17.6 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Der Stadtrat tagt: Verwaltung will im Sozialreport über Verlauf der Corona-Pandemie informieren

Anzeige

Mehr zum Thema

Mehr
    Anzeige
    Anzeige

    Manchmal sind Anträge im Stadtrat so lange unterwegs, dass sich die Voraussetzungen in der Zwischenzeit deutlich geändert haben. Bereits im Mai hatte die Linksfraktion einen Antrag zur Coronakrise eingereicht; in einer Zeit also, in der vor allem die Impfsituation noch eine ganz andere war und Mutationen einige Sorgen bereiteten. Eine sogenannte Corona-Ampelkarte für eine „Niedriginzidenzstrategie“ stand deshalb am Mittwoch, dem 13. Oktober, nicht mehr zur Abstimmung. Einen einstimmigen Beschluss gab es dennoch.

    Eigentlich wollte die Linksfraktion erarbeiten lassen, welche Gebiete in Leipzig „Risiko-Zonen“ sind. Das wiederum sollte unter anderem dazu dienen, die Fallzahlen zu senken und soziale Risikofaktoren benennen zu können. Auch sollten Berufsbereiche und Arbeitsorte identifiziert werden, um Infektionswege besser nachvollziehen zu können.Die Verwaltung schlug ihrerseits etwas vor, was deutlich weniger weitreichend klingt: ein eigenes Coronakrise-Kapitel zum Verlauf der Corona-Pandemie in Leipzig im kommenden Sozialreport und Beratung von Betrieben und Bevölkerung durch das Gesundheitsamt, zum Beispiel bei Hygienekonzepten und Impfung.

    Volker Külow (Linke) wies in der Ratsversammlung mündlich noch einmal darauf hin, dass das Virus alle Menschen treffe, aber „nicht alle gleich hart“. Die soziale Ungleichheit präge den Verlauf massiv; das würden Studien belegen – unter anderem, weil Menschen mit wenig Geld tendenziell wenig in Hygienemaßnahmen investieren können, häufiger mit dem ÖPNV fahren und weniger Zeit im Homeoffice verbringen konnten.

    Dass man keinen Überblick zu Impfquote und ähnlichen Statistiken in Leipzig habe, liege nicht in der Verantwortung der Stadt, sondern jener der Kassenärztlichen Vereinigung. „Sie hat die Daten, rückt sie aber nicht raus“, so Külow. „Diese Geheimniskrämerei ist unerträglich.“

    Letztlich übernahm die Linksfraktion den Verwaltungsvorschlag, den der Stadtrat dann einstimmig beschloss.

    Hinweis der Redaktion in eigener Sache

    Seit der „Coronakrise“ haben wir unser Archiv für alle Leser geöffnet. Es gibt also seither auch für Nichtabonnenten alle Artikel der letzten Jahre auf L-IZ.de zu entdecken. Über die tagesaktuellen Berichte hinaus ganz ohne Paywall.

    Unterstützen Sie lokalen/regionalen Journalismus und so unsere tägliche Arbeit vor Ort in Leipzig. Mit dem Abschluss eines Freikäufer-Abonnements (zur Abonnentenseite) sichern Sie den täglichen, frei verfügbaren Zugang zu wichtigen Informationen in Leipzig und unsere Arbeit für Sie.

    Anzeige
    Werbung

    Mehr zum Thema

    Mehr
      Anzeige
      Werbung

      Topthemen

      - Werbung -

      Aktuell auf LZ

      Anzeige
      Anzeige
      Anzeige