Feinstaubwerte 2012: In Leipzig wurde die Maximalzahl wieder gerissen – aber welche Rolle spielt der März?

Eigentlich erwartet man solche Nachrichten aus dem Umweltministerium. Aber das ist noch nicht so weit. So war es war die FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag, die sich am Freitag, 11. Januar, die neuen Zahlen zur Feinstaubmessung in Sachsen vorgenommen hat. Immerhin gibt es ja da in Leipzig eine Umweltzone, gegen die man 2009 sogar große Plakate geklebt hatte. Die Umweltzone kam trotzdem.
Anzeige

Angewiesen vom Umweltministerium des Landes Sachsen, dem die Feinstaubbelastung in Leipzig dauerhaft zu hoch schien. Zwar litt auch Dresden unter zu häufigen Überschreitungen der Feinstaubgrenzen. Doch in der Landeshauptstadt wollte man nicht ganz so streng sein, setzte eher darauf, dass die dortigen Luftreinhaltepläne irgendwann nachhaltig griffen. Seit dem 1. März 2011 gibt es in Leipzig die Umweltzone – die nur einen Teil des Stadtgebietes umfasst. Sie ist ein Kompromiss. Und sie ist auch nicht die einzige in Ostdeutschland. Seit September 2011 hat auch das benachbarte Halle eine, Erfurt hat im Oktober 2012 eine eingeführt, Magdeburg im September 2011. Und Berlin hat schon seit 2008 eine.

Jedes Mal entbrennt natürlich der Streit darüber, was Umweltzonen tatsächlich für Wirkungen erreichen.

Außer in Leipzig wurden nach Angaben des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfUG) in ganz Sachsen die zulässigen Feinstaubwerte im Jahr 2012 nicht überschritten. Selbst an stark frequentierten Messstationen wie der Bergstraße in Dresden oder der Leipziger Straße in Chemnitz seien die Messwerte auch ohne Umweltzone im zulässigen Rahmen geblieben. Die Gesamtzahl aller Überschreitungen habe sich im Vergleich zum Vorjahr fast halbiert. Nur in Leipzig seien die Werte überhöht gewesen, obwohl die Messestadt eine Umweltzone eingerichtet hatte.

Was Mike Hauschild, umweltpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag, zu der Einschätzung bringt: „Verbote und Einschränkungen bringen niemanden weiter. Statt die Bürger beim Weg zur Arbeit zu behindern, führen Verkehrskonzepte, Begrünung und gereinigte Fahrbahnen eher zum Erfolg. Der Einfluss von Wetterlagen hat auf die Feinstaubwerte zudem mehr Einfluss als jede Umweltzone. Nur ein geringer Anteil der Feinstaubkonzentration stammt überhaupt aus dem Straßenverkehr. Wir lehnen daher Verbote im Rahmen von Umweltzonen weiterhin ab.“

Schön gesagt. Aber zumindest das mit der Rolle des Verkehrs stimmt so nicht. Auch wenn gerade 2011 ein Jahr war, in dem insbesondere großräumige Inversionswetterlagen dazu führten, dass in ganz Sachsen die Feinstaubbelastung gefährliche Ausmaße annahm.Ein Blick in den Luftreinhalteplan der Stadt Leipzig zeigt: Der Großteil des Feinstaubs wird tatsächlich durch Verkehr verursacht – 60 Prozent nämlich, 41 Prozent durch Aufwirbelung und Abrieb, 19 Prozent durch die Motoren selbst. Was natürlich eindeutig zeigt: Das wirksamste Mittel, Feinstaubbelastungen zu reduzieren, wäre eine Einschränkung des Verkehrs. Dort müsse man auch ansetzen, heißt es im Luftreinhalteplan (LRP) der Stadt Leipzig. Doch damit war nicht die Umweltzone gemeint. Die war noch gar nicht enthalten, als die Stadt Ende 2009 ihren LRP zur Genehmigung in Dresden einreichte – und dann postwendend zurückbekam mit der Aufforderung, die Umweltzone reinzuschreiben.

Dass 2011 ausgerechnet von zwei großen Inversionswetterlagen geprägt sein würde und das ausgerechnet auch noch in den Heizmonaten Februar/März und November, hat natürlich niemand erwarten können. Beide Male erreichten die Feinstaubbelastungen auch für Leipzig ungewohnte Werte. Im Februar 2011 gab es 12 Tage mit Grenzwertüberschreitungen, im März 14 und im November noch einmal 18. Das Ende des Oktober mit 8 Grenzwertüberschreitungen muss man auch noch dazu rechnen.

