Die Strecke Leipzig–Chemnitz muss viel schneller ans Netz als bislang geplant

Für alle LeserFast drei Jahrzehnte war die Deutsche Bahn eigentlich das Sparschwein der Nation, sollte möglichst gewinnbringend fahren. Der Druck war enorm. Man sieht es fast in jedem kleinen Dorf: Bahnhöfe wurden stillgelegt, ganze Gleisstrecken abgeklemmt. Die Ausbaumilliarden flossen größtenteils in den Straßenbau. Doch seit Dienstag, 30. Juni, ist das alles etwas anders. Da stellte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer den „Schienenpakt vor“. Und jetzt kommt auch aus der sächsischen CDU Druck. Der Ausbau der Strecke Leipzig–Chemnitz kommt viel zu spät.
Anzeige

Es ist der Wirtschaftsrat Sachsen der CDU, der sich am Mittwoch zu Wort meldete und anmahnte: Bedeutsame Infrastrukturprojekte dürfen nicht weitere zehn Jahre dauern, nachdem sie im Bundesverkehrswegeplan als „vordringlicher Bedarf“ eingestuft worden sind … Denn wenn selbst solche seit Jahren vorangetriebenen Projekte noch zehn Jahre dauern, ist mit einer Verdoppelung der Fahrgastzahlen, wie Scheuer plant, bis 2030 nicht zu rechnen.

Hierin offenbare sich ein generelles Hindernis für die Wettbewerbsfähigkeit von Regionen, das seitens der verantwortlichen in Bund, Land und Kommunen beseitigt werden muss, fordert der Wirtschaftsrat.

„Die Bahn soll bis 2030 in Deutschland deutlich pünktlicher, schneller und auch in abgelegenen Gebieten attraktiver werden. Um dieses Ziel zu erreichen, haben Branchenverbände, Gewerkschaften und Bundesregierung einen sogenannten Schienenpakt beschlossen. Binnen zehn Jahren soll die Zahl der Fahrgäste verdoppelt werden und der Anteil des Schienengüterverkehrs auf 25 Prozent steigen“, hatte der „Spiegel“ das Ergebnis des Schienenpakts zusammengefasst.

Das Verkehrsministerium selbst meinte: „Der Schienenpakt ist nun ein klares gemeinsames Bekenntnis der gesamten Branche für eine dauerhaft starke Schiene.“

Aber dazu passt einfach nicht, dass so eine wichtige Städteverbindung wie die zwischen Leipzig und Chemnitz seit Jahren warten musste, um überhaupt einmal in den vordringlichen Bedarf bei den Bundesverkehrsinvestitionen zu kommen.

Der geplante Streckenverlauf der Trasse Leipzig - Chemnitz. Karte: Deutsche Bahn

Der geplante Streckenverlauf der Trasse Leipzig–Chemnitz. Karte: Deutsche Bahn

Mittlerweile hat die Deutsche Bahn die Strecke endlich fest in der Planung. Aber bis sie Wirklichkeit wird, dauert es immer noch fast ein Jahrzehnt.

Insgesamt zehn Jahre (seit 2018) sollen nach Plänen der bundeseigenen Deutschen Bahn AG vergehen, bis die gerade einmal 80 Kilometer lange Bahnstrecke von Chemnitz nach Leipzig im Jahr 2028 elektrifiziert sein wird. Und dies, obwohl das Projekt seit Ende 2018 im Bundesverkehrswegeplan mit der höchsten Kategorie „Vordringlicher Bedarf“ und mit gesicherter Finanzierung eingestuft wurde.

„Wir wehren uns gegen dieses offensichtliche Akzeptieren einer solchen Projektlaufzeit seitens der Verantwortlichen im die Bahn-Beteiligung führenden Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sowie im Regionalmanagement unseres für Sachsen wichtigen Industriestandortes Stadt und Region Chemnitz“, sagt Kathrin Werner, Vorstandsmitglied des Landesverbandes Sachsen und Sprecherin der Sektion Chemnitz im Wirtschaftsrat der CDU e. V., zum Stand der Planungen und der Ausführung seitens der Deutschen Bahn AG.

