Petition zum Verkehr am Bayerischen Quartier: Das Verkehrsdezernat sieht keinen Grund, einen Verkehrskollaps zu befürchten

Für alle LeserMit ziemlicher Besorgnis wandten sich im Februar Bewohner/-innen aus der Südvorstadt mit einer Petition an den Stadtrat, die einen befürchteten Verkehrskollaps am neu entstehenden Wohnquartier am Bayerischen Bahnhof verhindern sollte. Drei Bürgerforen hatten die Befürchtungen nicht entkräftet, sondern sogar noch befeuert, obwohl aus Sicht des Dezernats Stadtentwicklung und Bau mit chaotischen Parkverhältnissen eigentlich nicht zu rechnen ist.

Denn in den Planungen habe man sich intensiv auch mit dem Thema Pkw-Nutzung beschäftigt, erläutert das Dezernat jetzt in seiner Stellungnahme zur Petition: „Geplant sind ca. 1.600 Wohnungen für etwa 2.700 Einwohner. Bis Mitte 2022 sollen die Grundschule an der Kurt-Eisner-Straße gebaut werden sowie 330 Kita-Plätze (2 Kitas) im Bereich der ehemaligen Konservenfabrik „Gurken-Schuhmann“ sowie in dem neuen Wohnquartier an der Lößniger Straße entstehen. Darüber hinaus werden Flächen für ca. 150.000 m² für Büro- und gewerbliche Nutzung (vorrangig südlich der Kurt-Eisner-Straße/Semmelweisstraße) vorgehalten.

Das neue Wohnquartier an der Lößniger Straße soll als autoreduziertes Quartier mit umweltverträglichen und innovativen Mobilitätsformen entwickelt werden. Entlang der Bahntrasse wird ein neuer öffentlicher Stadtteilpark entstehen, der bis in die angrenzenden Stadtquartiere ausstrahlt und vielen Menschen Erholungs- und Bewegungsmöglichkeiten bietet. Dabei werden Geh- und Radwege in Nord-Süd-Ausrichtung angelegt sowie Querungsmöglichkeiten zwischen der Südvorstadt und dem Zentrum-Südost für Fußgänger und Radfahrer geschaffen.

Die Anbindung an die verlängerte Brücke Steinstraße südlich der Kurt-Eisner-Straße/Semmelweisstraße wird ermöglicht. Auf die Umsetzung umfassender stadtökologischer Anforderungen und Qualitäten legen Vorhabenträger und Stadt Leipzig großen Wert. Für das neue Wohnquartier (Teilbereich an der Lößniger Straße) ist die Aufstellung eines gesonderten Bebauungsplanes notwendig. Die Umsetzung und Realisierung in Bauabschnitten in den einzelnen Teilgebieten wird voraussichtlich bis ca. 2030 erfolgen.“

Aber – so die Befürchtung – dann kommt es eben doch zu mehr Pkw in diesem Gebiet.

2022 soll es ein Konzept zum ruhenden Verkehr geben

Das habe man bedacht, teilt das Verkehrsdezernat mit: „Für das neue Stadtgebiet und damit auch für die angrenzenden benachbarten Stadtteile ist folgender Weg vorgesehen: Auf der Grundlage der Mobilitätsstrategie 2030 wird der Oberbürgermeister beauftragt, dem Stadtrat bis Anfang 2022 ein langfristiges Konzept zum ruhenden Verkehr vorzulegen, welches Leitlinien und Empfehlungen für bestehende Stadtstrukturtypen und Entwicklungsgebiete enthält. Dabei werden die erarbeiteten Verkehrs- und Mobilitätskonzepte berücksichtigt.

Im Ergebnis ist eine geringfügig höhere Verkehrsbelastung (Kfz) auf der Lößniger Straße und in der Kurt-Eisner-Straße zu erwarten, nicht jedoch in einem Maße, das zu Gesundheitsbeeinträchtigungen oder Staus bis hin zu „Verkehrsinfarkten“ führt. Hierzu trägt gerade die Entwicklung der Flächen als autoreduziertes Wohnquartier bei.

