Leichtathletik, Hallensaison

DHM 2018 in Dortmund: Storl unangefochten zu Kugel-Gold

Für alle Leser Am vergangenen Wochenende wurde in Dortmund die Deutsche Hallenmeisterschaft der Leichtathleten ausgetragen. Aus Leipzig hatten nur sechs Teilnehmer des SC DHfK den Weg in die Helmut-Körnig-Halle angetreten. Diese hatten nach zwei Wettkampftagen immerhin vier Finalteilnahmen und eine Goldmedaille vorzuweisen. Letztere ging erwartungsgemäß an Kugelstoßer David Storl, der damit bereits zum sechsten Mal Deutscher Hallenmeister wurde.

Kugelstoßen: Jede einzelne Weite hätte für Storl zum Titel gereicht
David Storl (SC DHfK), GOLD mit 21,19 Metern

Bei seinem sechsten Hallen-DM-Gold überzeugte Kugelstoßer David Storl mit einer starken Serie. Alle seine sechs Versuche waren gültig und landeten jenseits der 20-Meter-Marke, und jeder dieser Stöße hätte zum Titel gereicht. Der weiteste flog sogar auf 21,19 Meter, was für Storl Saisonbestleitung war. Erst zwei Tage zuvor hatte er diese auf 21,03 Meter verbessert gehabt.

60 Meter: Schmidt mit solider Leistung – und Verbesserungspotenzial
Roy Schmidt (SC DHfK), 6. Platz in 6,73 sek. (VL 6,77 sek./ HF 6,77 sek.)
Felix Straub (SC DHfK), 35. Platz, VL 7,03 sek.

Mit einer konstanten Vorstellung arbeitete sich Sprinter Roy Schmidt in die Nähe seiner persönlichen Bestzeit (6,70 sek.) vor. So richtig begeistert war er von seiner Leistung dennoch nicht. „Es war okay, aber mehr auch nicht“, so sein Urteil gegenüber L-IZ.de. „Ich kann wesentlich mehr und kann meine Technik noch nicht so umsetzen. In der Halle tue ich mich ja bekannterweise immer bisschen schwer. Alles in allem war es weder gut noch schlecht, und draußen wird es wieder wesentlich besser werden“.

Roy Schmidt (60m): "Draußen wird es wieder wesentlich besser werden". Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Roy Schmidt (60m): „Draußen wird es wieder wesentlich besser werden“. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

1.500 Meter: Wechselbad der Gefühle für Julia Klein
Julia Klein (SC DHfK), 6. Platz in 4:32,97 min. (VL 4:29,83 min./PB)

Hinter Julia Klein liegt ein aufregendes DM-Wochenende. Am Samstag war sie im Vorlauf über 1.500 Meter so knapp wie überraschend ausgeschieden. Ihre Zeit von 4:29,83 Minuten reichte nur für Platz 9, damit rauschte sie einen Rang am Finale vorbei. „Es war mir im Lauf selber leider nicht bewusst, dass das so nicht reicht“, ärgerte sich die 20-Jährige. Doch die Geschichte sollte noch nicht zu Ende sein. Denn am Sonntag meldete sich eine für das Finale qualifizierte Läuferin krankheitsbedingt ab.

„Davon habe ich 70 Minuten vor dem Start erfahren und bin dann noch im Alarmstart eingesprungen. Das war völlig verrückt“, so Klein, die auf diese Weise doch noch das Finale laufen durfte. „Das Rennen war sehr taktisch, auf den ersten 700 Metern haben wir fast Stehversuche gemacht“, analysiert sie den Lauf. „Danach wurden immer mal Spitzen gesetzt – und bei noch 300 Metern ging es richtig los. Leider war ich da gerade fast am Ende des Feldes. Aber es war ein starkes Feld, und ich war ganz gut dabei. Da lässt sich für die Sommersaison gut etwas mitnehmen“.

Julia Klein (1.500m): "Der 6. Platz ist letztlich ein versöhnlicher Abschluss der Hallensaison". Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Julia Klein (1.500m): „Der 6. Platz ist letztlich ein versöhnlicher Abschluss der Hallensaison“. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

60 Meter Hürden: Bestzeit und Finalteilnahme für Niedermayer
Annika Niedermayer (SC DHfK), 8. Platz in 8,58 sek. (VL 8,51 sek./ PB)
Ann-Cathrin Vogl (SC DHfK), 19. Platz, VL 8,75 sek.

