Artikel zum Schlagwort MPI für Evolutionäre Anthropologie

Leipzige Forscher rekonstruieren die Ernährungsweise fossiler Wirbeltiere

Was Zinkisotope im Zahnschmelz über prähistorische Pflanzen- und Fleischfresser verraten

Foto: Nicolas Bourgon

Für alle LeserWie bekommt man eigentlich heraus, was Menschen in der grauen Vorzeit gegessen haben? Und prähistorische Tiere? Denn der Mageninhalt hat sich ja in der Regel nie erhalten. Nur Teile des Skeletts überdauern unter günstigen Voraussetzungen, und davon auch nur die widerstandsfähigsten Teile. Die Zähne zum Beispiel. Aber da fällt Leipziger Forschern schon was ein, wie man selbst aus Zähnen die Ernährungsgewohnheiten herauslesen kann. Weiterlesen

Wie entsteht Sprache? Neue Studie aus Leipzig gewährt Einblicke in die ersten Schritte

Schon Vorschulknirpse wissen, wie man auch ohne Worte miteinander kommuniziert

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWie haben sich die knapp 6.000 Sprachen der Welt entwickelt? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, haben Forscher des Leipziger Forschungszentrums für Frühkindliche Entwicklung (LFE) der Universität Leipzig und des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie versucht, den Prozess der Entwicklung eines neuen Kommunikationssystems in einem Experiment nachzustellen – mit Kindern. Mit wem auch sonst? Das Sprachenerfinden liegt Menschen im Blut. Und schon Kinder wissen, wie es funktioniert. Weiterlesen

Menschliche Gehirnentwicklung geht eigene Wege

Wie eine kleine genetische Veränderung das menschliche Gehirn zum Lernbeschleuniger gemacht hat

Foto: Enrique Guisado Triay

Für alle LeserDer Mensch ist ein Rätsel. Immer noch. Obwohl die Forscher schon so viel herausgefunden haben über seinen Werdegang. Das größte Rätsel ist sein Gehirn, denn irgendetwas unterscheidet dessen Struktur so erheblich von der Hirnstruktur unserer nächsten Verwandten, der Menschenaffen, dass es dafür eine Erklärung braucht. Eine Erklärung, der jetzt Forscher vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig auf der Spur zu sein scheinen. Weiterlesen

Studie Leipziger Wissenschaftler zu prosozialem Spielverhalten

Lernen Menschenkinder eigentlich schon beim Spielen, ob sie egoistisch oder kooperativ werden im Leben?

Foto: Selma Kalhorn

Für alle LeserWie beeinflusst das Spielverhalten von Kindern ihr prosoziales Verhalten? Diese Frage haben sich Wissenschaftler des Leipziger Forschungszentrums für frühkindliche Entwicklung (LFE) der Universität Leipzig und des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie Leipzig gestellt. Es zeigte sich, dass kooperative Spiele die Bereitschaft, mit anderen Kindern zu teilen, förderte. Ihre neuen Erkenntnisse haben die Forscher jetzt im Fachjournal „PLoS ONE“ veröffentlicht. Weiterlesen

Was der 3,8 Millionen Jahre alte Schädel eines Australopithecus anamensis aus Woranso-Mille in Äthiopien verät

Forscher geben Lucys Ahnen ein Gesicht

Foto: Dale Omori, Cleveland Museum of Natural History

Für alle LeserEs war ein Fund vor zwei Jahren, der jetzt etwas ermöglichte, was sich auch Leipziger Forscher immer nur wünschen können, wenn sie Knochen unserer weit entfernten Vorfahren finden. Denn um ihr Antlitz wirklich authentisch zu rekonstruieren, reichen ein paar Kieferknochen nicht. Man braucht schon einen relativ gut erhalten Schädel. Aber 3,8 Millionen Jahre sind eine verdammt lange Zeit. Weiterlesen

Langzeitstudie zu den im Amazonasgebiet lebenden Tsimane

Kooperation und Statushierarchie sind in klugen menschlichen Gruppen miteinander verknüpft

Foto: Chris von Rueden

Für alle LeserVieles, was Menschen tun, stammt eigentlich aus jener wilden Vorzeit, als unsere Vorfahren noch in Rudeln lebten und die Nähe zum Rudelanführer über den Status in der Gruppe entschied. Was vor allem ein Thema für die Männchen war, denn Status bedeutete da eben auch bessere Nahrung und mehr Sex mit den Weibchen. Irgendwie wie heute auch, wie es scheint. Es scheint aber keinen praktischen Wert zu haben, wenn es um echte Kooperation geht, wie Forscher vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie jetzt zeigen. Weiterlesen

Wie orientieren sich Jäger und Sammler im tropischen Regenwald?

Schon Kinder lernen, wie die Sonne zum Kompass im Wald wird

Foto: Karline Janmaat

Für alle LeserDas Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig erforscht nicht nur, was so alles in den Knochen unserer Vorfahren steckt. Die Forscher schwärmen auch aus, um die letzten Inseln zu besuchen, wo Menschen noch im Einklang mit der Natur leben. So ganz ohne SUV und GPS. Mitten im Regenwald. Sie beherrschen noch Dinge, die uns europäischen Großstädtern völlig abgehen. Weiterlesen

Wer begegnete den frühen Neandertalern in der Eem-Warmzeit?

