Worauf sollte man eigentlich bei der Wahl eines DSL-Anbieters alles achten

Ohne Internet geht heute überhaupt nichts mehr. Somit hat auch jeder früher oder später mit der Auswahl eines passenden DSL-Anbieters zu kämpfen. Ob Umzug oder Wechsel des Anbieters, ein neuer Tarif muss unweigerlich her. Dabei kommt die Frage auf, welches Kriterium der Provider den Ausschlag geben sollte: die Stabilität, die Geschwindigkeit oder doch der Preis? Eine gesunde Mischung wäre gut, aber Sie müssen noch auf weitere Punkte achten, wenn Sie einen neuen Internetvertrag abschließen wollen.

Die Kriterien für den besten DSL-Anbieter können nicht pauschal auf jeden Nutzer übertragen werden. Jeder hat hier andere Vorstellungen, so dass die Auswahl individuell ausfallen muss. Berücksichtigen sollten Sie dabei, dass mehrere Anbieter mit unterschiedlichen Leistungen und Preisen aufwarten. In jedem Fall ist daher vor einem Wechsel ein DSL-Vergleich ratsam, da Sie aus einer passenden Vorauswahl den richtigen Anbieter auswählen können. Die folgenden Kriterien sollten Sie beim DSL-Vergleich berücksichtigen:

  • Geschwindigkeit
  • Stabilität
  • Preis
  • Kundenservice
  • Zusatzabonnements

Die Geschwindigkeit macht den Unterschied

Für einen Großteil der Kunden ist die Geschwindigkeit, mit der sie durch das Internet surfen, das ausschlaggebende Kriterium. Je schneller das Internet, desto besser lassen sich vor allem Streams via Netflix und Co. Genießen. Für die Geschwindigkeit ist natürlich in erster Linie der Provider verantwortlich. Gleichzeitig sind die Kosten ebenso von der bereitgestellten Geschwindigkeit abhängig.

Welche Geschwindigkeit Sie benötigen, ist natürlich von Ihrem Surfverhalten abhängig. Wenn Sie viele Serien und Filme schauen oder Sportprogramme streamen, ist für eine flüssige HD-Darstellung eine schnelle Internetleitung nötig. Gängige Internetgeschwindigkeiten sind:

  Mbit/s Megabyte/s Download Song (5 MB) Download Datei (100 MB)
DSL 1000 1 Mbit/s 0,125 MB/s 40 Sek 13 Min 20 Sek
DSL 2000 2 Mbit/s 0,25 MB/s 20 Sek 6 Min 40 Sek
DSL 16000 16 Mbit/s 2 MB /s 2,5 Sek 50 Sek
DSL 50000 50 Mbit/s 6,25 MB/s 0,8 Sek 16 Sek
DSL 100000 100 Mbit/s 12,5 MB/s 0, Sek 8 Sek

Tabelle: Das sind die gängigen Internetgeschwindigkeiten

Mit der richtigen Wahl können Sie hier also den Grundstein für schnelle Downloads legen. Abhängig ist die Geschwindigkeit auch von der genutzten Technik bzw. dem genutzten Anschluss. Die vorhandene Infrastruktur schiebt dem nur hin und wieder einen Riegel vor. Da es um den Breitbandausbau in Deutschland nicht gerade gut bestellt ist, müssen in manchen Ländern gar mobile LTE-Tarife für das heimische Internet genutzt werden. Insgesamt gibt es somit vier übliche Internetvarianten, die einem ins Haus kommen:

  • Klassisches DSL und WLAN
  • VDSL
  • Kabelinternet
  • LTE

Mit LTE sind Sie auch zu Hause mobil im Internet

Mit dem Mobilfunkstandard LTE ist es dank der schnellen Geschwindigkeiten nicht nur für das Smartphone geeignet, sondern bietet ebenso für zu Hause beste Qualität. Surfgeschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/s sind (theoretisch) möglich. Das in Zukunft verfügbare 5G bietet noch weitere Möglichkeiten. Folgende Anbieter haben LTE Hotspot-Lösungen im Angebot:

  • Deutsche Telekom
  • Vodafone
  • o2
  • Congstar

Beim LTE-Netz hat bei unabhängigen Tests die Deutsche Telekom in den letzten Jahren die Nase vorn gehabt. Vodafone hat jedoch aufgeholt und ist im Begriff, den Überholvorgang zu starten.