Überschreitung heißt aber auch: Die überregionalen Feinstaubeinflüsse kamen auf das eher normale Feinstaubniveau in der Stadt noch obendrauf. Wenn Städte keine Feinstaubgrenzwertüberschreitungen haben, bedeutet das nicht, dass sie keine hohe Feinstaubbelastung haben. Die 63 Tage mit Grenzwertüberschreitung an der Messstation Leipzig-Mitte und die 69 gezählten Tage mit Überschreitung in der Lützner Straße waren eine Ausnahme.

2012 war hingegen wieder ein eher durchschnittliches Jahr. Und die Werte, die das LfUG bekannt gab, sind schon korrigierte Werte. Zum Jahresende schauen sich die Mitarbeiter des LfUG noch einmal genau die Aufzeichnungen aus den Messstationen an und korrigieren die Ergebnisse entsprechend.

Für die Messstation in der Lützner Straße wurden so am Ende 37 Tage mit Grenzwertüberschreitung ermittelt, für Leipzig-Mitte 39 Tage. Lediglich die Dezemberzahlen sind noch vorläufige. Dabei ist ein Blick auf Dresden, Görlitz, Chemnitz und Zittau sogar interessant. Denn tatsächlich entwickelte sich die Feinstaubbelastung in allen fünf Städten sogar recht parallel. Und dass Dresden am Ende mit 22 und 20 Tagen (Bergstraße und Nord), Görlitz mit 29, Zittau mit 26 und in Chemnitz die Leipziger-Straße mit 28 Tagen mit Überschreitungen am Ende besser abschnitten als Leipzig, hat mit einem einzigen Monat zu tun. Denn im März 2012 gingen in allen genannten Städten die Feinstaubbelastungen deutlich zurück – während in Leipzig an beiden Messstellen in der Innenstadt jeweils 11 Tage mit Grenzwertüberschreitung gemessen wurden. Allein diese Märzzahlen haben dafür gesorgt, das Leipzig auch 2012 die maximal erlaubte Zahl von Überschreitungstagen riss.

Das wäre ein Forschungsthema für sich. Denn wenn sich Leipzig punktuell so markant unterscheidet, muss es dafür Gründe geben. In der Vergangenheit waren es oft Baustellen, die für einige Feinstaubspitzen verantwortlich waren. Aber die Untersuchungen an Leipziger Messtationen zeigen auch, dass die Hälfte des Leipziger Feinstaubs von außen eingetragen wird – Hintergrundbelastung nennt man das dann. Und zu dieser Hintergrundbelastung tragen vor allem große Transittrassen (wie Autobahnen), Großfeuerungsanlagen, Bergbau und andere Ballungsgebiete bei. Was Leipzig übrigens wieder mit Halle eint (wie so Vieles andere auch). Was auch an dieser Stelle den Vergleich mit der Wirtschaftsregion Halle-Leipzig wesentlich logischer macht als den Vergleich mit der sächsischen Hauptstadt Dresden.

Was natürlich bestätigt, was auch Hauschild kritisiert: Einzelne Umweltzonen können an dem Dilemma wenig ändern. Eigentlich braucht man Lösungs- und auch Klärungsansätze im regionalen Maßstab. Eine Antwort für Leipzig könnte mit der Hauptwindrichtung zu tun haben. Und die ist zumeist aus Südwest.

Der Luftreinhalteplan der Stadt als pdf:
www.leipzig.de/imperia/md/content/36_amt_fuer_umweltschutz/Luftreinhalteplan.pdf

Die Feinstaubmesswerte findet man auf der Website des LfUG:
http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/luft/index.asp

Die Umweltzonen in deutschen Städten: http://gis.uba.de/website/umweltzonen/index.htm


Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Wie geht es jetzt weiter im Gebiet zwischen Volkmarsdorf und Bahngelände?
Das Gebiet der Schulze-Delitzsch-Straße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWie weiter im Norden des Leipziger Ostens? In jenem Gebiet, das noch heute von seiner engen Verbindung mit der Bahn und dem Gleisvorfeld des Hauptbahnhofs berichtet, das heute aber eher aussieht wie ein Fransenteppich mit Löchern. Auch hier könnte doch endlich eine ordentliche Bauleitplanung dafür sorgen, dass dieses Gebiet zu einem lebendigen Teil der Stadt wird, beantragte die Grünen-Fraktion im Juni. Jetzt bekommen die Grünen Schützenhilfe von der CDU-Fraktion, auch wenn alles ein bisschen komplizierter ist.
NABU Sachsen kritisiert: Der Europäische Green Deal droht zur Bruchlandung zu werden
Rapsfeld bei Leipzig. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserWie viele Entscheidungen gab es eigentlich in der letzten Zeit, bei denen die politischen Gremien endlich verantwortungsvoll auf Klimakrise und Artensterben hätten reagieren können? Und jedes Mal geriet das Ganze zur Farce, setzen sich die alten, finanzstarken Lobbygruppen durch. So auch bei der Abstimmung zur EU-Agrarpolitik, die auch die nächsten Jahre den Löwenanteil der GAP-Gelder in eine klimazerstörende Landwirtschaftspraxis fließen lässt. Der NABU Sachsen ist entsetzt.
Szenenmacher: Wie sehr sich Regie und Schauspiel seit Wagners Tod tatsächlich verändert haben
Katharina Wagner, Holger von Berg, Marie Luise Maintz (Hrsg.): Szenenmacher. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserZum Glück bin ich kein Wagnerianer. Ich muss den großen „Meister“ nicht verteidigen. Ich muss auch nicht Meister zu ihm sagen. Und ich muss auch keine Partei ergreifen im Streit um Neu-Bayreuth oder gar die Unantastbarkeit von des „Meisters“ Werk. Obwohl: Jetzt, da ich diesen neuen Band zum „Diskurs Bayreuth“ gelesen habe, darf ich.
Ausstellung: Seilakt III – VI: On A Razor’s Edge
Fumi Kato, Die Schlange, 2020, Privatbesitz, © Künstler

