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LVB-Geschäftsführer Ulf Middelberg im LZ-Interview über ambitionierte Ziele und das 365-Euro-Ticket. Foto: René Loch

„In unserem Selbstverständnis sind wir der Mobilitätsdienstleister für Leipzig“: LVB-Geschäftsführer Ulf Middelberg über ambitionierte Ziele und das 365-Euro-Ticket

Für die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) sind es mal wieder aufregende Wochen. Baustellen im gesamten Stadtgebiet sorgen für Umleitungen, Verspätungen und Ausfälle; das wiederum sorgt für unzufriedene Kund/-innen. Gleichzeitig mussten Befürworter/-innen eines 365-Euro-Tickets einen erheblichen Rückschlag hinnehmen, weil die benötigte Förderung des Bundes nicht kommen wird. Mit LVB-Geschäftsführer Ulf Middelberg hat sich die Leipziger Zeitung (LZ) über diese und weiter Themen unterhalten.

Karl Bär. Foto: Umweltinstitut München

Südtiroler Pestizidprozess gegen Karl Bär erneut vertagt: Der letzte Kläger erschien einfach nicht vor Gericht

Eigentlich sollte es am Freitag, 29. Oktober weitergehen. Doch der Prozess wegen übler Nachrede gegen den ehemaligen Agrarreferenten des Umweltinstituts München, Karl Bär, seit September grüner Abgeordneter des Deutschen Bundestags, wurde erneut verschoben. Am vierten Verhandlungstag in Bozen/Südtirol erschien der letzte verbliebene Kläger, Obstbauer Tobias Gritsch, der gleichzeitig von der Staatsanwaltschaft als Zeuge geladen war, nicht vor Gericht, berichtet das Umweltinstitut München. Dabei hat dieser Pestizid-Prozess schon jede Menge Staub aufgewirbelt.

Mit grüner Energie selber mit auf die Emissionsbremse treten

Dass die grüne Energie die Zukunft ist, daran zweifelt aufgrund des voranschreitenden Klimawandels wirklich kaum mehr jemand. Letzte Zweifler argumentieren allerdings immer wieder, dass der Wandel nicht finanzierbar sein und alles auf den Schultern der armen Steuerzahler getragen werden wird. Dieses vermeintliche Totschlagargument ergibt nur bedingt Sinn, denn die Kosten, die durch Umweltschäden und bald nicht mehr bewohnbare Landstriche entstehen, sind weitaus größer als die Kosten, die mittels Steuergelder in die Forschung oder den Ausstieg aus der Atomkraft investiert werden.

Protestveranstaltung auf der Hainstraße am Freitagvormittag. Foto: Lucas Böhme

„Zahl endlich die Zinsen“ – Offener Protest und Brief gegen fehlerhafte Verträge der Sparkasse Leipzig + Video

Manch nichtsahnendem Kleinanleger könnten noch tausende Euro an Nachzahlung zustehen: In einem Musterurteil gegen die Leipziger Sparkasse stellte der Bundesgerichtshof (BGH) jüngst fest, dass eine Vielzahl von Kundinnen und Kunden womöglich jahrelang um ihre Zinsen gebracht wurde. Ein Aktionsbündnis protestierte dagegen am Freitagvormittag in der Hainstraße und übergab der Sparkasse Leipzig einen Offenen Brief.

Tanken wird für viele Leipziger bald der Vergangenheit angehören. Foto: Matthias Weidemann

Verbraucherpreise für Energie: Wenn sich Peak Oil und Peak Gas mit ungebremstem Wachstum treffen

Am Donnerstag, 28. Oktober, veröffentlichte das sächsische Landesamt für Statistik seine neuesten Zahlen zur Inflation in Sachsen. Das Ergebnis war natürlich nicht überraschend. „Energiepreise bestimmen sächsischen Verbraucherpreisindex“, titelten die sächsischen Landesstatistiker. Aber wie das so ist mit den deutschen Verbraucherstatistiken: Sie leisten keine Ursachenforschung, sondern zeigen nur das Ergebnis. Und Wladimir Putin ist an den rasant steigenden Energiepreisen nicht wirklich schuld, auch wenn das deutsche Medien nur zu gern unterstellen.