Allerdings ist LTE noch nicht bundesweit verfügbar und das Datenvolumen wird wie beim Handy abgerechnet – wenn auch in größeren Maßstäben. Wenn Sie aufgrund von Binge Watching oder Ähnlichem ein datenhungriger Nutzer sind, sollten Sie die kabelgebundenen Alternativen nutzen. Ansonsten kann es teuer werden.

Glasfaser, VDSL und Kabel für schnelleres Surfen

Mit dem klassischen DSL-Anschluss über die Telefonleitung mitsamt Flatrate sind Sie dann besser beraten. Soll es etwas mehr Geschwindigkeit sein, sollten Sie prüfen, ob VDSL oder Kabelinternet bei Ihnen verfügbar ist. Mit dem stabilen Internet über das Kabelnetz können Sie mit 50 Mbit/s surfen, gegen Aufpreis gar sogar mit bis zu 150 Mbit/s. Je nach Region, bieten folgende Betreiber Kabelinternet an:

  • Kabel Deutschland
  • Unitymedia
  • Tele Columbus
  • Kabel BW

Kabel Deutschland, das mittlerweile zu Vodafone zählt, bietet bei der technischen Leistung laut Stiftung Warentest am meisten.

VDSL sowie die Nutzung von Glasfaserkabeln bis zur Vermittlungsstelle oder gar bis an den Hausanschluss ermöglichen höhere Geschwindigkeiten als der normale DSL-Anschluss. 50 oder 100 Mbit/s sind auch hier möglich – in Zukunft auch mehr. Anbieter auf diesem Gebiet sind beispielsweise:

  • Deutsche Telekom
  • Vodafone
  • EWE
  • Easybell

Sie dürfen nicht den Fehler machen und die angegebene Maximalgeschwindigkeit zu jeder Zeit erwarten. Bei den angegebenen Übertragungsraten handelt es sich um theoretische Maximalwerte, die allerdings nur unter optimalen Bedingungen erreicht werden. Je nach genutzter Technik und Auslastung werden etwas geringere Übertragungsraten erreicht. Beim DSL-Vergleich sollten Sie daher die durchschnittliche Rate beachten. Diese sind in der Regel in den Vertragsdetails ersichtlich.

Laufzeit beachten und flexibel bleiben

Um Kunden zu einem Anbieterwechsel zu animieren, bieten die Provider für Neukunden häufig besonders günstige Tarife an. Machen Sie nicht den Fehler und binden sich zu lange an einen Anbieter, da sich im Laufe der Zeit die Preise auf dem Markt nach unten bewegen. Üblich sind Verträge über 24 Monate, aber Sie können auch DSL-Tarife mit zwölf Monaten abschließen. Langfristige Verträge bieten oft günstigere Konditionen. Einige Provider erhöhen zudem den Preis nach dem ersten Vertragsjahr, was manchmal nur im Kleingedruckten zu sehen ist.

Halten Sie sich immer die Möglichkeit offen, rechtzeitig zu wechseln. Dabei müssen Sie die Kündigungsfrist im Auge behalten und erneut einen DSL-Vergleich durchführen, damit Sie möglichst günstig surfen. Weiterhin sollten Sie beim Vertragsabschluss darauf achten, ob Zusatzpakete angeboten werden bzw. aktiviert sind. Je nach Anbieter können hier pro Monat mehrere Euro gespart werden, wenn beispielsweise auf buchbare TV-Optionen oder Sicherheitspakete, deren Mehrwert umstritten ist, verzichtet wird. Auch zunächst kostenfreie Zusatzdienste werden mit der Zeit zum Kostenfaktor. Daher gilt auch hier: aufs Kleingedruckte achten!

Haben Sie Ihre Bedürfnisse in Bezug auf Technologie und Geschwindigkeit bestimmt, können Sie aus den verfügbaren Anbietern wählen. Um günstig zu surfen, ist ein Vergleich der DSL-Angebote unverzichtbar. Dies lässt sich im Internet schnell bewerkstelligen – wenn denn bereits eine funktionierende Leitung vorhanden ist.

Im Vergleich zu den bekannten, teuren Anbietern, sind kleine Anbieter meist günstiger. In puncto Kundenservice sind hier meist auch keine großen Unterschiede zu den Big Playern zu erkennen. Hier müssen Sie abwägen, welche Geschwindigkeiten zu welchen Preisen angeboten werden. Beachten Sie unsere Tipps und wählen das Angebot, welches zu Ihrem Surfverhalten und Ihrem Geldbeutel passt. Dann haben Sie mit der Tarifauswahl keine Schwierigkeiten mehr.


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