Artikel zum Schlagwort Prozessberichte

Rangelei mit Neonazi: Grimmaer Gastronom kommt mit blauem Auge davon

Foto: Alexander Böhm

LeserclubEigentlich schien Tahsin M.'s Berufung gegen ein Urteil des Amtsgerichts Grimma aussichtslos. Der frühere Gastronom fühlte sich am 25. August von Neonazis bedroht. Deren Anführer, Michael P. (32), sprühte der Kurde eine Ladung Pfefferspray ins Gesicht, ohne dass eine konkrete Notwehrsituation bestand. Dafür sollte der Wirt eine Geldstrafe zahlen. Dazu wird es nicht kommen. Weiterlesen

"Nazis machen mich tot"

Neonazi sitzt nach Angriff gegen kurdischen Gastronom auf der Anklagebank

Foto: Martin Schöler

LeserclubLetzte Woche saß Tahsin M. (46) im Landgericht auf der Anklagebank. Am Dienstag nahm der Leipziger mit Anwältin Rita Belter als Nebenkläger neben dem Staatsanwalt Platz. Der Rechtsextremist Michael P. (32) soll den ehemaligen Gastwirt in Grimma regelrecht tyrannisiert haben. Der 32-Jährige muss sich in dem Prozess vor der Großen Strafkammer wegen rekordverdächtiger 14 Anklagen verantworten. Weiterlesen

Landgericht

Barbesitzer sitzt nach Naziangriff selbst auf der Anklagebank

Foto: Alexander Böhm

LeserclubTahsin M. (45) lebt seit 1999 in Deutschland. In Grimma hat der Türke mit der vielbeschworenen sächsischen Gastfreundschaft und Weltoffenheit nicht nur positive Erfahrungen gemacht. Jahrelang terrorisierte ein Neonazi den Betreiber einer Tanzbar. Weil der Wirt am 25. August 2012 voreilig zum Pfefferspray griff, sitzt er nun selbst auf der Anklagebank. Weiterlesen

Landgericht

Colditzer Rechtsextremist muss wegen Drogengeschäften fast fünf Jahre hinter Gitter

Foto: Alexander Böhm

Das Leipziger Landgericht hat einen 26-jährigen Colditzer zu einer hohen Gefängnisstrafe verurteilt. Uwe N. war im vergangenen September mit rund 1,8 Kilo Crystal und 350 Gramm Marihuana aufgegriffen worden. Richter Jens Kaden schickte den stadtbekannten Rechtsextremisten am Montag für fast fünf Jahre hinter schwedische Gardinen. Weiterlesen

Amtsgericht

Prozess um Nachbarschaftsstreit endet mit Verfahrenseinstellung

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Amtsrichterin Claudia Webers wird sich am Mittwochnachmittag gefragt haben, warum sie diesen Fall überhaupt verhandeln muss: Michael P. (30) war angeklagt seine Nachbarin, ihren Freund und deren Kinder beleidigt zu haben. Dabei soll mehrmals das Unwort „Kanake“ gefallen sein. Vor Gericht entpuppte sich die Situation als eine schwierige Gemengelage zwischen zweier Familien, die unter ihrer Wohnungssituation zu leiden haben. Weiterlesen

Landgericht

Mutmaßlicher Sex-Täter schiebt minderjährigem Opfer Schuld in die Schuhe

Foto: Alexander Böhm

Skurrile Einlassung eines mutmaßlichen Sex-Täters. Rainer M. (64) soll sich im Sommer 2014 mit dem damals 11-jährigen Joey angefreundet haben. Mehrmals traf sich der Pädophile mit dem geistig behinderten Jungen. Er nahm ihn auch mit in seine Wohnung. Dort soll er sein Opfer zwei Mal sexuell missbraucht haben. Die Verantwortung für die Taten versuchte er am Mittwoch dem Geschädigten und dessen Mutter unterzuschieben. Weiterlesen

Amtsgericht

Mitarbeiter von „Zirkus Aeros“ wegen Angriff auf Tierrechtler verurteilt

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Drei Mitarbeiter des "Zirkus Aeros" hatten sich am Freitag vor dem Amtsgericht zu verantworten. Die Männer waren am 5. Januar 2014 vor dem Kleinmessegelände in brutaler Manier auf unliebsame Tierrechtler losgegangen. Die Demonstranten wollten mit einer Kundgebung vor Beginn der Nachmittagsvorstellung auf angebliche Tierquälerei hinweisen. Weiterlesen

Prozess geplatzt

Stadtbekannter Neonazi wegen angeblichen Waffenbesitzes vor Gericht

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Alexander K. (35) stand wieder einmal vor Gericht: Der stadtbekannte Rechtsextremist sollte sich am Mittwoch wegen Besitzes von drei verbotener Waffen verantworten. Dem Gericht erklärte er, dass er keine Kenntnis von Waffen in seiner Wohnung gehabt habe. Weil die Staatsanwaltschaft hinsichtlich eines möglichen Mitbewohners von K. nicht ausreichend recherchiert hatte, platzte der Prozess. Weiterlesen

Amtsgericht

Lok-Spieler wegen geraubten RB-Schal zu Haftstrafe verurteilt

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Bislang wurden die Rivalitäten im Leipziger Fußball auf der Straße nur unter Fans mit Gewalt ausgetragen. Am 26. Oktober 2013 mischte vermutlich zum ersten Mal ein Spieler mit. Richard K. (25) läuft an Wochenenden für Lok Leipzig in der 3. Kreisklasse auf. An jenem Samstag zog der Hobby-Kicker zusammen mit zwei Kumpels am Leipziger Hauptbahnhof zwei Anhängern von Stadtrivale RB Leipzig deren Fanschals ab. Am Dienstag musste sich der Fußballer vor dem Amtsgericht verantworten. Weiterlesen

Schlägerei in Geithain

Missverständnis führt zur Tötung eines Freundes

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Am 13. August 2014 führte in der Lachgasse in Geithain ein unglückliches Missverständnis und literweise Alkoholkonsum zu einem Tötungsdelikt. Sebastian E. (31) soll damals seinen Bekannten Ronny G. (42) zusammengeschlagen haben. Er verstarb noch in der Nacht der Tat an einem Hirnödem. Die Staatsanwaltschaft legt dem Geithainer Totschlag zur Last. Weiterlesen

Landgericht

Geraubte Fanutensilien bringen Lok-Fan über drei Jahre hinter Gitter

Foto: Alexander Böhm

Das "Abziehen" von Schals und anderen Fanutensilien ist unter Ultras so etwas wie ein Volkssport. Die Betroffenen erstatten nach derlei Szene-Delikten in der Regel keine Anzeigen. Ermitteln die Behörden doch einmal einen Täter, blühen dem "Fan" saftige Strafen. Ein Wiederholungstäter aus der Lok-Fanszene ist am Donnerstag vom Landgericht zu über drei Jahren Haft verurteilt worden. Der 23-Jährige hatte es auf Bekleidungsstücke in den Farben verschiedener Clubs abgesehen. Dessen Besitzern sprach er das Recht ab, diese in Leipzig zu tragen. Weiterlesen