KulturKino zwenkau: Braunkohlenbergbau in Film und Literatur

Im sächsischen Jahr der Industriekultur 2020 haben sich der Bergbau-Technik-Park e.V., das Soziokulturelle Zentrum KuHstall e.V. und das KulturKino zwenkau zusammengeschlossen, um im Landkreis Leipzig eine Veranstaltungsreihe zum Thema Braunkohlenbergbau in Film und Literatur zu veranstalten. An sehr unterschiedlichen Orten wird es Gelegenheit geben, Spielfilme, Dokumentationen, Kurzfilme und Literatur der letzten 40 Jahre zu diesem Thema zu erleben.

Der Auftakt zu dieser Reihe ist am 19. September im Bergbau-Technik-Park in Großpösna. Mit dem Film GUNDERMANN von Andreas Dresen aus dem Jahr 2018 wird es dort einen besonderen Freiluft-Kinoabend vor der Kulisse eindrucksvoller Schaufelradbagger des Braunkohleabbaus unserer Region geben. Einige Requisiten des Films stammen aus dem Bestand des Bergbau-Technik-Parks. Als Vorfilm läuft eine Originalaufnahme von einem Gundermann-Konzert 1997 im Tagebau Espenhain. Beginn ist 19 Uhr.

Am Trianon im Zwenkauer Eichholz, dem letzten Rest vom weggebaggerten Dorf Eythra, ist am 26. September um 19 Uhr der Film ABSCHIEDSDISCO von Rolf Losansky zu sehen. Entstanden 1989 in der DDR, thematisiert der Film die Zerstörung von Landschaft und Dörfern, die dem Braunkohleabbau zum Opfer gefallen sind.

Im Oktober und November geht es dann weiter mit Kurzdokus im Schloss Störmthal (4.10.), dem DDR-Spielfilm „Über sieben Brücken mußt du gehen“ (25.10.), der Doku Gundermann Revier von 2019 und einem Konzert der Band SAITLINGE & SINGERS, die Gundermannlieder vertont (7.11.), einem modernen Film über Bergbau „ERDE“ (12.11.) und zum Abschluss eine Bootsfahrt auf dem Zwenkauer See mit einer speziellen Literaturlesung zu Bergbauthemen (15.11.).

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltungsreihe gibt es demnächst an dieser Stelle und unter: https://www.kulturkino-zwenkau.de

Programm im KulturKino zwenkau

Vorbehaltlich der rechtzeitigen Genehmigung unseres Hygienekonzeptes freuen wir uns, Sie nun wieder im KulturKino begrüßen zu können. Die Kinofilme laufen im Saal, für Theater und Musik haben wir die Sommerbühne im Garten errichtet. Die Sitzplätze sind überdacht.

Folgende Hygienehinweise bitten wir zu beachten:

Bitte halten Sie einen Mindestabstand von 1,50 m zu anderen Personen ein. Wo das nicht möglich ist, bitten wir darum, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Bitte stellen Sie sich auf längere Einlasszeiten ein. Reservierte Karten müssen 60 Minuten vor Veranstaltungsbeginn abgeholt werden. Andernfalls erlischt die Reservierung.

Die Platzkapazität ist begrenzt. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Sa 11.07. 11 Uhr Verlorene Orte – Ein performativer Hör-Spaziergang zur Geschichte und Gegenwart Zwenkaus

Ein Spaziergang gleicht einer Perlenschnur. Die Landschaft ist die Schnur, ihre Orte die Perlen. Doch was passiert mit einer Landschaft, deren Unterstes nach oben gekehrt wird, deren Wälder abgeholzt, deren Flüsse umgeleitet und in Beton gegossen werden, deren Ortschaften verschlungen und für immer von der Landkarte ausradiert werden? Fortgang oder Neubeginn? Zerstörung und Erneuerung?

Die Inszenierung vom KulturKino Zwenkau und der Theatermacherin Marlen Riedel verknüpft Erlebnisse von Zeitzeugen mit historischen Fakten, aktuellen Beobachtungen und Zukunftsvisionen für die Landschaft zwischen Leipzig, Markkleeberg und Zwenkau; einer Landschaft, die innerhalb eines halben Jahrhunderts zwei tiefgehende Metamorphosen durchgemacht hat.

