Unsere Klimaskeptiker: Hans-Jürgen Schlegel (VEE Sachsen e. V.) schaut zurück auf die „Alternative Klimakonferenz“ der Sachsen-FDP

Eigentlich wünscht man sich ja eine moderne und kluge FDP. Eine, die die Sache mit der Freiheit ernst nimmt und die auch die Sache mit dem Fortschritt ernst meint, sich also mit Innovationen beschäftigt und Fakten. Und es klingt so schön, wenn die sächsische FDP das Wort "Fortschrittsoffensive" auf ihre Website schreibt. Da findet man auch den Bericht zur "Alternativen Klimakonferenz", die am 30. Juni im Kongresszentrum Dresden stattfand.
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Alternativ klingt gut. Es klingt so, als säßen hier lauter Grüne beieinander, die sich nun gegen die offizielle Klimapolitik in Sachsen positionieren. Die besteht zu 90 Prozent aus Braunkohle. Doch Grüne saßen am 30. Juni augenscheinlich nicht unter den 239 Teilnehmern dieser alternativen Konferenz, die insbesondere Hans-Jürgen Schlegel von der VEE Sachsen noch im Nachhinein schwer im Magen lag. Die VEE ist die Vereinigung zur Förderung der Nutzung Erneuerbarer Energien.

Sie kämpft darum, dass Wasserkraft, Wind- und Sonnenenergie ein größeres Gewicht in der sächsischen Energiepolitik bekommen. Ihr Nachteil ist: Sie vereinigt viele kleine und mittelständische Unternehmen. Die sächsische Staatsregierung redet aber lieber mit den Großen. Und das sind Unternehmen wie der Energieriese Vattenfall oder der Braunkohleförderer Mibrag.

Doch wer den Bericht der FDP von ihrem Klimakongress liest, hat das seltsame Gefühl, eine Partei zu erleben, die in einem Land tätig ist, wo alles ganz anders ist. „Ich bin überrascht, wie sehr wir inzwischen eine Gleichförmigkeit des Denkens haben, wo ein Dogma nach dem anderen aufgestellt wird. Es muss doch erlaubt sein, zu fragen, was den Klimawandel tatsächlich antreibt und wie wir damit umgehen sollten“, erklärte der FDP-Europaabgeordnete Holger Krahmer zu Beginn der Alternativen Klimakonferenz.

Holger Krahmer hat sein Abgeordnetenbüro in Leipzig am Lutherring. Eigentlich braucht er hier nur ins Umweltforschungszentrum im Nordosten der Stadt zu fahren und kann sich von Forschern, die sich mit dem Thema Klimawandel und dessen Folgen beschäftigen, erklären lassen, was an Fragen alles erlaubt ist. Es geht wirklich nicht um Erlaubnis. Es geht um beweisbare Fakten und belegbare Daten. Aber von den Forschern aus dem UFZ hatte die FDP niemanden eingeladen zu ihrem Kongress.
Und nicht nur Hans-Jürgen Schlegel wunderte sich über die Liste der Redner. Denn wenn man schon so offiziell übers Klima debattiert, dann sollten doch eigentlich auch Profis zu Wort kommen. Die FDP hatte auch einen Leipziger Professor eingeladen: Professor Bodo Sturm von der HTWK Leipzig. Er erklärte in seinem Vortrag: „Der gesamte Anteil Deutschlands an der weltweiten Emission von Treibhausgasen beträgt weniger als drei Prozent.“

Bodo Sturm ist kein Klimaforscher, sondern Professor für Volkswirtschaftslehre und Quantitative Methoden. Aber die 3 Prozent sollten auch einem Statistiker zu denken geben. Denn von der Bevölkerung her macht die Bundesrepublik gerade etwas über 1 Prozent der Weltbevölkerung aus. Für dieses 1 Prozent sind 3 Prozent am CO2-Ausstoß eine erstaunliche Menge.

Aber andere Redner an diesem Tag fand Hans-Jürgen Schlegel noch wesentlich auffälliger. Am seltsamsten fand er den Auftritt von Prof. Knut Löschke. Die Leipziger kennen den studierten Physiker als ehemaligen Geschäftsführer von PC Ware und zwischenzeitlich als ebensolcher bei der Softline AG.