Einen super Tag erwischte DHfK-Neuzugang Annika Niedermayer. Bei ihrer ersten Deutschen Meisterschaft der Aktiven sprintete sich die 18-Jährige mit einer Vorlaufzeit von 8,51 Sekunden – neuer persönlicher Bestleistung – bis ins Finale. Dort durfte sie dann unter anderem gegen Cindy Roleder (SV Halle/ GOLD) und Pamela Dutkiewicz (TV Wattenscheid/ SILBER) antreten.

„Ich habe es sehr genossen, mit zwei ganz besonderen Athleten der deutschen Leichtathletik in einem Finale zu stehen. Das macht Geschmack auf mehr“, verriet sie L-IZ.de. „Die DM-Teilnahme war für mich etwas ganz besonderes und ein schöner Nervenkitzel. Die persönliche Bestzeit zeigt mir, dass ich mit genügend Adrenalin einiges erreichen kann“.

Annika Niedermayer (60m Hürden): "Die DM-Teilnahme war für mich etwas ganz besonderes und ein schöner Nervenkitzel". Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Annika Niedermayer (60m Hürden): „Die DM-Teilnahme war für mich etwas ganz besonderes und ein schöner Nervenkitzel“. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Alle Ergebnisse der Hallen-DM 2018:
https://static.sportresult.com/federations/iaaf/liveResults/…

SC DHfK LeipzigDHMDortmund
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 

Kommentar schreiben



Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Polizeibericht, 22. Juni: Sonnenstudio überfallen, parkendes Auto angefahren, Taxifahrer bestohlen
HTWK-Fußballroboter des „Nao-Team HTWK“ erstmals Weltmeister im RoboCup
500. Mitglied erwartet: Grüne Leipzig auf Wachstumskurs
Aus der Wirtschaft für die Wirtschaft: IHK würdigt ehrenamtliches Engagement
Erleichterungen für Sachsens Landwirte: Brachflächen können für Futtergewinnung genutzt werden
Zwischen Integration und Ablehnung – Kinder des Krieges auf der Suche nach ihrer Identität
Broschüre zu Einwohnern mit Migrationshintergrund erschienen
„gegen den strom“ in der Elbestadt Dresden
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Eine Mark für Espenhain und was die Friedliche Revolution mit den rußenden Schloten im Leipziger Südraum zu tun hat
Walter Christian Steinbach: Eine Mark für Espenhain. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDieses Buch ist etwas für all jene Tagträumer, die glauben, früher sei alles besser gewesen. Irgendwie neigen ja viele Menschen dazu, die Vergangenheit zu verklären und die Gegenwart für fürchterlich zu halten. Doch als Walter Christian Steinbach als Pfarrer in Rötha das Christliche Umweltseminar gründete, war der Leipziger Süden eine Mondlandschaft. Und darüber wälzten sich dicke Wolken aus Ruß, Asche und Schwefel. Eine apokalyptische Landschaft.
Von der Umwertung der Werte – oder: Müssen wir unmenschlich werden, um die Menschheit zu retten?
Abgestempelt. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserHarald Welzer hat kürzlich in der Wochenzeitung „Die Zeit“ von der „Renaissance der Menschenfeindlichkeit“ gesprochen (https://www.zeit.de/2018/23/rechtspopulismus-rechtsruck-afd-migration-konsensverschiebung). Dafür macht er vor allem „Brückenfiguren“ wie Horst Seehofer verantwortlich, die „ausgrenzende und menschenfeindliche Haltungen“ von Pegida und AfD salon- und gesellschaftsfähig machen. Welzer hat damit auf ein Problem hingewiesen, das in diesen Tagen deutlicher denn je zutage tritt. Es hat sich aber schon lange aufgebaut: die Umkehrung der moralischen Grundwerte in ihr Gegenteil.
Die „Fluglärmkommission“ soll endlich transparent werden und Fluglärmpausen am Flughafen sollen auf die Tagesordnung
Die Mitglieder der Bürgerinitiative vor dem Wirtschaftsministerium in Dresden. Foto: BI Gegen die neue Flugroute