Geplante Flugzeugmontage am Flughafen Leipzig/Halle: Antrag auf Baugenehmigung der Montagehalle eingereicht

Noch ist es erst einmal nur ein Versprechen, dass es der Deutsche Aircraft am Standort Flughafen Leipzig/Halle gelingen könnte, binnen15 Jahren emissionsfreie Flugzeuge zu bauen. Auf der Homepage des 2019 gegründeten Unternehmens klingt das jedenfalls sehr optimistisch: „Unsere Mission ist es, mithilfe der D328eco den Wandel der Luftfahrt zum emissionsfreien Fliegen voranzutreiben. Als einzige existierende Plattform, die in der Lage ist, die Effizienz- und Leistungsanforderungen an moderne, umweltfreundlichere Flugzeuge zu erfüllen, treiben wir den grünen Wandel der Branche voran.“

Regionalbus in Wahren. Archivfoto: Ralf Julke

ÖPNV Modellprojekt STADTLand+: Förderanträge beim Bund abgegeben

Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) gingen ja bekanntlich leer aus bei der Bewerbung um Fördergelder als Modellregion ÖPNV. Aber trotzdem wird es in der Leipziger Region ein solches Modellprojekt geben, wenn auch nicht mit der Leipziger Schwerpunktsetzung eines 365-Euro-Tickets. 20,5 Millionen Euro Bundesfördermittel sollen ab 2022 das Innovationsprojekt STADTLand+ für den Nahverkehr im Großraum Halle/Leipzig ermöglichen.

Fußgänger in der Grimmaischen Straße. Foto: Ralf Julke

Der Stadtrat tagte: Leipzig hat endlich eine Fußverkehrsstrategie + Video

Da stöhnte nicht nur CDU-Stadtrat Konrad Riedel, dass am Donnerstag, dem 14. Oktober endlich, endlich die Fußverkehrsstrategie für die Stadt Leipzig zur Entscheidung in den Stadtrat kam. Tatsächlich hatte Leipzig bislang keine Strategie für den Fußverkehr. Der schwamm immer irgendwie so mit bei Straßenbau, als wären Menschen, die auf Fußwegen unterwegs sind, nur so ein Beiwerk im Verkehr. Und die Wahrheit ist: Stimmt. So gesehen wurde die dreiviertel Stunde Diskussion auch eine kleine Lehrstunde übers Lernen von Verkehr.

Thomas Dienberg nimmt Stellung zur Linke-Anfrage. Foto: Screenshot Livestream der Stadt Leipzig

Der Stadtrat tagte: Erst für eine Netzerweiterung der LVB hat die Machbarkeitsstudie überhaupt begonnen + Video

Am Donnerstag, 14. Oktober, dauerte die Ratsversammlung wieder so lange, dass OBM Burkhard Jung am Ende schon mal kurz andeutete, dass ein bisschen Entlastung der Tagesordnung schön wäre. Worauf dann einige Fraktionen ihre Anfragen zurücknahmen und auf deren mündliche Beantwortung verzichteten. Ein paar Anfragen waren freilich so wichtig, dass sie trotzdem noch drankamen. Wie die Anfrage der Linksfraktion zur Umsetzung der Mobilitätsstrategie

Marketingplanung – welche Rolle spielt das Internet im Marketing?

Wirtschaftliche Krisen hinterlassen meist deutliche Spuren in allen Bereichen. Dennoch ist es für kleinere Unternehmen, Firmen in ländlichen Regionen sowie Anbieter von Nischenprodukten deutlicher schwerer, schwierige Situationen zu überwinden und sich wieder auf dem Markt zu etablieren.

Kristian Kirpal. Foto: IHK zu Leipzig

Konjunktur im IHK-Bezirk Leipzig: Der Fachkräftemangel meldet sich mit voller Wucht zurück

Es ist, als wäre die Corona-Pandemie nur ein boshafter Nierenhaken gewesen. Sie hat auch die Leipziger Wirtschaft kurz auf die Bretter geschickt. Doch mit der Aufhebung der Einschränkungen, die gerade in Gastgewerbe und Dienstleistung für heftige Einbrüche gesorgt haben, kommt auch Leipzigs Wirtschaft wieder auf die Füße, meldet die IHK zu Leipzig. Doch mit dem Neustart kommen neue und alte Sorgen wieder auf den Tisch.