„Chemnitz mit seinen wirtschaftlichen Potenzialen und seiner Historie als namhafter und traditioneller Industriestandort wird einmal mehr stiefmütterlich behandelt und abgehängt! Wünschenswert wäre ein ‚Handeln jetzt‘, bevor dieser Zug abgefahren ist.“

Chemnitz leidet schon heute massiv unter der schlechten Anbindung. Selbst eine Einbindung ins mitteldeutsche S-Bahn-Netz würde Sinn machen. Großstädte leben heute davon, dass sie bestmöglich in die überregionalen Infrastrukturen eingebunden sind. Das ist nicht nur für Bewohner und Beschäftigte wichtig, sondern entscheidet auch bei Ansiedlungen von Unternehmen.

„Ob es die fehlende ICE-Anbindung für Chemnitz ist oder die Schließung der hiesigen Galeria Kaufhof, während die Kaufhäuser in Leipzig und Dresden bleiben, Chemnitz verliert trotz seiner Potenziale zunehmend an Bedeutung“, beschreibt Kathrin Werner die Symptomatik und fordert: „Das muss sich ändern!“

Eine attraktive Fernzuganbindung auch in Nord-Süd-Richtung brächte der Region Chemnitz natürlich Standortvorteile. Chemnitz und Leipzig als Start- und Zielpunkte der Ausbaustrecke gehören neben Dresden zu den sechs Oberzentren in Sachsen, die im Landesentwicklungsplan des Freistaates festgelegt und ausgewiesen sind. Die Region Chemnitz, auch gern und treffend als Ballungsraum Chemnitz-Zwickau bezeichnet, umfasst neben der Stadt Chemnitz den Erzgebirgskreis, den Kreis Mittelsachsen, den Vogtlandkreis und den Kreis Zwickau.

Das Statistische Landesamt Sachsen weist für die Region per 31.12.2019 rund 1,427 Millionen der insgesamt 4,072 Millionen Einwohner Sachsens aus. Die IHK Chemnitz zählt 5.600 Industriebetriebe und belegt, dass die Industrie ein Viertel der Wirtschaftsleistung der Region erbringt und damit über dem Bundesdurchschnitt von 23 Prozent liegt.

Leider versäumten es nach Einschätzung des Landesvorstandsmitglieds die politisch Verantwortlichen vollständig, sich dem Niedergang einer ganzen Region nicht nur entgegenzustellen, sondern hier aktiv mit neuen Konzepten der sich verändernden Wirtschaftslandschaft zu punkten und die Region zukunftsfest zu gestalten, kritisiert der Wirtschaftsrat.

„Wenn wir es nicht endlich schaffen, Chemnitz in Sachsen wieder in der 1. Liga mitspielen zu lassen, werden wir in den nächsten Jahren mehr verlieren als einen Bahnanschluss“, mahnt Kathrin Werner. „Es geht um Arbeitsplätze in einer sich wandelnden Automobil- und Maschinenbauregion. Wenn wir jetzt nicht Infrastruktur schaffen und Zukunftsprojekte anschieben, wird es zu massiven Verlusten in den nächsten Jahren kommen in jeglicher Hinsicht!“

2020 sollen endlich die Vorplanungen für die Eisenbahnstrecke Leipzig–Chemnitz fertig sein

Hinweis der Redaktion in eigener Sache

Seit der „Coronakrise“ haben wir unser Archiv für alle Leser geöffnet. Es gibt also seither auch für Nichtabonnenten unter anderem alle Artikel der LEIPZIGER ZEITUNG aus den letzten Jahren zusätzlich auf L-IZ.de über die tagesaktuellen Berichte hinaus ganz ohne Paywall zu entdecken.

