachungsfirma sichergestellt. Dies ist jedoch nur eine Übergangslösung, da die Lagerhalle ab 5. März 2020 für andere Zwecke genutzt werden wird. Es werden zurzeit Gespräche mit dem Kulturamt und dem Amt für Bauordnung und Denkmalpflege zur Unterbringung der Gemälde geführt.

Trotz der umfangreichen Sicherungsmaßnahmen kam es in der Nacht vom 21. zum 22. Februar 2020 zu einem Brand auf dem Gelände des Schlobachshofes. Beim Eintreffen der Feuerwehr kurz nach Mitternacht wurde festgestellt, dass das Gebäude Nr. 1 (ehemaliger Geflügelstall) bereits bis zur Hälfte abgebrannt war. Zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung wurden weitere Einheiten der Feuerwehr Leipzig nachgefordert. Gegen 2:30 Uhr war das Feuer gelöscht. Insgesamt waren sieben Fahrzeuge beteiligt.“

Einzige Beruhigung: „Personenschäden und Schäden an weiteren Gebäuden sind nicht zu verzeichnen. Das Gebäude sollte im Rahmen der externen Kompensationsmaßnahmen zum B-Plan 208 ,Seehausen II‘ zurückgebaut werden.“

Zu dem Zeitpunkt hatte die Stadt schon die ganze Verantwortung für das ersteigerte Gelände. Der Brand aber zwang zum Handeln: „Aufgrund des aktuellen Brandereignisses zeigt sich die Notwendigkeit, die Bewachung von drei Mal täglich auf 24 h zu erweitern, um weiteren Schäden vorzubeugen.“

Und so ganz nebenbei erfährt man, dass die Stadt gar nicht das komplette Gelände ersteigert hat.

„Mit Wirkung vom 31.01.2020, 12:00 Uhr, ist der vollständige Besitz an den städtischen Flächen auf die Stadt Leipzig übergegangen. Allerdings ist ein Teil des Areals, Flurstück 477 von Gundorf (Großteil des Reitplatzes und Nebengebäude), weiter Eigentum der früheren Eigentümerin des Gesamtareals, weil es kein Gegenstand der Zwangsversteigerung war“, so das Umweltdezernat.

Und es wird noch schöner, denn der Ortschaftsrat Böhlitz-Ehrenberg fühlt sich zwar verantwortlich.

Aber: „Es wird darauf hingewiesen, dass die Zuständigkeit für den Schlobachshof nicht bei einem Ortschaftsrat liegt, auch wenn die Verwaltung dessen Anliegen berücksichtigt. Neben dem Antragsteller sind der Ortschaftsrat Burghausen, der Stadtbezirksbeirat Alt-West und der Ortschaftsrat Lützschena-Stahmeln mit der Entwicklung des Schlobachshofes befasst: Im Ortschaftsrat Burghausen wurde am 26.02.2019 die Initiative des Schlobachshof e. V. vorgestellt.

Der Ortschaftsrat Lützschena-Stahmeln hat sich mit Vorlage VII-DS-00094-ÄA-03 die Vorstellung der Ausgleichsmaßnahmen zur Ansiedlung im GI Seehausen 2 zusichern lassen. Der Stadtbezirksbeirat Alt-West hat am 13.11.2019 den aktuellen Stand zum Konzept abgefragt. Zudem hat die seit Erwerb vorgesehene Verwendung für Ausgleichsmaßnahmen stadtweite Bedeutung.“

Der Schlobachshof e. V. will auf dem Gelände ein „interaktives“ Bauernhofmuseum mit Tierzucht und -haltung aufbauen, einen Informationspunkt für das Projekt „Lebendige Luppe“ integrieren, Streuobstwiesen und Biotope pflegen, „Außenarbeitsplätze“ für Behinderte schaffen und einen Gnadenhof für Pferde.

Ortschaftsrat Böhlitz-Ehrenberg will ein Wörtchen mitreden bei der Zukunft von Schlobachshof

Hinweis der Redaktion in eigener Sache (Stand 24. Januar 2020): Eine steigende Zahl von Artikeln auf unserer L-IZ.de ist leider nicht mehr für alle Leser frei verfügbar. Trotz der hohen Relevanz vieler Artikel, Interviews und Betrachtungen in unserem „Leserclub“ (also durch eine Paywall geschützt) können wir diese leider nicht allen online zugänglich machen. Doch eben das ist unser Ziel.

