Die Woche: Die Wahlsieger stehen fest

Für alle LeserWer sind die Leipziger Sportler des Jahres? Wie startete die BSG Chemie ins neue Jahr? Gewannen die Leipziger Volleyballer, Handball, Basketballer - und wie kam der sensationelle Sieg der Wasserballer zustande? Der L-IZ-Wochenrückblick verrät es.
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Leipziger Sportlerwahl

Andrea Herzog, Weltmeisterin im Kanu-Slalom, ist die Leipziger Sportlerin des Jahres. Sie erhielt bei der traditionellen Umfrage 2.164 Stimmen. Tina Dietze, Weltmeisterin im Kanurennsport, kam mit 476 Stimmen weniger auf Platz 2. Marie Pietruschka belegte den 3. Platz mit 1.146 Stimmen. Die Schwimmerin stand bei den Weltmeisterschaften 2019 mit der deutschen Damen-Staffel im 4×200 Meter Finale.

Bei den Herren obsiegte ein amtierender Vizeweltmeister und Europameister: Paratriathlet Martin Schulz erhielt 1.916 Stimmen. Er verwies damit Kugelstoßer David Storl – landete auf Rang 2 – sowie den Sieger des Leipzig Marathons 2019, Nic Ihlow, der Dritter wurde, auf die Plätze.

Konkurrenzlos war bei den Leipziger Mannschaften zum vierten Mal in Folge RB Leipzig, 2.453 Stimmen. Der Rugby Club Leipzig erhielt 1.820 Stimmen und wurde erstmals Zweiter. Die drittplatzierten Bundesliga-Handballer des SC DHfK Leipzig sammelten 1.466 Stimmen.

Außerdem wurden mit Jan Erdmenger, Ute Kießling, Uwe Fleischer, Diana Schneefuß, Sebastian Pilz fünf besonders engagierte Ehrenamtliche geehrt. Alle Leipziger sind jedes Jahr aufgerufen, sich online oder per Stimmzettel an der Wahl zu beteiligen. Seit November war die Wahl möglich.

Volleyball

Während der Sportlerball im Congresscenter der Neuen Messe über die Bühne ging, kämpften die L.E. Volleys in der 2. Bundesliga um Punkte – und das erfolgreich. In Friedrichshafen siegten die Volleyballer mit 3:2 (18:25/ 25:23/ 22:25/ 25:23/ 15:11). Am Sonntag verloren die Leipziger allerdings bei der Reserve der Alpenvolleys Unterhaching glatt mit 0:3 (26:28/ 10:25/ 20:25). Zurzeit haben die L.E. Volleys fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, aber bereits ein Spiele mehr auf dem Konto (pro Sieg gibt es drei Punkte).

Handball

Erfolgreich waren auch die Handball-Damen des HCL. Das Auswärtsspiel beim TV Beyeröhde Wuppertal ging mit 32:30 (19:16) an die Leipzigerinnen. Nach 26 Minuten führten die blau-gelben Gäste schon mit fünf Toren (18:13), ehe die Wuppertaler aufholten und sich beide Teams maximal um ein Tor distanzieren konnten.

In der 49. Minute brachte Sharleen Greschner den HCL mit ihrem 27:26 dauerhaft in Führung. Julia Weise war mit sieben Toren beste Werferin, Laura Majer trug mit vier von vier Siebenmetern zum erfolgreichen Ausflug bei. Mit ihrem nun schon siebenten Sieg verteidigten die Leipziger Handballerinnen ihren Platz 9 der 2. Handball-Bundesliga und konnten sich etwas mehr den Abstiegssorgen entledigen.

Am kommenden Wochenende werden die SC DHfK-Handballer wieder um Bundesliga-Punkte kämpfen. In dieser Woche wird Chefcoach André Haber möglicherweise auch vermehrt psychologisch tätig sein müssen. Zwar erhielt Philipp Weber für einige überraschend viel Spielzeit bei der Europameisterschaft in Norwegen, Schweden und Österreich, am Ende kam die deutsche Mannschaft jedoch „nur“ auf Platz 5, verlor dabei im Turnierverlauf aber lediglich gegen die beiden Finalisten Kroatien und Spanien.