Vorfahren aller späteren Neandertaler lebten schon vor 120.000 Jahren in Mitteleuropa

Foto: J. Eloy, AWEM, Archéologie andennaise

Für alle LeserWenn es eine Menschengruppe gäbe, die wirklich von sich behaupten könnte, der am längsten in Europa heimische Europäer zu sein, dann wäre das der Neandertaler. Einen Großteil der Eiszeit hat er in Europa überlebt. Erst vor 40.000 Jahren starb er aus und der moderne Mensch, der aus Afrika einwanderte, übernahm den Kontinent. Aber eine Untersuchung an ganz alten Knochen zeigt jetzt: Es könnte schon vorher vielleicht eine kleine Zuwanderung aus Afrika gegeben haben. Weiterlesen

Wissenschaftler entdecken die bislang ältesten Hinweise auf systematische Steinbearbeitung

Wie Steinwerkzeuge die Entwicklung des Menschen von Anfang an begleiteten

Foto: David Feary, License: CC-BY-SA 2.0

Für alle LeserEs war wieder trockener geworden im heutigen Äthiopien. Eine Feuchtzeit war zu Ende gegangen, wieder breitete sich Savanne aus. So ungefähr war jener Vorgang, von dem die Forscher annehmen, dass er den frühen Menschen dazu brachte, sich aufzurichten, um über das Steppengras hinweg sehen zu können. So bekam er die Hände frei. Und was machte er damit? Er fabrizierte präzise Werkzeuge. Leipziger Forscher sind so ziemlich genau an diesen Anfang vorgestoßen. Darüber berichtet jetzt das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie. Weiterlesen

Was ein Unterkieferfragment aus der Baishiya Karst-Höhle in Xiahe verrät

Ein Fund von 1980 entpuppt sich jetzt als frühester nachgewiesener Denisova-Mensch in Tibet

Foto: Dongju Zhang, Lanzhou University

Für alle LeserDass es mit dem Denisova-Menschen überhaupt einen weiteren nahen Verwandten des modernen Menschen gab – neben seinem viel berühmteren Kollegen Neandertaler – weiß die Forschung erst seit neun Jahren so richtig. Aber da man jetzt weiß, welches genetische Erbe er hinterließ, kann man zielgerichtet nach seinen Spuren suchen. Jetzt hat man ihn sogar als frühesten Bewohner der Hochebene von Tibet ausmachen können. Weiterlesen

Die archaische Vielfalt in Südostasien

Gleich zwei verschiedene Denisova-Populationen lassen sich im Erbgut der Indonesier nachweisen

Foto: Isabella Apriyana

Für alle LeserEigentlich leben wir in erstaunlichen Zeiten. Da können Forscher zum ersten Mal ein Foto von einem Schwarzen Loch konstruieren. Nicht nur die Wissenschaftsgemeinde ist fasziniert. Gleichzeitig können Forscher eine neue Frühmenschenform auf den Philippinen nachweisen, der menschliche Stammbaum wird immer vielfältiger. Und nun weisen Leipziger Forscher im Erbgut der Bewohner von Papua-Neuguinea gleich mehrere Denisova-Vorfahren nach. Weiterlesen

Die eigenwilligen Nussknacker aus der Region Bili-Uéré

Leipziger Forscher freuen sich über die Entdeckung einer neuen Schimpansen-Kultur im Kongo

Zeichnung: Cleve Hicks

Für alle LeserAm Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie werden nicht nur die genetischen Spuren der frühen Menschen untersucht, man erforscht auch noch die Primaten in den Wäldern der Welt, also so umgangssprachlich „unsere nächsten Verwandten“. Und manchmal machen die Forscher dabei noch Entdeckungen, mit denen sie selbst nicht mehr gerechnet hätten. In diesem Fall: Schimpansen mit einer ganz eigenen Kultur. Weiterlesen

Neues aus dem Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie

Neandertaler ernährten sich am liebsten von Rentieren und Pferden

Foto: MPI f. evolutionäre Anthropologie/ A. Le Cabec

Für alle LeserImmer wieder brandet unter Wissenschaftlern der Streit auf, ob denn nun der Mensch am Verschwinden der großen Säugetiere schuld sei, als er sie nach dem Ende der letzten Eiszeit massiv bejagte. Denn da starben sie alle aus – ob Riesenhirsch, Wollnashorn oder die Festlandspopulationen des Mammuts. Zu viele Jäger sind des Mammuts Tod, könnte man sagen. Nun stellt sich heraus: Auch der Neandertaler hat zu seinen Lebzeiten fleißig mitgejagt. Weiterlesen

Neandertaler-Gene beeinflussen die Gehirnentwicklung heute lebender Menschen

Beginn eines Forschungsprojekts zum Einfluss von Neandertaler-DNA auf die Evolution des menschlichen Gehirns

