IAB prognostiziert Sachsen das Erreichen des Vorkrisenniveaus auf dem Arbeitsmarkt schon 2021

Für alle LeserAlles ändert sich. Auch in der Wirtschaft. Krisen machen nur sichtbar, was alles nicht mehr funktioniert. Dann greifen konservative Politiker zwar gern in den Milliardenschatz, um Krisenunternehmen zu retten. Aber das verzögert nur die überfälligen Veränderungen. In diesem Fall hin zu einer Wirtschaft, die endlich rauskommt aus dem fossilen Denken. Und die Zukunft nach Corona deutet sich schon ein bisschen an, meldet die Arbeitsagentur Sachsen.
Anzeige

Im kommenden Jahr könnte sich der sächsische Arbeitsmarkt wieder positiv entwickeln und Vorkrisenniveau erreichen. Nachdem die Forscher des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) für das Jahr 2020 eine Schrumpfung des realen Bruttoinlandsproduktes erwarten (minus 5,2 Prozent), könnte die Wirtschaftsleistung im nächsten Jahr wieder um 3,2 Prozent zulegen.

Das würde für Sachsen einen Rückgang der Arbeitslosigkeit und einen Anstieg der Beschäftigung bedeuten. Das geht aus der am Freitag, 9. Oktober, vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) veröffentlichten regionalen Arbeitsmarktprognose für das Jahr 2021 hervor.

„Die neuen IAB-Prognosen zur Arbeitsmarktentwicklung sehen gut aus. Denn die bis 2019 anhaltend positive Entwicklung auf dem sächsischen Arbeitsmarkt könnte sich nach der coronabedingten Pause in 2020 kommendes Jahr fortsetzen – wir könnten 2021 Vorkrisenniveau erreichen“, sagte am Freitag Reinhilde Willems, Geschäftsführerin operativ der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit.

„Voraussetzung ist, dass das weitere Infektionsgeschehen, eine mögliche Insolvenzwelle nach dem Auslaufen der Sonderregelungen zum Jahresende und anhaltende, internationale Handelskonflikte sich nicht signifikant am Arbeitsmarkt niederschlagen. Unabhängig vom weiteren Verlauf werden wir unser Versprechen halten – Leistungen zum Lebensunterhalt fließen, die Vermittlung in Ausbildung und Arbeit läuft und wir investieren auch künftig in die Weiterbildung der arbeitslosen und beschäftigten Menschen in Sachsen.“

Prognostizierte Entwicklung der Arbeitslosigkeit 2021. Grafik: IAB

Prognostizierte Entwicklung der Arbeitslosigkeit 2021. Grafik: IAB

Das IAB prognostiziert für Sachsen im Jahresdurchschnitt 2021 eine Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Bei einem prognostizierten Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3,2 Prozent könnte die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Freistaat von 2020 auf 2021 voraussichtlich um 0,6 Prozent oder rund 9.600 Personen steigen. Damit würden kommendes Jahr in Sachsen durchschnittlich 1,63 Millionen Frauen und Männer einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen.

Nachdem sich die Arbeitslosenzahl im Jahresdurchschnitt 2020 vor allem coronabedingt auf 125.000 Frauen und Männer erhöht, könnte sie sich im kommenden Jahr wieder reduzieren – um 16.100 auf 108.900 arbeitslose Menschen (minus 12,9 Prozent).

Die kräftigsten Beschäftigungsanstiege soll es in den Städten Leipzig und Dresden geben. Dort könnten im kommenden Jahr 4.900 (plus 1,8 Prozent) und 4.000 (plus 1,5 Prozent) zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Die beiden kreisfreien sächsischen Städte stehen damit im bundesweiten Ranking aller 156 Arbeitsagenturen auf Platz fünf und 16. Die fünf südwestsächsischen Arbeitsagenturregionen sind im bundesweiten Vergleich auffällig, weil sie zu den wenigen gehören, in denen es einen leichten Beschäftigungsabbau geben könnte.

Für alle elf Arbeitsagenturbezirke wird ein Rückgang der jahresdurchschnittlichen Arbeitslosigkeit 2021 prognostiziert, so die Arbeitsagentur Sachsen. Die kräftigsten Rückgänge der Arbeitslosigkeit werden für die Arbeitsagenturbezirke Riesa, Pirna und Freiberg beschrieben. Am geringsten ist voraussichtlich der Rückgang in der Stadt Leipzig mit minus 8,6 Prozent. Im bundesweiten Vergleich aller 156 Arbeitsagenturregionen liegt Riesa – der Landkreis Meißen – auf Platz eins.

