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„Den Saisonstart haben wir uns anders vorgestellt.“: Eintracht Leipzig-Süd und FC Phönix warten noch auf ersten Sieg

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    LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 83, seit 25. September im HandelInzwischen rollt auch in der Frauen-Regionalliga Nordost wieder der Ball. In Sachen Spielmodus gab es hier allerdings gravierende Änderungen. Denn die bisher eingleisige Nordost-Liga wurde nun in zwei Staffeln geteilt: Nord und Süd. Jeweils sieben Vereine spielen dort untereinander. Die vier erstplatzierten Teams aus Nord und Süd treffen anschließend in der Meisterrunde aufeinander und spielen die Plätze 1-8 aus.

    Dabei werden die Punkte und Tore mitgenommen, die vorher gegen Teams erzielt worden waren, die ebenfalls an dieser Meisterrunde teilnehmen. Daher spielen dann dort auch nur noch die Nord- gegen die Südmannschaften. Die restlichen Teams, die „unter dem Strich“ einkamen, spielen nach dem selben Prinzip in einer Relegationsrunde um den Klassenerhalt.

    Die drei Leipziger Regionalliga-Vertreter kicken nun in der Südstaffel. Neben der U23 von Rasenballsport sind das Eintracht Leipzig-Süd (ELS) und der FC Phönix. Während die Rasenballerinnen nach den bisherigen drei Spieltagen die Tabelle anführen, lief es für die beiden anderen eher suboptimal.

    Nach jeweils zwei Niederlagen zum Auftakt, trennten sich ELS und Phönix am letzten Wochenende im Leipzig-Derby unentschieden mit 4:4. Mit diesem einen Punkt, belegen beide Leipziger aktuell die letzten Tabellenplätze. Die LEIPZIGER ZEITUNG (LZ) hat die Kapitäninnen Michelle Förster (ELS) und Katharina Freitag (Phönix) zur neuen Saison befragt.

    FC Phönix-Kapitänin Katharina Freitag im Regionalliga-Derby gegen Eintracht Leipzig-Süd. Foto: Jan Kaefer
    FC Phönix-Kapitänin Katharina Freitag im Regionalliga-Derby gegen Eintracht Leipzig-Süd. Foto: Jan Kaefer

    Welche Veränderungen (personell, Umfeld, Voraussetzungen) hatte es in der langen Pause in Ihrer Mannschaft/ Verein gegeben?

    Michelle Förster (ELS): Wir durften mit Katrin Franke eine neue Co-Trainerin begrüßen. Und unsere ehemalige Spielerin Leonie Schleifnig unterstützt uns ab sofort als Teammanagerin. Außerdem konnten wir einige Neuzugänge dazugewinnen: Lara Krauße (SpVg Aurich), Jennifer Weber (RB II), Marleen Mohr (eigene U17), Paula Melsheimer (Reil), Johanna Breitenbach (nach Pause zurück), Nell Biallaß (Hallescher FC) und Jana Stolle (Hastenbeck). Wir haben uns damit in der Breite verstärkt und konnten so mit einem guten Kader in die Saison starten.

    Wir waren auch froh, dass wir unser Trainingslager im Juli unter den Hygienevorgaben realisieren konnten. Das tat allen gut. Endlich wieder Fußball. Wir sind dort als Truppe zusammengewachsen.

    Katharina Freitag (Phönix): Wir haben mit dem Fortuna-Sportpark eine neue Spielstätte, wo das Umfeld einfach sehr professionell ist und die Rahmenbedingungen mit dem Verein Fortuna Leipzig stimmen. Personell haben wir fünf Neuzugänge zu vermelden: Jasmin Gehring, Pia Feldhahn, Wiebke Holzmüller, Katharina Weltz und Nicole Stecher. Außerdem haben wir mit Heiko Oertel auch einen neuen sportlichen Leiter.

    Für uns war die Pandemie ganz furchtbar, da wir in unseren Abläufen, die sich vorher manifestiert hatten, einfach jegliche Routine verloren haben. Das sieht man aktuell auch auf dem Platz und bei jedem Spiel.

    Mit welchen Zielen und Hoffnungen sind Sie in die Regionalliga-Saison gestartet?

    Michelle Förster (ELS): Unser Ziel ist der 4. Platz in der Südstaffel der Regionalliga Nordost. Wir wollen uns in der „Meisterrunde“ mit den besten Teams messen. Das ist unser Anspruch und auch ein Anreiz für mich als Spielerin.

