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Die Gloriosa der Thomaskirche läutet am Pfingstsonntag erstmalig wieder

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    Normalerweise kündigen Kirchen nicht extra an, wenn sie ihre Glocken läuten. Aber für die Thomaskirche ist Pfingsten 2020 etwas besonderes: Ihr ambitioniertes Glockenprojekt ist zumindest im ersten Abschnitt beendet. Die großen Glocken hängen in ihrer neu gebauten Aufhängung und können zu den hohen Feiertagen wieder geläutet werden, ohne dass es Folgen für das Bauwerk hat.

    Am Dienstag, 26. Mai, wurde der erste Bauabschnitt bei der Restaurierung des historischen Geläuts der Thomaskirche offiziell beendet. In Anwesenheit von Vertretern der Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Thomas, des Leipziger Planungsbüros Ritter-Müller, Gutachtern, ausführenden Baufirmen und Vertretern des Regionalkirchenamtes wurden die Arbeiten in der unteren Glockenstube noch einmal resümiert und begutachtet. Nach der erfolgreichen Abnahme beginnt nun mit der Erweiterung des Geläuts der zweite Bauabschnitt, zieht die Thomaskirchgemeinde vorläufige Bilanz.

    Im Zuge der Arbeiten in der unteren Glockenstube, die die beiden größten Glocken der Thomaskirche beherbergt, wurden die alten und gekröpften Stahljoche gegen gerade Holzjoche ausgetauscht. Dafür mussten die Gloriosa, die über fünf Tonnen wiegt und einen Durchmesser von zwei Meter hat, und die Hilliger-Glocke stillgelegt und abgenommen werden. Beide Glocken haben zudem neue Klöppel erhalten, wurden gereinigt und mit einer neuen Antriebstechnik versehen. Um die Schwingungen künftig optimal aufzunehmen, wurde zudem das Mauerwerk verstärkt.

    Die großen Glocken Gloriosa und Hilliger in den neuen Holzjochen. Foto: Thomaskirche - Bach e.V.
    Die großen Glocken Gloriosa und Hilliger in den neuen Holzjochen. Foto: Thomaskirche – Bach e. V.

    Die Kosten für den ersten Bauabschnitt betrugen knapp 210.000 Euro, die durch private Spenden, die der Verein Thomaskirche – Bach e. V. und die Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Thomas gesammelt haben, sowie durch Förderungen vom Amt für Bauordnung und Denkmalpflege der Stadt Leipzig, der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens und dem Freistaat Sachsen gedeckt wurden.

    Der im Jahre 1997 gegründete Thomaskirche – Bach e. V. gehört zu den erfolgreichsten Fördervereinen in Leipzig. Aktuell zählt er 347 Mitglieder weltweit. Mit den Spenden, die der Verein akquiriert, unterstützt er die Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Thomas bei der Erhaltung der Thomaskirche Leipzig und ermöglicht die Durchführung von Konzerten. Seit seiner Gründung hat der Verein die Kirchgemeinde bereits mit insgesamt sechs Millionen Euro unterstützt.

    Seinem Engagement ist es u. a. zu verdanken, dass die Thomaskirche Leipzig anlässlich des 250. Todestages von Johann Sebastian Bach vollständig restauriert werden konnte. Heute hilft der Verein, die Thomaskirche als Ort des Glaubens, des Geistes und der Musik zu erhalten und verschiedene Projekte, wie das aktuelle Glockenprojekt, zu finanzieren.

    Am Pfingstsonntag, 31. Mai, um 9:15 Uhr und 9:25 Uhr wird die Gloriosa nun erstmalig nach einem halben Jahr wieder läuten und hörbar verkünden, dass ein großer Schritt bei der Restaurierung des historischen Geläuts erfolgreich geschafft wurde, freut sich der Thomaskirche-Bach e. V.

    Die neuen Holzjoche für die Glocken der Thomaskirche Leipzig sind jetzt auf dem Turm

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