Nicht einmal der Stadtbezirksbeirat Süd wurde in die veränderten Planungen zum Anbau der Apollonia-von-Wiedebach-Schule einbezogen

Für alle LeserKommunikation ist nicht die Stärke der aktuellen Leipziger Verwaltungsspitze, nicht einmal dann, wenn es um Kostenzuwächse von mehreren Millionen Euro geht und völlig veränderte Baupläne wie bei der Apollonia-von-Wiedebach-Schule in Connewitz. Und die Corona-Ausnahmesituation kann dafür keine Ausrede sein, denn das Dezernat Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule wusste seit August 2019, dass sich beim geplanten Erweiterungsbau für die Oberschule fast alles geändert hatte.
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Dass also nicht nur alle Auskünfte von 2017 hinfällig waren, nach denen der Erweiterungsbau für die dreizügige Schule an der Stirnseite zur Scheffelstraße entstehen sollte, sondern auch der Stadtratsbeschluss von 2018, demgegenüber sich der Bau noch einmal um 3 Millionen Euro verteuert hat.

Damals lautete der Beschluss noch so: „Apollonia-von-Wiedebach-Schule (Anbau mit 6 allg. Unterrichtsräumen)“. Aber dann kam es 2019 zu dem großen Wasserschaden, der einen großen Teil des alten Schulgebäudes in Mitleidenschaft zog. Was nicht nur Planungen für eine umfassende Sanierung des alten Baus erzwang. Die Planer gingen gleich zwei Schritte weiter und planten auch im Altbau Modernisierungen und einige neue Raumschnitte. Und bei der Gelegenheit planten sie auch den Anbau neu – auch weil die Oberschule schon jetzt überlaufen ist und statt 500 bis zu 800 Kinder hier unterkommen müssen.

Also plante man gleich acht neue Unterrichtsräume (statt nur sechs) und dazu auch noch eine geräumige Mensa. Das wäre in einem Anbau an der Scheffelstraße nicht unterzukriegen gewesen. Also suchten die Planer einen Platz auf dem von Dutzenden geschützten Bäumen bestandenen Hof. Erst als davon etliche in einer Hauruckaktion Ende Februar gefällt wurden, wurde auch den Nachbarn im benachbarten Haus der Demokratie klar, dass sich hier gewaltig etwas geändert hatte.

Nur: Es gab dazu keine Informationen. Auch nicht zu den Baumfällungen.

In einem Eilbeschluss Ende April gab Oberbürgermeister Burkhard Jung Grünes Licht für das Doppel-Bauprojekt (Sanierung des Altbaus und den Anbau). Die Beschlussunterlagen für den Stadtrat wurden am Montag, 4. Mai veröffentlicht.

„Der Erweiterungsbau gliedert sich in östlicher Richtung längsseitig in der mittleren Gebäudeachse des Bestands an und ist als eigenständiger Kubus geplant. Über einen verglasten Steg ist der Neubau im Erdgeschoss bis zum 2. Obergeschoss mit dem Bestandsgebäude verbunden. Der Erweiterungsbau mit vier Vollgeschossen nimmt die Traufkante des Hauptgebäudes auf und hat eine Höhe von 19,00 m. Die Außenmaße des quadratischen Grundrisses betragen 20,64 m x 20,64 m.

Dies ergibt eine Grundfläche von insgesamt 426 m². Die Bruttogeschossfläche von Neubau inklusive der Stege zum Bestand beträgt insgesamt 2.037 m². Der Anbau rückt 8,00 m von dem Bestandsgebäude ab, sodass dieser weiterhin ausreichend belichtet wird“, kann man da lesen.

„Erschlossen wird der Neubau über einen Eingang am südlich gelegenen Pausengarten und über den Treppenraum an der Ostseite des Gebäudes. Eine Zufahrt für die Anlieferung ist an der Scheffelstraße von Norden geplant.“

Und dann kommt die Frage: Warum steht der Bau mitten auf dem Schulhof? Und warum wurden die Nachbarn nicht einmal befragt zur Entscheidungsfindung, denn auch die oben abgebildete Bauskizze zeigt ja, dass der Bau auch ziemlich nah ans Haus der Demokratie rückt.

Der Schulhof der Apollonia-von-Wiedebach-Schule am 28. Februar. Foto: Ralf Julke

Der Schulhof der Apollonia-von-Wiedebach-Schule am 28. Februar. Foto: Ralf Julke

Aber da blieben Leipzigs Ämter lieber unter sich: „Hinsichtlich der Platzierung des Erweiterungsbaus auf dem Grundstück wurden verschiedene Varianten geprüft, auch um hinsichtlich des historischen Baumbestandes auf dem Schulhof einen möglichst großen Erhalt zu ermöglichen. Aus denkmalschutzrechtlicher sowie erschließungs- und belichtungstechnischer Sicht wurde der dargestellte Standort dabei favorisiert. Zudem wären in allen untersuchten Varianten etwa gleich viele historische Großbäume betroffen gewesen.“

Förderantrag schon im August gestellt

Und spätestens im Sommer 2019 waren all diese Pläne fertig. Mitsamt der Kostenabschätzung, die eine Steigerung der Investitionskosten von 4,5 auf 8 Millionen Euro bedeutete. Was nicht nur mit der starken Raumerweiterung zu tun hat, sondern auch mit dem geplanten energiesparenden Standard (Energieeffizienzhaus 55). Als Passivhaus wäre der Bau noch 1 Million Euro teurer geworden.