Die Haupterschließung in das Quartier erfolgt über die Kurt-Eisner-Straße (als verlängerte Altenburger Straße). Für die Bewohner des Quartiers, die Kunden der ortsansässigen Geschäfte und die Beschäftigten der Kita wird eine ausreichende Stellplatzzahl in drei Tiefgaragen im Quartier bereitgestellt. Die Tiefgaragen können über kurze Wege direkt am Quartiersrand erreicht werden, wodurch Kfz-Fahrten im Quartier und auch in den angrenzenden Bestandsquartieren reduziert werden sollen.

Die Zufahrten für die Tiefgaragen sind gebündelt: eine TG-Zufahrt am Anfang der Kohlenstraße, eine in der neuen Erschließungsstraße (verlängerte Altenburger Str.) und eine TG-Zufahrt in der Kurt-Eisner-Straße. Die Tiefgaragen erstrecken sich jeweils unter den Baublöcken und sind im Bereich der öffentlichen Straßen mit Verbindungstunneln unterirdisch miteinander verbunden. So können die Quell- und Zielverkehre zu den Tiefgaragen an Punkten nahe dem Quartiersrand gebündelt werden, was Fahrten innerhalb des Quartiers und in angrenzenden Bestandsquartieren deutlich reduziert. Damit werden unnötige Fahrten in die Tiefe des Stadtgebietes der Südvorstadt hinein vermieden.“

Nicht noch mehr oberirdische Stellplätze

Die Petition hatte mehr Stellplätze im Quartier gefordert, damit die künftig dazukommenden Autos nicht die Straßen westlich der Lößniger zuparken. Aber das sei nicht nötig, betont das Baudezernat: „Alle erforderlichen Stellplätze für das Quartier werden in den Tiefgaragen nachgewiesen. Zusätzlich zu den nachweispflichtigen Stellplätzen werden oberirdische Stellplätze im Quartier angeboten, sollen jedoch nur im stadtplanerisch vertretbaren Maß hergestellt werden. Sie sollen nicht als Langzeitparkplätze genutzt werden, sondern vordergründig von Nutzergruppen, wie Kunden, Lieferdiensten und sozialen Diensten, genutzt werden.

Auf der Haupterschließungsstraße (nördliche Verlängerung der Altenburger Straße) und den Nebenstraßen zwischen einzelnen werden ebenerdig Stellplätze im Straßenraum eingeordnet. Diese dienen vor allem Lieferdiensten, sozialen Diensten, Handwerker und sonstigen Kurzzeitbesuchern des Quartiers zum Parken. Weitere Stellplatzbedarfe entstehen durch die Hol- und Bringe-Verkehre der Kita sowie durch Besucher der Quartiersbewohner. Für beide Nutzergruppen soll durch Umgestaltung bzw. Querschnittsänderung auf der Lößniger Straße und der Kohlenstraße der notwendige Stellplatzbedarf im zukünftig öffentlichen Straßenraum geschaffen werden.

Ein Angebot von noch mehr Stellplätzen – wie in der Petition gefordert – ist auf Grundlage der politischen Willensbildung des Stadtrates – auch postuliert mit dem Stadtratsbeschluss zur Leipziger Stellplatzsatzung nicht ableitbar. Dies würde im Quartier zu zusätzlicher Versiegelung, Verlust der Aufenthaltsqualität und zur Erhöhung der Baukosten führen (z. B. durch zweite Tiefgaragen-Ebene) und somit die zu erwarteten Kosten für die Mieter erhöhen sowie die Emission durch Lärm und Abgase ebenfalls erhöhen.“

Auch die „Elterntaxis“ werden eher nicht durch die Lößniger fahren

Aber auch die kühnen Zahlen aus der Petition nimmt das Dezernat unter die Lupe, denn die hatte 7.000 neue Bewohner im Quartier befürchtet. Was aber nicht stimmt, so das Dezernat: „Wie vorn erwähnt, werden im gesamten Stadtraum ca. 1.600 Wohnungen entstehen (an der Kohlenstraße, im Quartier Lößniger Straße, am Dösner Weg). Das bedeutet mit einer für eine typische Normwohnung evaluierten durchschnittliche Einwohnerzahl für den Geschosswohnungsbau in der inneren Stadt von 1,7 Einwohner je Wohnung = ca. 2.700 Bewohner zwischen Portikus und Kurt-Eisner-Straße.“

