Deutschlandweite Umfrage zum Image Sachsens: Ausbaufähige Kenntnisse oder ein falsches Selbstbild?

Die sächsische Staatsregierung ist ja höchst besorgt um das Bild von Sachsen - nach innen und nach außen. Also hat sie mal wieder eine Image-Befragung durchführen lassen, 4.000 Leute befragen lassen durch die GMS Dr. Jung GmbH, 1.000 in Sachsen selbst, 1.000 im Rest von Ostdeutschland, 2.000 im Westen. Eigentlich eine Befragung, die die schöne Erkenntnis bestärkt: Nehmt euch nicht so wichtig.
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Trotzdem gibt sich die auftraggebende Staatskanzlei höchst überrascht, dass die meisten Leute da draußen in der Welt an Sachsen zuallererst die schöne Landschaft und die Sehenswürdigkeiten schätzen. Die SSK in schönen Jubeltönen, denn man will ja die Ergebnisse für eine Standortkampagne nutzen: „Sachsen hat in Deutschland ein positives Image und gilt mit seinen schönen Landschaften, attraktiven Städten und seinem kulturellen Reichtum als interessantes Kurz-Reiseziel. Als Standort für Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung wird der Freistaat indes bundesweit noch zu wenig wahrgenommen.“

Was eine Frage der Relationen ist. Denn was antwortet man – bitteschön – wenn man von Dr. Helmut Jung, Geschäftsführer der Gesellschaft für Markt- und Sozialforschung mbH aus Hamburg, oder einem seiner Mitstreiter im Auftrag der Sächsischen Staatskanzlei angerufen und gefragt wird, was einem zu Sachsen einfällt? Was fällt einem zu Rheinland-Pfalz bei so einer Gelegenheit ein? Oder zu Schleswig-Holstein? – Da kommt so mancher ins Grübeln. Erst recht, wenn man noch nie da war.

Und das ist eigentlich die wichtigere Aussage: Nur 31 Prozent der Befragten gaben zu, dass sie Sachsen gut kennen würden. In Westdeutschland sogar nur 27 Prozent. Was nichts gegen Sachsen bedeutet. Ähnliche Werte würde man auch für andere Bundesländer bekommen.

Aber eine kleine Erkenntnis steckt in den Antworten schon: Die Rolle von Bundesländern als Marketingstandort wird von den so gern wirtschaftsfreundlichen Politikern gründlich überschätzt. Es spielt da draußen keine Rolle. Beim einfachen Herrn Meier am Telefon schon gar nicht. Den interessiert, ob es sich lohnt, hier mal ein paar Tage zu verbringen.

Deswegen auch genau dieses Ergebnis: „Mit Sachsen verbindet eine Mehrheit der Befragten (52 %) Positives: Vor allem Landschaft und Natur, Sehenswürdigkeiten und attraktive Städte.“

Und dann kommt wieder der sächsische Oberlehrer durch, der glaubt, nun einen Hebel für ein richtig fesches Standortmarketing gefunden zu haben: „Die Kenntnisse über Sachsen sind allerdings noch äußerst ausbaufähig. Die Hälfte der Befragten in den übrigen neuen Bundesländern und zwei Drittel der Menschen in den alten Bundesländern geben an, Sachsen weniger gut oder gar nicht gut zu kennen. Vor allem im Westen prägen Mediendarstellungen und Erzählungen das Image von Sachsen, nur jeder Fünfte kennt Sachsen aus persönlicher Erfahrung vor Ort“, wertet die SSK die Wischiwaschi-Umfrage.Was Blödsinn ist. In medialen Darstellungen wird Sachsen fast gar nicht wahrgenommen. Und die GMS betont in ihrer Präsentation extra: „Demografie und Extremismus ohne Relevanz“. Das sind die beiden Themen, mit denen die sächsische Staatsregierung jedes Jahr aufs Neue innersächsisch Galopp reitet. Klare Aussage: Es interessiert da draußen nicht mal den Nachtwächter. Doch, den schon: 1 Prozent der Befragten nannten Demografie als Negativum. Was genau dem Proporz entspricht, mit dem die Hochschul- und Bildungslandschaft als Positivum benannt wird.

„Die Menschen außerhalb Sachsens haben jedoch mehrheitlich noch nicht den Eindruck, dass Sachsen ein dynamischer Wirtschaftsstandort ist und jungen Menschen viele attraktive Arbeitsplätze und gute Studienmöglichkeiten bietet“, flötet die Staatskanzlei. Als hätte Sachsen einen Wirtschaftsbesatz wie Baden-Württemberg und eine Hochschulausstattung wie Bayern. Ein nüchterner Blick auf die Zahlen würde zeigen, dass es einfach nicht so ist. Und was nicht da ist, kann man auch nicht erwarten, dass es von den Leuten in Wuppertal oder Emden spontan am Telefon gesagt wird.

Wahr ist: Die Image-Umfrage beleuchtet sehr deutlich das falsche Selbstbild, das die sächsische Staatsregierung von ihrer eigenen Arbeit und ihren vermeintlichen Erfolgen hat. Falsche Einsichten führen zu falschen Folgerungen.