Unterstützen Sie lokalen/regionalen Journalismus und so unsere tägliche Arbeit vor Ort in Leipzig. Mit dem Abschluss eines Freikäufer-Abonnements (zur Abonnentenseite) sichern Sie den täglichen, frei verfügbaren Zugang zu wichtigen Informationen in Leipzig und unsere Arbeit für Sie.

Vielen Dank dafür.

 

ChemnitzDeutsche BahnElektrifizierung
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Frühstücksträume: Lauter leckere Tipps, wie man aus der Frühstückslangeweile herauskommt
Barbara Baumann: Frühstücksträume. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas Wort Corona kommt in diesem Buch einmal nicht vor. Aber eigentlich passt das Buch haargenau in diese seltsame Zeit mit all ihren Einschränkungen und nun der zweiten langen Zeit, wo die ganze Familie wochenlang zu Hause hocken muss. Da lohnt es sich, selbst das Sonntagsfrühstück zu einem richtigen Erlebnis zu machen – mit selbst gemachter Konfitüre und selbst gebackenen Brötchen. Oder auch ganz international.
Donnerstag, der 29. Oktober 2020: FDP, Linke und Gaststätten kritisieren Corona-Politik
Rico Gebhardt, (MdL, Die Linke). Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserBundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsident/-innen haben sich gestern auf einen „Lockdown light“ verständigt. FDP und Linke kritisieren unter anderem fehlende Parlamentsbeteiligung und die Gaststätten wollen ihre Schließung nicht einfach hinnehmen. Außerdem: Der ehemalige Unirektor Cornelius Weiss ist tot. Die L-IZ fasst zusammen, was am Donnerstag, den 29. Oktober 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Bertolts Bruch und Friedrichs Fiasko: Zwistigkeit im Glanz der Freiheit
Screenshots: www.duden.de, Montage: LZ

Screenshots: www.duden.de, Montage: LZ

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 84, seit 23. Oktober im Handel„Zwist“. Beinahe schon ein veraltetes Wort, aus dem Niederdeutschen übernommen, das steht für „Streit“ oder „Zerwürfnis“. Dieser Fast-Archaismus schien mir aber als Ersatzwort in der Silbenparallele wesentlich besser zu passen, als „Einigkeit und Recht und Freiheit“ zum 30. Jahrestag des Beitrittsjubiläums hinauszuposaunen.
Mit dem richtigen Hygienekonzept und guter Belüftung könnten Hallenveranstaltungen auch in Corona-Zeiten stattfinden
Konzert mit Tim Bendzko am 22. August in der Quarterback Immobilien Arena Leipzig. Foto: SC DHfK Handball

Foto: SC DHfK Handball

Für alle LeserAm 2. November sollen die neuen verschärften Allgemeinverfügungen zur Corona-Pandemie in Kraft treten. Und die Sportvereine und -verbände in Mitteldeutschland meldeten sich sofort nach Verkündung mit heftiger Kritik zu Wort, denn sie haben in der Regel alles getan, damit der Verein nicht zum Hotspot für das Virus wurde. Und mit dem großen Experiment RESTART-19 im August haben die Universitätsmedizin Halle (Saale) und der SC DHfK gezeigt, dass auch Sportveranstaltungen mit dem richtigen Hygienekonzept machbar sind.
Mehr als ein Stück Ernährungswende in Taucha: Kooperative Landwirtschaft vor den Toren Leipzigs
Kohlernte bei KoLa mit Spaßfaktor. © Frank Willberg

