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06. April im Haus Leipzig: Sandsation – The Queen of Sand

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    Eine von unten angeleuchtete Glasplatte, eine große Leinwand und Sand – das ist alles, was die junge Russin benötigt, um mit bewegten Bildern bewegende Geschichten zu erzählen, die unter die Haut gehen. In „SANDSATION – In 80 Bildern um die Welt“ lädt Irina Titova frei nach Jules Verne zu einer nostalgischen Erdumrundung ein: Menschen, Tiere, Wahrzeichen, Weltwunder und Traumwelten erwachen aus Millionen und Abermillionen tanzenden Sandkörnern für wenige Augenblicke zum Leben.

    Fließende Animationseffekte symbolisieren Schönheit und Vergänglichkeit, die Magie und die Einzigartigkeit eines jeden Moments. Auf ihrer „SANDSATION: In 80 Bildern um die Welt“ Tournee 2019 werden Irina Titovas sagenhafte Sandgemälde von der markanten Stimme des TV- und Kino-Synchronsprechers Joachim Kerzel als Erzähler begleitet. Im Jahre 2003 lieh Kerzel seine Stimme in der deutschsprachigen Synchronfassung niemand Geringerem als dem dreifachen OSCAR®-Preisträger Jack Nicholson für die Rolle des Warren R. Schmidt in
    „About Schmidt“.

    Kerzel wurde dafür seinerzeit mit dem Deutschen Preis für Synchron ausgezeichnet. Seine markante, tiefe Stimme ist dem deutschen Publikum durch die Synchronstimmen von Hollywoodgrößen wie Robert DeNiro, Sir Anthony Hopkins oder auch Dustin Hoffman bestens vertraut.

    Die Story zu „SANDSATION – In 80 Bildern um die Welt“ stammt aus der Feder von Katrin Wiegand, die als freie Autorin für Hörbücher, Radio-Comedys und Theaterbühnen tätig ist. Zu ihren bekanntesten Arbeiten zählen, neben vielen anderen, das „Sextett im Hochzeitsbett“, „Wer klopfet an?“ oder „Auf den Hund gekommen“.

    Irina Titovas „QUEEN OF SAND – Sandsation: In 80 Bildern um die Welt“ ist eine der beeindruckendsten Shows unserer Zeit – muss man gesehen haben! Katrin Wiegands außergewöhnliche Hörspielgeschichte, Joachim Kerzels preisgekrönte Erzählstimme und Irina Titovas Ausnahmetalent präsentiert lausitz.live im März und April 2019 in vier Städten Ostdeutschlands: Am 13. März erstmals im Nikolaisaal Potsdam, am 05. April in der Landskron Kulturbrauerei Görlitz, am 06. April im Cottbuser Filmtheater Weltspiegel und am 07. April im „Haus Leipzig“ in Leipzig. Beginn 18:00 Uhr

    Tickets für diese einzigartige, herausragende, spannende und überwältigende Performance der QUEEN OF SAND sind überall im Vorverkauf und auf eventim.de erhältlich.

    QUEEN OF SAND Irina Titova Sandsation Trailer

    INTERVIEW  (Oktober 2017)

    Wo und wann sind Sie zum ersten Mal der Kunst der Sandmalerei begegnet?

    Ich lernte die Sandmalerei vor acht Jahren kennen, als ich als Kunsttherapeutin mit autistischen und taubstummen Kindern arbeitete. Sandspieltherapie ist eine interessante und gängige Praxis. Dafür verwendeten wir normalerweise mit Sand gefüllte Rahmen mit einem blauen Boden. Durch einen Fehler wurden jedoch Rahmen mit Beleuchtung geliefert. Als ich versuchte mit dem von unten beleuchteten Sand zu malen, verbrachte ich am ersten Tag fünf Stunden mit dem „Sandtisch“ und zeichnete nur. Die Kinder waren fasziniert. Manche autistischen Kinder hatten anfangs ein bisschen Angst vor dem Licht, aber schnell waren sie genauso begeistert. Es war interessant zu beobachten wie taubstumme Kinder damit umgingen. Für sie sind die Hände ihr „Sprachorgan“ und es entstand eine Symbiose aus Sprache und Zeichnung. Ich denke, dieses Beispiel hat mir für meine Zukunft sehr geholfen, eine Show zu kreieren – schließlich male ich nicht nur, sondern erzähle eine ganze Geschichte.