Und auch die neuen Schulen werden an der Lößniger Straße nicht für mehr Verkehr sorgen, denn: „Der Schulcampus Dösner Weg wird östlich der Bahntrasse errichtet, die Grundschule südlich der Kurt-Eisner-Straße; eine Anbindung über die Kohlen-/ Lößniger Straße ist daher nicht gegeben. Der überwiegende Teil der Schüler kommt nicht mit dem Kfz zur Schule, die Erreichbarkeit über ÖPNV (S-Bahn, Bus) ist gegeben. Der An-/Abfahrtsverkehr der Schüler/Schulpersonal setzt der Gutachter und die Verwaltung mit 800 KfZ/24 Stunden an und kann daher nicht als Belastung der Anwohner der Kohlen-/Lößniger Straße angesehen werden.“

Warten auf den Gleisausbau der LVB

Bleibt noch die Frage: Müssen denn die neuen Bewohner mit dem Auto fahren? Viele werden wahrscheinlich sogar ganz darauf verzichten können.

„Die Darstellung der Verkehrsbelastung im Petitionstext ist irreführend. Die Lößniger-/Kohlenstraße ist nicht alleinige Erschließung des Wohnviertels, und die aufgeführten neuen Nutzungen werden nicht zu einer Überlastung der Kohlen-/Lößniger Straße führen“, betont das Planungsdezernat.

„Die Mehrheit der Bewohner wird andere Mobilitätsformen nutzen, da das Viertel als autoreduziertes Quartier errichtet wird. Details sind dem Verkehrs- und Mobilitätskonzept zum Stadtquartier Lößniger Straße (IVAS Ingenieurbüro für Verkehrsanlagen und -systeme, Dez. 2019) zu entnehmen, das im Rahmen der Beteiligung ausgelegt wird.“

Und etliche Bewohner werden natürlich die vorhandenen ÖPNV-Angebote nutzen: „Ein wesentlicher Bestandteil dieses Konzepts ist der Ausbau der Infrastruktur, um die Beförderungskapazitäten zu erhöhen. Hierzu gehören u. a. der barrierefreie Ausbau der Haltestellen, der Ausbau des bestehenden Straßenbahnnetzes so, dass die neuen 2,40 m breiten Fahrzeuge eingesetzt werden können und die Beseitigung von Engpässen, z. B. während der Stoßzeiten durch verschiedene Maßnahmen.

Hierzu gehören aber auch angedachte Netzerweiterungen und Untersuchungen auf sogenannten Freihaltetrassen, so z. B. die Trassenfreihaltung zwischen Könneritzstraße und Prager Straße über Schleußiger Weg – Kurt-Eisner-Straße – Semmelweisstraße. Die Trasse ist als Untersuchungsauftrag bis 2023 neben anderen Strecken in der Fortschreibung zum Nahverkehrsplan enthalten. In einem ersten Schritt sind Prioritäten festzulegen.“

Das hätte das Planungsdezernat auch schon gern beim vierten geplanten Bürgerforum erklärt. Aber das musste aufgrund der Allgemeinverfügung zu den Corona-Maßnahmen ausfallen.

„Nach dem Bürgerforum im September 2019, den Themenworkshops mit Beteiligung von Bürgern und Akteuren zu Stadtteilpark und Grün im November 2019 sowie zur Mobilität im Februar 2020 ist ein weiteres Bürgerforum geplant, das über den Planungsfortschritt und die Ergebnisse der Gutachten berichtet. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Verbreitung des Coronavirus‘ konnte das 4. Bürgerforum zum Stadtraum Bayerischer Bahnhof nicht wie geplant am 6. April 2020 stattfinden. Das Bürgerforum wird zu einem späteren, aktuell noch nicht nennbaren, Zeitpunkt nachgeholt.“

Leipzigs Verwaltung kündigt für 2022 schon einmal ein Parkraumkonzept für das gesamte Stadtgebiet an

Hinweis der Redaktion in eigener Sache

Natürlich werden auch die L-IZ.de und die LEIPZIGER ZEITUNG in den kommenden Tagen und Wochen von den anstehenden Entwicklungen nicht unberührt bleiben. Ausfälle wegen Erkrankungen, Werbekunden, die keine Anzeigen mehr schalten, allgemeine Unsicherheiten bis hin zu Steuerlasten bei zurückgehenden Einnahmen sind auch bei unseren Zeitungen L-IZ.de und LZ zu befürchten.