Foto: Frank Willberg

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 84, seit 23. Oktober im HandelEine Gemüsewurzelrevolution vor den Toren der Stadt. KoLa Leipzig steht für Kooperative Landwirtschaft. Die Genossenschaft mit aktuell 976 Mitgliedern ist im Mai 2018 entstanden und hat einen überaus verheißungsvollen Auftakt hingelegt. Aber was macht solidarische Landwirtschaft besser als gewöhnlicher Ökolandbau? Wie hat sich die Idee von KoLa bislang entwickelt? Und was bewegt hauptsächlich junge Menschen, diesen nicht unbedingt einfachen Weg einzuschlagen?
SPD fasst ihren Antrag zum Wilhelm-Leuscher-Platz neu: Das neue Quartier braucht mehr Grün, mehr Spielplätze und Radabstellanlagen
Blick auf den Nordteil des Geländes Richtung Rossplatz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEigentlich sollte die zukünftige Bebauung des Wilhelm-Leuschner-Platzes in der Ratsversammlung am 7. Oktober debattiert und beschlossen werden. Doch eine lange Latte an Änderungsanträgen ließ schon ahnen, dass die Diskussion um diesen Platz heftig werden würde. Jetzt soll die Verwaltungsvorlage am 11. November diskutiert werden. Und auch die SPD-Fraktion attestiert den städtischen Planern hier ein Denken von vorgestern und fordert die Schaffung erlebbarer Grünflächen.
Nach Aus für B 178-Verlängerung in der Lausitz: ADFC fordert endlich mehr Einsatz für Radwegebau in Sachsen
Und wo fahren die Radfahrer? Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserAls Sachsen vor über einem Jahr seine Projekte für das „Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen“ anmeldete, waren auch reihenweise teure Straßenneubauten drin, die vorher nie eine Chance auf Realisierung gehabt hätten. Aber der Glaube ist unerschütterlich, dass über Staatsstraßen und Autobahnen endlich die florierende Wirtschaft käme. Auch in die Lausitz. Am 23. Oktober aber vermeldete das Verkehrsministerium das Ende eines dieser Traumprojekte.
Verkehrsdezernat lehnt Linke-Antrag ab: Am Cottaweg können wir nichts ändern
Die neu montierten Geländer an der Einmündung Cottaweg. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas Herumgeeier um den Cottaweg und seine gefährliche Einmündung in die Jahnallee zeigt recht exemplarisch, wie schwer sich Leipzigs Verkehrsplaner tun, altes Autostraßendenken zu verlassen und wirklich moderne Lösungen für den Stadtverkehr zu finden. Die neuen Geländer an der Einmündung stehen geradezu für dieses Denken von Vorgestern. Gibt ja nun keine Unfälle mehr, meint das Planungsdezernat zu einem Antrag der Linksfraktion.
Klares Ergebnis der Vorlesestudie 2020: Schenkt den Kindern Bücher! Viele Bücher!
Es gibt genug wirklich schöne Vorlesebücher. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm 20. November ist wieder Bundesweiter Vorlesetag. Ein Tag, der daran erinnert, dass Lesen und Vorlesen für Kinder nicht einfach nur Luxus sind. Denn frühes Vorlesen öffnet den Kindern den Weg in Welten, die ihnen sonst ein Leben lang verschlossen bleiben. Denn Bildung erschließt sich durch Lesen erst in ihrer ganzen Komplexität. Aber warum lesen dann so wenige Eltern vor, wollte die Stiftung Lesen wissen?
„Wenn man spürt, wie die Luftkräfte einen tragen“: In Eilenburg können Kinder Skispringen lernen
Blick von der 1999 neu gebauten Josef-Dotzauer-Schanze in Eilenburg. Foto: Michael Billig