Schlegel: „Der Leipziger Prof. Löschke tourt seit mehreren Jahren durch die deutschen Lande und hält Vorträge zu den Klimafragen unserer Zeit. Das passt ja recht gut, denn Prof. Löschke ist Physiker. Als Physiker könnte man Klimaforscher sein, muss es aber nicht. Wir haben es mit einem ehrlichen Mann zu tun, der freimütig gesteht, dass die Klimawissenschaft zu seinem Hobby geworden ist. Etwas einseitig freilich, denn er orientiert sich ausschließlich an den sogenannten Klimaskeptikern, die man besser Klimawandelleugner nennen sollte.“

„Was haben uns die hunderte von Klimaforschern denn bisher alles erzählt, wie schlimm es um die Klimazukunft der Menschheit steht? Da muss erst ein einzelner Hobbyforscher kommen und die etablierten ‚Klimakatastrophenforscher‘ richtig aufmischen“, stöhnt Schlegel über die wilden Thesen Löschkes.
Er zitiert den Prof. mit den Worten: „Außerdem zeigen die offiziellen Messwerte seit ca. 15 Jahren keinen Anstieg mehr. Und dies obwohl die CO2-Konzentration in der Atmosphäre weiter steigt.“

„Wer soll sich da noch zurecht finden? Ich kann nicht auf alle Ungereimtheiten eingehen, aber zunächst zur Behauptung des fehlenden Temperaturanstieges“, stöhnt Schlegel – und nimmt die seltsamen Ansätze des Hobby-Klimaforschers in seinem selbst recht ausführlichen Beitrag auf der Seite der VEE auseinander.

Schlegels Fazit: „Prof. Löschke hatte den Kongressteilnehmern das gesagt, was diese aus Wissenschaftlermund hören wollten. Das anthropogene CO2 wird sehr wahrscheinlich keinen wesentlichen Einfluss auf das Erdklima haben, deshalb keine Energiewende, kein Emissionshandel, keine Solarsubventionen, etc. Zum Fazit des Vortrages gehören dann noch einige Verrücktheiten, indem er die Unterrichtsmaterialien des Kultusministeriums angreift, von Fälschungen, Übertreibungen spricht und gegen die Einführung eines Faches Klimakunde wettert, welches er als ‚Klimareligion‘ bezeichnet.“

Viel besser fand Schlegel dann den Vortrag von Prof. Bodo Sturm mit dem Titel „Rationale Klimapolitik – Anmerkungen zum Alleingang Deutschlands in der Klimapolitik“ auch nicht. Da kamen dann die oben genannten 3 Prozent ins Spiel und Sturms Frage: „Wie sinnvoll ist der Alleingang Deutschlands in der Klimapolitik aus ökonomischer Sicht?“

Schlegel: „Die Antwort von B. Sturm dazu lautet einfach, dass das Klimaproblem nicht im Alleingang zu lösen ist. Der Anteil Deutschlands an den weltweiten CO2-Emissionen beträgt nur 3 %. Natürlich hat er damit recht, nur aus meiner Sicht entschieden zu kurz gedacht, denn es muss Länder geben, die Pionierarbeit leisten und das auch können. Deutschland dürfen wir ohne Übertreibung zu den Hochtechnologieländern zählen. Sollten wir eine solche Herausforderung, wie die beschlossene Energiewende von einem Entwicklungs- oder Schwellenland einfordern?“

Was übrigens die gar nicht unberechtigte Frage aufwirft: Ja, wer soll denn die Hochtechnologie von Morgen entwickeln, wenn nicht Ingenieure aus Sachsen? Wird diese Technologie überhaupt entwickelt, wenn Professoren ihren Studenten erklären, das sei gar nicht erforderlich?

Irgendwie hatte auch Hans-Jürgen Schlegel so ein seltsames Gefühl, dass bei dieser Konferenz weder das Wort „Alternativ“ ernst gemeint war noch das Wort „Fortschritt“.