Trotz aller Bemühungen seit nun 15 Jahren und seit 2015 verstärkt haben sich im Rahmen der „Freikäufer“-Kampagne der L-IZ.de nicht genügend Abonnenten gefunden, welche lokalen/regionalen Journalismus und somit auch diese aufwendig vor Ort und meist bei Privatpersonen, Angehörigen, Vereinen, Behörden und in Rechtstexten sowie Statistiken recherchierten Geschichten finanziell unterstützen und ein Freikäufer-Abonnement abschließen (zur Abonnentenseite).

Wir bitten demnach darum, uns weiterhin bei der Aufrechterhaltung und den Ausbau unserer Arbeit zu unterstützen.

Vielen Dank dafür und in der Hoffnung, dass unser Modell, bei Erreichen von 1.500 Abonnenten oder Abonnentenvereinigungen (ein Zugang/Login ist von mehreren Menschen nutzbar) zu 99 Euro jährlich (8,25 Euro im Monat) allen Lesern frei verfügbare Texte zu präsentieren, aufgehen wird. Von diesem Ziel trennen uns aktuell 350 Abonnenten.

Alle Artikel & Erklärungen zur Aktion Freikäufer“

Schlobachs Hof
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Aktueller Monitoringbericht zur Situation der Kultur: Auch in Leipzig drohen hohe Verluste
Rüdiger Wink, Professor für Volkswirtschaftslehre an der HTWK Leipzig. Foto: Johannes Ernst/HTWK Leipzig

Foto: Johannes Ernst/HTWK Leipzig

Für alle LeserBesonders hart treffen die Verfügungen zur Corona-Pandemie-Bewältigung den Kulturbereich. Gerade hier sind tausende Solo-Selbstständige unterwegs, deren Auftritte und Projekte reihenweise abgesagt sind. Ein Monotoringbericht hat jetzt untersucht, mit welch großen Verlusten unsere Gesellschaft im Kulturbereich rechnen muss. Es trifft freilich nicht alle gleich, stellt auch ein Leipziger Forscher fest.
SPD-Fraktion beantragt 20 Millionen Euro extra Kapital für die L-Gruppe, um die Verkehrswende zu finanzieren
Gleisbau der LVB - hier in Lindenau. Archivfoto: Marko Hofmann

Archivfoto: Marko Hofmann

Für alle LeserWas der Oberbürgermeister da jetzt als Vorlage zur Umwandlung des Gesellschafterdarlehens der Stadt Leipzig an die Stadtholdiung LVV in Eigenkapital vorgelegt hat, hat bei der SPD-Fraktion im Stadtrat gelindes Unbehagen ausgelöst. Beschlossen hat der Stadtrat die Umwandlung schon im Mai 2019. Auch mit der konkreten Auflage, Geld für wichtige Verkehrsinvestitionen anzusparen. Aber das ginge nun nicht mehr, heißt es in der OBM-Vorlage.
Gutverdiener verursachen mehr CO2-Emissionen und werden bei der Steuer trotzdem bevorzugt
Unterschiedliche Steuerlast für Privat-Pkw und Firmenwagen. Grafik: Öko-Institut

Grafik: Öko-Institut

Für alle LeserWenn man genauer hinschaut, sieht man etwas, was in der deutschen Klimapolitik fast immer ausgeblendet wird: Dass selbst im reichen Deutschland die ärmeren Bevölkerungsteile viel weniger zur Klimazerstörung beitragen als die reichen. Aber die Diskussion und die Politik werden von den Reichen bestimmt. Sie sollten deshalb auch die Kosten tragen, findet auch das Öko-Institut e. V.
Und wenn die Welt voll Teufel wär: Luthers aufregende Reise zum Reichstag nach Worms
Klaus-Rüdiger Mai: Und wenn die Welt voll Teufel wär. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserVieles ist auf einen markigen Spruch eingedampft in der Erinnerung an Martin Luther. Sein Auftritt in Worms auf dem Reichstag zum Beispiel auf dieses legendäre: „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders.“ Als wenn das so leicht gewesen wäre. Und als wenn es eine schnurgerade Linie vom Thesenanschlag in Wittenberg 1517 zum Wormser Reichstag gegeben hätte. Aber der Weg nach Worms war kurvenreich. Und auch Dr. Martin Luther ahnte 1517 nicht, wo er 1521 landen würde.
Gewaltverbrechen im Leipziger Auwald: Kumpel des Angeklagten hegte sofort einen Tatverdacht
Der mutmaßliche Mörder Edris Z. (31) beim Prozessauftakt. Foto: Lucas Böhme