Foto: BI Gegen die neue Flugroute

Für alle LeserDa gibt es nun seit Jahren die sogenannte „Fluglärmkommission“ am Flughafen Leipzig/Halle. Aber ihre Arbeitsergebnisse sind mager. Oft genug fungiert sie nur als Bollwerk der Flughafennutzer und vertagt die berechtigten Anträge der lärmbetroffenen Kommunen immer weiter. Da war es schon ein Erfolg, dass die Mitglieder der Fluglärminitiativen im Frühjahr einen ersten Gesprächstermin im Sächsischen Verkehrsministerium bekamen. Am Dienstag, 19. Juni, gab es jetzt den zweiten – mit einem kleinen Erfolg.
Rico Gebhardt verlangt von Michael Kretschmer eine Erklärung zum „Grenzen-Streit“ im sächsischen Landtag
Rico Gebhardt, Fraktionsvorsitzender der Linkspartei im Landtag Sachsen. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserDie Bundesrepublik ist schon lange wieder im Abschottungsmodus. Tausende Asylsuchende werden von der Bundespolizei schon an den Grenzen abgewiesen. Das ist längst Alltag, auch wenn der Bundesheimatminister Horst Seehofer fortwährend etwas anderes erzählt. Entweder weiß er nicht, was die ihm unterstellte Bundespolizei tut. Oder er erzählt Märchen. Und dafür bekommt er auch noch von Sachsens Ministerpräsident Beifall. Logisch, das Rico Gebhardt für so eine Windmacherei eine Erklärung fordert.
Fürs Völkerschlacht-Panorama fehlt Leipzig das Geld und die Brücke wird’s wohl auch erst 2024 geben
Blick vom "Balkon" der Alten Messe über die Straße des 18. Oktober. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSelbst scheinbar harmlose Anträge aus dem Leipziger Stadtrat bringen Erkenntnisse ans Licht, die nur noch verblüffen. So hatte ja die Grünen-Fraktion im Dezember beantragt, das beliebte Völkerschlacht-Panorama von Yadegar Asisi künftig dauerhaft in Nähe des Völkerschlachtdenkmals zu zeigen. Und mit dem „Balkon“ am Alten Messegelände ist eigentlich auch ein Standort gefunden. Doch jetzt fehlt die jüngst erst abgerissene Brücke zum Wilhelm-Külz-Park.
Leipzigs Schauspielstudierende bringen „Die Nibelungen“ auf die Sommerbühne im Grassi
Die Nibelungen. Foto: Richard de Nova

Foto: Richard de Nova

Für alle LeserUnd jetzt: die Nibelungen! Die haben zwar keinen Geburtstag. Und bis heute weiß man auch nicht wirklich, wer der Sänger war. Aber das Epos scheint prima zu passen in unsere Zeiten, wo grimmige alte Haudegen wieder eine irre Freude daran haben, die Burg anzuzünden und eine ordentliche Schlägerei anzurichten. Es überrascht also nicht, wenn die Schauspielstudenten der HMT in diesem Jahr eine dramatische Bearbeitung des Stoffs auf die Sommerbühne bringen.
Noch immer weiß kein Mensch, wie viel gewerblichen Bootsverkehr der Floßgraben verträgt
Boote an der Connewitzer Schleuse. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWenn der Grüne Ring heute zum Öffentlichen Forum zum Wassertouristischen Nutzungskonzept (WTNK) einlädt, dann müsste es eigentlich auch um die Frage gehen: Wie viel Bootsverkehr auf den Leipziger Gewässern ist eigentlich umweltverträglich? Denn genau daran müsste sich ja ein Nutzungskonzept orientieren. Das Dumme ist nur: Die Stadt Leipzig will diese Zahlen gar nicht wissen. Sie liegen bis heute nicht vor.
Das Untertan-Projekt: Diederich lernt gleich mehrere Frauen von einer ganz anderen Seite kennen
Ein Bild von Frau auf dem Neuen Rathaus. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWer Heinrich Manns „Der Untertan“ liest, bekommt nicht nur ein Pickelhauben-Bild vom Wilhelminischen Kaiserreich. Da irrt die Hamburger Historikerin Hedwig Richter, wenn sie ausgerechnet dieses Buch verantwortlich macht dafür, dass ein falsches Bild dieser Zeit bis heute die Sicht vieler deutscher Historiker auf den Wilhelminismus durchdringt und verfälscht.
Gute Laune und klare Ansagen bei „Bildung statt Abschiebungen“-Demo in Leipzig
Protest gegen Abschiebungen. Foto: René LochProtest gegen Abschiebungen. Foto: René Loch