Doch Aufgeben oder Bangemachen gilt nicht ;-) Selbstverständlich werden wir weiter für Sie berichten. Und wir haben bereits vor Tagen unser gesamtes Archiv für alle Leser geöffnet – es gibt also derzeit auch für Nichtabonnenten unter anderem alle Artikel der LEIPZIGER ZEITUNG aus den letzten Jahren zusätzlich auf L-IZ.de ganz ohne Paywall zu entdecken.

Unterstützen Sie lokalen/regionalen Journalismus und so unsere selbstverständlich weitergehende Arbeit vor Ort in Leipzig. Mit dem Abschluss eines Freikäufer-Abonnements (zur Abonnentenseite) sichern Sie den täglichen, frei verfügbaren Zugang zu wichtigen Informationen in Leipzig und unsere Arbeit für Sie.

Vielen Dank dafür.

Bayerischer BahnhofPetition
Print Friendly, PDF & Email
 
7 Kommentare


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Leipzig Automobil: 140 Jahre Leipziger Auto-Geschichte und ein mutiger Blick in die mögliche Mobilitätszukunft
Kulturstiftung Leipzig (Hrsg.): Leipzig Automobil. F

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEigentlich ist ja „Jahr der Industriekultur“. Aber davon war aufgrund der Corona-Beschränkungen bislang wenig zu spüren. Außer, man besucht zum Beispiel die bis August verlängerte Ausstellung „Silber auf Glas“ im Stadtgeschichtlichen Museum, die eine Menge Fotos aus der frühen Zeit der Leipziger Industrialisierung zeigt. Oder man schnappt sich jetzt diesen Themen-Sonderband, den die „Leipziger Blätter“ herausbringen und der die Leipziger Automobilgeschichte einmal in hunderten Bildern und vielen Facetten zeigt.
Freitag, der 29. Mai 2020: Experten buddeln am Bahnhof und Tierschützer „schließen“ Filialen + Video
Fastfood-Filiale in der Leipziger Innenstadt nach der symbolischen Schließung. Foto: Animal Rebellion Leipzig

Foto: Animal Rebellion Leipzig

Für alle LeserIn der Nacht von Donnerstag auf Freitag gab es in der Leipziger Innenstadt viel Aktivität. Während Expert/-innen am Hauptbahnhof eine vermeintliche Bombe untersuchten, die sich als Brunnen herausstellte, starteten Tierschützer/-innen eine Aktion gegen Fastfood-Filialen. Rund um Zwickau wiederum war die Polizei gegen Neonazis aktiv. Die L-IZ fasst zusammen, was am Freitag, den 29. Mai 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Panometer Leipzig: Veränderte Öffnungszeiten ab 1. Juni
CAROLAS GARTEN mit Insektenmodellen. Foto: Tom Schulze © Panometer

Foto: Tom Schulze © Panometer

Ab Pfingstmontag, den 1. Juni 2020, verändern sich die Öffnungszeiten des Panometer Leipzig temporär für die kommenden Monate. Das Panorama CAROLAS GARTEN ist ab nächster Woche montags bis freitags von 10 – 16 Uhr und an Wochenenden und Feiertagen von 10 – 17 Uhr geöffnet.
Leipziger Forschungsergebnis: Frauen mit Neandertaler-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
Svante Pääbo mit dem Schädel eines Neandertalers. Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie

Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie

Für alle LeserEs war nur eine kleine Meldung, die das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie am Dienstag, 26. Mai, herausgab. Aber sie macht doch nachdenklich. Denn dass die späte Vermischung von modernen Menschen und Neandertalern vor ungefähr 47.000 bis 65.000 Jahren in Europa Folgen bis in unser Erbgut hatte, das haben schon mehrere Untersuchungen aus dem Institut belegt. Aber selbst auf die Fruchtbarkeit von Frauen soll eine kleine genetische Veränderung aus dem Erbe der Neandertaler Auswirkungen haben.
Die neue Leipziger Zeitung Nr. 79: Von Gier, Maßlosigkeit, Liebe und Homeschooling in Corona-Zeiten
Leipziger Zeitung Nr. 79: Liebe in Zeiten von Corona. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserZeitungen leben davon, dass sie den Blick schärfen, dass sie uns aufmerksam machen – und zwar ohne Geschrei, ohne das bunte Flackern im Internet und das dortige Gebuhle um Aufmerksamkeit. Zeitungen könnten der Ruhepol in einer zunehmend irrelaufenden Welt sein. Wenn sie denn nicht selbst auch noch anfingen, die Welt irre zu machen und jedes Problemchen zum Skandal aufbliesen, wie es die LVZ jüngst mit dem Brief einer empörten Mutter eines Schulkindes tat.
Im Juni soll der Stadtrat zum Entwurf des Bebauungsplans für den Wilhelm-Leuschner-Platz entscheiden
Die große Brachfläche Wilhelm-Leuschner-Platz / Markthallenviertel im Modell des Stadtplanungsamtes. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserLange hat der Stadtrat darauf gewartet. Am Dienstag, 26. Mai, gab das Dezernat Stadtentwicklung und Bau den Ratsfraktionen endlich den Entwurf des Bebauungsplanes Nr. 392 „Wilhelm-Leuschner-Platz“ in die Hände, nachdem Oberbürgermeister Burkhard Jung am 19. Mai schon seine Zustimmung gegeben hatte, dass der Entwurf endlich an die Öffentlichkeit darf. Jetzt bekommt man so eine Ahnung, wie sich die Stadt das künftige Quartier wirklich vorstellt.
Mitteldeutsches Bündnis entwickelt jetzt mit Bundesunterstützung ein Konzept für die Wasserstofftransferregion Leipzig
Teilnehmer zum Zukunftsworkshop H2-Chancendialog. Foto: Fraunhofer IAO

Foto: Fraunhofer IAO

Für alle LeserEs geht nicht nur um den „Wandel in strukturschwachen Regionen“, wenn das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Programm „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ jetzt das HYPOS-Projekt in der Region Leipzig fördert. Denn mit HYPOS wird Wasserstoff zum künftigen Energieträger in der Braunkohleregion, deren Ende spätestens 2035 eingeläutet wird, wahrscheinlich aber noch viel früher.
Im März und April ging die Stimmung der Leipziger Wirtschaft durch die Corona-Krise erst einmal in den Keller
Wie bewerten die Leipziger Unternehmen die sächsische Exit-Strategie? Grafik: IHK zu Leipzig

