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Stärkste Heimleistung reicht Uni-Riesen nicht zum Sieg – 75:84 gegen Düsseldorf Baskets

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    In einem hochklassigen ProA-Spiel gingen die Uni-Riesen schnell in Führung und hielten diese zunächst durch eine starke Teamleistung in der Defensive. Die nun spielberechtigten Adam Sollazzo und Geoffrey McCammon machten dabei eine ganz gute Figur. Beide bestritten ihr erstes Heimspiel und bewiesen, dass sie die Verteidigung auf ein etwas aggressiveres Level heben können. Gegen so manchen Gegner hätte es einen Festtag für die Leipziger gegeben, doch leider kippte das Spiel zwei Minuten vor Schluss.

    Nur ein schwieriger Dreier mit Brettkontakt durch Düsseldorfs Gary Johnson verhinderte den Gleichstand nach dem ersten Viertel. Mit der Schlusssirene fiel der Ball vom Brett durch die Maschen, was ein hoch engagierte Leistung der Riesen nicht schmälerte. Gleich zu Beginn holten sie sich die Führung im zweiten Viertel zurück, die ab dann munter wechselte. Leistungsmäßig bewegten sich die Hausherren weiter auf Augenhöhe mit dem Tabellenfünften. Das beste und zugleich unterhaltsamste Heimspiel der Saison nahm weiter seinen Lauf.

    Das merkten auch die 520 Zuschauer, sie honorierten die Leistung der Mannschaft mit guter Unterstützung. Mit dem Publikum im Rücken, blockte Chris Gadley souverän einen weiteren gegnerischen Wurf, während seine Mitspieler ihm die meiste Zeit halfen, die Defensivrebounds zu holen. Kevin Schaffartzik trumpfte auf und führte die Scorerliste an, die Aufgabenteilung mit Adam Sollazzo passte. Er erzielte ebenso wie Schaffartzik 20 Punkte. Während der Amerikaner die Mannschaft dirigierte, nutzte Schaffartzik die Freiräume für Dreier und zog – wenn Platz war – zum Korb. Sollazzo war dafür der einzige Leipziger mit einer guten Freiwurfausbeute, hier haperte es, vielleicht sogar spielentscheidend. „Ich fühle mich inzwischen wohl mit den Mitspielern, in Ehingen hatte ich einfach einen richtig schlechten Tag.“
    Basket-Center Adam Waleskowski hatte so seine Schwierigkeit mit der Quirligkeit der Uni-Riesen. Er musste im vierten Viertel mit fünf persönlichen Fouls das Feld verlassen. Die Schlussminute brachte dann die Entscheidung zu Ungunsten der Leipziger. Ohne Kai-Uwe Kranz (Meniskusverletzung) fehlte leider ein weiterer konstanter Schütze. So ging die Taktik von Gäste-Trainer Murat Didin auf: „Wir haben uns vorgenommen, Christopher Gadley nicht aus der Zone punkten zu lassen und das haben wir auch gut geschafft.“ In der Tat konnte der Leipziger Center nur sieben Punkte erzielen, ließ dabei aber wie schon öfter viele Freiwürfe ungenutzt. „Ich befürchte fast, das werden wir nicht ändern“, kommentierte sein Trainer lapidar.

    Der Spielstand von 75:84 gab nicht so ganz den aufregenden Spielverlauf wieder. Denn bei den kleinen Schwächen in der Offensive besannen sich die Uni-Riesen auf das, was sie oft schon auszeichnete: Niemals aufzugeben. Geschickt wurden die Düsseldorf Baskets gefoult, um die Uhr in der Schlussminute anzuhalten, dass dabei ein unsportliches Foul gegen Kevin Schaffartzik heraussprang, war eine fragwürdige Entscheidung. Leider fielen die Dreier unter dem zeitlichen Druck nicht. Auch eine Verlängerung und ein Heimsieg wären nicht unverdient gewesen. „Wir haben halt das Pech, dass wir zu wenige Spieler haben, die in der Crunchtime, also den letzten paar Minuten, noch ruhig bleiben“, analysierte Trainer Dr. Ivan Vojtko. Gepaart mit der insgesamt zu schwachen Freiwurfquote verpasste es das Team, sich selbst für eine überzeugende und unterhaltsame Leistung zu belohnen. Den artigen Dank der Mannschaft hatte sich wiederum das Publikum ausnahmsweise einmal verdient.

    Schmerzhaft für die Leipziger ist die fehlende Unterstützung aus Chemnitz und Heidelberg. Beide verloren gegen direkte Konkurrenten der Uni-Riesen, so dass der Abstand zu einem Nichtabstiegsplatz nun 6 Punkte beträgt.

    Die Statistik zum Spiel:
    www.diejungeliga.de/…

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