Foto: Michael Billig

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 84, seit 23. Oktober im HandelDas Land ist flach, der erste Schnee noch in weiter Ferne. In Eilenburg schnallen sich die Jungadler des SV Lok dennoch ihre Ski an und stürzen sich an einem Oktobernachmittag die Josef-Dotzauer-Schanze hinunter. Bereits seit 1958 hat das Skispringen in der Kleinstadt, rund 20 Kilometer nordwestlich von Leipzig, ein Zuhause. Doch außerhalb von Eilenburg wissen nur wenige davon, wie Lok-Trainer Stephan Kupke (44) gegenüber der „Leipziger Zeitung (LZ)“ sagt.
Warum Kompromisse schließen? Andreas Weber zeigt, warum nur gute Kompromisse Überleben erst möglich machen
Andreas Weber: Warum Kompromisse schließen? Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserVon den beiden Händen, die sich da auf dem Cover drücken, darf man sich nicht irritieren lassen. Das erinnert eher an eine der kompromisslosesten Parteien, die es in Deutschland mal gab. Und um die DDR geht es schon gar nicht. Es geht um unser Jetzt und unsere heutige Unfähigkeit, echte Kompromisse zu schließen. Faule Kompromisse sehen wir überall. Auch deshalb ist die Stimmung derzeit so aggressiv wie in einer völlig aus dem Ruder gelaufenen Ehe.
1. FC Lok Leipzig vs. Meuselwitz 1:0 – Arbeitssieg vor dem Lockdown
Das Leipziger Siegtor fiel bereits in der ersten Spielminute. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserDer nächste Heimsieg für den 1. FC Lok. Gegen den ZFC Meuselwitz obsiegten die Blau-Gelben am Mittwochabend mit 1:0 (1:0). Vor 999 Zuschauern traf Tom Nattermann schon nach 50 Sekunden zur Führung. Danach bot das Spiel Kampf und Krampf. Lok und Meuselwitz wollten, konnten allerdings kaum Angriffe durchspielen.
LockdownLight: Zankapfel Gastronomie
Was vom Sommer blieb, endet in der Schließung im November 2020. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserWas sich bereits im Laufe des Tages anbahnte, wird durch eine Pressemitteilung der sächsischen Industrie- und Handelskammern zu den neuen Corona-Maßnahmen Gewissheit. Die Gastronomien und Tourismusunternehmen fühlen sich ungerecht behandelt, die „Verhältnismäßigkeit ist nicht gewahrt“, so die IHK Leipzig, Dresden und Chemnitz in einer gemeinsamen Erklärung. Für einen Monat sollen alle Kneipen, Bars und Restaurants, aber auch Freizeit,- Tourismus,- und Veranstaltungsstätten ab 2. November 2020 schließen. Erste Klageandrohungen dagegen waren bereits vereinzelt schon vor den Beschlüssen vom heutigen 28. Oktober zu hören, die IHKs warnen nun vor steigenden Insolvenzzahlen.
Mittwoch, der 28. Oktober 2020: Lockdown light ab Montag
Kultureinrichtungen wie das Gewandhaus dürfen im November wohl nicht öffnen. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDeutschland wird wohl ab Montag in einen „Lockdown light“ gehen. Das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsident/-innen heute beschlossen. Wie genau die Situation in Sachsen sein wird, ist noch nicht offiziell bekannt, doch der Bund wird 10 Milliarden für Umsatzausfälle auch bei Soloselbstständigen, Gastronomien und der Eventbranche zur Verfügung stellen. Außerdem: Sachsen fördert ein Forschungsprojekt für Coronatests und Chemnitz wird Kulturhauptstadt Europas. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 28. Oktober 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
Coronavirus: Einmal Weihnachten retten + Update Lockdown light
Weihnachten retten, Weihnachtsmarkt beerdigen? Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserSeit dem heutigen Morgen geht es bereits rund in den deutschen Medien. Noch vor der Videokonferenz des Bundes mit den Ministerpräsident/-innen der Länder kursierte ein Entwurf der Bundesregierung, in welchem die Vorschläge der neuen Corona-Maßnahmen ab 4. November 2020 beschrieben werden. Seit wenigen Stunden heißt es nun, dass diese sogar bereits ab Montag, 2. November 2020 in Kraft treten sollen und es weitgehende Einigkeit der Länder mit dem Bund dazu gibt. Der Katalog liegt neben anderen Medien auch der L-IZ.de vor. Informationen, die in der Pressekonferenz der Bundesregierung bestätigt wurden.