Foto: Lucas Böhme

Für alle LeserAm Freitag wurde vor dem Leipziger Landgericht weiter gegen den mutmaßlichen Mörder vom Leipziger Auwald verhandelt. In der Zeugenvernehmung kam unter anderem ein langjähriger Freund des Angeklagten Edris Z. zu Wort, der diesen schon kurz nach dem Verbrechen im Verdacht hatte.
Freitag, der 27. November 2020: Corona-Verharmlosung im Erzgebirge
Man sieht es nicht, aber auch im Erzgebirge ist das Coronavirus unterwegs. Foto: Oimheidi, Pixabay

Foto: Oimheidi, Pixabay

Für alle LeserEin Bürgermeister im Erzgebirge vertritt die Auffassung, dass die „allermeisten“ Corona-Erkrankten keine Symptome hätten. Vielleicht erklärt das die „Spitzenposition“ des Erzgebirges in Sachsen. Außerdem: Die IG Fortuna hat den Zuschlag beim „Kino der Jugend“ erhalten und Michael Ballweg antwortet auf unsere Fragen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Freitag, den 27. November 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
50-Kilometer-Weltrekordversuch verschoben: Marcus Schöfisch geht erst im Dezember aufs Laufband
Marcus Schöfisch hat nun drei Wochen mehr Zeit für die Vorbereitungen. Foto: Lauftraining.com

Foto: Lauftraining.com

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 85, seit 20. November im HandelEigentlich wollte Marcus Schöfisch jetzt bereits einen nagelneuen Weltrekord in der Tasche haben. Wie in der letzten LZ-Ausgabe berichtet, hatte der Leipziger für vergangenen Sonntag den Angriff auf den Bestwert über 50 Kilometer auf dem Laufband angekündigt. Doch das Vorhaben konnte noch nicht stattfinden. Die Leipziger Zeitung (LZ) hat beim 33-jährigen Athleten nachgefragt.
Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #54
The Courier-Journal, Louisville, Kentucky, Seite 9 vom 4. Januar 1885. Quelle: newspapers.com

Quelle: newspapers.com

Für alle LeserBlack Friday. Großer Ausverkauf heute. Donald kündigt an, das Weiße Haus zu verlassen. Melania kündigt nichts an, wird Donald aber trotzdem verlassen. Allerdings erst wenn der Black Friday Sale vorbei und sie aus dem Weißen Haus raus ist. Da aber niemand – nicht mal das Weiße Haus – weiß, wo der Black Friday Sale eigentlich herkommt, kündige ich hiermit an, den Anlass, den Ort und die Zeit für diesen seltsamen Tag hier und heute zu nennen.
Schluss mit dem Kahlschlag: Kommunen sollen über den kommunalen Baumschutz wieder selbst entscheiden können
Gefällter Baum in Connewitz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNoch ist es nicht beschlossen, sondern gab es am Donnerstag, 26. November, erst einmal die Anhörung zum neuen sächsischen Naturschutzgesetz, das die schlimmsten Fehler der Gesetzesänderung von vor zehn Jahren reparieren soll. Im Zentrum steht dabei der Passus, der das Fällen tausender Bäume auf Privatgrundstücken möglich gemacht hatte unter dem Label „weniger Bürokratie“.
Große Pandemiemüdigkeit: Auch die Psyche leidet unter der Verunsicherung durch Corona
Prof. Dr. Hannes Zacher. Foto: Swen Reichhold / Universität Leipzig

