Leichtathletik: Tino Häber schickt den Speer auf Olympia-Weite

Es war die große Befreiung des Tino Häber. Am Sonntag übertraf der Leipziger Speerwerfer beim World Class Meeting in St. Wendel mit 82,10 Meter endlich die geforderte Olympianorm. Die LAZ-Hürdensprinter Cindy Roleder und Erik Balnuweit schrammten beim Wettkampf in Mannheim hingegen noch an ihren Normzeiten vorbei.
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Seit fast drei Jahren hatte es Tino Häber mit seinem Speer nicht mehr über die „magische“ 80-Meter-Marke geschafft. Immer wieder hatte der Deutsche Meister von 2008 mit Verletzungen zu kämpfen gehabt, hinkte seiner persönlichen Bestweite von 83,46 Meter (2009) vergeblich hinterher. Nun platzte beim gestrigen Wettkampf im saarländischen St. Wendel endlich der Knoten. Im vierten Versuch hatte Häber erstmals wieder die 80 geschafft, übernahm mit 80,81 Meter die Führung. Doch schon im nächsten Durchgang knöpfte ihm der Pole Igor Janik diese mit 82,11 Meter direkt wieder ab – vielleicht genau die richtige Herausforderung für Tino Häber. In seinem allerletzten Versuch haute der 29-Jährige noch mal einen raus, pirschte sich bis auf einen winzigen Zentimeter an Janik heran und knackte damit die Olympianorm von 82,00 Meter. Er ist damit der zweite Leipziger Leichtathlet, der sich berechtigte Hoffnungen auf einen Start in London machen darf.
Verdammt knapp an der olympischen Zeitvorgabe vorbei lief 110m-Hürdensprinter Erik Balnuweit am Samstag in Mannheim. Dem Leipziger fehlte bei erreichten 13,50 Sekunden lediglich ein winziges Hundertstel am Glück. Sein Offenburger Rivale Matthias Bühler hingegen war ein ganzes Zehntel schneller unterwegs und erstürmte mit 13,40 Sekunden als dritter männlicher Hürdersprinter den erlauchten Kreis der deutschen Olympiakandidaten.

Diesem will endlich auch Cindy Roleder beitreten. Doch die LAZ-Athletin muss noch weiter am Projekt London schrauben. Zwar lieferte sie in zwei Durchgängen über 100m Hürden mit 12,98 und 12,99 Sekunden eine konstant gute Leistung ab, für eine Olympia-Fahrkarte werden jedoch 12,92 Sekunden gefordert. Deutlich unter dieser Vorgabe blieb Carolin Nytra, die in Mannheim als Lokalmatadorin an den Start ging und mit 12,74 Sekunden beeindruckte.

Mehr Informationen:
Die Ergebnisse des World Class Meetings in St. Wendel
Die Ergebnisse des Quali-Wettkampfes in Mannheim


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