© Künstler

Das MdbK zeigt in Kooperation mit den Klassen Intermedia und Bildende Kunst der Fachrichtung Medienkunst der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB) eine Gruppenausstellung, in der sich die Studierenden mit Werken des Mittelalters und der frühen Neuzeit auseinandersetzen. Die ersten beiden Positionen der Ausstellungsreihe „SEILAKT“ wurden 2019 im Personenaufzug des MdbK gezeigt.
Zum Geburtstag gibt’s Eis: Icefighters erhalten Zulassung für Spielbetrieb und Mietvertrag für Kohlrabizirkus
Die Icefighters sind zurück im Kohlrabizirkus. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 84, seit 23. Oktober im HandelEinen 10. Vereins-Geburtstag stellt man sich schon ziemlich toll vor: Party-Hütchen, Luftschlangen und immer eine handbreit Sekt im Glas. Viele Gäste, beschwingte Festreden und der verklärte Blick auf die zurückliegenden Jahre. Auf all das mussten die Icefighters Leipzig in diesem Jahr leider verzichten. Corona und der ungewisse Blick in die Zukunft sprengten die schönsten Party-Pläne.
Montag, der 26. Oktober 2020: Einigung im Tarifstreit und ein plötzlicher Tod
Thomas Oppermann (SPD) starb unerwartet am Sonntag, den 25. Oktober 2020. Foto: Foto: SPD / Susie Knoll

Foto: SPD / Susie Knoll

Für alle LeserIn Sachsen hat es heute viele Reaktionen auf Nachrichten von der Bundesebene gegeben. Während die Einigung bei den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst für Erleichterung sorgte, rief der unerwartete Tod des SPD-Politikers Thomas Oppermann parteiübergreifend Bestürzung hervor. Außerdem: Leipzig hat eine Online-Umfrage zur Markthalle gestartet. Die L-IZ fasst zusammen, was am Montag, den 26. Oktober 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
Weltrekorde am laufenden Band: Marcus Schöfisch attackiert den 50-Kilometer-Rekord auf dem Laufband
Marcus Schöfisch: Das große Ziel bleibt aber Olympia. Foto: privat

Foto: privat

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 84, seit 23. Oktober im HandelDas große Ziel von Marcus Schöfisch war es, sich dieses Jahr auf der Marathonstrecke für die Olympischen Spiele in Tokio zu qualifizieren. Dann kam Corona und alles ganz anders. Der Langstreckenläufer musste sein Trainingslager in Südafrika abbrechen und Mitte März vorzeitig nach Leipzig zurückkehren. Aus sportlicher Sicht war die Enttäuschung groß, denn bereits im Vorjahr musste der Deutsche Meister von 2016 verletzungs- und krankheitsbedingt auf Marathon-Wettkämpfe verzichten.
Ausgezeichneter kritischer Journalismus: Zwei Mal Unterstützung für Leipziger Journalisten durch die Otto-Brenner-Stiftung
Michael Kraske: Der Riss. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm 17. November zeichnet die Otto-Brenner-Stiftung wieder herausragende Leistungen für kritischen Journalismus aus. Diesmal gehen zwei Auszeichnungen an Journalisten aus Leipzig. Beide konnten wir mit ihren Büchern schon in der L-IZ vorstellen. Die Preisverleihung findet aufgrund der Corona-Pandemie am 17. November in Berlin ohne Publikum statt – sie wird für alle Interessierten ab 18 Uhr im Livestream über die Internetseiten der Stiftung zu verfolgen sein.
Ausstellung: CONNECT Leipzig #2
Erik Swars, o. T., 2020, Privatbesitz, (Ausschnitt) © Künstler

