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Donnerstag, 21. Januar 2021

Hausbau – Welche Maßeinheiten wichtig sind und wie man diese umrechnet

Von Christian Lauer

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    Beim Hausbau kommt es auf Präzision und Genauigkeit an. Kleinste Fehler beim Messen oder bei den Einheiten können dramatische Folgen haben. Die Statik des Gebäudes kann leiden, Zimmer können schief oder zu klein sein und auch beim Verlegen von Rohrleitungen oder Kabeln kann es zu Komplikationen kommen. Deswegen ist es wichtig, sich mit den Maßeinheiten im Hausbau gut auszukennen und die verschiedenen Einheiten umrechnen zu können.

    Leipzig wächst und gebaut wird immer, wie das jüngste Beispiel an der Rehbacher Straße zeigt. Dieser Ratgeber beschäftigt sich daher mit dem für den Hausbau relevanten Maßeinheiten und den dazugehörigen Umrechnungsformeln.

    Die Bedeutung genauer Messwerte im Hausbau

    Wenn beim Hausbau falsche Maßeinheiten verwendet werden, führt das immer zu Komplikationen, Verzögerungen und häufig zu recht hohen Kosten. Wenn zum Beispiel eine Treppe in ein Haus eingezogen werden soll, muss deren Länge exakt berechnet werden. Ansonsten ist sie oft zu kurz und reicht nicht bis zum oberen Stockwerk. Noch dramatischer wird es, wenn bei der Maximalbelastung von tragenden Wänden falsche Maßeinheiten gewählt werden. Die Wände oder Pfeiler sind dann nicht mehr in der Lage, das vorhandene Gewicht zu tragen und stürzen ein. Andersherum ist es aber auch möglich, dass die Maßeinheiten zu groß gewählt werden. Wer zum Beispiel 50 kg Zement braucht, aber 500 kg berechnet, gibt 10 Mal mehr als eigentlich nötig für die Baustoffe aus. Diese Beispiele zeigen, wie wichtig exakte Berechnungen und ein professioneller Umgang mit Maßeinheiten beim Hausbau sind.

    Nützliche Tipps für das Umrechnen von Maßeinheiten

    Gelegentlich wird im Hausbau mit unterschiedlichen Maßeinheiten gearbeitet. Da ist es wichtig, die einzelnen Maße zu kennen und in andere umrechnen zu können. Das gilt insbesondere dann, wenn Bauteile aus dem Ausland bestellt werden müssen. Hier kommen häufig andere Maße als im eigenen Land zum Einsatz. Aber auch innerhalb der eigenen Maßeinheiten ist es wichtig, keine Fehler zu machen. Häufig ist das Grundmaß, auf das im Hausbau zurückgegriffen wird, der Meter. Von diesem leiten sich andere Größen wie Millimeter (1/1.000 Meter), Zentimeter (1/100 Meter), Dezimeter (1/10 Meter) und Kilometer (1.000 Meter) ab.

    Ein weiteres gängiges Maß im Hausbau ist Zoll. Gerade hier kommt es darauf an, die verschiedenen Zollgrößen in die eigene Maßeinheit übertragen zu können. Erst durch einen Vergleich der verschiedenen Maßeinheiten ist es oftmals möglich, die passenden Zollgrößen für den eigenen Hausbau zu bestimmen. Hierbei ist besondere Aufmerksamkeit geboten, da die ermittelten Werte nicht so schön rund sind wie bei Umrechnungen innerhalb des metrischen Systems.

    Bereits bei Bauzeichnungen genaue Angaben machen

    Foto: fotolia.com, industrieblick

    Schon die Planung des Hauses setzt einen exakten Umgang mit Maßen und Maßeinheiten voraus. Das gilt insbesondere für Einfamilienhäuser. Hier ist es wichtig, sich im Vorfeld genau zu überlegen, welche Räume welches Platzangebot bereitstellen sollen. So sollte für die Küche und das Wohnzimmer etwas mehr Platz einkalkuliert werden. In diesen Räumen halten sich die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses vorrangig auf und brauchen eine größtmögliche Bewegungsfreiheit. Das gilt zum Beispiel für das Schlafzimmer, in dem wir uns quasi nur zum Schlafen aufhalten, eher weniger. Deswegen kommt es darauf an, für jedes Zimmer eine optimale Quadratmeterzahl einzuplanen. Zu viel Platz bringt nämlich unnötige Kosten mit sich, wohingegen zu wenig Platz den Wohnkomfort schmälert.

    Bei der Erstellung eines Grundrisses oder einer Bauzeichnung müssen die Maßeinheiten genau berücksichtigt werden. So werden die Abstände in Millimetern, in Zentimetern, in Metern und gelegentlich in Quadratmetern angegeben. Neben dem Grundmaß der Räume spielen zum Beispiel die Höhen und Breiten der Fenster oder die Länge der einzelnen Wände eine Rolle. Es ist wichtig, alle Angaben maßstabsgetreu zu machen. Nur wenn die Größenverhältnisse auf dem Grundriss auf diejenigen in der Realität übertragbar sind, lässt sich sinnvoll damit arbeiten.

    Was ist eigentlich das Baurichtmaß?

