Am vergangenen Wochenende wurde in Dortmund die Deutsche Hallenmeisterschaft der Leichtathleten ausgetragen. Aus Leipzig hatten nur sechs Teilnehmer des SC DHfK den Weg in die Helmut-Körnig-Halle angetreten. Diese hatten nach zwei Wettkampftagen immerhin vier Finalteilnahmen und eine Goldmedaille vorzuweisen. Letztere ging erwartungsgemäß an Kugelstoßer David Storl, der damit bereits zum sechsten Mal Deutscher Hallenmeister wurde.

Kugelstoßen: Jede einzelne Weite hätte für Storl zum Titel gereicht
David Storl (SC DHfK), GOLD mit 21,19 Metern

Bei seinem sechsten Hallen-DM-Gold überzeugte Kugelstoßer David Storl mit einer starken Serie. Alle seine sechs Versuche waren gültig und landeten jenseits der 20-Meter-Marke, und jeder dieser Stöße hätte zum Titel gereicht. Der weiteste flog sogar auf 21,19 Meter, was für Storl Saisonbestleitung war. Erst zwei Tage zuvor hatte er diese auf 21,03 Meter verbessert gehabt.

60 Meter: Schmidt mit solider Leistung – und Verbesserungspotenzial
Roy Schmidt (SC DHfK), 6. Platz in 6,73 sek. (VL 6,77 sek./ HF 6,77 sek.)
Felix Straub (SC DHfK), 35. Platz, VL 7,03 sek.

Mit einer konstanten Vorstellung arbeitete sich Sprinter Roy Schmidt in die Nähe seiner persönlichen Bestzeit (6,70 sek.) vor. So richtig begeistert war er von seiner Leistung dennoch nicht. “Es war okay, aber mehr auch nicht”, so sein Urteil gegenüber L-IZ.de. “Ich kann wesentlich mehr und kann meine Technik noch nicht so umsetzen. In der Halle tue ich mich ja bekannterweise immer bisschen schwer. Alles in allem war es weder gut noch schlecht, und draußen wird es wieder wesentlich besser werden”.

Roy Schmidt (60m): "Draußen wird es wieder wesentlich besser werden". Foto: Jan Kaefer (Archiv)
Roy Schmidt (60m): “Draußen wird es wieder wesentlich besser werden”. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

1.500 Meter: Wechselbad der Gefühle für Julia Klein
Julia Klein (SC DHfK), 6. Platz in 4:32,97 min. (VL 4:29,83 min./PB)

Hinter Julia Klein liegt ein aufregendes DM-Wochenende. Am Samstag war sie im Vorlauf über 1.500 Meter so knapp wie überraschend ausgeschieden. Ihre Zeit von 4:29,83 Minuten reichte nur für Platz 9, damit rauschte sie einen Rang am Finale vorbei. “Es war mir im Lauf selber leider nicht bewusst, dass das so nicht reicht”, ärgerte sich die 20-Jährige. Doch die Geschichte sollte noch nicht zu Ende sein. Denn am Sonntag meldete sich eine für das Finale qualifizierte Läuferin krankheitsbedingt ab.

“Davon habe ich 70 Minuten vor dem Start erfahren und bin dann noch im Alarmstart eingesprungen. Das war völlig verrückt”, so Klein, die auf diese Weise doch noch das Finale laufen durfte. “Das Rennen war sehr taktisch, auf den ersten 700 Metern haben wir fast Stehversuche gemacht”, analysiert sie den Lauf. “Danach wurden immer mal Spitzen gesetzt – und bei noch 300 Metern ging es richtig los. Leider war ich da gerade fast am Ende des Feldes. Aber es war ein starkes Feld, und ich war ganz gut dabei. Da lässt sich für die Sommersaison gut etwas mitnehmen”.

Julia Klein (1.500m): "Der 6. Platz ist letztlich ein versöhnlicher Abschluss der Hallensaison". Foto: Jan Kaefer (Archiv)
Julia Klein (1.500m): “Der 6. Platz ist letztlich ein versöhnlicher Abschluss der Hallensaison”. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

60 Meter Hürden: Bestzeit und Finalteilnahme für Niedermayer
Annika Niedermayer (SC DHfK), 8. Platz in 8,58 sek. (VL 8,51 sek./ PB)
Ann-Cathrin Vogl (SC DHfK), 19. Platz, VL 8,75 sek.

Einen super Tag erwischte DHfK-Neuzugang Annika Niedermayer. Bei ihrer ersten Deutschen Meisterschaft der Aktiven sprintete sich die 18-Jährige mit einer Vorlaufzeit von 8,51 Sekunden – neuer persönlicher Bestleistung – bis ins Finale. Dort durfte sie dann unter anderem gegen Cindy Roleder (SV Halle/ GOLD) und Pamela Dutkiewicz (TV Wattenscheid/ SILBER) antreten.

“Ich habe es sehr genossen, mit zwei ganz besonderen Athleten der deutschen Leichtathletik in einem Finale zu stehen. Das macht Geschmack auf mehr”, verriet sie L-IZ.de. “Die DM-Teilnahme war für mich etwas ganz besonderes und ein schöner Nervenkitzel. Die persönliche Bestzeit zeigt mir, dass ich mit genügend Adrenalin einiges erreichen kann”.

Annika Niedermayer (60m Hürden): "Die DM-Teilnahme war für mich etwas ganz besonderes und ein schöner Nervenkitzel". Foto: Jan Kaefer (Archiv)
Annika Niedermayer (60m Hürden): “Die DM-Teilnahme war für mich etwas ganz besonderes und ein schöner Nervenkitzel”. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Alle Ergebnisse der Hallen-DM 2018:
https://static.sportresult.com/federations/iaaf/liveResults/…

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