© Künstler

Mit „CONNECT Leipzig“ öffnet das MdbK dem künstlerischen Nachwuchs das Haus und bietet ihm die Möglichkeit, sich im fünfwöchigen Wechsel im Zündkerzen-Hof im Erdgeschoss zu präsentieren. „CONNECT Leipzig #1“ fand mit großem Erfolg vom 14. März 2018 bis 24. März 2019 statt. Insgesamt konnten zehn Künstler/-innen ihre erste institutionelle Einzelausstellung realisieren. Das MdbK setzt dieses außergewöhnliche Ausstellungsformat, das sich dezidiert der Förderung junger Künstler/-innen verschrieben hat, nun als Biennale fort.
Die zweite Welle: Landkreis Nordsachsen hat noch zu kämpfen, um die Corona-Fallzahlen in den Griff zu bekommen
Corona-Ambulanz. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserGewarnt waren alle vor der sogenannten Zweiten Welle der Corona-Pandemie. Aber als sie dann kam, wurden die örtliche Behörden doch wieder kalt überrascht. Und ausgerechnet da, wo sich zwei westdeutsche Ministerpräsidenten als besonders gute Bekämpfer der Pandemie zelebrierten, färbte sich die Infektionskarte in rasendem Tempo Rot. Aber die Alarmsirenen hörte man bald auch aus den beiden an Leipzig angrenzenden Landkreisen Leipzig und Nordsachsen.
Am 29. Oktober: Sinfoniekonzert des Hochschulorchesters im Gewandhaus
Das Hochschulsinfonieorchester unter der Leitung von Prof. Matthias Foremny im Gewandhauskonzert 2019 © Gert Mothes

© Gert Mothes

Es ist eine seit langem bestehende Tradition, dass das Hochschulsinfonieorchester (HSO) jährlich ein Gewandhauskonzert gibt – und zwar anlässlich des Todestages von Konservatoriumsgründer und Hochschulnamenspatron Felix Mendelssohn Bartholdy, der am 4. November 1847 – also vor 173 Jahren – starb.
2.500 Bäumchen für das Klima: Erste Baumpflanzaktion von „LEIPZIG pflanzt“ im Leipziger Südraum + Video
Pflanzaktion von „LEIPZIG pflanzt“ auf dem Gelände des ehemaligen Tagebaus Peres. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserIm Dezember 2019 stießen die Mitglieder der Leipziger Gruppe „Omas for Future“ auf die ergreifende Geschichte von Elzéard Bouffier, den „Mann der Bäume pflanzte“. Als dieser Bouffier in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erkannte, dass seine ganze Gegend in den französischen Cevennen aus Mangel an Bäumen absterben werde, entschloss er sich, etwas dagegen zu unternehmen.
Ist der Widerspruch aus den ostdeutschen Bundesländern gegen die bisherigen Ergebnisse aus dem Standortsuchverfahren berechtigt oder „abenteuerlich“?
Karte der ausgewiesenen Teilgebiete gem. § 13 StandAG. Karte: BGE

Karte: BGE

Für alle LeserAls am 28. September 2020 die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) den ersten Teilbericht zur Standortsuche (1) für ein Endlager für HAW (High Active Waste) (2) an das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) übergeben hat, regte sich in vielen Teilen der Bundesrepublik Deutschland deutlicher Widerspruch. Es sollen hier einige Fakten herausgestellt werden, die insbesondere den Widerspruch aus den ostdeutschen Bundesländern als berechtigt erscheinen lassen.
Franz und die Puppe auf Reisen: Was hätte Franz Kafka in seinen Briefen an Lilli eigentlich geschrieben?
Juliane Sophie Kayser: Franz und die Puppe auf Reisen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs gibt ihn wirklich, den Stadtpark in Berlin-Steglitz, wo Franz Kafka 1923 mit seiner Liebe Dora Diamant spazieren ging. Es war das Jahr vor seinem Tod. Es war die Zeit der Inflation. Zwei Mal musste Kafka in Steglitz umziehen, weil er als „armer Ausländer“ gekündigt wurde. Und es gab wohl auch das weinende Mädchen, das er beim Spaziergang im Park traf, das seine Puppe verloren hatte. Und das er tröstete mit 20 Briefen. 20 Briefen, die wohl leider verschollen sind.
Ausstellung: PLAKATIERT! Reflexionen des indigenen Nordamerika
Mit Unterstützung des Karl May Museums Radebeul und des GRASSI Museums für Völkerkunde zu Leipzig präsentiert die galerie KUB die Ausstellung „Plakatiert! Reflexionen des indigenen Nordamerika“. Die Ausstellung wurde von Studierenden der Ethnologie und der Museologie an der Goethe-Universität Frankfurt kuratiert.