Der OBM erklärt den Hausbesitzern ausführlich, welche Rolle das neue Kraftwerk für den Leipziger Ausstieg aus der Kohle spielt

Für alle LeserSeit Juli 2019 ist klar, dass Leipzig 2023 den Fernwärmeliefervertrag auslaufen lässt und – um diese Lieferungen zu kompensieren – ein neues Gaskraftwerk auf dem alten Gelände der Stadtwerke Leipzig an der Bornaischen Straße bauen will. Doch umgehend sammelten sich Leipziger Hausbesitzer im Verband Wohneigentum Sachsen e. V. und sammelten Unterschriften für eine Petition gegen den Kraftwerksneubau. Auf die hat jetzt der Oberbürgermeister selbst reagiert.
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Denn dass die Pläne für das neue Gaskraftwerk aufgelegt wurden, war ja nicht nur Folge eines Prüfauftrags durch den Stadtrat, der Leipzig so schnell wie möglich unabhängig machen will von Lieferungen aus dem Kohlekraftwerk Lippendorf und damit einen deutlichen Schritt tun will hin zum Erreichen der Leipziger Klimaziele. Die Stadtwerke selbst haben schon seit 2016 nach einer Lösung gesucht.

Und Oberbürgermeister Burkhard Jung geht jetzt in seiner Stellungnahme nicht einmal auf das schräge Ansinnen der Petition des Verbands Wohneigentum Sachsen e. V. ein, Leipzig solle doch eine Energielösung mit der ganzen Region suchen. Denn das würde genau das bedeuten, was unterschwellig in der Petition auch anklingt: Die nächsten zehn Jahre passiert erst mal gar nichts und Leipzig verschwendet erst einmal alle Energie darauf, mit Kommunen und Kreisen eine gemeinsame Sprache zu finden, mit denen selbst andere Abstimmungen nur schwer oder gar nicht funktionieren.

Die Petition.

Das Muster ist eigentlich bekannt: Wenn man eine sinnvolle Lösung nicht will, fordert man eine „Gesamtlösung“ auf höherer Ebene, wo mit zeitnahen Entscheidungen garantiert nicht gerechnet werden kann.

Aber Burkhard Jung übt sich in Geduld. Es gab ja auch schon eine Einwohnerversammlung, auf der das Projekt erläutert wurde.

Und so nutzt der OBM die Stellungnahme zur Petition lieber noch einmal, genau zu erklären, was die Stadtwerke Leipzig da in Lößnig vorhaben. Denn der Standort wurde schon seit Jahrzehnten als Kraftwerksstandort genutzt.

Der Standort an der Bornaischen Straße

„Ausgewählter Standort für ein Gas-KWK-Kraftwerk ist der ehemalige Kraftwerksstandort Süd in der Bornaischen Straße. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts bestand dort ein Braunkohlekraftwerk, das nach seiner Stilllegung in den neunziger Jahren durch ein Erdgasheizwerk ersetzt wurde. Auch wenn nach der Außerbetriebnahme des Heizwerkes vorübergehend keine Energieerzeugung am Standort stattfand, so war dies immer ein sehr wichtiger Energiestandort für die Leipziger Stadtwerke.

Am Standort sind heute ein 110-Kilovolt-Umspannwerk und die Fernwärmeverteilung der dort anlandenden Lieferung aus Lippendorf angesiedelt. Den Standort Süd als Erzeugungsstandort zu revitalisieren war immer eine mögliche Option für die Leipziger Stadtwerke, die jetzt vor dem Hintergrund der aktuellen Rahmenbedingungen realisiert wird.

Der ausgewählte Standort bietet den Vorteil, dass im Grundsatz alle Leitungsanbindungen bereits vorhanden sind und lediglich eine Ertüchtigung der bestehenden Versorgungssysteme zu erfolgen hat. Damit ist es möglich, den Bau der Gasturbinenanlage in 2022 fertigzustellen. Alle anderen Alternativen wären in einem solchen engen Zeitfenster nicht machbar und würden erheblich höhere Kosten verursachen. Und auch erheblich umfangreichere Baumaßnahmen für die erforderliche infrastrukturelle Einbindung verursachen. Damit wäre der vom Stadtrat der Stadt Leipzig beschlossene kurzfristige Ausstieg aus der braunkohlebasierten Fernwärmeversorgung unrealistisch.

Eine finale Standortentscheidung für die Biomasseanlage und die Solarthermieanlagen ist noch nicht erfolgt.“

Entwertet ein Gaskraftwerk die Wohnlage?

