RB Leipzig vs. Zenit St. Petersburg 2:1 – Sabitzer ballert RBL auf Platz 1

Für alle LeserRB Leipzig ist zurück auf dem 1. Platz seiner Champions-League-Gruppe. Den Rasenballern gelang am Mittwochabend, den 23. Oktober, ein 2:1 gegen den bisherigen Tabellenführer Zenit St. Petersburg. Gleichzeitig unterlag Lyon beim zuvor punktlosen Benfica Lissabon. Zur Halbzeit der Gruppenphase ist damit alles offen.

Ausgangslage: RB Leipzig stand bereits am 3. Spieltag der Champions-League-Gruppenphase unter Druck. Nach dem überraschenden 0:2 gegen Lyon vor drei Wochen belegten die Rasenballer nur den 3. Platz – hinter den Franzosen und Tabellenführer Zenit St. Petersburg. Ein Sieg gegen den russischen Meister war deshalb das klare Ziel. Laut der Statistik-Website „FiveThirtyEight“ lag die Wahrscheinlichkeit dafür bei 54 Prozent.

Gegner: Nach vier Jahren konnte Zenit in diesem Jahr wieder die Meisterschaft in Russland gewinnen. Im Sommer holte der Club für 40 Millionen Euro den Rechtsaußen Malcom vom FC Barcelona – doch wegen Hüftproblemen wird der Brasilianer wohl bis Jahresende ausfallen. In Deutschland ist auch Linksverteidiger Douglas Santos bekannt. Er wechselte im Sommer vom HSV nach Russland und verpasste in Liga, Pokal und Europacup bislang keine Minute.

Historie: Leipzig und St. Petersburg trafen bereits in der Europa-League-Saison 2017/18 aufeinander. Im Achtelfinale konnten sich die Rasenballer nach einem 2:1 im Hinspiel in Leipzig und einem 1:1 im Rückspiel in St. Petersburg durchsetzen. Nur knapp 20.000 Zuschauer/-innen waren damals in der Red-Bull-Arena anwesend. Diesmal war der Heimbereich ausverkauft.

Aufstellung: RBL-Cheftrainer Julian Nagelsmann verzichtete auf große Überraschungen. Einzig mit Lookman statt Poulsen als Sturmpartner von Werner war nicht unbedingt zu rechnen.

Es spielten: Gulacsi – Mukiele, Upamecano, Orban, Klostermann – Laimer (86. Demme), Kampl – Sabitzer, Forsberg – Lookman (69. Poulsen), Werner (46. Cunha)

Laimer freut sich kurz nach dem Seitenwechsel über den zwischenzeitlichen Ausgleich. Foto: Gepa Pictures

Laimer freut sich kurz nach dem Seitenwechsel über den zwischenzeitlichen Ausgleich. Foto: Gepa Pictures

1. Halbzeit: Gleich in der 1. Minute wäre RBL fast in Führung gegangen, doch Zenit-Keeper Kerzhakov lenkte einen Distanzschuss von Laimer noch an die Latte. Stattdessen erzielten die Russen die Führung: Nach 25 Minuten konnte Innenverteidiger Rakytskyy aus 20 Metern unbedrängt aufs Tor schießen und rechts unten verwandeln. Klostermann und Werner scheiterten danach jeweils aus kurzer Distanz.

Tor: 0:1 Rakytskyy (25.)

2. Halbzeit: Während die Rasenballer im ersten Durchgang selten durch die Viererketten von Zenit kamen, fanden sie nun die Wege. Zunächst ließ Laimer einen Ball zu Sabitzer durch, startete Richtung Tor, ließ sich von Sabitzer direkt bedienen und vollendete ebenfalls direkt zum Ausgleich in der 49. Minute. Zehn Minuten später bekam Sabitzer halbrechts im Strafraum den Ball, ließ ihn einmal aufprallen und zog dann ab – der Ball drehte sich zum 2:1 in den linken Winkel.

Bei dem 2:1 hätte es eigentlich nicht bleiben dürfen. Auf der einen Seite schoss Osorio aus kurzer Entfernung knapp über das Tor von Gulacsi (68.), auf der anderen Seite scheiterte der eingewechselte Cunha zweimal kurz hintereinander freistehend (83., 84.). So blieb es also letztlich doch beim 2:1.

Tore: 1:1 Laimer (49.), 2:1 Sabitzer (59.)

Besonderes: Allzu oft passiert es nicht, dass im Gästeblock der Red-Bull-Arena ein bisschen Pyrotechnik brennt – doch heute war es mal wieder so weit. Während viele Zuschauer/-innen deshalb pfiffen, skandierten einige Dutzend im Fanblock der Rasenballer: „Pyrotechnik ist kein Verbrechen“. Vor Anpfiff hatte es eine sehenswerte Choreographie mit Fahnen, Spruchband und einer riesigen Zeichnung gegeben.

Ausblick: RB Leipzig hat zwei Punkte Vorsprung vor St. Petersburg und Lyon sowie drei Punkte Vorsprung vor Lissabon – eine gute Ausgangslage für die „Rückrunde“. In den nationalen Wettbewerben stehen zwei herausfordernde Auswärtsspiele bevor: am Samstag in der Bundesliga in Freiburg und am Mittwoch im DFB-Pokal in Wolfsburg.

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