Dort wird für 2021 der bundesweit kräftigste Rückgang der Arbeitslosigkeit vorhergesagt (minus 17,1 Prozent). Unter den TOP Ten sind fünf weitere sächsische Regionen zu finden. So werden für die Arbeitsagenturen Pirna (Platz drei), Freiberg (Platz fünf), Annaberg-Buchholz (Platz sieben), Chemnitz (Platz neun) und Dresden (Platz zehn) bundesweit mit die kräftigsten Rückgänge prognostiziert.

Die Fragezeichen

Was aber nicht unbedingt eine gute Nachricht ist, denn diese Rückgänge fußen vor allem auf demografischen Entwicklungen – fehlendem Berufsnachwuchs und anhaltender Abwanderung junger Arbeitskräfte in die Großstädte.

Das betont übrigens auch das IAB in seiner Pressemitteilung: „Für Bundesländer, in denen die Arbeitslosigkeit in den Jahren vor der Coronakrise stärker zurückgegangen ist, werden auch für das Jahr 2021 im Durchschnitt höhere Rückgänge der Arbeitslosigkeit vorhergesagt. Vor allem in den ostdeutschen Regionen spielt der demografisch bedingte Rückgang der Erwerbsbevölkerung eine Rolle. Dort war der Rückgang der Arbeitslosenzahlen bereits vor der Coronakrise relativ stark.“

Und dazu kommt der durchaus kritisch zu betrachtende Fokus des IAB, das die Arbeitslosenzahlen auf Grundlage des Bruttoinlandsprodukts hochrechnet und nicht branchengenau. Denn in einigen Branchen ist nicht ansatzweise mit einer Wiederbelebung im alten Maß zu rechnen – man denke nur an den Flugverkehr, die Gastronomie und an die Kulturveranstalter.

Und das Drama der Solo-Selbstständigen bildet sich in der Arbeitsmarktstatistik auch noch nicht vollständig ab. Viele Selbstständige werden mit dem Auslaufen der Corona-Hilfsprogramme die bittere Entscheidung treffen müssen, dass an Selbstständigkeit unter den aktuellen Bedingungen nicht mehr zu denken ist.

Womit unsere Gesellschaft auch einen Großteil des kreativen Potenzials verlieren wird. Aber das ist ein Faktor, mit dem sich die Arbeitsagenturen noch nie beschäftigen mussten. Job ist bei ihnen Job, und wenn aus Ladeninhabern und Musikern jetzt Packer und Verkäufer werden, ergibt das schöne Zahlen in der Statistik. Aber es erzählt eigentlich nichts über die Zukunftsfähigkeit des Landes. Zumindest nichts Gutes.

Hinweis der Redaktion in eigener Sache

Seit der „Coronakrise“ haben wir unser Archiv für alle Leser geöffnet. Es gibt also seither auch für Nichtabonnenten unter anderem alle Artikel der LEIPZIGER ZEITUNG aus den letzten Jahren zusätzlich auf L-IZ.de über die tagesaktuellen Berichte hinaus ganz ohne Paywall zu entdecken.

Unterstützen Sie lokalen/regionalen Journalismus und so unsere tägliche Arbeit vor Ort in Leipzig. Mit dem Abschluss eines Freikäufer-Abonnements (zur Abonnentenseite) sichern Sie den täglichen, frei verfügbaren Zugang zu wichtigen Informationen in Leipzig und unsere Arbeit für Sie.

Vielen Dank dafür.

ArbeitsmarktCoronakrise
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Finissage am Sonntag: „Andere Ansichten“ – Malerei & Skulptur
© Gerlinde Oppermann