In der Berichterstattung der FDP über ihre Veranstaltung tauchte sogar das Wort „irrationale Ökohysterie“ auf. Das stammt dann aus dem Wortschatz von Michael Miersch, auch einem der Kongressteilnehmer, Leiter für das Ressort Forschung beim „Focus“ mit einer ganz eigenartigen Sicht auf seine Journalistenkollegen: „Es gibt es eine freiwillige ?Selbstgleichschaltung‘ unter Journalisten, weil die Kollegen dieses warme Konsensgefühl haben wollen. Das sind keine Bösewichte, das ist die große Mehrheit der deutschen Journalisten. Aber das ganze Thema hat eben eine moralische Konnotation: Und da möchte jeder bei den Guten sein.“

Mag sein, dass das beim „Focus“ so ist. Aber diese „Selbstgleichschaltung“ findet er auch in der Gesellschaft, hat ja sogar den „Ökologismus als neue Religion der Wohlstands-Eliten“ für sich entdeckt. Darüber schrieb er zum Beispiel 2005 einen Aufsatz, in dem er unter anderem einen Mann wie Josef H. Reichholf lobt, seines Zeichens Zoologe.

„Wer forscht, orientiert sich ergebnisoffen an messbaren Tatsachen. Folglich sind Ökologen (also die Wissenschaftler, die sich mit Ökologie befassen) oftmals keine Ökologisten. Einer der angesehensten Ökologen Deutschlands, der Münchner Josef H. Reichholf verfasste eine Streitschrift, in der er sein Wissensgebiet gegen Vereinnahmung in Schutz nimmt (‚Die falschen Propheten‘, Wagenbach-Verlag). Über den heutigen Ökologismus heißt es darin, er habe sich ‚zu einem religionsartigen Lebensmodell entwickelt, dass uns in immer stärkerem Maße vorschreibt, was zu tun und zu lassen ist.'“, schreibt Miersch über Reicholf. „Für viele dieser Vorschriften gibt es keinen vernünftigen Grund. Die Grenze zwischen berechtigten Sorgen und esoterischem Humbug ist längst gefallen. Furchtbare Gefahren lauern angeblich in Mobiltelefonen, Zahnplomben und Plastikspielzeug.“

Reichholf ist freilich auch einer der umstrittensten Leute auf dem Gebiet und die Klimaforscher selbst, die sich tatsächlich mit der Sache beschäftigen, werfen Reichholf vor, mit „falschen und irreführenden Klimakurven“ zu arbeiten.

Keine Überraschung: Die FDP hatte auch Reichholf eingeladen, der seinen Vortrag betitelte „Klimatische Veränderungen: Reaktionen von Pflanzen, Tieren und Menschen – und wie Prognosen aus Modellrechnungen zu Missverständnissen führen“.

Was Schlegel an der FDP-Konferenz besonders erschreckte, war die tatsächlich zum Thema gemachte Fortschrittsfeindlichkeit. „Unser Label für die Welt heißt seit Jahrzehnten ‚Made in Germany‘, geradezu der Inbegriff für Produktqualität im Einklang mit technologischem Fortschritt. Nur mit Innovationen schaffen wir hochqualitative, weltmarktfähige Produkte, die Deutschland und natürlich auch Sachsen im Ranking der führenden Industrienationen einen der vorderen Plätze belegen lassen. Ja unser heutiger Lebensstandard lässt sich nur sichern und vielleicht noch verbessern, wenn wir unseren Konkurrenten mehr als eine Nasenlänge voraus bleiben. Zur Beschreibung dessen verwende ich gern den Begriff der Technologieführerschaft.“

Wer nachlesen will, was bei der „Alternativen Klimakonferenz“ der FDP in Dresden herauskam und was nicht, findet hier die Berichterstattung der FDP:

http://fdp-sachsen.de/online/fdp/fdp.nsf/News.xsp?id=721E0787CAD6FD73C1257A2F0032C486

Und hier die Einschätzung von Hans-Jürgen Schlegel:
www.vee-sachsen.de/index.php/aktuelles/home/1-aktuelles/404-fdp-startet-fortschrittsoffensive-2012-in-sachsen-mit-anmerkungen-zur-alternative-klimakonferenz-am-30062012-internationales-congress-center-dresden-ein-bericht-von-hans-juergen-schlegel.html


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