Am 22. Januar: Grüne laden ein zur Fluglärm-Diskussion in die Alte Nikolaischule

In Sachsen sind über 100.000 Menschen von den Auswirkungen des Verkehrslärms betroffen, drei Viertel davon leben in Ballungsräumen. Dauerhafter Lärm verursacht gesundheitliche Probleme wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, so wird in diversen Studien belegt. Die bündnisgrüne Landtagsfraktion hat immer wieder die gesundheitlichen Auswirkungen des Lärms zum Thema parlamentarischer Initiativen gemacht, Lärm-Aktionstage und Lärmspaziergänge durchgeführt.
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Der Fluglärm ist eine von vielen Lärmquellen. Dabei fühlen sich die Bewohner der betroffenen Gemeinden rund um den Großflughafen Leipzig/Halle mehr oder weniger im Stich gelassen – nicht nur von der Politik und Behörden, sondern auch von der Solidarität der Bewohner Leipzigs, die selbst den Lärm nicht wahrnehmen (müssen).

Bewohnerinnen und Bewohner rund um den Flughafen Leipzig/Halle sind besonders durch nächtlichen Frachtflug und veraltete Militärmaschinen gesundheitlich belastet. Zusätzlichen Lärm verursachen Triebwerksprobeläufe und die Anwendung der Schubumkehr. Selbst die regelmäßigen Bürgerumfragen belegen, dass rund 30.000 Leipzig sich stark bis sehr stark vom (nächtlichen) Fluglärm belastet fühlen. Nur die regionale Politik scheint ihre Sorgen genauso wenig ernst zu nehmen wie die der Hallenser, deren Wohngebiete ebenso regelmäßig überflogen werden.Neben den diversen „Südabkurvungen“ haben sich mittlerweile auch An- und Abflugrouten etabliert, die auch das südliche und östliche Stadtgebiet nachts überqueren.

Bürgerinitiativen fordern mehr aktiven Lärmschutz und Mitwirkung in der Fluglärmkommission. Während Kommunen wie Halle die Flugrouten geändert sehen wollen, gibt sich der Freistaat zufrieden mit dem Ist-Zustand. Insbesondere am Nachtflug soll nicht gerüttelt werden. Selbst OBM Burkhard Jung wiederholte in den letzten Tagen mehrfach: „Ein Nachtflugverbot wird es mit mir nicht geben.“

Was ist zu tun im Interesse der lärmgeplagten Anwohnerinnen und Anwohner? Welche Gesetzeslagen und Handlungsperspektiven existieren? Wie agieren andere Bundesländer und Flughäfen? – Das sind die Fragen einer Podiumsdiskussion, zu der die Grüne-Landtagsfraktion am Dienstag, 22. Januar, um 19 Uhr in die Alte Nikolaischule einlädt.

Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr mit Begrüßung und Einführung durch Gisela Kallenbach, umweltpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion Sachsen. Ab 19.15 Uhr schließt sich ein kurzer Vortrag unter dem Titel „Perspektiven für einen besseren Lärmschutz“ von Dipl-Ing. Dieter Faulenbach da Costa, fdc airport Consulting, Flughafenexperte aus Offenbach, an. Gegen 19.45 Uhr beginnt dann die Podiumsdiskussion mit Dieter Faulenbach da Costa; Heiko Rosenthal, Bürgermeister und Beigeordneter für Umwelt, Ordnung, Sport der Stadt Leipzig, und Matthias Zimmermann, Pressesprecher Bürgerinitiative „Gegen die neue Flugroute“ und der Bürgerinitiative „Gegen Flug- und Bodenlärm“. Die Moderation übernimmt Gisela Kallenbach.

Der Eintritt ist frei.

www.mobiles-sachsen.de/784e217a.l


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