    Sie haben auch mit nordkoreanischen Kindern gearbeitet…

    Ich habe nordkoreanische Kinder als Zeichenlehrerin unterrichtet. Das war eine große Herausforderung für mich. Diese Kinder sind unglaublich diszipliniert und führen alle Vorgaben des Lehrers exakt aus. Mein Ziel war es, sie individuell zeichnen zu lassen, um ihnen beizubringen, die Kreativität zu genießen. Es war wirklich bereichernd, mit Kindern aus einer anderen Kultur zusammen zu arbeiten – wir haben viel voneinander gelernt.

    Welchen Sand verwenden Sie?

    Ich nutze Vulkan- oder Flusssand. Für die Live-Sandmalerei ist vulkanischer Sand besser, weil ich mit diesem Sand schneller zeichnen kann. Mit Flusssand zeichne ich die detaillierten Feinheiten der Bilder.

    Kaum ist bei der Sandmalerei Show ein Bild vollendet, wird es schon wieder „zerstört“. Ist das nicht etwas hart für Sie als Künstlerin?

    Nein, denn das ist ja gerade das Schöne an diesen Sand-Bildern. Sie sind nicht für immer, man kann diese Bilder nicht behalten. Sie sind dadurch auch immer anders. Es ist so ähnlich wie bei Schmetterlingen. Sie leben nicht lange, aber sie sind wunderschön. Jedes Bild ist einzigartig und bleibt nur durch die Erinnerung des Publikums bestehen.

    Neben der Sandmalerei arbeiten Sie auch mit Licht und machen „3D-Mapping“ mit Ölfarben… was macht die Sandmalerei für Sie so einzigartig?

    Ölmalerei und das Zeichnen mit Licht sind ebenfalls Kunstformen der Verwandlung – wie Sand. Aber der Sand ist für mich zu einem Stift geworden, mit dem ich die Geschichten schreibe. Meiner Meinung nach gibt es kein Material wie dieses mit dem man live Geschichten – wie Cartoons – erzählen kann.

    Warum sind die Menschen, Ihrer Meinung nach, von der seltenen Sand-Kunst so berührt?

    Ich denke, die Leute mögen es aus vielen Gründen. Die erste Reaktion ist oft: „Wow, wie macht sie das?!“. Es scheint mir auch, dass diese Idee mit ihrer Einfachheit – in unserer Welt der Superlativen – fasziniert. Bei meinen Shows möchte ich das Publikum einladen, ganz und gar im Moment zu sein. Ist es das nicht, hat es vielleicht schon ein Bild verpasst. Kein Moment ist wiederholbar, jeder Moment ist vergänglich.

    Was erwartet das Publikum in Ihrer neuen Show, im Vergleich zu ähnlichen, bereits etablierten Angeboten in Hamburg
    oder Berlin?

    Die Städte-Shows sind vorrangig touristische Formate ohne eine zusammenhängende Geschichte. Meine Show „In 80 Bildern um die Welt“ ist eine vollwertige Theatershow, die das Publikum von Anfang an „einfängt“. Wir reisen frei nach Jule Vernes rund um die Welt: Die Sand-Bilder sind eingebettet in eine Art Soundtrack – begleitet von der wunderbaren Erzählerstimme von Joachim Kerzel, den das deutsche Publikum als Synchronstimme von Dustin Hoffmann, Robert De Niro oder Jack Nicholson kennt.

    Welche Rolle spielt die Musik in der Show?

    Die Bedeutung der Musik ist enorm. Für jede künstlerische Inszenierung – und besonders für Sand – ist die Musik-Choreografie das Wichtigste. Sandmalerei ist wie ein „Tanz der Hände“. Für die Show werden wir dem Thema gemäß ein buntes Kaleidoskop von Evergreens aus allen Teilen der Welt zusammenstellen.

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