Grafik: Philipp Gunz

Für alle LeserOb ein paar Neandertaler-Gen-Sequenzen das Denken einiger Zeitgenossen beeinflussen, wissen die Forscher noch nicht. Sie versichern zwar, dass das wohl nicht der Fall ist. Aber sie sind erst ganz am Anfang dieser sehr speziellen Forschung. Denn einige Erbstücke in unseren Genen haben wohl Auswirkungen auf die Kopfform. Und die Kopfform, beeinflusst – „auf subtile Weise“ – unsere kognitiven Fähigkeiten. Leipziger Forscher wollen es jetzt wissen. Weiterlesen

Wie wir kooperieren lernten

Warum Schimpansen ihre Nahrung vor allem mit Freunden und Jagdgenossen teilen

Foto: Liran Samuni, Taï Chimpanzee Project

Für alle LeserDa war wohl der alte Adam Smith Vater des Gedankens, als Evolutionsforscher meinten, Primaten würden ihre Nahrung mit anderen deshalb teilen, weil sie sich damit für später Vorteile erhoffen. Also schon mal einkalkulieren, dass einem die jetzige Investition später zunutzen kommt. Aber weder Schimpansen sind solche „natürlichen“ Geschäftsleute, noch die meisten Menschen. Die Taï-Schimpansen machen es deutlich. Weiterlesen

Die Zahnwurzeln einiger fernerer Vorfahren

Warum zwei menschliche Vettern wohl keine energiereichere Nahrung zerkauen konnten

Foto: Kornelius Kupczik, Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie

Für alle LeserOb die beiden Burschen, die jetzt zum Untersuchungsobjekt der Leipziger Anthropologen wurden, tatsächlich zu den Vorfahren der heutigen Menschen gehören, ist umstritten. Aber irgendwie in den Stammbaum gehören sie – vielleicht als frühe evolutionäre Seitenlinie. Sie lebten vor 3 beziehungsweise 1,5 Millionen Jahren. Und vor allem sind die Forscher von ihren Beißerchen fasziniert. Weiterlesen

Ein ganz besonderes Mädchen

Wie sich die Begegnungen von Neandertalern und Denisova-Menschen im Genom wiederfinden lassen

Foto: Bence Viola, MPI für evolutionäre Anthropologie

Für alle LeserSeit Svante Pääbo am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie angefangen hat, das Genom des Neandertalers unter die Lupe zu nehmen, hat sich unser Bild von der Vorzeit gewaltig verändert. Wir wissen heute viel mehr über den Neandertaler, der lange vor dem modernen Menschen nach Europa einwanderte. Und augenscheinlich scheute er keine Wege, um auch mit dem Denisiova-Vetter in Asien in Kontakt zu kommen. Weiterlesen

Wie der Neandertaler in unsere Gene kam

Leipzigs berühmter Paläogenetiker Svante Pääbo wird mit dem Körber-Preis ausgezeichnet

Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie

Für alle LeserSelbst große deutsche Zeitungen orakeln bei jeder neuen Entdeckung: „Muss die Vorgeschichte des Menschen jetzt umgeschriebenen werden?“ Als könnten sie nach 20 Jahren immer noch nicht fassen, dass die Paläogenetik eine Wissenschaft ist, in der seit Jahren neue Erkenntnisse das Bild von unseren Vorfahren nicht nur verändern, sondern immer reicher und bunter machen. Und einer der wichtigsten Akteure auf dem Forschungsfeld ist Svante Pääbo. Dafür bekommt er jetzt den Körber-Preis 2018. Weiterlesen

Was mitteldeutsche Kiesgruben über Eiszeiten und erste menschliche Jäger verraten

Die ersten Menschen kamen schon 100.000 Jahre früher an Elster und Saale, als bislang gedacht

Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie

Für alle LeserDa fühlt man sich doch glatt an die Wanderausflüge mit dem Geografielehrer erinnert, der die ganze Klasse zur nächstgelegenen Kiesgrube mitnahm und dort – am aufgeschnittenen Beispiel – zeigte, wie die Eiszeiten und Warmzeiten in Mitteldeutschland aufeinanderfolgten. Da merkte man sich noch so ein schönes Wort wie Elstereiszeit. Das war so schön einfach. Aber bei 400.000 Jahren ist gar nichts einfach. Damals trafen die ersten Menschen hier ein. Weiterlesen

Ein neues Rätsel zum Ende des Neandertalers

Selbst das Erbgut der späten Neandertaler weist keine Spuren des modernen Menschen auf

Foto: Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie / I. Crevecoeur

Für alle LeserEr war uns ähnlicher, als die Forscher 100 Jahre geglaubt haben. Er hatte eine Kultur und eine Technik, die dem modernen Menschen verblüffend nahestand. Und dennoch ist er irgendwann vor 30.000 bis 40.000 Jahren einfach verschwunden. Kurz nachdem er mit den neuen Einwanderern aus Afrika in Berührung kam. Nur Teile seines Erbguts haben sich im Erbgut der Europäer erhalten. Das Wörtchen dominant könnte eine neue Bedeutung gewinnen. Weiterlesen