Startpunkt: Bergbauausstellungspavillon am KAP Zwenkau, Leipziger Straße 160, Zwenkau

Eintritt: 12 EUR / 8 EUR ermäßigt

Sa 11.07. 11 -17 Uhr WIE JETZT?! Theaterprojekt zur Gegenwart – Projektpräsentation im öffentlichen Raum

Wer, was, wann, wo ist dieses „Jetzt“? Hat jeder sein eigenes, oder teilen wir alle ein „Jetzt“? Wie ist dein „Jetzt“? Und wie ist das „Jetzt“ der anderen? Mit diesen und anderen Fragen haben sich die Storybo[a]rder, Menschen verschiedener Herkunft, Sprache und Altersklassen, auseinander gesetzt – auch und gerade in Zeiten von Lockdown und Corona. Die Ergebnisse – Videos, Audiocollagen, Texte und Bilder – werden im öffentlichen Raum präsentiert. Infos zu den Präsentationsorten werden auf der Website www.kulturkino-zwenkau.de bekanntgegeben.

Sa 11.07. 15.30 Uhr & So 12.07. 10.30 Uhr Geschichten vom kleinen König

Puppentheater vom Theater der jungen Welt (ab 3 Jahren)

So ein königlicher Tag ist eine aufregende Sache. Der kleine König erlebt Dinge, die man nie für möglich gehalten hätte: Schokoeier ausbrüten, mit dem Wind fliegen oder sich mit Pferd Grete das Bett teilen.

Eintritt: 7,50 EUR / 5 EUR ermäßigt

Kinoprogramm

Fr 10.07. 20.30 Uhr Knives Out – Mord ist Familiensache [ab 18 Uhr Biergarten]

Krimi US 2020 FSK 12 131 Min. Regie: Rian Johnson

So 12.07. 15.30 Uhr Der Junge und die Wildgänse

Abenteuer FR NO 2020 FSK 0 113 Min. Regie: Nicolas Vanier

Machtgefälle im Kopf. Die neue „Leipziger Zeitung“ Nr. 80 ist da: Was zählt …

 

MelderKulturKino zwenkau
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Leipzig braucht nicht noch einen Extra-Corona-Finanzausschuss
Aus dem Vollen schöpfen konnte Leipzig schon ewig nicht. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie AfD ist eine Panikpartei. Was die Leipziger AfD-Fraktion im Mai, als noch nicht einmal absehbar war, inwieweit die Corona-Maßnahmen auf den Leipziger Haushalt durchschlagen würden, mit einem vor Dringlichkeit strotzenden Antrag mal wieder bewies. Sie forderte die „Gründung einer Kommission zur Überprüfung und Neubewertung von Ratsbeschlüssen angesichts der unvorhergesehenen finanziellen Mehraufwendungen der Stadt Leipzig durch die Corona-Pandemie“. Das war dann wirklich Quatsch mit Nonsens. Findet auch der Oberbürgermeister.
Mittwoch, der 12. August 2020: Corona-Verharmloser/-innen spucken auf die Gesundheit anderer
Die Maske ist zum umkämpften Symbol geworden. Foto: Jasmin Sessler, Pixabay

Foto: Jasmin Sessler, Pixabay

Für alle Leser/-innenEine Frau ohne Gesichtsmaske soll einen Supermarktmitarbeiter gekratzt, geschlagen und bespuckt haben. Das berichtet die Polizei heute. Zuvor hatten Corona-Verharmloser/-innen zu Verstößen gegen die Maskenpflicht aufgerufen. Außerdem: Ein MDR-Beitrag über die „Basis“ der SPD in Leipzig verrät wenig und die geplante Verfassungsschutz-Reform stößt auf ein geteiltes Echo. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 12. August 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Eine Ausstellung im Café Wagner würdigt die im Juli verstorbene Pop-Art-Künstlerin Jeannette Pietrowski-Siefke

Foto: privat

Für alle LeserDas Café Wagner am Richard-Wagner-Platz ehrt am Freitag, 14. August, die im Juli verstorbene Leipziger Pop-Art-Künstlerin Jeannette Pietrowski-Siefke (1978 bis 2020) mit Ausstellung und der Widmung eines Nachwuchs-Kunstpreises. Sie hatte ihre eigene, besonders treue Anhängerschaft weit über Leipzig hinaus. Und im Café Wagner hielt sie sich gern auf.
Mehr Kompetenzen, aber auch mehr Stress: Die Coronakrise ist eine echte Herausforderung für Studierende
Hörsaal im Geutebrück-Bau. Foto: Stephan Floss/HTWK Leipzig