Im Finale setzten sich letztlich die Iberer mit 22:20 durch, DHfK-Rückraumspieler Marko Mamic traf dreimal für seine Kroaten und wird wohl noch ein paar Tage am Ergebnis zu knabbern haben. Webers und Mamics Mannschaftskollegen verloren unter der Woche das vorletzte Testspiel beim Zweitligisten EHV Aue mit 31:32, siegten aber in der Generalprobe gegen den HSC Coburg, ebenfalls 2. Liga, mit 33:26 (12:13). Lukas Binder war mit sieben Treffern erfolgreichster Werfer. Am kommenden Sonntag, 16:00 Uhr, gastiert der HC Erlangen dann in der Arena Leipzig.

Wasserball

Ähnlich eng ging es beim Heimspiel der Leipziger Wasserballer zu. Am Sonntag holten sie gegen die Gäste vom SV Zwickau von 1904 den Sieg in buchstäblicher letzter Sekunde. Zwischenzeitlich lagen die Hausherren mit 4:9 hinten, glichen allerdings kurz vor dem Ende zum 11:11 aus. 30 Sekunden vor Schluss, also beim letzten Angriff, der beim Wasserball auf 30 Sekunden begrenzt ist, spielten die Zwickauer mit einem Spieler mehr, aber ohne Torhüter. Der Abschluss misslang, Leipzig warf den Ball mit der Schlusssirene ins gegnerische Tor und gewann 12:11.

Basketball

Nach vier Niederlagen in Folge erhielten die Basketballer der Uni-Riesen in der 2. Regionalliga mal wieder die Oberhand. In der Sporthalle Brüderstraße fertigten sie die dritte Mannschaft von Science City Jena mit 81:46 ab.

Fußball

Die BSG Chemie Leipzig durfte am Sonntag wieder auf eigenem Platz um Regionalliga-Punkte kämpfen. Die Gäste vom Berliner Fußballclub Dynamo agierten vor 3.980 Zuschauern technisch sauberer, Chemie legte die bekannten Leutzscher Tugenden an den Tag. Die erste Halbzeit verlief recht chancenarm, in der zweiten Halbzeit trafen sowohl Tommy Kind, per Kopf, als auch Benjamin Boltze mit einem strammen Schuss aus 16 Metern die Latte. Die Tore blieben aus – man trennte sich mit 0:0.

Chemie-Trainer Miroslav Jagatic konnte mit dem Ergebnis „sehr gut leben.“ Außerdem lobte Jagatic die Fans. „Mit unseren geilen Fans haben wir heute einen Punkt geholt.“ Das Spiel wurde im Dezember abgesagt, weil die Polizei einen Einsatz nicht ermöglichen konnte.

Beim Liga-Konkurrenten und Lokalrivalen Lok Leipzig steht erst kommende Woche das erste Punktspiel des Jahres an. Im Heimspiel gegen Viktoria Berlin will Lok die nächsten drei Punkte Richtung Regionalliga-Meisterschaft einfahren. „Aber das Spiel ist noch nicht gewonnen“, warnte Trainer und Sportdirektor Wolfgang Wolf beim Neujahrsempfang für Sponsoren am vergangenen Mittwoch.

Neben zahlreichen Bestandssponsoren, kamen auch Vertreter Leipziger Parteien wie Michael Weichert und Dr. Thomas Feist ins Parkhotel Diani. OBM-Kandidat Sebastian Gemkow entschuldigte sich für seine Nicht-Anwesenheit per Videobotschaft und wünschte alles Gute. Am Freitag nahmen 377 Mitglieder an der ereignisreichen Mitgliederversammlung teil.

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