© Gerlinde Oppermann

Am Sonntagnachmittag geht diese schöne Ausstellung zu Ende. Doch Sie haben noch die Möglichkeit an diesem Tag die Werke in der art Kapella zu erleben. Kommen Sie mit dem Kurator Axel Görig ins Gespräch und das selbstverständlich mit dem nötigen räumlichen Abstand.
AWO Sachsen schlägt Alarm: Eine Kürzung in den Schuldnerberatungsstellen wäre jetzt unverantwortlich
Ein kleines bisschen Geld. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs kam gar nicht gut an, als mit den beginnenden Haushaltsverhandlungen in der Regierungskoalition auf einmal Forderungen zu Kürzungen im Sozialbereich aufkamen. Das würde zum Beispiel auch die Finanzierung der 15 Schuldnerberatungsstellen der AWO betreffen. Und das in einer Zeit, wo – coronabedingt – deutlich mehr Sachsen in Einkommensprobleme und Finanzierungsschwierigkeiten rutschen. Menschen, für die niemand streikt. Machtlose Menschen.
Wie geht es jetzt weiter im Gebiet zwischen Volkmarsdorf und Bahngelände?
Das Gebiet der Schulze-Delitzsch-Straße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWie weiter im Norden des Leipziger Ostens? In jenem Gebiet, das noch heute von seiner engen Verbindung mit der Bahn und dem Gleisvorfeld des Hauptbahnhofs berichtet, das heute aber eher aussieht wie ein Fransenteppich mit Löchern. Auch hier könnte doch endlich eine ordentliche Bauleitplanung dafür sorgen, dass dieses Gebiet zu einem lebendigen Teil der Stadt wird, beantragte die Grünen-Fraktion im Juni. Jetzt bekommen die Grünen Schützenhilfe von der CDU-Fraktion, auch wenn alles ein bisschen komplizierter ist.
NABU Sachsen kritisiert: Der Europäische Green Deal droht zur Bruchlandung zu werden
Rapsfeld bei Leipzig. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserWie viele Entscheidungen gab es eigentlich in der letzten Zeit, bei denen die politischen Gremien endlich verantwortungsvoll auf Klimakrise und Artensterben hätten reagieren können? Und jedes Mal geriet das Ganze zur Farce, setzen sich die alten, finanzstarken Lobbygruppen durch. So auch bei der Abstimmung zur EU-Agrarpolitik, die auch die nächsten Jahre den Löwenanteil der GAP-Gelder in eine klimazerstörende Landwirtschaftspraxis fließen lässt. Der NABU Sachsen ist entsetzt.
Szenenmacher: Wie sehr sich Regie und Schauspiel seit Wagners Tod tatsächlich verändert haben
Katharina Wagner, Holger von Berg, Marie Luise Maintz (Hrsg.): Szenenmacher. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserZum Glück bin ich kein Wagnerianer. Ich muss den großen „Meister“ nicht verteidigen. Ich muss auch nicht Meister zu ihm sagen. Und ich muss auch keine Partei ergreifen im Streit um Neu-Bayreuth oder gar die Unantastbarkeit von des „Meisters“ Werk. Obwohl: Jetzt, da ich diesen neuen Band zum „Diskurs Bayreuth“ gelesen habe, darf ich.
Ausstellung: Seilakt III – VI: On A Razor’s Edge
Fumi Kato, Die Schlange, 2020, Privatbesitz, © Künstler

© Künstler

Das MdbK zeigt in Kooperation mit den Klassen Intermedia und Bildende Kunst der Fachrichtung Medienkunst der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB) eine Gruppenausstellung, in der sich die Studierenden mit Werken des Mittelalters und der frühen Neuzeit auseinandersetzen. Die ersten beiden Positionen der Ausstellungsreihe „SEILAKT“ wurden 2019 im Personenaufzug des MdbK gezeigt.
Zum Geburtstag gibt’s Eis: Icefighters erhalten Zulassung für Spielbetrieb und Mietvertrag für Kohlrabizirkus
Die Icefighters sind zurück im Kohlrabizirkus. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 84, seit 23. Oktober im HandelEinen 10. Vereins-Geburtstag stellt man sich schon ziemlich toll vor: Party-Hütchen, Luftschlangen und immer eine handbreit Sekt im Glas. Viele Gäste, beschwingte Festreden und der verklärte Blick auf die zurückliegenden Jahre. Auf all das mussten die Icefighters Leipzig in diesem Jahr leider verzichten. Corona und der ungewisse Blick in die Zukunft sprengten die schönsten Party-Pläne.
Montag, der 26. Oktober 2020: Einigung im Tarifstreit und ein plötzlicher Tod
Thomas Oppermann (SPD) starb unerwartet am Sonntag, den 25. Oktober 2020. Foto: Foto: SPD / Susie Knoll

Foto: SPD / Susie Knoll

Für alle LeserIn Sachsen hat es heute viele Reaktionen auf Nachrichten von der Bundesebene gegeben. Während die Einigung bei den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst für Erleichterung sorgte, rief der unerwartete Tod des SPD-Politikers Thomas Oppermann parteiübergreifend Bestürzung hervor. Außerdem: Leipzig hat eine Online-Umfrage zur Markthalle gestartet. Die L-IZ fasst zusammen, was am Montag, den 26. Oktober 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
Weltrekorde am laufenden Band: Marcus Schöfisch attackiert den 50-Kilometer-Rekord auf dem Laufband
Marcus Schöfisch: Das große Ziel bleibt aber Olympia. Foto: privat