Sitz der IHK zu Leipzig. Foto: Ralf Julke

Konjunkturumfrage der sächsischen IHKs im Herbst 2021: Betriebe schauen wieder optimistisch in die Zukunft

Dass viele der seit Frühjahr 2013 so heiß diskutierten Corona-Maßnahmen so widersprüchlich waren, hat auch damit zu tun, dass die Politik die Wirtschaft nicht abwürgen wollte. Einerseits die Gesundheit der Menschen schützen, andrerseits möglichst viele Teile der Wirtschaft am Laufen halten – das bringt oft schwer vermittelbare Kompromisse mit sich. Aber so blieben die großen Zusammenbrüche aus. Sachsens Wirtschaft jedenfalls sieht sich wieder im Aufwind.

Der neue Biotechnologie-Campus für c-LEcta. Visualisierung: OFB Projektentwicklung GmbH

Baustart 2022: c-LEcta bekommt einen eigenen Biotechnologie-Campus auf der Alten Messe

Das alte Messegelände gewinnt ein weiteres Bauensemble hinzu. Die OFB entwickelt in Leipzig bis zum vierten Quartal 2024 einen weiteren Biotechnologie-Campus gleich am Eingang zur Prager Straße. Der erste Bauteil mit rund 10.425 m² oberirdischer Mietfläche ist bereits vollständig an das Biotechnologieunternehmen c-LEcta vermietet, die schon jetzt im Biocluster auf dem Messegelände ansässig ist.

Umsatz und Umsatzveränderung der Industrie in Sachsen im 1. Halbjahr 2021 nach Kreisfreien Städten und Landkreisen. Grafik: Freistaat Sachsen, Statistisches Landesamt

Die auffällige Rolle des Automobilbaus: Sachsens Industrie hat im ersten Halbjahr wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht

Am Mittwoch, 13. Oktober, veröffentlichte das Statistische Landesamt eine scheinbar recht unscheinbare Meldung mit der Überschrift: „Industrieumsatz im Landkreis Zwickau nahezu fünfmal so hoch wie im Landkreis Leipzig“. Was aber eigentlich nichts Neues ist, seit das Gebiet des Landkreises Leipzig fast völlig von Industrie entblößt wurde. Viel eher zeigt die Meldung, wie abgängig Sachsen vom Automobilbau ist.

Der Siegerentwurf fürs IfL von Henchion Reuter Architekten, Berlin. Visualisierung: Henchion Reuter Architekten, Berlin

Beton statt Grün: Wie umweltfreundlich ist Bauen in Leipzig?

Wie viele andere Großstädte wächst auch Leipzig rasant. „Der Boden wird einfach knapp“, resümierten die Wohnraumexpert/-innen auf der Podiumsdiskussion Anfang September in der alten Feuerwache Ost. Die Stadt begegnet dem Problem mit dem Konzept der doppelten Innenentwicklung. Dabei werden vorrangig innerstädtische Flächen nachverdichtet, um eine Inanspruchnahme neuer, unberührterer Böden zu vermeiden. In der Politik wird das Konzept bisher als nachhaltigste Lösung angepriesen.

Kulturhof Gohlis. Foto: Kulturhof Gohlis

Produkte aus der Region bestellen und abholen: 4. Leipziger Marktschwärmerei eröffnet in Gohlis

Unsere Einkaufswelt verändert sich. Stück für Stück. Nicht nur Bio-Läden erobern die Stadt und Frischemärkte ziehen immer mehr Käufer an. Es gibt auch immer mehr Initiativen, die die regionale und landwirtschaftliche Produktion direkt vor der Stadt mit Abholmöglichkeiten in der Stadt verknüpfen. So wie die Marktschwärmer, die jetzt ihre vierte Auslieferungsstelle in Gohlis eröffnen

Pop-up-Radweg in Berlin. Foto: Ökolöwe

Ökolöwe bleibt bei seiner Forderung: Zehn zusätzliche Radwege für Leipzig jedes Jahr

Wer mit dem Rad durch Leipzig fährt, merkt es überall im Netz, dass hier seit Jahren viel zu wenig passiert ist und der Ausbau eines belastbaren HauptnetzRad zwischenzeitlich regelrecht zum Stocken kam, während die Stadt sich mit immer mehr (geparkten) Autos füllte. Sodass Leipzig eigentlich immer noch da steht, wo es 2010 auch war: Es hat kein durchgehend befahrbares HauptnetzRad. Und was das Verkehrsdezernat jetzt vor hat, ist dem Leipziger Ökolöwen zu wenig.

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