Grafik: IHK zu Leipzig

Für alle LeserDas hat reingehauen. Das hat die Weltwirtschaft so noch nicht erlebt, dass praktisch alle wichtigen Industrienationen fast zwei Monate ihre Wirtschaft herunterfahren, um den Ausbruch einer Pandemie in den Griff zu bekommen. Mit durchaus unterschiedlichem Erfolg. Sachsen ist dabei noch relativ glimpflich davongekommen. Aber zumindest im März und April sorgt der Shutdown für eine massive Eintrübung der Stimmung in der Wirtschaft.
Ökolöwe zur Zukunft des Auenwaldes: Die Leipziger Aue braucht exklusiven Schutz
Bärlauchblüte im Auenwald. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIn Deutschland sind 63 Prozent der zu schützenden Arten in einem ungünstigen Erhaltungszustand. 69 Prozent der geschützten Biotope sind in einem schlechten Zustand. Zu diesen ernüchternden Ergebnissen kommt der Bericht „Lage der Natur Deutschlands“, den das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) Mitte Mai veröffentlicht hat. Das betrifft auch den Leipziger Auenwald, zu dem der Stadtrat am 20. Mai endlich einen grundlegenden Beschluss gefasst hat.
Heute mal über Wissen und Bildung, Dunning und Kruger und die Gefühle von Wissenschaftler/-innen
Weil gerade kein tolles Nerd-Bild zur Hand war ... Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs gibt tatsächlich diese seltsamen Begegnungen, nicht nur bei diesen Hygiene-Demos, selbst in der Straßenbahn, wo eine doch schon etwas ältere, gartengebräunte und sehr von sich überzeugte Frau laut zu ihren beiden Schützlingen sagt: „Dass wir jetzt alle gechipt werden, ist jetzt offiziell. Das ist jetzt nämlich rausgekommen. Als Merkel kürzlich in China war ...“ Ja, was macht man da? Schreit man da vor Entsetzen? Oder guckt man lieber nach, ob man sein Handtuch dabei hat, um so schnell wie möglich wegzukommen, weil dieser Planet nicht mehr zu retten ist?
Donnerstag, der 28. Mai 2020: Stadtrat verurteilt, Untersuchung am Bahnhof, Demos zu Pfingsten
Rund um den Hauptbahnhof könnte es am Freitag eine Sperrzone geben. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserLeipzig stehen aufregende Tage bevor. Am Freitag wollen Feuerwehr und Kampfmittelbeseitigungsdienst ein Objekt am Bahnhof untersuchen, das eine Fliegerbombe sein könnte, und über Pfingsten sind zahlreiche „Corona-Demos“ geplant. Bereits heute tagte der Stadtrat. Zudem kündigte Leipzigs Ex-OBM Tiefensee seinen Abschied an. Die L-IZ fasst zusammen, was am Donnerstag, den 28. Mai 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
Der Stadtrat tagt: Verwaltung soll Planung der Eisenbahnbrücke über Geithainer Straße einleiten + Video

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDer Stadtrat hat am Donnerstag, den 28. Mai, zwei Anträge zur Geithainer Straße einstimmig beschlossen. Zum einen soll die Verwaltung die Planung und den Bau der Eisenbahnbrücke einleiten und zum anderen sich unter anderem dafür einsetzen, dass auch weitere Bauwerke entlang der Bahnstrecke saniert werden. Eine Mehrheit erhielt auch ein Antrag der Grünen, in dem es um eine mögliche Fahrradstraße geht.
Der Stadtrat tagt: Leipzig verurteilt Nutzung eines ehemaligen KZ-Außenlagers durch Neonazis + Video
Juliane Nagel (Linke) forderte eine offizielle Verurteilung der Stadt Leipzig zu den Nutzern der Kamenzer Straße. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDie Stadt Leipzig verurteilt die Nutzung des ehemaligen KZ-Außenlagers in der Kamenzer Straße durch Neonazis. Ein entsprechender Antrag wurde in der Ratsversammlung am 28. Mai mit großer Mehrheit beschlossen. Gegenstimmen kamen lediglich aus der AfD-Fraktion. Zudem soll sich die Stadt um ein intensiveres Gedenken an diesem Ort bemühen.
Provokation oder sinnvoller Weg? Marcus Weiss beantragt Tempo 30 im ganzen Stadtgebiet
Tempo 30 - hier vor der Lessingschule. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Stadtverkehr der Zukunft wird anders aussehen. Das machen mittlerweile nicht nur Städte wie Kopenhagen oder Amsterdam vor, wo Radfahrer/-innen seit Jahren bessere Bedingungen vorfinden. In der Coronakrise haben auch Städte wie Madrid, Paris und Brüssel den Schalter umgelegt. Gerade im Herzen der Stadt haben sie dem umweltfreundlichen Radverkehr endlich mehr Platz eingeräumt. Eine Entwicklung, an der auch Leipzig nicht vorbeikommen wird. Die Frage ist nur: Wie schnell geht's?
Der Stadtrat tagt: Die Fortsetzung der Mai-Sitzung im Livestream und als Aufzeichnung
Der Stadtrat tagt in der Kongresshalle am Zoo. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDer Stadtrat trifft sich am heutigen 28. Mai erneut zu einer Versammlung in der Kongresshalle am Zoo, nachdem die Tagesordnung vor acht Tagen nicht bewältigt werden konnte. Allein aus den Fraktionen gibt es noch rund 40 Anträge. Die L-IZ wird über ausgewählte Themen berichten. Ab circa 14 Uhr ist zudem ein Livestream verfügbar.