Foto: privat

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 84, seit 23. Oktober im HandelDas große Ziel von Marcus Schöfisch war es, sich dieses Jahr auf der Marathonstrecke für die Olympischen Spiele in Tokio zu qualifizieren. Dann kam Corona und alles ganz anders. Der Langstreckenläufer musste sein Trainingslager in Südafrika abbrechen und Mitte März vorzeitig nach Leipzig zurückkehren. Aus sportlicher Sicht war die Enttäuschung groß, denn bereits im Vorjahr musste der Deutsche Meister von 2016 verletzungs- und krankheitsbedingt auf Marathon-Wettkämpfe verzichten.
Ausgezeichneter kritischer Journalismus: Zwei Mal Unterstützung für Leipziger Journalisten durch die Otto-Brenner-Stiftung
Michael Kraske: Der Riss. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm 17. November zeichnet die Otto-Brenner-Stiftung wieder herausragende Leistungen für kritischen Journalismus aus. Diesmal gehen zwei Auszeichnungen an Journalisten aus Leipzig. Beide konnten wir mit ihren Büchern schon in der L-IZ vorstellen. Die Preisverleihung findet aufgrund der Corona-Pandemie am 17. November in Berlin ohne Publikum statt – sie wird für alle Interessierten ab 18 Uhr im Livestream über die Internetseiten der Stiftung zu verfolgen sein.
Ausstellung: CONNECT Leipzig #2
Erik Swars, o. T., 2020, Privatbesitz, (Ausschnitt) © Künstler

© Künstler

Mit „CONNECT Leipzig“ öffnet das MdbK dem künstlerischen Nachwuchs das Haus und bietet ihm die Möglichkeit, sich im fünfwöchigen Wechsel im Zündkerzen-Hof im Erdgeschoss zu präsentieren. „CONNECT Leipzig #1“ fand mit großem Erfolg vom 14. März 2018 bis 24. März 2019 statt. Insgesamt konnten zehn Künstler/-innen ihre erste institutionelle Einzelausstellung realisieren. Das MdbK setzt dieses außergewöhnliche Ausstellungsformat, das sich dezidiert der Förderung junger Künstler/-innen verschrieben hat, nun als Biennale fort.
Die zweite Welle: Landkreis Nordsachsen hat noch zu kämpfen, um die Corona-Fallzahlen in den Griff zu bekommen
Corona-Ambulanz. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserGewarnt waren alle vor der sogenannten Zweiten Welle der Corona-Pandemie. Aber als sie dann kam, wurden die örtliche Behörden doch wieder kalt überrascht. Und ausgerechnet da, wo sich zwei westdeutsche Ministerpräsidenten als besonders gute Bekämpfer der Pandemie zelebrierten, färbte sich die Infektionskarte in rasendem Tempo Rot. Aber die Alarmsirenen hörte man bald auch aus den beiden an Leipzig angrenzenden Landkreisen Leipzig und Nordsachsen.
Am 29. Oktober: Sinfoniekonzert des Hochschulorchesters im Gewandhaus
Das Hochschulsinfonieorchester unter der Leitung von Prof. Matthias Foremny im Gewandhauskonzert 2019 © Gert Mothes

© Gert Mothes

Es ist eine seit langem bestehende Tradition, dass das Hochschulsinfonieorchester (HSO) jährlich ein Gewandhauskonzert gibt – und zwar anlässlich des Todestages von Konservatoriumsgründer und Hochschulnamenspatron Felix Mendelssohn Bartholdy, der am 4. November 1847 – also vor 173 Jahren – starb.
2.500 Bäumchen für das Klima: Erste Baumpflanzaktion von „LEIPZIG pflanzt“ im Leipziger Südraum + Video
Pflanzaktion von „LEIPZIG pflanzt“ auf dem Gelände des ehemaligen Tagebaus Peres. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserIm Dezember 2019 stießen die Mitglieder der Leipziger Gruppe „Omas for Future“ auf die ergreifende Geschichte von Elzéard Bouffier, den „Mann der Bäume pflanzte“. Als dieser Bouffier in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erkannte, dass seine ganze Gegend in den französischen Cevennen aus Mangel an Bäumen absterben werde, entschloss er sich, etwas dagegen zu unternehmen.
Ist der Widerspruch aus den ostdeutschen Bundesländern gegen die bisherigen Ergebnisse aus dem Standortsuchverfahren berechtigt oder „abenteuerlich“?
Karte der ausgewiesenen Teilgebiete gem. § 13 StandAG. Karte: BGE

Karte: BGE

Für alle LeserAls am 28. September 2020 die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) den ersten Teilbericht zur Standortsuche (1) für ein Endlager für HAW (High Active Waste) (2) an das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) übergeben hat, regte sich in vielen Teilen der Bundesrepublik Deutschland deutlicher Widerspruch. Es sollen hier einige Fakten herausgestellt werden, die insbesondere den Widerspruch aus den ostdeutschen Bundesländern als berechtigt erscheinen lassen.