Protest gegen Abschiebungen. Foto: René Loch

Für alle LeserEtwa 150 junge Menschen haben am Freitag unter dem Motto „Bildung statt Abschiebung“ in Leipzig demonstriert. Sie forderten Reformen im Bildungswesen, bessere Bedingungen für Geflüchtete und ein Ende aller Abschiebungen. Vor allem Schüler hatten sich an der Versammlung beteiligt. Denn "Abschiebung" ist mittlerweile das zentrale Wort in der deutschen Migrations- und Asylpolitik geworden, spätestens seit der ehemalige Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) im vergangenen Jahr „Akzeptanz für eine Abschiebekultur“ gefordert hatte. Geflüchteten in Deutschland ein sicheres und angenehmes Leben zu bereiten – davon hingegen war zuletzt eher wenig zu hören.
5. Leipziger Beneflitz: Ja wofür laufen die denn?
Am 23. Juni heißt es im Clara-Park: Laufschuhe anziehen und für Kinder ne Runde drehen. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDa ist etwas, das spielt sich auch in Leipzig leise, fast verborgen ab. Niemand spricht gern über Armut, vor allem nicht die eigene. Aus Scham muss es wohl andere geben, die es ansprechen – und versuchen, es zu ändern. Vor allem aber wenn es Kinder betrifft, wird es empörungswürdig. Die Kleinen können nichts für das Elternhaus, die Zeiten oder Voraussetzungen, in welche sie geboren werden und aufwachsen. 17.000 sind es wohl nach wie vor in Leipzig, bei denen es am Notwendigen fehlt, um eine unbeschwerte Kindheit zu erleben. Dann sollte man statt zu lamentieren doch besser handeln. Finden auch die Johanniter, die Leipziger Kinderstiftung und die Schirmherrin des 5. Leipziger Beneflitz, Moderatorin Kamilla Senjo.
Leipzigs berühmter Paläogenetiker Svante Pääbo wird mit dem Körber-Preis ausgezeichnet
Svante Pääbo mit dem Schädel eines Neandertalers. Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie

Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie

Für alle LeserSelbst große deutsche Zeitungen orakeln bei jeder neuen Entdeckung: „Muss die Vorgeschichte des Menschen jetzt umgeschriebenen werden?“ Als könnten sie nach 20 Jahren immer noch nicht fassen, dass die Paläogenetik eine Wissenschaft ist, in der seit Jahren neue Erkenntnisse das Bild von unseren Vorfahren nicht nur verändern, sondern immer reicher und bunter machen. Und einer der wichtigsten Akteure auf dem Forschungsfeld ist Svante Pääbo. Dafür bekommt er jetzt den Körber-Preis 2018.
Leipzigs Ökolöwe begrüßt, dass Leipzig endlich einen Masterplan fürs bedrohte Grün bekommen soll
Kleine wertvolle Grünfläche an der Seeburgstraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Mittwoch, 20. Juni, hat der Leipziger Stadtrat das Beteiligungskonzept für die Erstellung des „Masterplan Grün Leipzig 2030“ beschlossen. Es ist einer von den vielen Plänen, von denen man hofft, dass sie auch umgesetzt werden und nicht jahrelang mit Ausreden hingedehnt werden. Denn mittlerweile wird vielen Leipzigern immer deutlicher, was das bedeutet, wenn das Grün aus ihrer Wohnumgebung verschwindet.
Stadtrat stimmte am Mittwoch über Außenwerbekonzession ab, RBL kann ab Juli loslegen
LVB-Haltestelle Wilhelm-Leuschner-Platz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Mittwoch, 20. Juni, gab Leipzigs Stadtrat grünes Licht: Die Stadt darf den Vertrag über die „Vergabe der Dienstleistungskonzession für ein exklusives Werberecht“ unterschreiben. 2016 hatte es die Stadt schon einmal versucht, diese Werbekonzession für Leipzigs Fahrgastunterstände und Werbedisplays auszuschreiben. Doch da gab es nur ein Angebot, das sich für die Stadt überhaupt nicht rechnete. Diesmal gab es sogar fünf Interessenten.
Weniger Unfälle mit Radfahrern, dafür mehr mit schweren Verletzungen
Ecke Jahnallee / Bowmannstraße mit Blickrichtung Cottaweg. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSelbst Polizeidirektor Frank Gurke, Leiter des Referats Einsatz und Verkehr der Polizeidirektion Leipzig, freute sich ein bisschen. Seit Jahren sinkt die Zahl der Verkehrsunfälle. Zumindest derer, die bei der Polizei angezeigt werden. Lag die Zahl 2013 noch bei 14.010, so sank sie 2016 auf 13.758 und 2017 nun auf 13.409. Klingt gut. Aber die Zahl allein trügt eher.
Das Untertan-Projekt: Wolfgang Buck seziert in seiner Verteidigungsrede den Kern des Untertanen
Sentimentaler Theaterkitsch ... Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSo ein bisschen ist Heinrich Mann in diesem Buch ja auch der Verteidiger des menschlichen Anstands. Darum geht es ja die ganze Zeit, wenn Diederich Heßling von göttlichem Sendungsbewusstsein schwadroniert und höhere Mächte dafür aufruft, dass er sich den friedlichsten Mitmenschen gegenüber schäbig verhält. Bislang konnten wir ja davon ausgehen, dass in ihm noch so ein bisschen Gewissen nagt. Aber dieser Gerichtsprozess scheint ihn endgültig in eine andere Laufbahn zu katapultieren.