Foto: Stephan Floss/HTWK Leipzig

Für alle LeserMit der Coronakrise haben sich nicht nur die technischen und digitalen Kompetenzen der Studierenden verbessert, die Mehrheit der Studierenden an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (rund 80 Prozent) hat eigenen Aussagen zufolge auch gelernt, sich besser an veränderte Bedingungen anzupassen: Die Fähigkeiten zum Selbstmanagement haben sich unterschiedlich, aber mehrheitlich doch positiv entwickelt. Die psychische Belastung ist hingegen stark gestiegen.
Erneute Sperrung nach Leichenfund: Polizei lässt Inselteich abpumpen
Der Inselteich ist seit Mittwochfrüh erneut weiträumig gesperrt. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser Wer hat den 68-jährigen Mann getötet, dessen Leiche vergangenen Donnerstag aus dem Inselteich im Clara-Zetkin-Park gezogen wurde? Einen Schlüssel zur Antwort auf diese Frage erhoffen sich die Ermittler offenbar im Teich selbst, der seit dem Morgen erneut weiträumig abgesperrt ist und abgepumpt wird.
Alte Merseburger Gleisstrecke könnte tatsächlich zum ausgebauten Radweg werden
Die Merseburger Gleisstrecke auf der Karte HauptnetzRad der Stadt Leipzig. Karte: Stadt Leipzig

Karte: Stadt Leipzig

Für alle LeserMan darf ja mal träumen. Und tatsächlich ist dieser Traum schon acht Jahre alt. 2012 verkaufte die Bahn die seit 1999 nicht mehr genutzte Gleisstrecke Merseburg–Leipzig-Leutzsch an einen Privatinteressenten, der daraus eine Radstrecke entwickeln wollte. Eine famose Idee, wenn man bedenkt, dass man auf so einer Strecke als Radfahrer vom Kraftverkehr unbehelligt von Leutzsch bis nach Gundorf und zum Elster-Saale-Kanal käme. Der Traum ist nicht tot.
Noch ist kein einziges Problem am Frachtflughafen Leipzig/Halle im Sinn der betroffenen Bürger gelöst
Demonstration für ein Nachtflugverbot am Flughafen Leipzig/Halle. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserIm Juni schrieb die Bürgerinitiative „Gegen die neue Flugroute“ an den sächsischen Umweltminister Wolfram Günther, um die Staatsregierung aufzufordern, auch ein Gegengutachten der Bürgerinitiative zum geplanten Frachtflughafenausbau am Leipziger Flughafen durch die Staatsregierung zu finanzieren. Im Anschluss kam auch ein Termin mit dem Minister zustande. Das Gespräch fand am 13. Juli im Neuen Rathaus in Leipzig statt. Das Ergebnis: ein weiterer Brief.
Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“ kritisiert die verkorkste Wohnungsbaupolitik von Bundesbauminister Seehofer
Dr. Ronald Rast. Foto: Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V.

Foto: Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V.

Für alle LeserEs passt hinten und vorne nicht, nicht nur in Leipzig, sondern in ganz Deutschland. 1,5 Millionen bezahlbare Wohnungen sollten in der aktuellen Legislaturperiode bis 2021 entstehen. Vollmundig hatte es die Regierungskoalition verkündet. Doch der zuständige Minister hat völlig fehlgesteuert. Selbst die Zahlen, die Bundesbauminister Horst Seehofer jetzt in einer Antwort auf eine Grünen-Anfrage im Bundestag herausgab, sind geschönt. Von der Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“ wird er dafür heftig kritisiert.
Moralischer Fortschritt in dunklen Zeiten: Warum jeder Mensch einen Kompass für das Gute und das Böse hat
Markus Gabriel: Moralischer Fortschritt in dunklen Zeiten. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWir leben in einer Zeit der Fakenews, des großen Geplappers, der Schwurbler und Mythenerzähler. Ein Blick in die a-sozialen Netzwerke genügt, um die ganze Verwirrung sichtbar zu machen. Leute, die nicht mal wissenschaftliche Fakten akzeptieren, verkaufen sich als Aufklärer, Egomanen erfinden sich ihre „Wahrheiten“ selbst. Wird jetzt alles, was wir an Moral erworben haben, verramscht und verhökert? Das Buch des Philosophen Markus Gabriel ist wie eine riesengroße Tasse Espresso zum Wieder-Munterwerden.
Dienstag, der 11. August 2020: Scholz darf sich auf Unterstützung der Jusos freuen
Juso-Chef Kevin Kühnert will Olaf Scholz unterstützen. Foto: Stefan Müller, Flickr (CC BY 2.0)