„Die Leipziger Stadtwerke betreiben in der Eutritzscher Straße seit dem Jahr 1995 ein Gaskraftwerk als GuD-Anlage, die mit 200 MW über eine deutlich größere Leistung verfügt als die jetzt geplante Anlage am Standort Süd (150 MW, d. Red.). Die GuD-Anlage ist durch alle Anwohner seit ihrem Bestehen akzeptiert und hat trotz ihrer zentralen Lage nicht zur Entwertung von Grundstücken in der Umgebung geführt. Stattdessen werden die in unmittelbarer nördlicher (Eutritzscher Freiladebahnhof) und südöstlicher (Hauptbahnhof Westseite) Nachbarschaft gelegenen Areale aktuell zu hochwertigen Wohn- und Gewerbeflächen entwickelt und zeigen eine kontinuierliche positive Wertentwicklung der Grundstücke rund um das bestehende Gaskraftwerk.

Dennoch nehmen die Leipziger Stadtwerke die Sorgen der Anwohnerschaft ernst und werden beim Bau und Betrieb der neuen Anlagen mit größter Rücksicht vorgehen. Erste Gespräche haben z. B. mit der in der Petition erwähnten Waldorfschule am Standort Süd stattgefunden. Zusätzlich haben die Stadtwerke in einer Informationsveranstaltung vor Ort am 12.11.2019 die Anwohner und Interessierten über die konkreten Pläne für den Erzeugungsstandort informiert.“

Wird die Umgebung mit mehr Emissionen belastet?

„Bezüglich der Emissionen gilt es zunächst festzustellen, dass auch heute die Emissionen aus dem Bestandskraftwerk Lippendorf zu einer Mehrbelastung für das Leipziger Stadtgebiet führen. Eine wichtige Rahmenbedingung für die erfolgreiche Transformation der Wärmeversorgung ist die Verbesserung der ökologischen Qualität der Fernwärme.

Durch den Ausbau und die Verdichtung des Fernwärmeversorgungssystems werden langfristig Kleinfeuerungsanlagen und deren Emissionen im Stadtgebiet eingespart und vermieden. Es ist eine wesentliche Zielsetzung der Transformation der Wärmeversorgung, nach 2022 durch die Versorgung mit Fernwärme insbesondere bei Neubauten eine klimafreundliche Alternative gegenüber Kleinfeuerungsanlagen zu realisieren.

Moderne Gas-KWK-Anlagen weisen deutlich niedrigere spezifische Kohlendioxid-Emissionen und einen deutlich höheren Brennstoffausnutzungsgrad auf als ein Braunkohlenkraftwerk. Im Gegensatz zu dem aktuellen Kraftwerk Lippendorf wird es auch keine Feinstaub- und Quecksilberbelastung der Umwelt am Standort der Gas-KWK-Anlage geben.

Zudem werden die Leipziger Stadtwerke das Gaskraftwerk mit neuesten Abgasreinigungstechnologien ausstatten, sodass sogar die aktuell geltenden Emissionsgrenzwerte unterschritten werden. Die in der Petition verwendete Formulierung einer ,Abgaswolke‘ trifft daher keinesfalls auf die geplante moderne Gas-KWK-Anlage zu.“

Was ist künftig geplant?

„Bestandteil der Transformation ist die Technologieoffenheit für weitere Optimierungen und auch die weitere Integration nichtfossiler Wärmeerzeugungstechnologien. Auf dieser Basis werden die Leipziger Stadtwerke kontinuierlich weitere Handlungsoptionen prüfen. Mit Blick auf den Bau der neuen Gas-KWK-Anlage werden bereits Überlegungen angestellt, zukünftig Wasserstoff als Brennstoff einzusetzen. Auch die Nutzung von Biogas anstelle von Erdgas wird bereits intensiv durch die Leipziger Stadtwerke vorangetrieben.

Ohne Zweifel stellt der Ausstieg aus der Braunkohleverstromung eine große Herausforderung für die Mitteldeutsche Region dar. Im Rahmen dieser Energiewende ist es politischer Wille, auch dezentrale und kleinere Gas-KWK-Anlagen als Brückentechnologie zu nutzen. Daher gehen die Leipziger Stadtwerke in Umsetzung des Energie- und Klimaschutzprogrammes den Weg, bereits ab 2022 einen grundlegenden Beitrag zur Verbesserung des Klimas durch die Transformation der Fernwärme zu leisten.“

Und da der Beschluss, 2023 aus der Fernwärmeversorgung aus dem LEAG-Block in Lippendorf auszusteigen, von der Stadtratsmehrheit gefasst wurde, dürfte die Petition des Verbands Wohneigentum Sachsen e. V. keine Chancen auf Zustimmung im Stadtrat finden.

Nicht nur ein Gaskraftwerk soll entstehen, sondern auch neue Heißwasserspeicher und große Felder für Solarthermie

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