Foto: Swen Reichhold / Universität Leipzig

Für alle LeserSeit acht Monaten geht das nun so. Mal wird gelockert, dann wieder verschärft. Meistens trifft es immer wieder dieselben Berufsgruppen und Branchen. Da kann niemand mehr planen. Und das zehrt an der Psyche. Eine zunehmende „Pandemiemüdigkeit“ beobachtet der Leipziger Arbeitspsychologe Prof. Dr. Hannes Zacher.
Jetzt werden die Dienstwagen der Leipziger Bürgermeister/-innen wieder mal ein Thema für den Stadtrat + Update
Schon 2011 testete OBM Burkhard Jung den damals neuen E-BMW. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserLeipzig hat nicht ohne Grund 2019 den Klimanotstand ausgerufen. Die Zeit, dass die Welt die Kurve kriegen muss, um überhaupt noch ein halbwegs erträgliches Klima zu sichern, läuft ab. Und das bedeutet nun einmal: Verhaltensänderungen auf allen Ebenen. Auch ganz oben. Aber selbst die regelmäßigen Untersuchungen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zu den Dienstwagen der Ministerinnen und Minister bewirken kaum eine Änderung. Und wie sieht das mit Dienstwagen in Leipzig aus?
Doppelhaushalt 2021/2022: Die wichtigsten Investitionsprojekte können jetzt in einer interaktiven Karte gefunden werden
Karte mit den Investitionsprojekten 2021 / 2022. Screenshot: L-IZ

Screenshot: L-IZ

Für alle LeserAm Dienstag, 24. November, hat Leipzigs Finanzbürgermeister Torsten Bonew dem Leipziger Stadtrat den Haushaltsplanentwurf für die Jahre 2021 und 2022 vorgelegt. Für jedes Jahr enthält er ein Gesamtvolumen von 2 Milliarden Euro. Es werde keine Kürzungen geben, betonte Bonew in seiner Stadtratsrede. Aber mit entsprechenden zusätzlichen Kreditaufnahmen um die 200 Millionen Euro bis 2022 müsse die Stadt rechnen.
Michael Ballweg zum 21. November in Leipzig: Halbe Distanzierungen und geschraubte Gegenfragen + Video & Bildergalerie
Michael Ballweg am 7. November in Leipzig per Videoeinspielung dabei. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDass der ehemalige Unternehmer Michael Ballweg ein Freund der freien Presse wird, steht auch in Zukunft kaum zu erwarten. Vielleicht liegt es am Oberlehrer-Tonfall gegenüber langjährigen Journalisten, den seine Anhänger offenbar als „widerständig“ verstehen. Oder seinem Hang zu devoten Fan-TV-Machern auf Youtube, die ihm unangenehme Nachfragen stets ersparen. In jedem Fall aber wohl an der Art, wie er einer normalen, schriftlichen L-IZ.de-Presseanfrage vom 23. November gegenübertritt, welche auch im Interesse des Stuttgarter „Querdenkers“ selbst erfragen möchte, wie die „Querdenken“-Bewegung zu den Vereinnahmungsversuchen von Rechtsextremisten am 21. November 2020 in Leipzig steht. Gar nicht, könnte man die Antworten des Bewegungs-Initiators Ballweg an die L-IZ.de überschreiben.
Wolfgang Rischer zum Fünfundachtzigsten: Ein ganz persönliches Poesiealbum für den Dichter aus dem Grenzgebiet
Poesiealbum neu: Wolfgang Rischer zum Fünfundachtzigsten. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEigentlich passt kaum etwas so gut in diese Zeit des zuweilen erzwungenen Stillehaltens wie Gedichte. Jene meist kurzen und knappen und dichten Texte, die sich erst richtig erschließen, wenn man sich Zeit und Aufmerksamkeit für sie nimmt. Ja, genau das, was einigen Leuten so schreckliche Kopfschmerzen bereitet, weil sie das mit sich selbst konfrontiert. Dabei wird die Welt für uns so erst ahnbar. Wie in den Gedichten Wolfgang Rischers.
Donnerstag, der 26. November 2020: Innenausschuss diskutiert über das „Fahrradgate“
Sachsens Innenminister Dr. Roland Wöller (CDU). Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDie heutige Sitzung des Innenausschusses des sächsischen Landtages hat offenbar nicht viel geändert: Linke fordern wegen des „Fahrradgate“ weiter den Rücktritt des Innenministers, Grüne und SPD äußern Kritik an Polizei und Ministerium. Außerdem: In Leipzig klettert der Corona-Inzidenzwert über 100. Die L-IZ fasst zusammen, was am Donnerstag, den 26. November 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.