Foto: Stefan Müller, Flickr (CC BY 2.0)

Für alle Leser/-innenNachdem die SPD gestern Olaf Scholz‘ Kanzlerkandidatur verkündete, sagten zügig wichtige Jusos ihre Unterstützung für den derzeitigen Vizekanzler zu. Auf Twitter sorgte aber ein heftiger Streit bereits für einen deaktivierten Account. Außerdem: Die Leipziger CDU-Fraktion wirft Grünen und Linken zu viele Anträge vor und das Landeskabinett treibt die Landarztquote voran. Die L-IZ fasst zusammen, was am Dienstag, den 11. August 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
Romantische Viecher auf der Terrasse der Moritzbastei
Romantische Viecher auf der Terrasse der Moritzbastei. Foto: TheaterTurbine

Foto: TheaterTurbine

Für alle LeserEs geht um die liebe Liebe. Denn die macht auch in Corona-Zeiten keine Pause. Auf der Terrasse der Moritzbastei feiert am Donnerstag, den 13. August, das Stück „Romantische Viecher“ Premiere. Die letzten dreieinhalb Wochen wurde unter der Sommerhitze final geprobt, bis Ende August spielt die TheaterTurbine unter freiem Himmel das Spiel der Gefühle.
Wenn die Grüne Liga eine Pressemitteilung von 2019 noch einmal verschickt: Statt Dürre-Jammerei Wasser in der Landschaft halten
Abgeerntetes Feld bei Wiederau. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

KommentarAll das, was wir derzeit mit immer mehr Hitzetagen, Dürre, vertrockneten Stadtbäumen, vertrockneten Wäldern erleben, war zu erwarten. Seit Jahren schon. Nichts anderes haben die Klimamodelle der Meteorologen seit 30 Jahren als wahrscheinliches Szenario beschrieben. Auch die Modellierungen des sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie haben nichts anderes vorausgesagt. Aber die sächsische Politik hat nicht reagiert. Immer noch dominiert das alte, bequeme Denken, das alle Veränderungen ausbremst.
Leichenfund im Clara-Zetkin-Park: Polizei veröffentlicht Bild des Toten und bittet um Mithilfe + Update Identifizierung
Der abgesperrte Fundort der Leiche am Donnerstag. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser Nach dem Fund einer Leiche im Inselteich des Clara-Zetkin-Parks am Donnerstag steht fest, dass es sich bei dem Toten um einen älteren Mann handelt und er gewaltsam zu Tode kam. Zur Klärung seiner Identität bittet die Leipziger Polizei nun die Öffentlichkeit um Unterstützung und hat ein Foto mit Beschreibung äußerer Merkmale des Mannes veröffentlicht.
Forschungsverbund sucht Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus Heimen und Jugendwerkhöfen der ehemaligen DDR
Weggesperrt aus der Welt. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle Leser„Mich kriegt nichts mehr klein.“ Frau Kastrati sagt das mit fester Stimme. Das ist nicht selbstverständlich. Sie war mehrere Jahre in einem Kinderheim und einem Jugendwerkhof in der ehemaligen DDR untergebracht. Sie hat erlebt, unterdrückt zu werden und in rigiden Regeln und Strukturen zu leben, in denen die eigenen Bedürfnisse wenig bis gar keinen Raum hatten. Viele Menschen, die in der DDR aufgewachsen sind, kennen den Satz „Wenn du nicht brav bist, kommst du nach Torgau.“
Zum Teil in Leipzig, zum größten Teil digital: Attac beteiligt sich am Kongress „Zukunft für alle“
Das war mal ein Teich. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserDie Corona-Pandemie hat ziemlich schonungslos offengelegt, wo unsere entfesselte und globalisierte Wirtschaft ihre Grenzen hat, wo sie unsere Lebensgrundlagen zerstört und wo sie sogar unsere Fähigkeit, auf Pandemien zu reagieren, unterhöhlt. Mal ganz davon zu schweigen, wie sehr die entfesselte Konsumwirtschaft die Ursache für die massive Klimaerhitzung und die Zerstörung unserer Umwelt ist. Ein Kongress in Leipzig sollte das schon lange vor Corona thematisieren. Der findet nun vorwiegend online statt.