Die SSK: „Die Sachsen selbst beurteilen diese Standortfaktoren deutlich positiver. Gleichwohl zeigt die Umfrage, dass für einen Teil der Sachsen prinzipiell auch andere Bundesländer als Arbeits- und Wohnort in Frage kommen. Deshalb muss sich die geplante Standortkampagne auch nach innen richten.“ Vielleicht verteilt die Regierung dann auch Eierschecke an die Ureinwohner. Kann ja sein.

Und da man die Image-Befragung gemacht hat, um zu beweisen, dass Sachsen nun unbedingt eine Standortkampagne braucht, findet Regierungssprecher Johann-Adolf Cohausz, die Notwendigkeit einer Standortkampagne für den Freistaat läge folglich auf der Hand.“In Europa verschärft sich der Wettbewerb der Regionen. Sachsen hat das Potenzial, hier gut zu bestehen. Es gilt, wieder an die traditionellen Stärken des Freistaates anzuknüpfen. Wir müssen unsere Attraktivität als exzellenter Wirtschafts-, Wissenschafts- und Bildungsstandort hervorheben – als Land, in dem man gut und sicher leben kann. Hierfür ist eine langfristige Standortwerbung wichtig“, sagt er.

Jetzt kann man also zuschauen, wie Sachsen demnächst das Geld für so eine Kampagne aus dem Fenster schmeißt, ohne dass in der Befragung auch nur an einem Punkt deutlich wurde, wo eine solche Kampagne Sinn machen würde. Das Argument mit dem „Wettbewerb der Regionen“ ist schlichtweg entstellt, denn da ist man in Brüssel längst zehn Jahre weiter und hat auch längst festgestellt, dass all die provinziellen Verwaltungseinheiten in Europa (zu denen auch das Bundesland Sachsen gehört) beim Wirtschaftswettbewerb keine Rolle spielen. Da spielen die klar definierten Metropolregionen eine Rolle, aber die für Sachsen gültige Region Mitteldeutschland wird in Dresden seit Jahr und Tag lieber negiert. Man ist ja selbst der Primus und bestätigt sich das auch gern in jeder Sonntagsrede.

Und tatsächlich gaben selbst die sächsischen Befragten der Staatsregierung den sehr deutlichen Hinweis, dass sie für einen attraktiven Wirtschaftsstandort bislang zu wenig bis nichts getan hat. Nur 2 Prozent nannten Wirtschaft und Berufschancen als Positivum, nur 3 Prozent die Bildungs- und Hochschullandschaft.

Das wurde dann noch etwas konkreter abgefragt. Aber der Aussage „Ist inzwischen zu wichtigem Standort für Wissenschaft, Forschung, Innovation geworden“ können auch nur 50 Prozent der Sachsen halb oder ganz zustimmen, die andere Hälfte kann das überhaupt nicht. Das ist eine selbstverbockte Suppe. Fast ist es schon erstaunlich, dass noch 55 Prozent der Sachsen der Aussage „Bekannt für gute Schul- und Bildungspolitik“ zustimmen, 47 Prozent sogar der Aussage „Bekannt als dynamischer Wirtschaftsstandort“.

Da würde schon interessieren, welche Hälfte da gemeint hat, es sei nicht so. Vielleicht die jüngere?

Richtig spannend sind noch ganz andere Aussagen. Und die zeigen, was da im Freistaat gerade völlig anders läuft, als es die Staatsregierung noch glaubt. Der Aussage „Hat auch neben Dresden und Leipzig viel zu bieten“ stimmen nur 33 Prozent der Sachsen zu. Das ist mehr als deutlich. 67 Prozent sagen demnach, dass sich im Freistaat alles Wichtige auf Dresden und Leipzig konzentriert. Und da die meisten Leute, die das sagen, rein statistisch auf dem Lande wohnen, ahnt man, wohin die Reise geht.

Und der Wert korrespondiert mit einer anderen Aussage. Der Aussage „Befindet sich nach Osterweiterung nicht mehr in ungünstiger Randlage“ stimmen nämlich nur 31 Prozent der Sachsen zu. Das muss man erst mal fertig bringen nach 22 Jahren deutscher Einheit, dass 69 Prozent der Sachsen immer noch das Gefühl haben, am Rand der Welt zu leben.

Da will man die Standort-Kampagne tatsächlich mal sehen. Was wird da artikuliert?

Was die Staatsregierung glaubt, was da gezeigt werden sollte, kann man hier nachlesen: www.standortkampagne.sachsen.de/index.html

Den Spruch „Die Menschen außerhalb Sachsens haben jedoch mehrheitlich noch nicht den Eindruck, dass Sachsen ein dynamischer Wirtschaftsstandort ist und jungen Menschen viele attraktive Arbeitsplätze und gute Studienmöglichkeiten bietet.“ findet man hier, wo die Staatsregierung versucht, aus der Umfrage irgendetwas Greifbares zu destillieren: www.standortkampagne.sachsen.de/23692.htm

Die Präsentation Imagestudie Sachsen der GMS Dr. Jung GmbH findet man hier: www.medienservice.sachsen.de/medien/assets/download/93604


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