Knapper Sieg für die BSG Chemie. Die Leutzscher gewannen am Samstag gegen Lipsia Eutritzsch 1:0 (1:0). Gandaa erzielte die frühe Führung (15.). Im Laufe des Spiels mussten zwei Spieler vorzeitig unter die Dusche.

Die Partie begann zwar temporeich, aufgrund vieler Abspiel- und Stoppfehler auf beiden Seiten aber zerfahren. Nachdem die Lipsia eine Vielzahl von Standards nicht zu ihren Gunsten nutzen konnte, klappte es auf Chemie-Seite besser. Nach einer Ecke fälschte Gandaa Lukas Riegers Direktabnahme noch entscheidend ab – die Führung für die BSG (15.).

Eigentlich sprach einiges dafür, dass die Leutzscher nun in Ruhe ihr Spiel aufziehen und die Eutritzscher kommen lassen könnten. Erst recht, als Gästekeeper Sascha Gerstenberger beim Herauseilen den Ball klar mit der Hand spielte und somit Gandaas Doppelpack verhinderte. Jeder, der am Mittwoch die Champions League geschaut hatte, wusste, was nun kommen würde: Rot für Gerstenberger und Unterzahl für Lipsia (35.). Der anschließende Freistoß verfehlte nur knapp das Tor.

Leider entpuppte sich die Überzahlsituation nach dem Seitenwechsel in keinem Maße als Vorteil. Nach Wolfs Lattenkracher aus 27 Metern unmittelbar nach Wiederanpfiff und Gandaas Drehschuss, der übers Tor ging, hatte die grün-weiße Offensivabteilung lange Zeit Sendepause. Stattdessen hatte Lipsia-Angreifer René Steuernagel die Hundertprozentige zum Ausgleich auf dem Fuß und verfehlte zum Glück hauchzart den Leutzscher Kasten (49.).

Die BSG meldete sich wieder ins Spiel zurück. Rieger passte steil auf den gestarteten Sven Schlüchtermann, doch der wurde im letzten Moment entscheidend von Gegenspieler Torsten Gundlach gestört, sodass sein Schuss das Tornetz nur von hinten sah (63.). In der 72. Minute schwächten die Chemiker sich selbst. Nachdem er bereits wegen Meckerns verwarnt worden war, sah Wolf wegen Foulspiels zu Recht die gelb-rote Karte (72.) und wird nun im Spitzenspiel gegen Zwenkau fehlen.
Da die Leutzscher es im weiteren Spielverlauf nicht verstanden, aus einer Vielzahl von Chancen das erlösende zweite Tor zu schießen – und der eingewechselte Lipsia-Hüter gegen Oliver Knaut und Maximilian Heyse hervorragend reagiere, mussten die Chemie-Fans bis zum Schluss zittern.

Schließlich ertönte in der dritten Minute der Nachspielzeit der Schlusspfiff. Der vierte Sieg im vierten Ligaspiel war perfekt. Beim VfB Zwenkau (Samstag, 15:30 Uhr) muss nun eine klare Leistungssteigerung her.
BSG Chemie Leipzig: Andreas Rudolf – Maximilian Heyse, Alexander Portleroy, Nils Gräfe, Lukas Rieger (81. Tino Peschick) – Sven Schlüchtermann, Hannes Rook, Marcus Wolf (MK), Oliver Knaut – Stefan Peter, Norman Lee Gandaa (78. Marco Blanc); Trainer: André Schönitz/Hans-Jürgen Weiß

SV Lipsia 93 Eutritzsch: Sascha Gerstenberger – Manuel Erdmenger, Niels Appreck (35. Christopher Kittel), Robert Gottelt, Patrick Jacobi (MK), Sven Heyde (69. David Wadewitz), René Steuernagel, Alexander Jacobi, David Kunze, Maximilian Stöckmann, Torsten Gundlach; Trainer: Thomas Rochol

Tor: 1:0 Norman Lee Gandaa (15.)
Schiedsrichter: Reinhard Franke (Leipzig) – Assistenten: Uwe Ihle, Andreas Kraska
Zuschauer: 667 im Alfred-Kunze-Sportpark

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