    Katharina Freitag (Phönix): Unser Ziel war sehr, sehr hoch gesteckt. Wir wollten definitiv im oberen Drittel sein. Doch leider gestaltet sich das aktuell sehr schwierig, da wir im Gesamtpaket noch nicht miteinander funktionieren.

    Nun gab es für beide Teams aus den ersten drei Partien insgesamt nur einen einzigen Punkt. Welche Erkenntnisse nehmen Sie daraus mit, und wie bewerten Sie diese Auftaktspiele?

    Das Titelblatt der LEIPZIGER ZEITUNG Nr. 83, Ausgabe September 2020. Foto: Screen LZ

    Michelle Förster (ELS): Den Saisonstart haben wir uns natürlich anders vorgestellt. Im ersten Spiel gegen Erfurt haben wir uns zu viel vorgenommen. Wir waren teilweise zu zögerlich und hatten uns selbst zu viel Druck gemacht, die sehr guten Testspielergebnisse im ersten Pflichtspiel zu bestätigen. Wir haben unsere Ordnung verloren und die wenigen eigenen Chancen nicht genutzt. Und am Ende verliert man so ein Spiel 0:1.

    In Magdeburg (2:4) haben wir dann ein anderes Gesicht gezeigt. Wir konnten die taktischen Vorgaben auf dem Platz umsetzen und haben geschlossen als Mannschaft agiert. Ich bewerte die Niederlage nicht zu negativ, da eine Entwicklung zu sehen war, und mit etwas mehr Spielglück fahren wir mit einem Unentschieden nach Hause.

    Das Unentschieden zuletzt gegen Phönix (4:4) ist sehr ärgerlich für uns, da wir eine Zwei-Tore-Führung am Ende nicht über die Ziellinie gebracht haben. Mit der ersten Halbzeit konnten wir zufrieden sein, haben in der zweiten Halbzeit aber unseren Faden verloren. Wir haben nicht mehr gut in die Spitze gespielt und hatten zu viele einfache Ballverluste.

    Katharina Freitag (Phönix): Als „ältere Dame“ weiß ich, dass die zweite Saison die schwerste ist, denn die Mannschaften stellen sich auf uns ein. Nur leider haben wir das Gegenmittel noch nicht gefunden, um frei aufzuspielen und somit die Punkte zu holen. Des Weiteren kassieren wir einfach zu viele Gegentore.

    Zu dieser Saison wurde der Regionalliga-Modus komplett verändert. Wie bewerten Sie diese Änderungen? Inwiefern wurde diese Modus-Änderung mit den Vereinen abgestimmt?

    Michelle Förster (ELS): Der NOFV hat die Vereine über die Möglichkeiten in Kenntnis gesetzt. Jeder Verein durfte für einen Modus abstimmen, und letztendlich wurde die Staffel geteilt. Durch den Rückzug von Erzgebirge Aue sind am Ende nur 15 Teams übrig geblieben. Also nur ein Team mehr als in der abgelaufenen Saison. Vielleicht hätte man unter diesem Gesichtspunkt auch sagen können, man bleibt weiterhin bei einer Nordost Staffel.

    Als Spielerin möchte man sich gern mit allen Teams messen. Allerdings gab es auch ein paar Punkte, die für die Teilung sprechen. So können die Vereine Fahrtkosten sparen, und es stehen mehr freie Wochenenden für Pokalspiele oder Nachholspiele zur Verfügung. Durch den Modus hat man unmittelbar die Möglichkeit, sich für eine Niederlage zu revanchieren, da man in kürzester Zeit nochmals gegeneinander spielt.

    ELS-Kapitänin Michelle Förster am Ball. Foto: Jan Kaefer
    ELS-Kapitänin Michelle Förster am Ball. Foto: Jan Kaefer

    Katharina Freitag (Phönix): Der NOFV war sehr darauf bedacht, für alle Mannschaften das Beste aus der Gesamtsituation zu machen und hat dabei sehr professionell agiert. Die Vereine waren stets auf dem neuesten Stand, und es war eine sehr offene Kommunikation. Das Splitten der Liga ist meiner Meinung nach finanziell eine extreme Erleichterung, da man einfach diese vielen Strecken nicht fahren muss. Also an den NOFV sowie den SFV kann ich daher nur ein Lob aussprechen.

    Mehr Informationen:
    https://els-maedels.jimdofree.com (Homepage ELS-Frauen)
    www.fcp-leipzig.de (Homepage FC Phönix)

    Die neue „Leipziger Zeitung“ Nr. 83: Zwischen Ich und Wir

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