0.3 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Damendegen-Weltcup: Stephanie Romanus verpasst Sprung ins 64er-Feld

Mehr zum Thema

Mehr

    Eigentlich ist Stephanie Romanus Florett-Fechterin, was auch ihre Gegnerin Sherraine Schalm aus Kanada merkte: "Ach, daher ist sie so geschickt mit der Klinge." Als Umstellung musste die Leipzigerin beispielsweise auf Fußtreffer achten, die beim Florett nicht gewertet werden, beim Degen aber regulär sind.

    „Eigentlich fühle ich mich beim Florett deutlich wohler, wäre der Weltcup nicht in Leipzig, hätte ich sicher nicht mitgekämpft,“ sagte die 21-Jährige vom Fechtclub Leipzig. Damit erteilte sie dem Wunsch ihres Präsidenten Bernd Brock, eine Degenfechterin aus ihr zu machen, eine charmante Absage.
    Ein wenig Zurückhaltung war ihr zu Beginn des Gefechts gegen die erfahrene Kanadierin anzumerken. „Los komm, Stephanie, beiß zu!“, wurde sie von Trainerin Gisela Schreiber angefeuert und kam nach einem 2:4-Rückstand auch auf 5:6 heran. Die Routine fehlt ihr im Gegensatz zur Lieblingswaffe im Degen allerdings. „Meinen letzten Florett-Wettkampf hatte ich schon vor Wochen und da habe ich eben noch ein bisschen Degen trainiert.“ Sie konnte immerhin eine Platzierung vor Altmeisterin Imke Duplitzer erfechten, die aber wegen einer Verletzung während der Saison keinen Einzelkampf bestritt. „Dafür, dass ich zum Spaß angetreten bin und mir nichts ausgemalt habe, ist das ein schönes Ergebnis. Ich werde sicher mal morgen zum Finale vorbeischauen.“ Kein Wunder, bei dem kurzen Weg.
    Zufrieden zeigte sich auch Disziplintrainer Piotr Sozanski: „Es haben sich auch junge Fechterinnen in das 64er-Feld durchgekämpft, das ist sehr erfreulich. Insgesamt geht es eher darum, wie gefochten wird und was in Hinblick auf London für die Teilnehmerinnen noch zu verbessern ist.“ Duplitzers Ausscheiden mache ihm keine Sorge, 10 Tage nach der Europameisterschaft in Legnano habe er das für die eine oder andere erwartet. „Nun müssen wir die vier Wochen bis zum Olympischen Turnier nutzen.“ Von den Teilnehmerinnen dort werden am Samstag Ricarda Multerer und Britta Heidemann versuchen, eine gute Platzierung zu erreichen. Weitere deutsche Starterinnen sind Alexandra Ndolo, Maria Hugas-Mallorqui, Marijana Markovic, Janna Reimer und Jana-Charlotte Göhner. Es gibt also noch genug Anwärterinnen auf die Gunst der Zuschauer, auch wenn die einzige Leipzigerin schon den Degen niederlegen musste.

    Mehr Informationen:
    Die Ergebnisse der ersten Runden

    Topthemen

    - Werbung -

    Aktuell auf LZ