    Das Ziel im Hausbau allgemein ist es, sämtliche Elemente zu vereinheitlichen. Die hierzu gehörigen Vorschriften sind in der Norm DIN 4172 festgehalten. Hierdurch soll erreicht werden, dass der Hausbau in Deutschland einheitlich verläuft und Baupläne und Grundrisse auf einem einheitlichen System fußen. Um dies zu erreichen, wurde das sogenannte Baurichtmaß entwickelt. Es orientiert sich an der Größeneinheit Meter und entspricht einem Achtelmeter (1 am = 12,5 cm). Sämtliche Baurichtmaße, die im Hausbau Verwendung finden, sind ein Vielfaches dieses Achtelmeters. Mit diesem Wert lassen sich die Längen, Höhen und Stärken einzelner Bauteile berechnen.

    Das Baurichtmaß dient zudem als Grundlage für verschiedene weitere Maße. So steht es in Zusammenhang mit dem Baunennmaß, das auch als Rohbaumaß bezeichnet wird. Dieses gibt die Maße einzelner Elemente im Rohbauzustand an. Beispielsweise hat eine Wand im Rohbaumaß eine geringere Dicke als später, wenn sich noch Putz und Anstrich darauf befinden. Ebenfalls relevant ist in diesem Zusammenhang das Mauer-Nennmaß. Dieses umfasst unter anderem das Pfeilermaß, das Vorsprungmaß und das Öffnungsmaß, die alle ins Verhältnis zum Baurichtmaß gesetzt werden. Es ist wichtig, diese unterschiedlichen Maße beim Hausbau klar voneinander zu unterscheiden und in die Planung einfließen zu lassen.

    Die passenden Maße für Bauteile wählen

    Foto: fotolia.com, Wolfilser

    Nicht nur beim Bau des Hauses selbst, sondern auch bei der Auswahl einzelner Bauteile für den Innenbereich ist es wichtig, auf die geeigneten Maße zu achten. Das gilt insbesondere für die Auswahl von Rohren. Diese müssen einerseits lang genug sein, um zum Beispiel die Einrichtung von Badezimmer und WC mit der Kanalisation zu verbinden. Sind die Rohre zu kurz, sind sie unbrauchbar, sind sie zu lang, kosten sie unnötig viel Geld und es bleiben Bauteile übrig. Zum anderen ist es wichtig, dass die Rohre eine gewisse Dicke haben, um mit den an sie gestellten Anforderungen zurecht zu kommen. Zu enge Rohre verstopfen leicht, wohingegen zu dünne Rohre platzen können. Zu dicke und breite Rohre kosten hingegen sehr viel Platz und haben ein großes Eigengewicht. Die Auswahl der geeigneten Maße ist deswegen von großer Wichtigkeit.

    Ebenso kommt es darauf an, die geeigneten Kabellängen für den Hausbau zu bestimmen. Sämtliche Steckdosen im Haus müssen zuverlässig mit Strom versorgt werden. Ein zu viel an Kabeln schlägt aber ebenfalls mit unnötigen Kosten zu Buche. Zudem sollten die Kabel professionell verlegt werden. Üblicherweise gehen Kabel senkrecht von einer Steckdose aus nach oben. Wer hier zu eng plant, kommt mit den Längen der Kabel nicht zurecht und muss diese beispielsweise diagonal verlegen. Das führt später zu Komplikationen, wenn ein Loch in eine Wand gebohrt werden soll und nicht klar ist, wo genau die Kabel verlaufen. Deswegen ist es wichtig, sämtliche Aspekte mit der richtigen Maßeinheit in die Baupläne einzutragen.

    Die Bedeutung von Maßeinheiten für Firmen

    Gerade für Firmen ist es wichtig, sich mit Maßeinheiten und deren Umrechnung auszukennen. Denn diese sind meist nicht nur mit einem einzelnen Hausbau beschäftigt, sondern arbeiten parallel an verschiedenen Projekten. Deswegen kommt es darauf an, mit einheitlichen Maßeinheiten zu arbeiten, um keine Fehler zu machen, und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf diese Einheiten einzuschwören. Besonders wichtig ist das für international agierende Firmen. Wer zum Beispiel mit Zulieferern und Partnern im Ausland zusammenarbeitet, sieht sich schnell mit einer Vielzahl unterschiedlicher Maßeinheiten konfrontiert. Es kommt darauf an, diese immer exakt auf die im Betrieb gebräuchlichen Maßeinheiten umzurechnen, um Fehler zu vermeiden. Deswegen müssen alle Beteiligten immer klar angeben, mit welchem Maßstab sie aktuell arbeiten und Abweichungen von diesem Maßstab in den Bauzeichnungen und anderen schriftlichen Dokumenten präzise kennzeichnen.

    Fazit: Im Hausbau sind korrekte Werte extrem wichtig

    Beim Hausbau ist Präzision gefragt. Die verwendeten Maßeinheiten müssen korrekt berechnet und bei Bedarf professionell umgerechnet werden. Es ist entscheidend, hier keine Fehler zu machen, um Kosten oder Bauverzögerungen zu vermeiden. Häufig werden die verwendeten Maße mit Hilfe einer Messlatte oder eines Zollstocks ausgemessen. In einigen Fällen kommt zudem eine Wasserwaage zum Einsatz. Solche Messungen müssen unbedingt sehr exakt ausgeführt werden. Außerdem ist entscheidend, mit welcher Maßeinheit das jeweilige Werkzeug arbeitet. So lassen sich die passenden Werte für den Hausbau finden und bei Bedarf umrechnen.

     

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