Und diese Kostenkalkulation lag dem Förderantrag an den Freistaat zugrunde, der schon am 28. August 2019 eingereicht wurde.

Auch das betont die Vorlage für den Stadtrat: „Hinsichtlich der vorgesehenen Fördermittel i. H. von 2.850.000 € ist der Zuwendungsbescheid ausstehend. Der Antrag erfolgte am 28.08.2019. Daher stehen die geplanten Fördermittel in den Haushaltsjahren 2019 i. H. von 1.425.000 € sowie 2020 i. H. von 1.140.000 € nicht zur Verfügung. Mit der im Haushaltsjahr 2021 vorgesehenen Einzahlung i. H. von 2.850.000 € werden diese fehlenden Einzahlungen ausgeglichen. Es wird mit Mehreinzahlungen i. H. von 285.000 € gegenüber den bisher geplanten Einzahlungen gerechnet.“

Leipzig muss also auch hier in Vorleistung gehen, hoffend, dass der Freistaat den Fördermittelantrag doch noch positiv bescheidet.

Dass die Stadtverwaltung freilich nicht mal im Herbst fertigbrachte, die Anlieger über das völlig veränderte Projekt zu informieren, ist peinlich. Und es passt schlicht nicht zu all den vollmundigen Versprechen für mehr Bürgerbeteiligung in Leipzig. Die beginnt nun einmal damit, dass die wesentlichen Betroffenen frühzeitig informiert werden.

Aber noch am 19. November 2019 wurde selbst der Stadtbezirksbeirat mit einem Sachstandsbericht zu den Schulbaumaßnahmen beschäftigt, in dem noch der alte Baubeschluss von 2018 erwähnt wurde, beim Baubeginn noch 2019 und ein Kostenrahmen von 4,5 Millionen Euro. Und auch im Februar, als sich der Stadtbezirksbeirat wieder mit dem Sachstand bei den Schulbauten beschäftigte, stand in der vom Schulamt vorgelegten Übersicht der alte Beschluss von 2018.

Und das, obwohl die neuen Pläne längst fertig waren.

Dass diese langen Tabellen nicht wirklich Übersicht gaben, kritisierte der Stadtbezirksbeirat diesmal sogar im Protokoll: „Einbringung der Vorlage erfolgt durch Frau Weber (Koordinatorin Schulausbau)

– 2024 soll bei den Oberschulen ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Bedarf und Abdeckung erreicht sein

– Hinweis zu Anlage 3: es werden Ergänzungen in der Anlage zur Abdeckung durch die Förderschulen gewünscht

– Hinweis zu Anlage 6: Übersicht sollte besser aufbereitet werden: eine stringente Benennung der Schulen, bzw. eine Anordnung nach Schultyp wären sinnvoll“.

Anlage 6 war der Vorhabenplan für 2020. Die Apollonia-von-Wiedebach-Schule taucht dort freilich nicht auf und sie scheint in der Sitzung auch nicht erwähnt worden zu sein, obwohl noch im selben Monat die Bäume im Schulhof gefällt wurden. Einem Schulhof, der übrigens in diesem Frühjahr erst aufgewertet werden sollte. Denn da gibt es einen Sondertopf, in dem 15.000 Euro für die „Umgestaltung Teil 2 Schulhof“ vorgesehen waren.

Bürgerbeteiligung „nicht nötig“

Und noch spannender wird’s mit der Märzsitzung. Da stellte die Verwaltung zwar die Pläne zur Sanierung des Altbaus vor, ging aber mit keinem Wort darauf ein, dass ein völlig veränderter Anbau geplant war, der auch die komplizierte Schulspeisungssituation entschärft, die am 4. März im Stadtbezirksbeirat auch noch rauf und runter diskutiert wurde:

„Herr Seufert gibt eine Einführung in die Vorlage.

– wiederkehrende Wassereintritte durch Starkregen und marode Grundleitungen hatten zu starken Beeinträchtigungen und Schimmelbefall geführt, nun ist eine umfassende Sanierung des Untergeschosses erforderlich.

– Anmerkung zur Vorlage von Frau Elias, sie begrüßt die räumliche Aufteilung, wie sie im Plan der Vorlage skizziert wurde.

– Kritischer Hinweis von Frau Elias, dass die Schülerspeisung bei nur 156 Plätzen zu viele Durchgänge benötigt, Antwort: die Speisung wird in 4 Durchgängen durchgeführt werden.

– Die Nachfrage von Frau Elias wo und wie auf dem Schulgelände die Baustelle eingerichtet wird, konnte zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beantwortet werden

– Auf die Nachfrage von Herrn Schreiber zur Nutzbarmachung des Dachgeschosses wurde geantwortet, dass dies geprüft wurde, aber aufgrund der räumlichen Gegebenheiten kaum möglich sei.“

Und besonders spannend wird es bei der Nachfrage von Stadtbezirksbeirat Marco Rietzschel (SPD), der sich darüber wunderte, „dass in der Vorlage bei Bürgerbeteiligung ,nicht nötig‘ vermerkt wurde“ und sich fragte, „inwieweit eine Beteiligung der Schüler geplant sei, diese sollen bei der Farbgestaltung mit einbezogen werden“.

Antworten hat er darauf augenscheinlich keine bekommen. Geplanter Baubeginn ist im Sommer 2020. Fertig sein soll der Bau im 1. Quartal 2022.

Die Stadt will die Apollonia-von-Wiedebach-Schule schon ab dem Sommer sanieren und um einen Neubau im Schulhof erweitern

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